Hemsack-Planung ist auf einem guten Weg

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hemsack14KWFoto: Archiv KamenWeb.de

von Alex Grün

Kamen. Die Feststellung von Planungssicherheit im künftigen Mischgebiet Hemsack stand im Fokus der letzten Sitzung des Planungs- und Straßenverkehrsausschusses des Rates der Stadt Kamen.

Die Verwaltung gab Auskunft über den Stand der Umsetzung des entsprechenden Aufstellungsbeschlusses. Der Ausschuss hatte schon im Juni über die unscheinbare, aber für die Zukunft des Gewerbegebiets Hemsack unumgängliche bürokratische Maßnahme abgestimmt: Der Aufhebung des Bebauungspläne 51 und 51.1 Ka und der Änderung des Flächennutzungsplans für dessen Abschnitt 73 Ka. Das Plangebiet erstreckt sich über rund 40 Hektar von der Wilhelm-Bläser-Straße im Norden, dem Eilater Weg im Osten, dem Verlauf des Körnebachs im Westen und der Bahnstrecke Dortmund-Hamm im Süden. Der Bebauungsplan von 1980, der das Areal als eingeschränktes Industriegebiet ausweist und beim jetzigen Stand der Dinge obsolet ist, hätte in dieser Form ohnehin gar nicht erst erstellt werden dürfen, so Erster Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke. Weshalb der Plan vor fast 40 Jahren in dieser Form entstanden war, kann heute nur noch spekulativ nachvollzogen werden. Jetzt soll er endgültig aufgehoben und damit der Weg für neue Wohneinheiten frei gemacht werden. Die notwendige zweite Änderung des Flächennutzungsplans, deren Verfahrenseinleitung schon vor drei Jahren beschlossen wurde, werde noch im letzten Quartal diesen Jahres in die nächste Phase gehen: Der im Baugesetzbuch vorgesehenen frühzeitigen Beteiligung, also der Einsicht für die Öffentlichkeit und der Gewährleistung von Einspruchsmöglichkeiten innerhalb von vier Wochen. Das gleiche gilt für die dritte Änderung, die sich explizit auf den westlichen Teil des Hemsacks bezieht, der mit 104 nicht betriebsbedingten Wohneinheiten folgrichtig künftig offiziell vom Industrie- zum gemäßigten Gewerbegebiet ausgewiesen werden soll. Die Menge an Rohbauflächen, die in Heeren und Methler voraussichtlich auch künftig nicht vermarktbar sind, werden sozusagen mit der Neubaufläche im Kamener Westen "verrechnet", um die vorgeschriebene Flächenbilanz von 6,3 Hektar zu erreichen. An den neuen Bebauungsplan angepasst werden soll auch die Überschwemmungsfläche südlich der Seseke, die im Zuge der Renaturierung sozusagen selbst "überflüssig" geworden ist und somit anderweitig genutzt werden kann. Auch die Südkamener Spange ist in die Planung des Bebauungsplans 73 Ka beziehungsweise 51 Ka miteinbezogen - offenbar hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wenn sie kommt, soll eine Zufahrt zum Kreisel eine problemlose Zufahrt zum Gülde-Betriebsgelände gewährleisten. Erster Beigeordneter Liedtke versicherte im Planungsausschuss darüber hinaus, dass auch sonst keiner der umliegenden Betriebe mit Einschränkungen zu rechnen hätte, im Gegenteil: Die Planungen würden in enger Zusammenarbeit nicht nur mit den Betrieben, sondern auch mit Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammer verlaufen.

hemsackplanSBentw 1019SKStädtebauliche Planung (Entwurf Stand 10/2019) - Quelle: Stadt Kamen

 

Planungsausschuss: Sachstandsbericht über Entwicklung von "Wohnen am Fluss"

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pixelr2010Der - noch - gesperrte Weg zwischen der Pixelröhre und dem Westicker Feld wird bei der weiteren Planung des künftigen Wohngebiets an der Seseke voraussichtlich zur Spaltaxt zwischen Rad-Fanatikern auf der einen Seite und Schmetterlings-Liebhabern auf der anderen Seite werden. Foto: Archiv KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Die Verwaltung lieferte am Donnerstag im Planungs- und Straßenverkehrsausschuss einen umfänglichen Sachstandsbericht über die städtebauliche Entwicklung im westlichen Innenstadtbereich ab. Alles hört sich perfekt an, bis auf eine Kleinigkeit: Nur ein paar Meter Weg stehen sozusagen zwischen grünen und "schwarz-grünen" Argumenten.

Neu aufgestellt werden muss der Bebauungsplan 79 Ka, betitelt unter dem Namen "Wohnen am Fluss". Die Pläne für die Nachfolgenutzung der Flächen nördlich des östlichen Abschnitts der Wilhelm-Bläser-Straße hören sich insgesamt nahezu perfekt an: Auf 90 Grundstücken sollen über den ehemaligen Sportplätzen im Hemsack künftig 140 Wohneinheiten Platz finden. Aufgrund der integrierten Lage und der Nähe zur Innenstadt besitze das Plangebiet gute Voraussetzungen für die Entwicklung von verdichtetem Wohnungsbau und könne somit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung in Kamen leisten, so die Stadt. Alle Angebote des täglichen Bedarfs seien in fußläufiger Entfernung erreichbar - vom Freibad über den Bahnhof bis zur City. Das Plangebiet sei infrastrukturell sowohl per Rad und zu Fuß als auch mit dem ÖPNV sehr gut angebunden und auch der Bahnhof fußläufig erreichbar. Eine besondere Qualität besitze die Fläche aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zum angrenzenden attraktiven Landschaftsraum der Seseke sowie zum Freiraum Westicker Feld als Naherholungsgebiet. Gebaut werden soll nicht über zwei Etagen "plus Dach", in gleicher Höhe soll Baumbepflanzung platziert werden. Insgesamt sechs Gutachten hat die Stadt in Auftrag gegeben: Die bislang erstellten Gutachten gäben in klima-ökologischer, olfaktometrischer (was die Reithalle und das Klärwerk betrifft) und lärmtechnischer Hinsicht keinerlei Grund zur Beanstandung. Altlasten und Bodenstabilität seien mit positivem Befund geprüft worden. Und auch artenschutztechnischer Art sei kein Mangel erkennbar, so die entsprechende Expertise - und genau das stößt Sachverständigem Klaus-Bernhardt Kühnapfel etwas bitter auf: Die geplante Öffnung des gesperrten Wirtschaftswegs zwischen Pixelröhre im Osten und Westicker Feld im Westen passt ihm gar nicht. Der Lippeverband, so die Verwaltung, habe als Eigentümer für die Änderung den Bebauungsplans und somit für die Öffnung des Weges schon positive Signale gegeben. Der Weg, der zwischen den Anbindungen an Westicker Feld im Westen und Eilater Weg im Osten künftig bestenfalls lückenlos entlang führen soll ist sicherlich für Radfahrer ein absoluter Pluspunkt in der Gesamtplanung. Nun sei es aber so, sagt Kühnapfel, dass gerade auf dieser kurzen Wegstrecke nach eigener Bestandsaufnahme 185 Schmetterlingsarten beheimatet seien. Auch sonst sei der Bereich ein empfindliches Ökosystem, das insbesondere auch durch Hundeführer, Radler und Schulkinder gefährdet sei, ist der Weg erst einmal offen. Er plädiert als sachkundiger Bürger daher dafür, die ohnehin kurze Strecke weiter gesperrt zu halten und statt dessen eine Umleitung einzurichten. Angesichts der Tatsache, dass im Rahmen der Öko-Gutachten immerhin der Ansiedlung von vier Arten von Fledermäusen und den Schlafplätzen von Dohlen im angrenzenden Wäldchen Rechnung getragen wurde und der Weg ohnehin im "Hoheitsgebiet" des Lippeverbands liege und somit gar nicht über den Bebauungsplan, sondern nur über eine Änderung des Flächennutzungsplans geöffnet werden könne, konnte Erster Beigeordneter Dr. Uwe Liedtke nur auf die irgendwann anstehende Entscheidung im Rat verweisen - dann werde man sehen, welche Prioritäten gesetzt werden. Die stehen für Sachverständigen und ADFC-Kreissprecher Heinrich Kissing jetzt schon fest: Es gebe ohnehin zuwenig Raum für Radverkehr, so Kissing. Beleuchtet werden soll der Weg jedenfalls weiterhin nicht, egal ob offen oder gesperrt, versichert Erster Beigeordneter Liedtke als Antwort auf die Frage nach möglichem "Licht-Smog". Die Vermarktung der Neubauflächen solle indessen ab 2021 in Angriff genommen werden. Die Verwaltung ist optimistisch, dieses Ziel parallel zu den Erschließungsmaßnahmen im Hemsack umsetzen zu können. Die Wohneinheiten, die an der Seseke entstehen sollen, seien trotz der attraktiven Lage nicht zwingend als Nobeldomizile vorgesehen, sagt Liedtke. Der Bebauungsplan ist für Mehrfamilienhäuser ebenso offen wie für Mietshäuser oder Bungalow-Einheiten. Es sei auch durchaus denkbar, dort geförderten Wohnraum zu schaffen. Fest stehe nach Einsehen des Gutachtens nur, dass nicht mehr als zwei Stockwerke drin sind.

Kohleausstieg: Sachstand zum Regionalen Entwicklungskonzept

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kraftwerkbergkamen15KWLeuchttürme gesucht

Kreis Unna. Der Kreis will den vom Bund beschlossenen Kohleausstieg gestalten. Die Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) hat deshalb im Sommer ein Regionales Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Darin festgelegt werden sollen strategetische Ausrichtung, Handlungsfelder, Verfahrensschritte und Zeitfenster für Entscheidungen.

Das Konzept soll auch als Kriterienkatalog für den Kreis und die kreisangehörigen Kommunen dienen, um konkrete Leuchtturmprojekte zu suchen bzw. zu identifizieren. Die Verabschiedung im Kreistag ist im Dezember vorgesehen. In der Sitzung am 8. Oktober gab Landrat und WFG-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Makiolla einen Zwischenbericht und machte klar, dass der Ausstieg aus der Kohle Herausforderung und Chance zugleich sein kann.

Makiolla nahm damit Bezug auf den Entwurf des Stärkungsgesetzes, mit dem der Bund den Rahmen für die finanzielle Hilfe der Steinkohleregionen festlegt. Der Kreis Unna wird auf Platz 2 gelistet. Damit ist klar: Es gibt eine besondere Betroffenheit mit sich daraus durchaus ergebenden finanziellen Fördermöglichkeiten.

Zusammendenken: Wirtschaftsentwicklung und Klimaschutz
Im Ruhrgebiet fungiert die Buisness Metropole Ruhr als Koordinator und die will Mitte 2020 mit der Qualifizierung von Projekten beginnen – Zeit also, um im Kreis konkrete Projekte zu identifizieren, Partner zu finden, Zeit- und Finanzrahmen abzustecken.

Klar ist: Punkten werden Projekte, die sowohl mit Blick auf wirtschaftliche Entwicklung - Stichwort Wertschöpfung - als auch in Sachen Klimaschutz nachhaltig sind. Mit Blick darauf werden derzeit fünf Handlungsfelder benannt. Es geht um durchgängige Bildung, innovative Wirtschaft, zukunftssichere Flächen, optimierte Infrastruktur und multimodale Mobilität sowie um eine intelligente Klimawandelanpassung.

Modelkommune zur Bewältigung des Strukturwandels
Landrat Makiolla und WFG-Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom legen die Messlatte hoch. Leitziel des Regionalen Entwicklungskonzeptes sei es, die industrielle Struktur des Kreises zu nutzen und weiterzuentwickeln. "Wir wollen den Kreis zu einer Modellkommune für die Bewältigung des Strukturwandels in Einklang mit dem Klimaschutz transformieren." Keine Frage ist für den Landrat in dem gesamten Prozess: "Der Kreis gilt als besonders betroffen, also müssen die Mittel auch bei uns ankommen und Effekte hier zu spüren sein."

Zusammenrücken, nachdenken, Innovationen fördern - der Dreiklang lohnt. "Geld wird nur fließen, wenn unsere Vorschläge tatsächlich wettbewerbsfähig sind", so Makiolla. In Rede stehen Fördermittel von rund einer Milliarde Euro für die deutschlandweit neun betroffenen Steinkohleregionen, fünf davon liegen im Ruhrgebiet. PK | PKU

„Die Zukunft ist digital“ - Kreistag verabschiedet Masterplan

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Kreis Unna. "Die Zukunft ist digital." Nach dieser Maxime bringt die Kreisverwaltung neuen Schwung in den eigenen virtuellen Umbau. Konkrete Ziele, Steuerungsprozesse und Schwerpunkte werden in dem vom Kreistag am 8. Oktober verabschiedeten "Digitalen Masterplan 2019-2022" beschrieben. Zwei Meilensteine gehen die Bürger unmittelbar an.

Die Digitalisierung der kreiseigenen Schulen wird die Bildungslandschaft und damit den Alltag von fast 11.000 Schülern und ihren Lehrern umkrempeln. Auch der Bürgerservice wird mobiler, soll Behördengänge eher zur Ausnahme und die Erledigung von Amtsgeschäften per PC, Tablet oder Smartphone zum Standard machen. Ein weiteres erklärtes Ziel neben der Digitalisierung der Kreisverwaltung an sich ist die Einbindung der kreiseigenen Gesellschaften in den Konzern Kreis Unna.

Darüber hinaus steht der Kreis im Austausch mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, weil aus Bürgersicht gerade im Bereich Digitalisierung / digitale Angebote eine Zusammenarbeit verschiedener behördlicher Ebenen die Erledigung von Amtsgeschäften noch unkomplizierter machen könnte. PK | PKU

Pflegebedarfsplan beschlossen

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Ambulant vor stationär funktioniert (noch)

Kreis Unna. "Ambulant vor stationär" bleibt im Kreis ein sozialpolitisches Erfolgsmodell. Inzwischen leben fast 80 Prozent der Pflegebedürftigen in ihrer vertrauten Umgebung, werden dort versorgt und betreut. Doch wenn sich der Pflegepersonalnotstand ausweitet, könnte dieses Lebensabend-Modell ins Wanken geraten.

Die beim Kreis angedockte Sozialplanung schob deshalb eine konzertierte Aktion an und nennt in dem vom Kreistag am 8. Oktober verabschiedeten Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2019 auch wichtige Akteure. Vor allem Anbieter von Pflegedienstleistungen, Wohlfahrtsverbände, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Berufskollegs und Fachseminare für Altenpflege sollen - unterstützt von der Wirtschaftsförderung - zusammenarbeiten, um junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen, Aussteiger zurückzuholen, ausländische Fachkräfte zu begeistern oder durch Umschulungsangebote neues Personal zu akquirieren.

Herausforderung und arbeitsmarktpolitisches Potential
Die Herausforderung ist ebenso groß wie das arbeitsmarktpolitische Potential. Mindestens 2.200 zusätzliche Fachkräfte werden nach der im Pflegebedarfsplan nachzulesenden Hochrechnung bis 2030 gebraucht, wenn die als Messlatte definierte Betreuungsquote von 1:2,45 aus dem Jahr 2015 wieder erreicht werden soll. Damit würden dann den rund 21.050 progostizierten Pflegebedürftigen knapp 8.590 Beschäftigte gegenüberstehen.

Eckdaten des Pflegebedarfsplans 2019

Bei der letzten Erhebung (2017) erhielten rund 18.670 Menschen im Kreis Leistungen aus der Pflegeversicherung.
In den Pflegebetrieben wurden zum selben Zeitpunkt knapp 6.780 Personen beschäftigt, davon über 50 Prozent in Teilzeit.
Die Auslastung der Pflegeheime liegt bei 96 Prozent. Die Quote der für über 80-Jährige bereitzustellenden Pflegeheimplätze kann deshalb von 16 auf 14,5 Prozent gesenkt werden.
Aktuell gibt es über 4.030 Pflegeheimplätze, fast 330 weitere sind im Bau oder konkret geplant.
Für Service-Wohnen gibt es ein Angebot von 64 Anlagen und etwas über 2.060 Wohnungen, der Bedarf ist allerdings deutlich höher.
Mehr als 440 Personen leben in speziellen Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige, Demenzkranke oder Beatmungspatienten. Das entspricht fast fünfeinhalb großen Pflegeheimen.
Es gibt gut 380 Tagespflegeplätze. Das ist gegenüber 2017 ein Plus von über 35 Prozent.
Es besteht weiter akuter Bedarf an langfristig buchbaren Kurzzeitpflegeplätzen. Allerdings fehlt immer noch eine bundeseinheitliche Finanzierungsregelung.
Fast 1.690 Personen mit dem Pflegegrad 1 erhalten Leistungen aus der Pflegeversicherung. Bei der früher geltenden Einstufung nach Pflegestufen hätten sie keine Leistungen erhalten.Weitere detaillierte Informationen zur Situation im Pflegebereich finden sich im Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2019. Zu finden ist er unter https://security.kreis-unna.de/sessionnet/bi/vo0050.php?__kvonr=3885.
PK | PKU

Neuer CDU-Kreisvorstand mit bekannten Gesichtern

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Kreisparteitag6 1019 CDUVon links nach rechts: Annika Brauksiepe, Marco Morten Pufke, Oliver Wittke MdB, Ministerin Ina Scharrenbach, Wilhelm Jasperneite, Wolfgang Harwardt, Jörg Schindel, Helge Meiritz und Friedhelm Schroeter. Foto: Ariane Tamm-Pufke

Delegierte honorierten die Arbeit der letzten zwei Jahre

Kreis Unna. Die Stimmung war positiv-gelassen. Überraschungen gab es nicht. Beim Kreisparteitag der Christdemokraten in Kamen-Heeren am vergangenen Samstag, 28. September 2019, wurden viele Funktionsträger mit sehr guten Ergebnissen wiedergewählt. Die Delegierten waren offensichtlich mit der Arbeit des Kreisvorstandes in den letzten knapp zwei Jahren sehr zufrieden.

Der bisherige Kreisvorsitzende Marco Morten Pufke überreichte zunächst einen Blumenstrauß. Benno Siebel, Delegierter für den Evangelischen Arbeitskreis (EAK), war pflichtbewusst trotz seines Geburtstags erschienen und wurde von den Anwesenden mit großem Applaus und einem spontanen Ständchen bedacht.

Nach dem traditionellen Grußwort von Wilhelm Kemna, Vorsitzender des gastgebenden Stadtverbandes Kamen, blickte Pufke in seinem Bericht auf gut besuchte Veranstaltungen mit NRW-Ministern wie Ina Scharrenbach, Lutz Lienenkämper und Herbert Reul zurück. Eine inhaltliche Beteiligung am neuen Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands war für die CDU Kreis Unna ebenso selbstverständlich wie der Vorschlag von wichtigen Projekten für die Ruhr Konferenz. Zwei Bürgermeisterwahlen, in Schwerte und in Kamen, sowie die Europawahl bewegten die Christdemokraten 2018 und 2019. Soziale Medien und die Datenschutzgrundverordnung mit ihren Folgen für die tägliche Parteiarbeit wurden im Kreisvorstand behandelt.

Oliver Wittke MdB, Vorsitzender des CDU Bezirksverbandes Ruhr, ging in seinem Grußwort auf die aktuelle Klimadiskussion ein: „Nicht Ideologie, sondern Sachverstand ist gefragt. Wir müssen Ökonomie und Ökologie verbinden. Es geht darum, klimafreundliche Technologien zu entwickeln, die wir dann ins Ausland verkaufen können, um unseren Wohlstand zu erhalten.“ Und zur Verteilung von Fördermitteln: „Diese müssen nach tatsächlicher Bedürftigkeit in strukturschwache Gebiete gehen. Wir müssen zielgerichtet fördern, damit das Geld auch wirklich etwas bewirkt.“

Zu Beginn einer langen Reihe von Wahlgängen stellte sich schnell heraus: Der alte Kreisvorsitzende ist auch der neue. Marco Morten Pufke erhielt 96,6% der abgegebenen, gültigen Stimmen. Ihm zur Seite stehen weiterhin die Stellvertreter Annika Brauksiepe (CDU Werne), Ina Scharrenbach (CDU Kamen), Jörg Schindel (CDU Schwerte) und Friedhelm Schroeter (CDU Lünen). Wolfgang Barrenbrügge aus Unna bleibt Kreisschatzmeister. Neu im geschäftsführenden Kreisvorstand ist Helge Meiritz (CDU Bönen). Er löst Wolfgang Harwardt ab, der 20 Jahre lang das Amt des Schriftführers ausgeübt hatte und mit großem Dank und einem Präsent in den politischen Ruhestand verabschiedet wurde. Meiritz wird von seinem Stellvertreter Wilhelm Jasperneite (CDU Werne) unterstützt. Pascal Schoppol (CDU Holzwickede) wird auch weiterhin als Mitgliederbeauftragter tätig sein. Der Kreisvorstand wird durch 16 Beisitzer komplettiert.

In den Zählpausen wurden die Delegierten über die Arbeit der Kreistagsfraktion und der Vereinigungen EAK, Junge Union, Schüler Union, Kommunalpolitische Vereinigung (KPV) informiert. Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, forderte einen ehrlichen Umgang mit Finanzen. Es könne nicht sein, dass einerseits das Land den Kommunen beim dringend notwendigen Schuldenabbau helfe und andererseits der Bund neue Sozialleistungen erfinde und diese den Städten und Gemeinden aufbürde.

Die Delegierten wählten außerdem zwei neue Kassenprüfer sowie Delegierte und Ersatzdelegierte zu den Bezirks-, Landes- und Bundesparteitagen und beschlossen eine umfangreiche neue Kreissatzung.

 

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