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Spatenstich für erste Klimaschutzsiedlung in Methler

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MethlerKlimasiedlung1 920CVBeim Spatenstich für die erste Klimaschutzsiedlung griffen Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke, Finanzkirchmeisterin Susanne Baumert, Bürgermeisterin Elke Kappen und Baukirchmeisterin Annette Wortmann zum Spaten. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Methler. Mit dem obligatorischen Spatenstich ist die Klimaschutzsiedlung in Kamen-Methler zum Wochenstart sichtbar auf den Weg gebracht worden. Die Nachfrage nach den 35 Baugrundstücken für Einzel- und Doppelhäuser ist mit über 300 Bewerbern schon jetzt enorm.

MethlerKlimasiedlung2 920CVEinige Ratsmitglieder verfolgten den Startschuss für die erste Klimaschutzsiedlung in Methler. „Viele Menschen schauen auf uns, denn das ist ein Projekt, was zu einem Stück auch in die Bau-Zukunft weist“, so Bürgermeisterin Elke Kappen am Montagnachmittag beim Spatenstich an der Wohnbaufläche an der Germaniastraße hinter dem Seniorenzentrum „Peter und Paul“. Auf der rund 3,1 ha großen Wohnbaufläche können 35 Baugrundstücke mit Grundstücksgrößen im Bereich von 300 bis 600 Quadratmetern entwickelt werden.

Nördlich des Altenzentrums sind zudem zwei Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs bis acht Wohneinheiten vorgesehen. „Ein Schwerpunkt der Klimaschutzsiedlung ist die Vermeidung von wärmebedingten CO2-Emissionen im Gebäudebereich. Hier entstehen also hocheffiziente Häuser, die Klima und Umwelt profitieren lassen. Insofern ist das für uns ein Vorzeigeprojekt“, erklärte Kappen weiter.

Der Acker gehört der Evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Methler, das Projekt sei im „guten Schulterschluss“ miteinander entwickelt worden, teilte die Bürgermeisterin den anwesenden Ratsvertretern und Mitgliedern der Kirchengemeinde mit. Die Nachfrage ist hoch. Aktuell stehen 291 Interessenten auf der Liste der Stadt, die über 21 der Grundstücke verfügt. Die Kirchengemeinde vergibt 14 Grundstücke und hat dafür bereits 20 Bewerber.

Die Nachfrage dürfte noch zunehmen, denn die Grundstücksvergabe erfolgt erst im ersten Quartal 2021. „Bei der großen Nachfrage machen wir uns keine Gedanken darüber, das wir die Grundstücke nicht loswerden, dafür ist die Warteliste viel zu lang“, sagte die Bürgermeisterin. Derzeit ist die Stadt dabei, die Erschließungskosten zu ermitteln, die dann auf die Grundstückspreise umgelegt werden.

Die Kirche vermarktet nach bewährtem Erbbaurecht in Eigenregie, das bedeutet, dass die Häuslebauer das Grundstück nicht kaufen müssen, sondern der Kirchengemeinde einen jährlichen Erbbauzins zahlen.
Während der Bauphase werde es sicher Einschränkungen geben, vermutete Kappen. „Aber ich bin sicher, dass für das Dorf Methler und die Menschen, für die wir das hier machen, hier eine gute Wohnqualität geschaffen wird und dafür muss man eben die ein oder andere Einschränkung hinnehmen.“

Auch Pfarrer Jochen Voigt blickt optimistisch auf das Projekt. Dennoch gebe es ein paar Dinge, die im Auge behalten werden müssten, beispielsweise die künftige Parkplatzsituation an den beiden Mehrfamilienhäusern. „Es geht nicht, dass dann später auf dem Gemeindeparkplatz geparkt wird“, so Voigt. Beim laufendem Bau müsse zudem darauf geachtet werden, dass es keine Komplikationen zwischen ausfahrenden Baggern und Eltern, die ihre Kinder vom gegenüberliegenden Kindergarten abholen, gebe.

Archiv: Wohnbebauung südlich Dorf Methler: Bebauungsplanentwurf für Klimaschutzsiedlung liegt aus

Kamen sucht die Helden des Alltags: Meldungen zum Tag des Ehrenamtes

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rathaus18KWKamen. Am 15. Oktober endet die Meldefrist für die zu Ehrenden zum diesjährigen Tag des Ehrenamtes. Vereine, Verbände und Organisationen, aber auch Einzelpersonen können besonders engagierte Menschen für eine Ehrung vorschlagen werden. Vorschläge können schriftlich an Stadt Kamen, FB 23.1, Rathausplatz 1 in 59174 Kamen oder per E-Mail an folgende Adresse gesendet werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Archiv: Neue Wege: Tag des Ehrenamtes einmal anders

 

 

Musik, Mut und Zusammenhalt bei Konzert-Premiere im Schlosshof

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Herzflimmern11 920KBMusik, Mut und Zusammenhalt bei Konzert-Premiere im Schlosshof. Fotos: Katja Burgemeister für KamenWeb.de

von Katja Burgemeister | Fotostrecke >>>

Herzflimmern2 920KBKamen-Heeren-Werve. Seit November gibt es sie erst, die Musicollective. Ihr Ziel: Eine Musical-Gala. Doch dann kam Corona und alles verwandelte sich in ein großes Problem. Woher die Sponsoren bekommen, wenn es überall nur noch Unsicherheit und finanzielle Sorgen gibt? Wie überhaupt Probenmöglichkeiten finden, wenn die Auflagen kaum zu meistern sind? Woher die Zuhörer holen, wenn die Angst größer ist als die Sehnsucht nach Musik und Kultur? Am Sonntag zeigte sich: Mut und Zusammenhalt zahlen sich aus. Im Schlosshof von Haus Heeren wurden fast alle Fragen beantwortet. Es geht, uns zwar richtig gut.

Ein wenig kalt war es zwar auf den Stühlen vor einer Märchenkulisse. Es blieb aber immerhin trocken. Und das, was da von der Bühne beim „Herkammerkonzert“ herüberschwappte, war volle Begeisterung und Hingabe, die eindeutig nicht nur das Herz wärmte. Egal ob es Evergreens wie die Pointer Sisters, selbstgeschriebene Songs, fast noch aktuelle Hits von Coldplay oder Musical-Klassiker aus „Les Miserables“ oder „Tanz der Vampire“ war: Hier gab jeder Interpret alles und riss das Publikum mit. Das stand schon vor der Pause vor den Stühlen und klatschte begeistert mit oder winkte im Takt mit Handylampen und Leuchtarmbändern. Das Spendenschwein war da schon gut gefüllt. Auch mit Unterstützung am Speisentisch, der von der Familienbande besetzt war.

Herzflimmern4 920KBSchlossherr Christian von Plettenberg ist selbst Musiker. Mit Robin Lindemann vom Vorstand der Musicollective gab es immer wieder musikalischen Kontakt. So blieben ihm die Probleme während der Corona-Krise nicht verborgen. Der Schlosshof bietet reichlich Platz und Möglichkeiten, um dem Virus ein Schnippchen zu schlagen. Es war die Idee vom Konzert vor einmaliger Kulisse geboren. „Etwas, das für uns auch eine Premiere ist“, betonte von Plettenberg bei der Begrüßung. „Und ich verspreche, dass wir es wiederholen, wenn es heute gelingt“.

Gelungen war es schon, bevor es überhaupt zu Ende war. Die Stimmung war prächtig. Es war nicht zu übersehen und zu überhören, dass die meisten Gäste einfach nur froh waren, endlich mal wieder ein Stück Kultur genießen zu dürfen. „Für uns war der Abend auch ein Test für andere Veranstaltungen“, erläutert von Plettenberg mit Blick auf die noch immer coronabedingt verschobene Verleihung des Heerener Horns unter anderem an Peter Maffay. Es galt auch herauszufinden, wie viele Leute sich überhaupt unter Corona-Regeln ins Publikum trauen. „Es kann ja auch sein, dass bald doch ein Impfserum gibt oder sich die Umstände anderweitig ändern.“

Das wird hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft geschehen. Denn gerade die Kultur leidet dramatisch unter den Corona-Folgen. Und: „Wenn wir nicht zusammenhalten, verlieren wir viel“, appellierte von Plettenberg. Die Musicollective dürfte jetzt die finanzielle Basis ein wenig verbessert haben für das große Ziel der Musical-Gala. Denn es klimperte doch fleißig ins Spendenschwein hinein. Die Mühe und die Bewältigung der hohen Corona-Hürden für die Genehmigungen hatten sich gelohnt. Und auch die Besucher gehörten an diesem Abend zu den Gewinnern, denn sie konnten den leeren Kultur-Tank wieder auffüllen und viel gute Laune mit nach Hause nehmen. Fotostrecke >>>

Kamener erweisen Goldschmiedekünstler Gregor Telgmann vor seiner "Quelle" die letzte Ehre

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telgmann nachruf920AGBürgermeisterin Elke Kappen würdigte Gregor Telgmann mit einer Ansprache an die Teilnehmer der Nachrufveranstaltung.

von Alex Grün

telgmann920AGKamen. Rund 100 Kamener erwiesen dem am 13. August mit 80 Jahren verstorbenen Goldschmiedekünstler Gregor Telgmann am Sonntag vor dem von ihm geschaffenen Brunnen auf dem Markt die letzte Ehre.

Die große Anteilnahme stellte unter Beweis, welch große Beliebtheit Gregor Telgmann als Künstler, Geschäftspartner und Freund seitens der Kamener zu seinen Lebzeiten zuteil wurde. Bürgermeisterin Elke Kappen würdigte ihn als einen "großartigen Künstler und gleichzeitig sehr bescheidenen Menschen", der das Leben in Kamen auf vielfältige Art und Weise bereichert habe. Insbesondere natürlich durch sein Werk "Die Quelle", dem ersten Brunnen auf dem Kamener Markt, der im Jahr 1993 mit viel Begeisterung seitens der Bevölkerung eingeweiht wurde. Rund 3000 Menschen waren damals bei der Enthüllung dabei. Sie werde Gregor Telgmann als "großen Künstler aus Ihrer Mitte" in Erinnerung behalten, richtete Kappen an die zahlreichen Besucher der rund halbstündigen Nachrufveranstaltung - eine Trauerfeier in entsprechendem Rahmen sei aufgrund der Corona-Situation nicht möglich gewesen, erklärte Telgmanns Witwe Marianne, die mit den gemeinsamen Töchtern Dorothée, Alexandra und Stephanie gekommen war. Ihm sei es immer wichtig gewesen, Kunst berührbar zu machen, so Marianne Telgmann über ihren verstorbenen Mann. Die "Quelle" sei dafür das beste Beispiel: "Wenn Sie am Brunnen vorbeikommen, werden Sie weiter an ihn denken". Musikalisch begleitet wurde die Ehrung von Violinistin Freya Deiting von der städtischen Musikschule, die, ganz nach Gregor Telgmanns musikalischem Geschmack, das Stück "Air" und einen Choral von Johann Sebastian Bach sowie die "Träumerei" von Robert Schuhmann spielte.

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