Die Firma Brumberg ist in Kamen seit 125 Jahren bekannt. Der Elektro-Fachhandel feiert in diesen Tagen das Jubiläum mit vielen Aktionen und Angeboten. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Archiv: 125 Jahre Brumberg: Erstes Aktionswochenende startet
von Christoph Volkmer
Kamen. Auf eine lange Geschichte kann der Elektrofachmarkt Brumberg zurückblicken. Das 125-jährige Bestehen ist ein guter Grund, um auf die lange Historie zurückzublicken. Dazu wird das Jubiläum in den kommenden Wochen mit vielen Aktionen und Sonderangeboten gefeiert.
Mit dem Verkauf von Öfen und Herden, die noch mit Briketts angefeuert wurden, ging es in der von Carl Brumberg eröffneten Schmiede in der Kämerstraße los. Ganz genaue Daten über den Startschuss des Geschäfts lassen sich nicht ermitteln. Die Brüder Andreas und Matthias Brumberg, die heute in vierter Generation den Fachmarkt führen, gehen von einem Gründungsdatum Ende August 1899 aus. „Seitdem werden unsere Jubiläen auch immer Ende August gefeiert“, sagt Matthias Brumberg mit einem Lächeln.
Zur Schmiede gehörte eine handwerkliche Werkstatt, die dazu beitrug, dass das Unternehmen schwierige Jahre wie die Zeit des Ersten Weltkriegs und die Phase der Geldentwertungen überstand. Zusammen mit Sohn Karl nahm das Vater-Sohn-Duo 1936 eine erste Erweiterung und Modernisierung des Betriebs vor. Drei Jahre später übernahm Brumberg Junior als alleiniger Geschäftsführer. In der Folge wurde das Angebot unter anderem mit Staubsaugern, Waschmaschinen und Nähmaschinen erweitert.
Kundenservice hatte schon in den frühen Jahren eine wichtige Bedeutung für den Familienbetrieb Brumberg. Dieser Ford FK 1000 war damals ein echter Hingucker. Foto: Brumberg-Archiv
Nach dem durch den Zweiten Weltkrieg bedingten Tief gelang es mit der Herstellung eigener Küchenherde wenige Jahre nach Kriegsende wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden. Nachdem Karl Brumberg jr. verstorben war, gründete Ehefrau Hedwig mit den Söhnen Friedrich-Wilhelm und Karl-Eugen eine Familien-Kommanditgesellschaft. In den 1950er Jahren wuchs die Wirtschaft in der Bundesrepublik wieder sehr schnell und sorgte dafür, dass Kunden ein immer größeres Angebot vorfanden. „Neben Kühlschränken und Elektroherden gab es zudem die damals ganz neuen Waschvollautomaten“, berichtet Matthias Brumberg. Fahrräder und Mopeds wurden seiner Zeit ebenfalls bei Brumberg verkauft. Diese konnten bei Bedarf in der eigenen Werkstatt repariert werden. Ein anderer Trend kam ebenfalls nicht zu kurz, denn auch Porzellan gab es bei Brumberg.
Ab dem Jahr 1971 begann dank Mut und Risikobereitschaft der Brüder Karl-Eugen und Friedrich-Wilhelm eine dynamische Entwicklung des Unternehmens. Durch den Kauf des benachbarten Grundstücks entstand ein neues, dreigeschossiges Geschäftshaus, das genügend Platz bot, um das Sortiment mit Küchen, Lampen, Fernsehern und Radios zu erweitern. Durch das deutlich größere Repertoire wuchs zudem die Werkstatt; im Zuge der Serviceleistungen beim Kunden ebenso der Fuhrpark. Die Sanierung der Innenstadt Ende der 70er Jahre ermöglichte den Bau eines separaten Geschäfts für den boomenden Bereich der Unterhaltungselektronik. Eine weitere Baumaßnahme erfolgte 1988 zur Vergrößerung der Abteilung für Elektrohausgeräte. 1996 entstand schließlich in Menden ein zweiter Brumberg-Elektrofachmarkt.
In der langen Historie wuchs das Fachgeschäft immer weiter. Jetzt wird das 125-jährige Bestehen gefeiert. Foto: Brumberg-Archiv
Mit der Übernahme der Geschäftsleitung durch Andreas und Matthias Brumberg erfolgte 2007 in Kamen ein weiterer großer Umbau, seitdem wird in den beiden gegenüberliegenden Geschäften auf rund 2500 Quadratmetern Verkaufsfläche Ware angeboten.
Im Laufe der Jahrzehnte veränderte sich das Sortiment durch wechselnde Trends immer wieder. Manche Dinge kehrten dabei in anderer Form zurück. „Nachdem das Fahrradgeschäft im Jahr 1980 für uns vorbei war, hätte ich nie damit gerechnet, dass Räder bei uns noch mal eine Rolle spielen“, schmunzelt Matthias Brumberg. Doch seit fünf Jahren sind bei Brumberg Elektroroller zu bekommen, die in der eigenen Werkstatt gewartet und repariert werden. Etliche der 80 Mitarbeiter kommen mittlerweile mit den modernen Rollern zur Arbeit. So gesehen wiederholt sich damit ein Teil der Geschichte.
Um noch leistungsfähiger zu werden, hat sich der Familienbetrieb vor vier Jahren der expert-Einkaufsgemeinschaft angeschlossen, wodurch Ware zu wettbewerbsfähigen Preisen eingekauft werden kann. Dazu wurde ein Onlineshop eingerichtet, der Kunden binnen Sekunden anzeigt, ob der gewünschte Artikel direkt in Kamen oder Menden verfügbar ist. „Wir stellen fest, dass viele Kunden noch immer gern im Geschäft kaufen. Das hat mit Sicherheit auch damit zu tun, dass sie bei uns einen umfassenden Service erhalten“, ist Matthias Brumberg überzeugt.
Mehr zu den Aktionen zum Jubiläum lesen Sie am Donnerstag, 29. August, bei KamenWeb.de
In den 30er Jahren waren Nähmaschinen gefragt, die es in Kamen natürlich bei Brumberg gab. Foto: Brumberg-Archiv





