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AKW-Störfall: Grüne fragen, ob Kamen betroffen ist

atomkraftwPBvon Ulrike Faulhaber

„Inwieweit ist bei einem – zukünftig möglicherweise gravierenderem – Störfall in Atomkraftwerken in Belgien die Stadt Kamen betroffen?“
Man muss kein Experte sein, um diese Frage der Bündnisgrünen an den Umwelt- und Klimaschutzausschuss beantworten zu können. Entsprechend nüchtern fiel auch die Antwort des Beigeordneten Dr. Uwe Liedtke in der Sitzung des Gremiums am Donnerstag aus: Die Stadt Kamen wäre bei einem Atomunfall betroffen, stellte er fest. Aber ja! Der eine Schrottreaktor ist nur etwa 200 Kilometer entfernt von uns, der andere rund 250 Kilometer. Sollte es also in den Kernkraftwerken Tihange oder Doel zu einem Gau kommen, dem größten anzunehmenden Unfall, würde uns die radioaktive Wolke nach wenigen Stunden erreichen. 
Weitere Frage der Grünen im Ausschuss: „Gibt es Notfallpläne für NRW?“
Natürlich gibt es Verhaltenstipps, etwa: geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen. Wer sich im Freien aufhält, soll eine Atemschutzmaske tragen. Oder: So schnell wie möglich Jodtabletten nehmen. Für den Fall des nuklearen Unfalls hat das Land NRW beim Bund schon zusätzliche Jodtabletten angefordert.
Aber taugen diese Maßnahmen? Was passiert,  wenn es in den Schrottreaktoren zur nuklearen Katastrophe kommt, wissen wir seit Tschernobyl und Fukushima.
Zwei weitere Fragen der Bündnisgrünen an den Ausschuss nahmen Bezug auf Klagen der Städteregion Aachen; etwa gegen die Wiederaufnahme des Betriebs eines Reaktorblocks im Atomkraftwerk Tihange bzw. für die generelle Stillegung des Blocks: „Gibt es Möglichkeiten zur Beteiligung an einem rechtlichen Vorgehen zur Geltendmachung von Informationsansprüchen, gegen die Wiederinbetriebnahme bzw. für eine Stilllegung?“ Und: „Wird ein rechtliches Vorgehen zur Geltendmachung von Informationsansprüchen, gegen die Wiederinbetriebnahme bzw. für eine Stilllegung ggf. durch die Stadt unterstützt?“
Antwort des Beigeordneten Liedtke: Die Qualität einer Klage hänge nicht von der Anzahl der Kläger ab. Die Stadt Kamen werde sich der Klage der Städteregion Aachen nicht anschließen, sehe sie aber positiv.
Die Deutschen, so war nach dem Besuch der Bundesumweltministerin in Brüssel zu lesen, können ohnehin nicht viel ausrichten in Belgien. Energiesicherheit ist eine nationale Angelegenheit. Und wenn die belgische Regierung Barbara Hendricks sagt, ihre Atomreaktoren seien sicher, muss die das nicht glauben, aber hinnehmen.

 

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