SPD-Fraktion Kamen: Berufseinstiegsbegleiter erhalten

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heidlerspd Daniel Heidler, Vorsitzender der SPD-FraktionKamen. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kamen will sich für die Beibehaltung der so genannten Berufseinstiegsbegleiter stark machen. Im Verlauf der Schul- uns Sportausschusssitzung am 6. Februar 2019 berichtete die Schulleiterin der Hauptschule, dass das Programm derzeit auf der Kippe stehe. Berufseinstiegsbegleiter sind genau an der Stelle aktiv, wo der Einstieg für Jugendliche oft schwierig ist: Beim Übergang von der Schule in den Betrieb.

Bestimmte Schülergruppen brauchen hier Begleitung, die durch die Berufseinstiegsbegleiter geleistet wird. „In den letzten Jahren haben wir im Schulausschuss regelmäßig von der erfolgreichen Arbeit der Berufseinstiegsbegleiter gehört, denen es gelungen ist, junge Menschen erfolgreich in eine duale Ausbildung zu bekommen. Es wäre nun mehr als bedauerlich, wenn dieses erfolgreiche Programm nicht weiter geführt wird“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Daniel Heidler.

Eine Recherche der SPD-Fraktion hat ergeben, dass es sich bei dem Programm um eine kofinanzierte Maßnahme handelt, an der sowohl der Bund über das Bundesministerium für Arbeit als auch das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt ist. „Es scheint derzeit so, dass insbesondere die neue schwarz-gelbe Landesregierung andere Akzente der Ausbildungsförderung setzen will“, führt Daniel Heidler weiter aus. „Es ist bedauerlich, wenn eine solche Neuausrichtung zu Lasten eines Programms geht, von dem die Praktiker sagen, dass es erfolgreich ist. Hier wünschen wir uns eine intensive Einbeziehung der Erfahrungswerte der beteiligten Akteure vor Ort.“

Die SPD-Fraktion wird sowohl ihren Landtags- als auch den Bundestagsabgeordneten bitten, auf diesen Umstand nochmal aufmerksam zu machen. „Wir möchten das erfolgreiche Projekt gerne erhalten“, erklärte Daniel Heidler abschließend.

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Grüne beißen mit Ghana-Antrag im Partnerschaftsausschuss auf Granit

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von Alex Grün

Kamen. Enttäuscht zeigte sich Grünen-Ratsfraktionsvorsitzende Anke Dörlemann über die Absage an den Antrag ihrer Fraktion in Bezug auf eine Städtepartnerschaft mit Ghana. Diese war jetzt vom Partnerschaftsausschuss fast einstimmig erteilt worden.

Der Antrag wurde zunächst von Anke Dörlemann selbst zurückgezogen. Sie habe eingesehen, dass er "missverständlich formuliert gewesen" sei und den Schluss nahe lege, man wolle seitens der Bündnis-Grünen die konkrete Einrichtung einer Städtepartnerschaft beantragen. "Das war so gar nicht gemeint", erklärt die Fraktionschefin. Vielmehr sei es darum gegangen, die mögliche Einladung des Vorsitzenden des Vereins Ghana-Forum NRW Kajo Schukalla auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Ausschusses zu setzen. Diesen sollte Schukalla über allgemeine Möglichkeiten für Ghana-Projekte informieren. "In Selm etwa", erklärt Anke Dörlemann, "arbeiten die Stadtwerke mit einem Projekt zusammen und kümmern sich vor Ort in Afrika um Brunnenbau und Infrastruktur". Auch über Fördermöglichkeiten aus Landesmitteln hätte in diesem Rahmen informiert werden sollen. Doch auch mit einem umformulierten Antrag biss die Grünen-Fraktion auf Granit: Mit den drei Stimmen aus den eigenen Reihen und der der Linken sowie einer Enthaltung lief er ins Leere. Für Anke Dörlemann ernüchternd: "Dass auch der umformulierte Antrag abgelehnt wurde, zeigt doch, dass noch nicht einmal Informationen gewünscht sind, um sich anschließend mit einer möglichen Partnerschaft zu befassen", beklagt Dörlemann den offenbar mangelnden politischen Willen. Aber immerhin: Erstmals habe im Städtepartnerschaftsausschuss überhaupt Diskussion statt der üblichen reinen Berichterstattung stattgefunden.

Die CDU-Fraktion hatte sich bereits im Vorfeld der Ausschusssitzung gegen den TOP-Punkt positioniert - ein Standpunkt, dem sich die Mehrheit anschloss. Sieben Städtepartnerschaften, so der fraktionsübergreifende Tenor, seien genug. "Und die müssen ja auch mit Leben gefüllt werden, was viel Aufwand bedeutet", erklärt Ausschussvorsitzende Susanne Middendorf". Jetzt wollen Anke Dörlemann und Ruthild Lindemann-Opfermann von der Linken mit einer privaten Info-Veranstaltung nach den Osterferien sozusagen einen außerparlamentarischen Versuch starten, eine Partnerschaft mit Ghana einzugehen.

"Trotz Erdogan" - so waren sich alle Fraktionen einig, solle die Städtepartnerschaft zum türkischen Bandirma aufrecht erhalten bleiben. "Es geht um die Menschen und nicht um Politik", betont Ausschussvorsitzende Middendorf. Daher ist auch die diesjährige Bürgerreise zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft nach Istanbul und Bandirma nicht aus dem Programm gestrichen worden und soll vom 8. bis zum 15. Juni stattfinden. Ebenso geht es vom 30. August bis zum 2. September nach Beeskow in die "Lange Nacht". Auch eine Tagesfahrt nach Unkel am Rhein ist am 31. August geplant, während vom 12. bis zum 15. September zu Weinprobe und Atlantikausflug nach Montreuil-Juigné eingeladen wird. Die Herbstreise ins polnische Sulecin soll vom 10. bis zum 13. Oktober stattfinden.

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Die Grünen auf Spurensuche - Der Rhein Ruhr Xpress (RRX) – die Zukunft hält schon in Kamen

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Kamen. Seit Dezember halten die ersten RRX-Züge in Kamen. Der RRX ist der Zug, der für eine verbesserte Nahmobilität auf der Schiene steht. In der kommenden Woche begibt sich der Ortsverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN auf Spurensuche und lädt ein zu zwei interessanten Veranstaltungen rund um den RRX.

Den Auftakt macht ein Vortrag und Gespräch zum RRX mit Thomas Ressel. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL). Thomas Ressel stellt das Konzept des RRX vor und informiert über die Zukunft des schienengebundenen Nahverkehrs.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 11.02.2019 um 19.30 Uhr im GRÜNEN-Laden, Weststraße 54a in Kamen.

Damit Interessierte den RRX nicht nur theoretisch kennenlernen, fährt der Ortsverband am Samstag, den 16.02.2019 mit dem RRX nach Soest. Dort ist ein Stadtrundgang geplant. Treffpunkt für Interessierte ist um 15.30 Uhr am Bahnhof Kamen.

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Große Herausforderungen für weiterführende Schulen

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gymnasium219AGAuch am städtischen Gymnasium beschäftigen die Themen Digitalpakt, Integration und Inklusion das pädagogische Personal. Foto: KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Inklusion, Integration, Digitalpakt - auf die vier weiterführenden Kamener Schulen wird auch zukünftig eine Menge Neues zukommen. Sachstandsberichte gaben die Leitungen von Real-, Gesamt- und Hauptschule sowie des Gymnasiums in der letzten Sitzung des Schul- und Sportausschusses des Rates der Stadt Kamen.

Die Herausforderungen an das pädagogische Personal sind an allen Schulformen groß und oftmals überschneiden sich die Bedürfnisse, etwa in Sachen Digitalisierung. So sei an der Realschule mit der Einführung des Onlinedienstes Office 365 ein großer Schritt in Richtung Digitalpakt getan worden, aber, Schulleiter Peter Wehlack, mit der Anschaffung von Hard- und Software alleine sei es bei weitem nicht getan. "Die Einarbeitung bringt die Kollegen an den Rand der Belastung, die Grenzen des Machbaren sind erreicht", erklärt Wehlack, an dessen Anstalt zurzeit 470 Schüler unterrichtet werden. Man brauche an allen Schulen nicht nur materielle "Man-Power", sondern auch fachkundige Unterstützung bei der Anwendung. Auch an der Gesamstschule löst mit Office 365 das digitale Zeitalter die "Kreidezeit" ab, nachdem das Schulzentrum mit einer Breitbandanbindung ausgestattet wurde und weitere technische Grundlagen geschaffen wurden. Ende Februar sollen deshalb das komplette Kollegium und die Elternvertreter in die Grundlagen der neuen Software eingeführt werden. Eine der größten Anforderungen an die Pädagogen ist weiterhin das Thema Inklusion. Auch hier mache sich der leergefegte Pädagogenmarkt bemerkbar, so Realschulleiter Wehlack. Immer mehr Schüler müssten bei mangelndem Personal integriert werden. Trotzdem werde man auch an seiner Schule "alles tun, um die Neuausrichtung der Inklusion bestmöglich zu gestalten". Was die Inklusion betrifft, hat in Kamen indessen die Hauptschule die Nase ganz weit vorne, die im letzten Jahr den Landesinklusionspreis bekam. Erfolgreich ist die Hauptschule auch bei der Vermittlung von Schul- und Langzeitpraktika. Entsprechende Betriebe zu finden, sei kein Problem, wie Haupschulleiterin Dr. Beatrix Günnewig erklärte. Immerhin 43 Prozent der Zehntklässler hätten im letzten Jahr nach der Schule Ausbildungsplätze gefunden, was nicht zuletzt mit der guten Erfahrung in den Praktika zusammenhänge. Ganz oben auf der Liste der Baustellen steht natürlich auch das ewige Problemthema Integration: Am Gymnasium, wo von 873 Schülern 236 einen Migrationshintergrund haben, werden jetzt erste Erfahrungen mit der Online-Deutsch-Diagnose, einem Test- und Förderprogramm für die Stufen 5 bis 9 gemacht, das sich zeitsparend auf die Beurteilung der schulischen Kompetenzen sprachschwacher Schüler auswirken soll.

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Schulausschuss: I-Männchen sollen auf 16 Eingangsklassen verteilt werden

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abc219 AG360 Kamener ABC-Schützen müssen in diesem Jahr in 16 Klassen an sieben Grundschulstandorten untergebracht werden. Foto: Alex Grün für KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. 16 neue Eingangsklassen sollen nach einstimmigem Beschluss des Schul- und Sportausschusses im laufenden Jahr an den sieben Kamener Grundschulstandorten eingerichtet werden. Das Problem: Es fehlen pädagogische Kräfte.

360 I-Männchen gilt es in diesem Jahr auf Klassen von 15 bis maximal 29 Kindern auf Kamener Stadtgebiet zu verteilen. Vier Eingangsklassen gebildet werden sollen in der größten Kamener Grundschule, der Diesterwegschule (Mitte). Drei Eingangsklassen sollen Einzug in die Friedrich-Ebert-Schule (Mitte) halten, zwei in der Jahnschule (Methler), zwei in der Stammschule der Südschule (Südkamen), drei in der Astrid-Lindgren-Schule (Heeren), zwei in der Eichendorffschule (Methler) und eine am Teilstandort der Südschule (Mitte).

Der Bedarf an Fachpädagogen in Kamen übertreffe das Personalkontingent deutlich, erklärte Referentin und Kreis-Schulrätin Beate Schröter. Bei einer Grundschülerzahl von 1441 fehlten mehr als vier besetzte Planstellen. Der Fachkräftemangel sorge bei Elternzeit oder anderen Vertretungsfällen regelmäßig für personelle Engpässe, so Schröter. Der Mangel an Grundschul- und Sonderpädagogen ist ein landesweites Problem, das seinen Niederschlag auch im Kreis Unna in teils kuriosen Beschäftigungsverhältnissen findet. Schröter deutete an, dass mittlerweile so ziemlich jede einigermaßen "fachbezogene" Bewerbung für die Besetzung einer Ersatzkraft ernst genommen werde - und teils darüber hinaus: Eine erfolgreiche Bewerbung sei etwa von einer ehemaligen Apothekerin eingegangen. Aber in erster Linie seien es natürlich Pädagogikstudenten und Lehramtsanwärter, die einspringen sollen. Im Zuge eines Landesprogramms gab es indessen auch Positives zu berichten: Eine zusätzliche sozialpädagogische Kraft soll künftig die Diesterweg-, beziehungsweise Friedrich-Ebert-Schule verstärken, die sich den einen Mitarbeiter bislang teilen mussten. Schulleitungssprecher Bernd Kleinschnitger hob im Rahmen der Ausschusssitzung die trotz aller strukturellen Probleme erfolgreiche Jahresbilanz der einzelnen Grundschulen hervor. Dazu zählten unter anderem die medienpädagogische und gleichzeitig inklusive Arbeit der Jahnschule, das Projekt zum sozialen Lernen an der Astrid-Lindgren-Schule, das wöchentliche Montags-Singen an der Südschule, aber auch der der jährliche Karnevalsumzug der Diesterwegschüler oder das Bücherfest der Eichendorffschule.

Archiv: Neue Lehrkräfte begrüßt

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Kommunalabgabengesetz: SPD-Ortsverein Kamen-Methler unterstützt die SPD-Landtagsfraktion

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Methler. Der SPD-Ortsverein Kamen-Methler unterstützt die SPD-Landtagsfraktion in dem Vorhaben, das Kommunale Abgabengesetz (KAG) abzuschaffen. Dieses Gesetzt sieht vor, dass bei Straßensanierungen Anwohner an den Kosten beteiligt werden müssen. Nicht nur durch den Gesetzesvorstoß der SPD-Landtagsfraktion befassen sich die SPD-Kommunalpolitiker im Stadtgebiet mit diesem äußerst sensiblen Dauer-Thema. „Die erste Frage bei jeder Kommunalen-Straßenbaumaßnahme ist uns gegenüber, werden die Bürger beteiligt an den Kosten?“, gibt Joachim Eckardt, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kamen-Methler, seine Erfahrungen wieder. 

„Aktuelle Beispiele zeigen uns, dass Anwohner, die KAG zahlen müssen, mit einem Mal hohe Lasten tragen müssen. Dabei entstehen möglicherweise soziale Härten, die keiner wollen kann“, sagte Ulrike Skodd, stellv. Vorsitzende des Ortsvereins Kamen-Methler. Dabei hat sie auch Gespräche mit Anwohnern der Germaniastraße im Hinterkopf.  „Wir  sagen aber auch klar, dass die Abschaffung des KAG durch Landesmittel ersetzt werden muss“, ergänzt Daniel Heidler, stellv. Vorsitzender SPD-Methler. „Es wäre gerechter, wenn die finanziellen Lasten für Straßenerneuerungen, die wir ja alle wollen, auf viele Schultern verteilt würden. Dieses kann über Steuern geleistet werden.“

Was es aus Sicht der SPD nicht geben darf, ist eine einfache Verschiebung der Verantwortung auf die Kommunen. „Der Landesgesetzgeber muss hier eine klare und eindeutige Entscheidung treffen, die im Sinne der Bürgerinnen und Bürger ist. Am Ende zu sagen, wir übergeben das KAG in das Satzungsrecht der Kommunen wäre ein Schildbürgerstreich, der wieder einmal zu Lasten der schwächsten Kommunen in NRW gehen würde,“ erklärte Daniel Heidler abschließend.

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