Kamen: Verbraucherzentrale NRW | Der Blaue Engel feiert 40. Geburtstag

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vzBlauerEngel1018Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale KamenKamen. Der Blaue Engel, auch Umweltengel genannt, ist wohl das bekannteste Umweltzeichen überhaupt und eine wichtige Orientierung für Menschen, die sich für umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte interessieren.

"Es wird vom Umweltbundesamt, der Jury Umweltzeichen, vergeben und findet sich auf Heften, Blöcken, Stiften, Klopapier, Farben, Lacken, Reinigungsmitteln.... die Liste ist sehr, sehr lang, " so Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale Kamen. Gut für den Verbraucher: Das Zeichen ist bekannt und hat einen hohen Wiedererkennungswert.

Zum runden Jubiläum hat die Umweltberatung ab Donnerstag, den 25.10. eine Themenecke eingerichtet, mit Informationen und bunten "Mitgebseln". So liegen dort Fairtrade-Stofftaschen, Blöcke, Hefte und Kugelschreiber - allesamt mit dem Umweltengel deklariert - zur Mitnahme bereit.

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Das Runde an der Ecke: Naturnaher Gewinner-Vorgarten in Kamen zieht alle Blicke auf sich

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naturgartenHattebier1018 1© Astrid Hattebier

Astrid Hattebier ist eine von fünf Gewinner/Innen des Wettbewerbs „Rettet den Vorgarten“

naturgartenHattebier1018 2© Astrid HattebierKamen. Am 15. September war Einsendeschluss für den landesweit ausgeschriebenen Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“. Zum Wettbewerb aufgerufen hatte der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e.V. gemeinsam mit dem Verband Wohneigentum NRW e.V. und dem Landesverband der Gartenbauvereine NRW e.V. Seit Anfang April konnten Privatgartenbesitzer aus ganz Nordrhein-Westfalen Fotos ihrer Vorgärten einsenden. Aus den zahlreichen Bewerberfotos wurden nun die fünf Gewinner ermittelt.

Der Wettbewerb richtete die Aufmerksamkeit auf die Fläche vor der Haustür: Viel zu oft entdeckt man heutzutage graue, sterile Steinflächen in Wohnsiedlungen, die den Bereich zwischen Straße und Haus weniger zieren als vielmehr nur füllen. Vergebens sucht man hier nach Merkmalen wie Pflanzen¬vielfalt, Bodenschutz, Flächenentsiegelung und Lebensraum für Insekten und Tiere, um nur einige zu nennen.

Aus diesem Grund haben die drei Verbände zum Fotowettbewerb aufgerufen, um zu beweisen, dass NRW im Vorgarten auch anders kann: Stauden, Sträucher, Bäume und Orte, die zum Verweilen einladen. Die fünf Gewinnergärten zeigen, wie grün und blühend ein Vorgarten gestaltet werden kann! Zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für eine landschaftsgärtnerische Dienstleistung im Wert von 1.000 €.

Eine der Gewinnerinnen ist Astrid Hattebier aus Kamen. Das Runde an der Ecke – damit hat sie in Kamen einen Vorgarten geschaffen, der alle Blicke auf sich zieht. Bei der Neupflanzung ihres Vorgartens berücksichtigte Frau Hattebier alle Faktoren, die für eine erfolgreiche Pflanzung ausschlaggebend sind. So beachtete sie die Licht- und Bodenverhältnisse und stimmte die Pflanzenauswahl darauf ab. Ergebnis ist ein naturnaher und artenreicher Vorgarten.

naturgartenHattebier1018 3© Astrid Hattebier

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Pfifferlinge, die ihr Geld wert sind

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VZ18KWBeim Kauf auf Frische und Qualität achten

Kamen. Ab Spätsommer bis in den Herbst hinein stehen Pfifferlinge bei vielen Pilzfreunden auf dem Speiseplan. Pfifferlinge aus Deutschland dürfen nur für den Eigenbedarf in geringen Mengen gesammelt und nicht verkauft werden. Deshalb stammt die Ware, die hierzulande appetitlich in Körbchen verpackt in Supermärkten, bei Discountern und auf Wochenmärkten angeboten wird, überwiegend aus Osteuropa – und zwar aus Russland, Litauen, Polen und der Ukraine. Doch vom Sammeln, übers Sortieren, Verpacken und Transportieren vergehen mehrere Tage, bis die aromatischen Speisepilze in den hiesigen Gemüseständen angeboten werden. „Die importierte Ware wird oft zu lange gelagert. Bilden sich Schimmel und Fäulnis sind die Speisepilze in puncto Qualität und Frische keinen Pfifferling mehr wert“, kritisiert Elvria Roth von der Verbraucherzentrale in Kamen: „Kunden sollten deshalb beim Einkauf die Pilze genau unter die Lupe nehmen und statt zum verpacktem Körbchen lieber zum losem Angebot greifen – auch wenn's teurer ist.“ Bei der Pfifferlingssuche im Handel helfen folgende Hinweise:

Geruch- und Sehtest: Frische Pfifferlinge duften aromatisch, sehen prallgelb und saftig aus. Das Fleisch sollte fest und nicht verfärbt oder ausgetrocknet sein. Die Pilze sind einwandfrei, wenn beim Anschnitt die Stiele innen weiß bis cremefarben sind und die Hüte keine Ränder und Flecken aufweisen. Sand und schwarze Erdteilchen sind dagegen unbedenklich.

Problem Folienverpackung: Werden Pfifferlinge in Holzkörbchen unter perforierter Folie verpackt, kann sich innen Kondenswasser bilden, das die Pilze nach einiger Zeit feucht, schleimig und schimmelig werden lässt. Kunden sollten darauf achten, dass sich keine Feuchtigkeit in der Packung ansammelt oder die Folie beschlägt.

Verdorbene Ware: Problematisch ist auch, dass verdorbene Pilze das gesamte Angebot verderben können. Falls einzelne Exemplare feucht und schmierig sind, schwarze Stellen oder weiße Schimmelspuren aufweisen, die Lamellen zusammenpappen und die Hüte sich zersetzen, ist es ratsam, die gelben Hutträger lieber stehen lassen. Denn der Verzehr verdorbener Pfifferlinge kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber auslösen.

Mögliche Schadstoffbelastung: Auch mehr als 30 Jahre nach dem Unfall im Atomreaktor von Tschernobyl können Wildpilze Radioaktivität enthalten. Deshalb wird bei den Importen regelmäßig kontrolliert, ob der zulässige Grenzwert von 600°Becquerel pro Kilogramm überschritten ist.

Tipp zum Verzehr: Liebhaber sollten grundsätzlich nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche essen. Denn Pilze haben die Eigenschaft, Cadmium und Quecksilber in ihren Fruchtkörpern anzureichern. Deshalb ist der Gehalt an Schwermetallen bei Pilzen höher als bei anderen pflanzlichen Lebensmitteln.

Weitere Hinweise zur radioaktiven Belastung in Waldböden und Pilzen gibt es im Internet unter www.verbraucherzentrale.nrw/radioaktiv.

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Kamener feiern "Fair Trade Town"-Siegel mit Kochshow

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fairtradekochen1018AGFair-Trade-Referent und Weltreisender Hendrik Meisel zeigte nicht mit dem erhobenen Finger, sondern mit dem Kochlöffel auf, welche Alternativen es beim Konsum zu Ausbeutung und Umweltzerstörung gibt. Foto: Alex Grün für KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Viel Aufwand hat die Lenkungsgruppe "Fair Trade Town" im Auftrag der Stadt Kamen betrieben, um das gleichnamige Zertifikat zu erwerben. Gefeiert wurde dieser Erfolg am Freitag im evangelischen Gemeindehaus mit einer "fairen Kochshow".

Mit Multimedia, illustren Assistenten und einer ordentlichen Portion Kochkenntnissen, dafür ohne erhobenen Zeigefinger, brachte Hendrik Meisel als Referent für TransFair e.V./ Fairtrade Deutschland den rund 30 Besuchern der "Fairen Kochshow" nahe, dass faires Konsumverhalten nicht schwierig sein muss. "Kochen ist unser Medium", sagt Meisel, der auch für Europas größte Fairhandelsorganisation GEPA und verschiedene Träger im Bereich der entwicklungspolitischen Bildung in Weltläden oder Schulen unterwegs ist. Gemeinsam mit seinem Kollegen Klaus Hamelmann, der bei den Fair-Trade-Auftritten als technischer Leiter dabei ist, bereiste Meisel Afrika, Asien und Lateinamerika, besuchte dort Fair-Trade-Kooperativen und drehte Filme über alternative Möglichkeiten von Anbau, Verarbeitung und Vertrieb von Produkten, die für den europäischen Markt importiert werden. Davon wurden am Freitag einige verarbeitet. Als Hauptgang gab es Couscous-Pfanne mit Paprika, fair gehandelt und eigenhändig geschnippelt von Umweltdezernent Uwe Liedtke, den Meisel als "städtischen Fair-Trader" kurzerhand zur Küchenhilfe "degradierte". Nebenher wurden Filme gezeigt über die Produktion von Pergamiso-Kaffee in Tansania, Chutney aus Swasiland oder Zucker aus Kuba. Weltweit würden in rund 42000 Läden mehr als 2000 Fair-Trade-Produkte gehandelt, berichtet Meisel, während er den Kochlöffel schwingt, von Lebensmitteln über Schnittblumen bis zum Fußball. Und immer gebe es Alternativen zu Ausbeutung und Umweltzerstörung. Auf Kuba etwa fließe die Fair-Trade-Prämie in Investitionen für die Kooperativen wie Maschinen und Fahrzeuge, die dort schwer zu bekommen sind. Bei der Zubereitung des Desserts, einer so genannten "Choco-loco-Créme aus fair gehandelter Schokolade, musste Verbraucherberaterin und Lenkungsgruppenmitglied Jutta Eickelpasch an die Kochplatte und Bananen kleinquetschen - natürlich ebanfalls aus fairem Handel. Die Umweltberaterin, die maßgeblich an der Erteilung des "Fair-Trade-Town"-Zertifikats beteiligt war, stellt klar, dass dieses noch lange nicht das Ende der Fahnenstange bedeute. Zwei Jahre sei das Siegel gültig, und in dieser Zeit werde man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern den fairen Handel weiter vorantreiben. Auch die jetzige Veranstaltung sei ein Zeichen dafür, dass die Fair-Trade-Aktion, die im März letzten Jahres mit dem entsprechenden Ratsbeschluss und der Gründung der Steuerungsgruppe gestartet wurde, "eine Hausnummer größer geworden ist", erklärt Jutta Eickelpasch. Seitdem wurden fünf Gastronomen auf Kamener Stadtgebiet mit ins Boot geholt, die fair gehandelte Produkte anbieten, und zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen gestartet - beides Bedingung für den Erhalt des Zertifikates. Nicht als schwere Kost wurden den Kamenern die Informationen des Referenten serviert, sondern als kulinarisches und multimediales Erlebnis. Und geschmeckt hat es ihnen bei der anschließenden Verköstigung auch.

Archiv: Besiegelt: Kamen ist jetzt FairTrade-Stadt

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Kamener Stadtpflanzen - Folge 3: Die Schlankstachelige Brombeere

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stachelbromb2 1018GLKamener Stadtpflanzen - Folge 3: Die Schlankstachelige Brombeere - Foto: Dr. Götz Loos

von Dr. Götz Loos

stachelbromb1018GLKamen. Während die verwilderte Armenische Brombeere überall in den Kamener Siedlungsgebieten präsent ist, treten hier die einheimischen Arten deutlich zurück, auch wenn einige dennoch ziemlich häufig sind. Eine davon ist die Schlankstachelige Brombeere (Rubus elegantispinosus). Diese im Ruhrgebiet und Teilen des Rheinlandes weit verbreitete Art geht eben auch tief in die Siedlungen hinein, wo sie sich in Gärten, auf Parkplätzen, Industrie- und Bahngelände etc. angesiedelt hat.

An besonnten Standorten ist sie im Regelfall durch die sehr dunkel weinrot-violetten Schößlinge leicht zu erkennen. Ein näherer Blick darauf zeigt kaum Haare und ausgesprochen schmale, geneigte Stacheln, deren Füße ebenfalls schmal sind. Die Unterseite der überwiegend elliptischen Blättchen ist weiß durch eine angedrückte Filzbehaarung. Der Rand der Blättchen ist gewellt und durch eine unregelmäßige Zähnung ausgezeichnet. Die Blüten enthalten hellrosa Kronblätter. Attraktiv sind die ziemlich großen Früchte, die einen sehr guten Geschmack haben.Letztere werden nicht nur vom Menschen gern gesammelt, sondern zudem von Vögeln gern verspeist und so ausgebreitet - bis in die Gärten hinein.

In Kamen ist diese Brombeerart in allen Wäldern und an zahlreichen anderen Stellen zu finden. Im städtischen Raum begegnet man ihr an den alten Zechenbahnen, aber auch in den Grünflächen um das Gymnasium. In der Gartenstadt kommt sie in Vorgartenbeeten und anderswo hoch. Obwohl sie, wie die meisten Brombeerarten bei uns, asexuell ist, wird sie sehr viel von Bienen besucht, die es vor allem auf den reichlichen Pollenbesatz abgesehen haben. Und dieser Besuch ist auch nötig, weil die Insekten eine Scheinbestäubung (wissenschaftlich: Pseudogamie) vornehmen, welche dann die asexuelle Fruchtbildung verursacht. Da aber keine Befruchtung stattfindet, sind im Ergebnis die Nachkommen "Zwillinge" bzw. Klone der Mutterpflanze.

Archiv: Kamener Stadtpflanzen - Folge 2: Der Rote Lein

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52 neue Bäume für den Bürgerwald

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Kamen. Für das Pflanzjahr 2018 liegen der Stadt Kamen nach Ablauf der Bestellfrist 52 Baumbestellungen vor. Im Rahmen des diesjährigen Pflanzfestes am 17. November, 11 Uhr, werden 16 Rotbuchen, 14 Stiel-Eichen, 12 Berg-Ahorn, 5 Schwarz-Erlen, 2 Feld-Ahorn und 3 Ebereschen gepflanzt. Die Pflanzaktion wird fachmännisch begleitet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Servicebetriebes und vom Gartenbaubetrieb Wegmann.

Nach getaner Arbeit können sich die Baumpaten mit ihren Gästen im Wendehammer der Straße „Am Südfriedhof“ stärken. Eine leckere Brat- oder Currywurst, kühle und heiße Getränke stehen hier bereit.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die im kommenden Jahr einen Baum pflanzen möchten, können ab Januar 2019 eine Bestellung aufgeben.

Archiv: Bürgerwald wächst!

 

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