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Fall Werning: Prozess startet am 12. November

am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Bettina WerningDie frühere Vize-Bürgermeisterin Bettina Werning (59) steht ab dem 12. November in Dortmund vor Gericht. Foto: Archiv KamenWeb.devon Andreas Milk

Kamen. Die frühere Vize-Bürgermeisterin Bettina Werning (59) steht ab dem 12. November in Dortmund vor Gericht. Es geht um gewerbsmäßigen Betrug und Untreue. Der ehemaligen Grünen-Politikerin droht eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren, sagte uns Christian Fastermann, Sprecher des Landgerichts Dortmund. Werning soll als Buchhalterin eines Kamener Elektrofachhandels Geld aufs eigene Konto umgeleitet haben - 157 Mal von Juni 2012 bis März 2017. Schadenssumme: rund 460.000 Euro.
Vor dem Arbeitsgericht hatte sich Werning mit ihrem Ex-Arbeitgeber sogar per Vergleich auf eine Rückzahlung von 700.000 Euro geeinigt. Erklärung für die Differenz: Ein Teil der angenommenen Unterschlagungen ist strafrechtlich verjährt - also für den jetzt kommenden Prozess in Dortmund ohne Bedeutung.
Im April 2017 war Werning überraschend als ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeisterin zurückgetreten. Ihrer Partei gegenüber begründete sie das mit den laufenden Ermittlungen. Im Frühjahr 2018 wurde die Anklageschrift fertig. Die Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht hatte in der Sache keine Eile. Denn Werning sitzt nicht in U-Haft. Neben dem Prozessauftakt übernächste Woche stehen vier weitere Verhandlungstermine bis einschließlich 10. Dezember fest. Ob es dabei bleibt oder sich das Verfahren weiter hin zieht, dürfte vor allem davon abhängen, ob und wie Bettina Werning sich vor der Strafkammer äußert.

Archiv: Stellvertretende Bürgermeisterin Bettina Werning erklärt ihren Rücktritt von allen Ämtern

 

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