SUMMERlife: 6 und 3 - Literarische Lesereihe - 6 Autoren Lesen in 3 Kamener Kirchen

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summerlife2020 500Kamen. Im Rahmen des SUMMERlife-Programms plant das Kulturbüro der Stadt Kamen gemeinsam mit den heimischen Autoren Heinrich Peuckmann und Bernhard Büscher für Samstag, den 18. Juli, eine ganz besondere Veranstaltung, nämlich eine literarische Lesereihe, die an gleich drei Orten stattfinden wird. Insgesamt sechs Autoren werden Gedichte und Erzählungen in den beiden evangelischen Kirchen (Paulus- und Lutherkirche) und in der katholischen Kirche (Pfarrkirche Zur Heiligen Familie) lesen.

Die Auswahl der Autoren, die daran teilnehmen wird, ist sehr prominent. Gleich drei von ihnen sind Mitglieder im Vorstand der renommierten Autorenvereinigung PEN. Dessen Präsidentin Regula Venske wird kommen, u.a. hat sie einen großen Krimipreis erhalten. Der Vizepräsident Leander Sukov ist für seine Romane und Gedichte bekannt und Heinrich Peuckmann, seit einem Jahr Generalsekretär des PEN, ist als Kamener bestens bekannt. Besonders gespannt sein dürfen die Zuhörer auf die eritreische Dichterin Yirgalem Mebrahtu, die wegen ihrer kritischen Texte sechs Jahre lang in eritreischen Gefängnissen eingesperrt war und dort gefoltert wurde. Ihre Gedichte, die auch die schreckliche Zeit der Folter behandeln, sind tief beeindruckend. Yirgalem ist Stipendiatin im PEN-Programm „Writers-in-Exile“ und lebt nun in München. Der PEN hat für sein Programm inzwischen sogar eine Wohnung in Kamen angemietet, so dass auch Kamen, neben Berlin und München, bald Zufluchtsort für eine verfolgte Schriftstellerin sein wird. Die literarische Lesereise wird den Kamenern zum ersten Mal Einblick in das Schicksal verfolgter Autoren geben.

Abgerundet wird das Programm von zwei Kamener Autoren, von Gerd Puls, der Erzählungen und Gedichte lesen wird und von Bernhard Büscher, dessen erster Gedichtband vor einem Jahr erschien und mit dem er viel Anerkennung fand. Im Herbst wird ein zweiter Band folgen.

Umrahmt werden die Lesungen von einem leichten Musikprogramm, das Zeit zum Nachdenken lässt. Insgesamt zwei Stunden lang soll die literarische Lesereihe dauern, so dass die Zuhörer Zeit haben, zwischendurch den Veranstaltungsort zu wechseln, um möglichst alle Autorinnen und Autoren zu hören. Natürlich wird es auch Gelegenheit zu Fragen und zu Diskussionen geben.

In der Pauluskirche lesen Heinrich Peuckmann und Yirgalem Fisseha Mebrahtu, in der Lutherkirche Leander Sukov und Gerd Puls und in der Katholischen Kirche Regula Venske und Bernhard Büscher.

Der Zutritt zu den Veranstaltungsräumlichkeiten wird mit Blick auf die Infektionsschutzregelungen gesteuert, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher ist aufgrund gesetzlicher Abstandsvorgaben begrenzt, auf dem Weg zu/von den Sitzplätzen der Plätze ist Nasen-/Mundschutz zu tragen. Der Eintritt ist frei!

LWL präsentiert Wort des Monats: "Piggenbruut" - Nicht nur der Liebe wegen wird geheiratet

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Westfalen (lwl). Piggenbruut: Was sich so anhört wie die Nachkommenschaft einer seltenen Vogelart, ist nach plattdeutschem Wortverständnis ein junges Mädchen, das einen Bauernhof erbte und mit in die Ehe brachte. Wie sich das Wort genau zusammensetzt, wissen die Mundart- und Namenforscher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die es als Wort des Monats vorstellen.

Das plattdeutsche Wort Piggenbruut ist eine Zusammensetzung aus dem Grundwort Bruut, was Braut bedeutet, und dem Bestimmungswort Pigge, womit ein hölzerner Nagel oder Stift gemeint ist. Doch wie passt das zusammen? "Vermutlich steht die beim Bau oft verwendete Pigge hier für den Hof, den die Braut mit in die Ehe nahm", so Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL. Dass ein Mädchen jedoch das Erbe eines Hofes antrat, kam eigentlich nur vor, wenn es keinen oder keinen geeigneten Sohn auf einem Hof gab. "Wenn er eine solche Frau heiratete, konnte ein Mann schnell an einen Bauernhof kommen", so der Mundartforscher. "So ein Mädchen war bei den heiratswilligen Männern daher sehr begehrt." Das bestätigt das plattdeutsche Sprichwort aus Rheine-Catenhorn: "Nao de Piggenbrut laupt de Jungs ut 7 Kiäspels." Was auf hochdeutsch so viel heißt wie: Der Piggenbruut laufen die Jungen aus sieben Kirchspielen (Bezirken) hinterher.

Absagen: Stadt sagt alle städtischen Kultur-Veranstaltungen bis Ende August ab

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Rudelsingen7 719KBRudelsingen im Juli 2019. Fotos: Katja Burgemeister Archiv KamenWeb.de

Kamen. Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das öffentliche Leben in fast allen Bereichen. Die Eindämmung des Virus und der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion wirken sich auch weiterhin auf zahlreiche städtische Kulturveranstaltungen aus. So sagt der Fachbereich Kultur der Stadt Kamen unter anderem den für den 13. Juni 2020 geplanten Gala-Abend in der Konzertaula ab.

Bereits erworbene Eintrittskarten können unter Angabe des Namens des Käufers und einer Bankverbindung bis zum 30. Juni im Kulturbüro der Stadt Kamen zurückgegeben werden. Die Preiserstattung erfolgt ausschließlich bargeldlos.

Darüber hinaus finden aufgrund der gesetzlichen und hygienischen Bestimmungen folgende Veranstaltungen nicht statt:

• 29. Mai Open Air bei der Feuerwehr

• 6. Juni Tag der Musik

• 21. Juni GSW Kamen Klassik

• 26. Juni Antenne Unna Altstadtparty

• 1. Juli Open Air Kindertheater

• 5. Juli Shanty-Chor-Festival

• 10. Juli Rudelsingen in der Fußgängerzone

• 7. August Brunnenfest

• 8. August Laut & Lästig Open Air Festival

• 15. August Open Air Kino auf dem Parkdeck des Kamen Quadrat

Darüber hinaus entfallen in der Sommerzeit einige Chor- und Orchesterveranstaltungen in der Innenstadt. Die Organisatoren schließen jedoch nicht aus, einzelne, kleinere SUMMERlife-Veranstaltungen durchzuführen – immer vor dem Hintergrund, dass die Situation dies zuletzt. Die Veranstaltungen werden dann rechtzeitig bekannt gegeben.

KamenKlassik2 719KBAbgesgat: GSW Kamen Klassik am 21. Juni 2020

Kindertheater: „Feuerwehrmann Sam“ auf September verlegt

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tshopaula18Kamen. Die Stadt Kamen weist noch einmal darauf hin, dass die für den 13. Mai vorgesehene Aufführung des Kindertheaterstückes „Feuerwehrmann Sam“ im Zuge der Corona-Pandemie auf den 24. September verschoben wurde. Bereits erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch bis zum 30. Juni ans Kulturbüro der Stadt Kamen, Rathausplatz 1, 59174 Kamen zurückgeschickt werden. Der Eintrittspreis wird dann erstattet. Hierzu bitte den Namen, die Anschrift und die IBAN-Nummer angeben.

Landesregierung beschließt Stufenplan zur Wiederaufnahme des Kulturbetriebs in Nordrhein-Westfalen

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Düsseldorf. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit: Um das kulturelle Leben in Nordrhein-Westfalen angesichts der weiterhin großen Herausforderungen der Corona-Krise schrittweise und verantwortungsvoll wieder zur Entfaltung zu bringen, hat die Landesregierung einen detaillierten Stufenplan vorgelegt. Dieser sieht vor, die Anti-Corona-Maßnahmen im Kulturbereich in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise zu reduzieren – abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens.
 
„Die zurückliegenden Wochen haben auf schmerzliche Weise deutlich gemacht, wie sehr das persönliche kulturelle Erleben in unserem Alltag fehlt. Umso mehr freut es mich, dass die aktuelle Entwicklung jetzt eine behutsame Öffnung des kulturellen Lebens möglich macht. Bei aller Freude dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass der Schutz der Künstlerinnen und Künstler, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen sowie der Besucherinnen und Besucher weiterhin an erster Stelle stehen müssen. Ich bin aber absolut überzeugt, dass die Kultur in Nordrhein-Westfalen auch diese Herausforderung erfolgreich meistern wird“, sagt Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
 
Erste Lockerungen sind bereits umgesetzt worden: Museen, Ausstellungen und Musikschulen dürfen unter strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen und teilweise weiteren Auflagen wieder öffnen, ebenso Bibliotheken und Archive.
 
Ab Montag, 11. Mai, sollen in einer nächsten Stufe auch kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel ermöglicht werden. Bei Einhaltung strenger Regelungen, Mund-Nase-Bedeckung sowie einem mit der örtlichen Behörde abgestimmten Konzept sind solche Aufführungen grundsätzlich auch in Gebäuden zulässig. In Musikschulen sind ab 11. Mai neben Einzelunterricht auch Ensembles mit maximal sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich. Ebenfalls wird der Probenbetrieb unter Schutzauflagen ermöglicht, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln.
 
Eine weitere Stufe zur verantwortungsvollen Wiederaufnahme des kulturellen Lebens in Nordrhein-Westfalen wird am 30. Mai erfolgen: Ab diesem Datum soll Kinos sowie kleineren Theatern, Opern und Konzerthäusern eine Wiedereröffnung ermöglicht werden, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet werden kann und die Einrichtungen ein Zutrittskonzept für den Einlass sowie das Verlassen der Häuser vorlegen können. Das von den Häusern vorzulegende Zutrittskonzept sieht u.a. vor, dass zwischen haushaltsfremden Besuchern jeweils zwei Sitzplätze freizuhalten sind und Vorkehrungen zum Schutz der im Bühnenbereich tätigen Personen getroffen werden. Zudem soll verstärkt Ordnungspersonal eingesetzt werden, um Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.
 
Bei den großen Theatern, Opern und Konzerthäusern, bei denen die Anpassung an die Bedingungen der Pandemie eine etwas längere Vorbereitungszeit erfordert, ist wie bei Großveranstaltungen eine Wiederaufnahme des regulären Aufführungsbetriebs zum Start der nächsten Spielzeit ab dem 1. September realistisch.
 
„Gerade die Theater haben in den vergangenen Wochen eine enorme Flexibilität und Kreativität gezeigt, wie sie bei einem künftigen Spielbetrieb den aktuellen Gegebenheiten Rechnung tragen wollen – etwa mit neuen, auf die Corona-Bedingungen angepassten Spielplänen oder kreativen Konzepten zur Einhaltung der Abstandsregeln. Daher freut es mich besonders, dass sie in der kommenden Woche wieder mit den Proben beginnen können und hoffentlich schon bald wieder erste Stücke für ihre Zuschauer auf die Bühne bringen können“, sagt Ministerin Pfeiffer-Poensgen. „Bei den großen Häusern mit ihren zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem aufwändigen Probenbetrieb ist diese Umstellung naturgemäß nicht so schnell umsetzbar, weshalb sie ihren Spielbetrieb mit Beginn der kommenden Spielzeit aufnehmen werden. Damit haben auch sie Planungssicherheit für die nächste Zeit und können mit der gebotenen Sorgfalt die Spielpläne, Inszenierungen sowie das Besucher- und Hygienemanagement auf die aktuellen Vorgaben anpassen“, so die Ministerin.

"Mord am Hellweg X" wird um ein Jahr verschoben

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mordamhellweg1219AGIm Dezember 2019: Katrin Jubitz vom Fachbereich Kultur der Stadt Kamen, Heiner Remmert vom Westfälischen Literaturbüro und Stadtbüchereileiterin Andrea Sternal (1., 2. und 4.v.l.) freuten sich über den knapp einwöchigen Recherchebesuch von Autor Antti Tuomainen (3.v.l.) aus Finnland. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de

Unna. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben nun auch die Festivalleitung von Mord am Hellweg, den Kulturbereich der Kreisstadt Unna und das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V., dazu veranlasst, das für diesen Herbst geplante Festivaljubiläum Mord am Hellweg X um ein Jahr auf den Zeitraum 18. September bis 13. November 2021 zu verlegen. "Mord am Hellweg ist ein internationales Festival, das durch seine Größe mit mehr als 200 Lesungen und weit über 400 Mitwirkenden einen langen Planungsvorlauf hat, nun aber durch die derzeitigen Einschränkungen vor großen Planungsunsicherheiten steht; und es ist schon jetzt absehbar, dass viele Veranstaltungen nicht mehr so stattfinden könnten, wie wir es uns vorgestellt haben. Trotzdem möchten wir unseren Besucher*innen ein Festival in der Qualität und Quantität bieten, die sie von uns gewohnt sind. Das wird in diesem Jahr in der Form nicht annähernd möglich sein, weshalb wir in enger Abstimmung mit unseren Unterstützern und Förderern, insbesondere dem Land NRW, leider die schwere Entscheidung treffen mussten, das Festival zu verschieben", so die Erklärung der Festivalleitung.

Durch eine Verschiebung hoffen die Organisatoren größeren Schaden vom Festival abzuwenden, der durch eine kurzfristige Komplettabsage oder ein stark eingeschränktes Programm entstehen würde. Die derzeitigen Einschränkungen würden schon jetzt zu zahlreichen Problemen in der aktuellen Planungsphase führen. Im Moment könnten beispielsweise kaum Künstler*innen eingeworben und Termine abgesprochen werden, da nicht wenige Verlage und Künstler*innen seit geraumer Zeit keine Anfragen mehr annehmen, bereits bestehende Termine für das ganze Jahr absagen oder Buchveröffentlichungen verschieben. "Zunehmend erreichen uns auch Absagen internationaler Stars, die bereits zugesagt hatten", so die Festivalleitung weiter, "und im Herbst möglicherweise noch geltende Abstandregeln würden in den Veranstaltungsräumen zu grotesken Atmosphären und fürs Festival zudem zu großen finanziellen Einbußen, wenn nicht gar Debakeln führen."

Die Festivalleitung arbeitet nun bereits unter Hochdruck daran, die Termine, die sich schon im Vorverkauf befinden, um genau ein Jahr zu verschieben. Für einige Veranstaltungen mit internationalen und nationalen Bestsellerautor*innen und weiteren Künstler*innen wurden bereits neue Termine für den Herbst 2021 in Aussicht genommen. So haben u.a. Jussi Adler-Olsen, Simon Beckett, Joe Bausch, Arne Dahl, Sebastian Fitzek, Fritz Eckenga, Andreas Gruber, Jens Henrik Jensen, Volker Kutscher, Ralf Kramp oder Klaus-Peter Wolf, um nur einige zu nennen, dankenswerterweise bereits ihre Zusage gegeben, die mit ihnen geplanten Lesungen auf Herbst 2021 zu verschieben. Ebenso werden der von Sebastian Fitzek gestiftete und von Mord am Hellweg organisierte VIKTOR CRIME AWARD sowie die Verleihung des Europäischen Preises für Kriminalliteratur verlegt. Das Erscheinen des Jubiläumsbandes Mord am Hellweg X (EMONS-Verlag Köln, Reihe Grafit) mit weiteren namhaften Autor*innen wie Ben Aaronovitch, Bernhard Aichner, Friedrich Ani, Horst Eckert, Doris Gercke, Elisabeth Herrmann, Andreas Gruber, Jürgen Kehrer, Gisa Pauly oder Jan Costin Wagner soll ebenfalls um Jahr verschoben werden. Das Gleiche gilt für die hochkarätig besetzte Tagung "Zur Ästhetik des Kriminalromans" (kuratiert von Oliver Bottini und Thomas Wörtche), die nun vom 01. bis 03. Oktober 2021 stattfinden soll.

Bereits gekaufte Karten/Buchungen behalten ihre Gültigkeit, wenn die jeweilige Veranstaltung auf nächstes Jahr verlegt werden kann.

Archiv: Finnischer Star-Autor Antti Tuomainen verfasst Kamens Beitrag zur zehnten "Mord am Hellweg"-Anthologie

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