Aktionstag des Netzwerkes Alter, Pflege und Demenz Kamen am 08. Juli in der Stadthalle Kamen

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Kamen. Anlässlich des 10- jährigen Bestehens veranstaltet das Netzwerk Alter, Pflege und Demenz Kamen in der Stadthalle Kamen einen Aktionstag und stellt seine Arbeit vor. Bereits seit 2012 setzt sich das Netzwerk für die Verbesserung der Lebensqualität von älteren Menschen mit Pflegebedarf, v.a. auch für Menschen mit Demenz sowie für die Entlastung der Angehörigen ein.

Von 10-15 Uhr gibt es am 8. Juli ein Vortragsprogramm mit verschieden Beiträgen zu den Themen Pflegebedürftigkeit, Vorsorge treffen, Hilfen zur Selbsthilfe, Gerontopsychiatrie und Palliative Begleitung.             

Zudem wird Adelheid von Spee (Kuratorium  Deutsche Altershilfe) einen Fachvortrag zum hochaktuellen Thema „Wenn vergangene Erlebnisse die Gegenwart überschatten- was heißt dies für die Pflegebeziehung?“ halten.

Neben den Fachvorträgen bietet ein Markt der Möglichkeiten die Gelegenheit, Angebote und Einrichtungen in Kamen kennenzulernen und sich über die Themen Alter, Pflege und Demenz zu informieren und auszutauschen.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Aktionstag eingeladen.

           

Bereits am Freitag, den 01.07.2022 informiert das Netzwerk ab 10.00 Uhr auf dem Kamener Wochenmarkt mit einem Infostand über seine Arbeit.

Online-Vortrag zu Erkrankungen der Schilddrüse

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Kamen. Um Erkrankungen der Schilddrüse geht es bei einem Online-Vortrag, zu dem das Klinikum Westfalen am kommenden Mittwoch, 29. Juni, ab 18 Uhr einlädt. Dr. Andreas H. Ludwig, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen, erklärt dann, welche Rolle die Schilddrüse als Produzent wichtiger Hormone in unserem Stoffwechsel spielt. Vorgestellt werden moderne Formen der Diagnostik und zeitgemäße Therapien, es geht um Autoimmunerkrankungen und Krebs und natürlich um kalte und heiße Knoten. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen an den Referenten stellen.

Jetzt anmelden zur Darmkrebs-Vorsorge im Kreis Unna

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Früherkennung wird zu wenig genutzt

Kreis Unna. Die ärztlichen Untersuchungen und Beratungen zur Darmkrebs-Früherkennung werden zu wenig in Anspruch genommen. Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest belegt, dass in Westfalen-Lippe im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 33.054 präventive und diagnostische Darmspiegelungen (Koloskopien) im ambulanten und stationären Bereich bei AOK-Versicherten durchgeführt wurden. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 war das ein Rückgang um 2,4 Prozent. Zu Beginn der Pandemie im ersten Halbjahr 2020 lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar bei 10,7 Prozent. „Wir appellieren auch an die Menschen im Kreis Unna, unbedingt die Möglichkeit der Darmspiegelung zu nutzen, um Symptome medizinisch abklären zu lassen oder im Rahmen der Vorsorge Darmkrebs frühzeitig zu erkennen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Darmkrebs ist derzeit die zweithäufigste Tumorerkrankung bei Frauen und die dritthäufigste Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland. Er entsteht meist aus Darmpolypen, die häufig klein und harmlos bleiben. Manche wachsen aber und einige werden bösartig. Das macht deutlich wie wichtig es ist, möglichst frühzeitig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.

Den Kern der Darmkrebs-Früherkennung stellen die Koloskopien dar. Mit dieser Darmspiegelung lassen sich schon Vorstufen von Darmkrebs erkennen und überwiegend bereits während der Untersuchung entfernen. Findet der Arzt bei der Untersuchung Polypen, entfernt er diese sofort, da sich auch aus gutartigen Wucherungen bösartige Tumore entwickeln können. „Die Darmspiegelung ist die sicherste Methode, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder vorzubeugen. Daher sollten sowohl Frauen als auch Männer die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen“, so Kock.

Darmkrebsvorsorge bei Männern

Zur Darmkrebsvorsorge können sowohl Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl als auch Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden. Da wissenschaftliche Daten zeigen, dass Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken, wird Männern bereits ab einem Alter von 50 eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse angeboten. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren ist eine erneute Darmspiegelung möglich. Wahlweise kann jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.

Darmkrebsvorsorge bei Frauen

Bei Frauen wird ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. Eine Darmspiegelung ist alternativ ab dem Alter von 55 Jahren möglich. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren kann eine neue Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt werden.

Männer und Frauen können maximal zwei Darmspiegelungen als Früherkennungsmethode in Anspruch nehmen. Ab dem Alter von 65 Jahren kann nur eine Darmspiegelung als Früherkennungsmethode in Anspruch genommen werden.

Mehr Informationen zum Thema Darmkrebsfrüherkennung gibt es im Internet unter www.aok.de/nw, Rubrik Leistungen & Services.

Pflege in den eigenen vier Wänden

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Für die barrierefreie Gestaltung des Wohnumfeldes zahlte die AOK-Pflegekasse im Kreis Unna über 867.000 Euro 

Kreis Unna. Damit Pflegebedürftige in den eigenen vier Wänden bleiben können, zahlte die AOK NordWest als größte gesetzliche Pflegekasse im Land in 2021 insgesamt 867.072,03 Euro an ihre Versicherten im Kreis Unna für die barrierefreie Umgestaltung ihrer Wohnung. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest erhielten insgesamt 264 AOK-Versicherte im Kreis Unna im vergangenen Jahr eine solche Maßnahme. „Eine Pflegesituation ist für jede Familie ein schwerwiegender Einschnitt. Mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen helfen wir Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Dies bedeutet für die Betroffenen mehr Lebensqualität und Lebensfreude, da das soziale Umfeld erhalten bleibt und eine selbständige Lebensführung möglich ist“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Die gesetzlichen Pflegekassen zahlen als Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger bis zu 4.000 Euro je Maßnahme. Voraussetzung für die Förderung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, die Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Auch sanitäre Anlagen können zum Problem werden. Begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken und Haltegriffe können helfen, sich im Bad besser zu bewegen. Wichtig ist auch, Stolperfallen zu vermeiden und auf Rutschfestigkeit zu achten, um Stürzen vorzubeugen.

Wer an Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes interessiert ist, sollte sich von seiner gesetzlichen Pflegekasse beraten lassen. Wichtig ist, dass ein entsprechender Antrag vor Beginn des Umbaus gestellt wird. Einen Termin für eine persönliche Pflegeberatung können AOK-Versicherte oder deren pflegende Angehörige jederzeit unter der kostenfreien Hotline 0800 2655-140476 oder im Internet unter www.aok.de/nordwest/pflegeberatung vereinbaren. Auf Wunsch kommen die Pflegeberaterinnen der AOK NordWest auch gern nach Hause, um über die Leistungen der Pflegeversicherung zu informieren und den Pflegebedarf zu analysieren.

Weitere Infos im Pflegeportal der AOK unter www.aok.de/nw, Rubrik Gesundheit.

Online-Vortrag zum Hüft- und Kniegelenkersatz

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Kamen. Minimalinvasiver Hüft- und Kniegelenkersatz bei fortgeschrittener Arthrose von Hüft- oder Kniegelenk lautet der Titel eines Infoabends, den das Klinikum Westfalen am Mittwoch, 22. Juni 2022 um 18.00 Uhr online anbietet. Priv.-Doz. Dr. Frank-Alois Rubenthaler, Chefarzt der Orthopädie im Knappschaftskrankenhaus Dortmund, stellt an diesem Abend verschiedene Verfahren des Gelenkersatzes vor, gibt einen Überblick über gelenkerhaltende, operative Maßnahmen und beantwortet Fragen.
Zugangsdaten und weitere Informationen gibt es unter www.klinikum-westfalen.de in der Rubrik "Per Klick zum Chefarzt-Vortrag".

Risiko Grillen: 427 Magen-Darm-Infektionen im Kreis Unna

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grillenKWKreis Unna. Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall nach der Grillparty: Im Kreis Unna steigt jetzt wieder die Gefahr, an Magen-Darm-Infektionen zu erkranken. Die können vor allem durch Grillen von rohem Geflügelfleisch entstehen. 427 Erkrankungen an Salmonellose und Campylobacter-Enteritiden wurden im vergangenen Jahr im Kreis Unna gemeldet. Das teilte heute die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. Beide Keime sind typische Krankheitserreger, die sich hauptsächlich in Fleisch und Produkten aus rohen Eiern befinden und teils heftige Durchfallerkrankungen, Fieber und Erbrechen auslösen können. „Mit den steigenden Temperaturen wird wieder vermehrt gegrillt. Damit der Grillgenuss nicht krank macht, sollte das Grillgut stets gut durchgegart sein und wichtige Hygieneregeln beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden", sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Die Anzahl der Infektionen mit Salmonellen und Campylobacter ist im Kreis Unna im Jahr 2021 im Vergleich zum ersten Corona-Jahr 2020 angestiegen. Wurden in 2021 insgesamt 427 Infektionen gemeldet, waren es im Vorjahr 339. „Die wieder steigenden Zahlen zeigen, dass Vorsicht geboten ist“, so Kock. Denn Salmonellen und Campylobacter gehören zu den häufigsten Erregern bakterieller Durchfallerkrankungen und unterliegen der Meldepflicht. Besonders in den Sommermonaten ist ein deutlicher Anstieg festzustellen. Häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch, das nicht durchgebraten wurde. Um eine Infektion zu verhindern, ist Hygiene sehr wichtig. Dazu gehören: die Hände gründlich waschen, Marinaden oder Verpackungen nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen. Da Campylobacter auch im Kühlschrank und auf gefrorenen Produkten überleben, sollte das Tauwasser sofort weggegossen werden. Schneidebretter, Teller oder Messer sind nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich zu reinigen und erst dann wieder für die Zubereitung anderer Speisen zu nutzen.

Eine Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, kurz darauf folgen heftige Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit und Durchfälle. Die Durchfälle können sehr wässrig oder sogar blutig sein. In der Regel dauert eine Campylobacter-Erkrankung bis zu einer Woche. Normalerweise verläuft sie ohne Komplikationen und die Beschwerden klingen von selbst ab. Viele Campylobacter-Infektionen verlaufen auch ganz ohne Krankheitszeichen. Als Komplikation können in Ausnahmefällen rheumatische Gelenkentzündungen oder Hirnhautentzündungen auftreten.

Jetzt kommen die Mücken

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aokMuecke622Wenn trotz Vorsorge die Mücke sticht, sollte Kratzen und mechanische Reibung unbedingt vermieden werden. Foto: AOK/hfr

Kreis Unna. Das Summen auf den Terrassen und Balkonen vermiest so manchem den schönen Sommerabend im Kreis Unna. Stechmücken lauern jetzt wieder überall. Sie vermehren sich insbesondere bei wärmeren Temperaturen und in stehenden Gewässern wie zum Beispiel in Pfützen, Seen und Teichen. Von einer regelrechten Plage kann allerdings noch nicht die Rede sein, auch wenn es von dem einen oder anderen so empfunden wird. Das liegt daran, dass die letzten drei Jahre eher mückenarm waren. Durch den milden und verregneten Frühling treten die ‚Plagegeister‘ jedoch wieder in ‚normalen‘ Populationen auf. Doch was tun, wenn die Mücke zugestochen hat? „Mückenstiche sind für die meisten Menschen harmlos. Gefährlich wird es, wenn der Körper Infektionen an der Einstichstelle zeigt. Dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Über 50 Arten von Stechmücken unterscheiden die Insektenforscher in Deutsch-land. Sie ernähren sich von Pflanzensäften und Nektar. Es sind nur die Stech-mückenweibchen, die Blut aufsaugen. Das darin enthaltene Protein, also das Eiweiß, brauchen sie für die Reifung ihrer eigenen Eier.

Was passiert, wenn die Mücke zusticht?

Sie lassen Speichel in die Einstichstelle fließen, um diese zu betäuben und das Blut flüssig zu halten, damit sie es besser aufsaugen können. Der dadurch freigesetzte Botenstoff Histamin, führt dazu, dass sich bei mindestens drei von vier Menschen Quaddeln oder Papeln an der Stichstelle bilden. Häufig kommt es dabei zu ausgedehnteren Schwellungen, Rötungen oder Juckreiz. Deshalb macht Kratzen es auch schlimmer, denn der Stoff wird durch die damit verbundene stärkere Durchblutung erst recht verteilt.

Was tun nach einem Stich?

Hier hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen helfen ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke. Entzünden kann sich ein Mückenstich, wenn etwa durch Kratzen, Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. „Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Wenn eine zunehmende und langanhaltende gerötete Schwellung auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, so Kock.

Gibt es Vorsorge-Tipps?

Stechmücken sind sogenannte „Nasentiere“ und fliegen in erster Linie auf das Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft. Blutgruppen oder Licht interessieren sie dagegen nicht. Die Mücken registrieren einfach, in welcher Stärke der Mensch Kohlendioxid beim Ausatmen produziert und welchen Schweißgeruch er abgibt. Das ist die Kombination, die es für Mücken attraktiver macht, zuzustechen.

Der beste persönliche Schutz ist lange, hautbedeckende und am besten lockere Kleidung. Wer im heimischen Garten vor allem Regentonnen abdeckt und keine vollen Gießkannen stehen lässt, entzieht diesen Zweiflüglern damit ihre Brutmöglichkeiten. Gerade hier vermehren sich die Mücken schlagartig. „Von der Regentonne zum Schlafzimmer ist es meist nicht weit. Insektennetze vor den Fenstern und Türen können helfen, dass die Plagegeister nicht ins Haus kommen“, sagt Kock. Im Garten oder auf dem Balkon helfen auch Pflanzen wie Tomaten, Lavendel oder Minze. Deren Aromen mögen die Stechmücken ebenso wenig wie den Geruch von verbranntem Kaffeepulver.

Vermeiden sollte jeder in Kreis/Musterstadt die Jagd auf die summenden Tiere im Schlafzimmer. Bevor dabei das Gleichgewicht verloren wird und es zu Unfällen kommt oder es unschöne Flecken auf den Tapeten gibt, ist es besser, einen Stich mit ein oder zwei Tagen Schwellung in Kauf zu nehmen.

Wo sich gerade welche Stechmücken-Art herumtreibt, sagt übrigens der Mückenatlas. Auf mueckenatlas.com zeigt eine interaktive Karte aus welchen Orten schon Mücken beim Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) eingeschickt worden sind. „Jeder einzelne hat die Möglichkeit, Mücken in seinem persönlichen Umfeld zu fangen und einzuschicken. Er bekommt dann natürlich eine Rückantwort, um welche Mücke es sich gehandelt hat. Für uns Wissenschaftler ist es natürlich spannend, wo wann welche Mücke vorkommt und wann diese aktiv sind. Und auf der anderen Seite möchten wir mit unserer Forschung herausfinden, welche von unseren einheimischen Mückenarten auch als Überträger von Krankheitserregern fungieren können“, sagt Diplom-Biologin Dr. Doreen Werner vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF). Mehr Infos unter mueckenatlas.com im Internet.

Vorsicht im heimischen Garten

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AOKBU1 Giftige Pflanzen2022Nur gute Kenntnisse über einheimische Gartenpflanzen schützen vor möglichen Vergiftungen. Foto: AOK/hfr.Kreis Unna. Mit den frühlingshaften Temperaturen hat für viele Menschen im Kreis Unna in diesen Tagen die Gartensaison begonnen. Doch Achtung: Von außen ist es ihnen nicht anzusehen, aber einige heimische Gartenpflanzen sind giftig und können somit lebensgefährlich sein – vor allem für Kinder und Haustiere. „Wir appellieren deshalb an alle Menschen aus dem Kreis Unna, sich vor dem Bepflanzen der heimischen Beete unbedingt darüber zu informieren, welche Pflanzen und Sträucher giftig sind und somit Gesundheitsgefahren auslösen können“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Wenn es um das Thema Giftpflanzen geht, denken viele Menschen zuerst an außergewöhnliche Pflanzen in den Tropen. Jedoch gibt es in Bau- und Gartenfachmärkten eine große Anzahl an giftigen Pflanzen, die den heimischen Garten schmücken können. Viele dieser Pflanzen sind hübsch anzusehen und werden deshalb häufig gekauft.

Wer den Ausbau seines Gartens plant, sollte zunächst überlegen, von wem der Garten genutzt werden soll. Sind es ausschließlich Erwachsene, ist die Anpflanzung von Giftpflanzen eher unproblematisch. Wenn sich jedoch Kinder oder Haustiere im Garten aufhalten, können diese Pflanzen schnell zur Gefahr werden.

Die Gefahr, die von Giftpflanzen ausgeht, ist oftmals schwer zu konkretisieren. Der Wirkstoffgehalt kann innerhalb der gleichen Art, von einer Pflanze zur nächsten, stark schwanken. Es kann also sein, dass beispielsweise eine Goldregen-Pflanze im eigenen Garten weitaus giftiger ist als im Nachbargarten.

Wichtig ist auch, dass jeder Mensch anders auf das Gift reagiert und die Pflanzen nicht für jeden Menschen gleich giftig sind. Grundsätzlich ist auch das Risiko einer Vergiftung bei Kindern und Tieren größer als bei Erwachsenen, da sie die Gefahr nicht erahnen können und von den schönen Blüten oder saftigen Früchten der Pflanzen angelockt werden.

Die zehn gefährlichsten Giftpflanzen im Garten sind: Eibe, Blauregen, Oleander, Thuja, Buchsbaum, Eisenhut, Engelstrompete, Narzisse, Herbstzeitlose und Tollkirsche. Natürlich gibt es darüber hinaus noch eine große Anzahl weiterer Giftpflanzen für Menschen, die in vielen Gärten zu finden sind. Deshalb ist es ratsam, sich bei Ungewissheit im Gartenfachmarkt zu informieren, bevor eine neue Pflanzenart im heimischen Garten angepflanzt wird. Gleiches gilt beim Kauf von Zimmerpflanzen.

Im Falle einer Vergiftung gilt: Ruhe bewahren, Pflanzenteile aus dem Mund entfernen, Pflanzenteile zur Bestimmung aufheben, kein Erbrechen auslösen und sofort den Notruf 112 wählen. Auch die Experten der Informationszentrale gegen Vergiftungen am Universitätsklinikum Bonn (Giftnotruf Bonn) helfen rund um die Uhr kostenfrei unter der Rufnummer 0228-19240.

Tierbesitzer sollten ebenfalls achtsam sein. Haustiere knabbern gerne mal im Garten an Pflanzen und Sträuchern und können sich ebenfalls vergiften. In diesem Fall ist rasches Handeln gefragt. Der sofortige Besuch beim Tierarzt kann möglicherweise das Leben des Haustieres retten. Eine Giftnotrufzentrale für Tiervergiftungen gibt es in Deutschland, im Gegensatz zu Großbritannien und den USA, noch nicht.

Weitere Informationen zu giftigen Gartenpflanzen unter www.gizbonn.de

oder beim Deutschen Allergie- und Asthmabund unter www.daab.de.

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