Serie „Zurück zur Natur“ - Teil 2: Hunde in der freien Landschaft

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

177755PKreis Unna. Familien entdecken das Kleingärtnern neu für sich, Flüsse wie die Seseke und die Lippe werden renaturiert, Erholungssuchende erfreuen sich an Streuobstwiesen und Hecken, in denen jede Menge Leben steckt: „Zurück zur Natur“ lautet ein Motto, das erfreulich aktuell ist - und nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen gut tut.
 
Denn in einer Zeit, in der sich vieles beschleunigt, wollen sich viele etwas Ursprünglichkeit zurückholen. Und das klappt in der Natur gerade im Sommer am besten. In der Serie „Zurück zur Natur“ zeigt die Untere Naturschutzbehörde viele Beispiele auf, wie Naturschutz im Kreis Unna gelebt wird. Praktische Tipps inklusive.
 
Der Naturschutz hat im Kreis Unna übrigens einen besonderen Stellenwert – denn wer am Wochenende mal schnell raus aus der großen Stadt und hinein in die freie Landschaft will, der sucht sich häufig ein grünes Plätzchen im Kreisgebiet aus. Ob zum Spazierengehen, zum Angeln, zum Reiten, Kanu fahren oder zur Radtour: Wo viele unterschiedliche Interessen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden wollen, sind gerade hier klare Spielregeln für den Umgang mit der Natur von Nöten.
 
Diese Regeln hat der Kreistag des Kreises Unna nach umfangreichen Bürgerbeteiligungen in seinen Landschaftsplänen festgelegt. Die Landschaftspläne setzen Schutzgebiete wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete fest.
 
Wer unter www.geoservice.kreis-unna.de in der Kartensteuerung „Natur und Landschaft“ anklickt, sieht, wo diese Gebiete liegen und was in diesen Gebieten erlaubt oder zum Schutz von Natur und Landschaft verboten ist.
 
Heute: Hunde in der freien Landschaft
 
Lange Leine, kurze Leine, keine Leine: Wenn große und kleine Vierbeiner Bewegung brauchen, ist der Auslauf ohne Leine häufig am Unkompliziertesten. Das aber führt gelegentlich zu Konflikten – mit Joggern, Spaziergängern, anderen Hundebesitzern. Außerdem können Wildtiere empfindlich gestört werden. Deshalb gilt es für Hundebesitzer auch im Kreis Unna einige Regeln zu beachten.
 
Neun von zehn Städten und Gemeinden im Kreisgebiet haben in speziellen Verordnungen in bestimmten Bereichen eine Leinenpflicht für Hunde festgesetzt. So müssen z.B. in Lünen z.B. Hunde zumindest in stärker belebten Bereichen wie Fußgängerzonen, auf öffentlichen Plätzen, in Park- und Grünanlagen oder bei öffentlichen Veranstaltungen angeleint werden.
 
Freien Auslauf dagegen gibt es beispielsweise auf „Hundewiesen“ in Bergkamen, Kamen, Bönen oder Unna. Hier können sich die Hunde nach Belieben austoben. „Unangeleint laufen dürfen Hunde auch in vielen Bereichen der freien Landschaft“, erklärt Hermann Knüwer aus dem Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises. Doch keine Regel ohne Ausnahme: „Für den Wald, in Naturschutzgebieten oder anderen besonders geschützten Bereichen gelten andere Regeln“, unterstreicht Knüwer.
 
Im Wald müssen Hunde außerhalb der Wege an die Leine. In den Naturschutzgebieten kreisweit ist das Freilaufenlassen von Hunden ebenfalls nicht erlaubt. Hier dürfen Hunde nur auf befestigten oder gekennzeichneten Straßen und Wegen und nur an der Leine geführt werden. Das gilt auch für die sogenannten Geschützten Landschaftsbestandteile.
 
Außerdem müssen Hunde in einem Landschaftsschutzgebiet im Kreis an die Leine genommen werden: auf dem Gelände des Standortübungsplatzes in Opherdicke-Hengsen. Neu: Während der Brutzeit der Vögel gilt nach dem neuen Landesnaturschutzgesetz auch in Vogelschutzgebieten Leinenpflicht. Das betrifft die Zeit vom 1. März bis zum 31. Juli und das Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“, zu dem auch Flächen der beiden Städte Unna und Fröndenberg gehören.
 
„Diese Regeln gibt es nicht ohne Grund“, erläutert Hermann Knüwer. Frei laufende Hunde können viele Tiere gefährden. „Und zwar auch dann, wenn sie nicht unmittelbar hinter vermeintlicher Beute herhetzen.“ Denn wenn Elterntiere beispielsweise durch frei laufende Hunde aufgescheucht werden, verlassen sie vorübergehend ihren Nachwuchs, der dann von Beutegreifern geholt werden kann. Bei nasskalter Witterung können wärmebedürftige Jungtiere an Unterkühlung sterben, auch wenn sie von den Eltern nur kurzzeitig verlassen werden.
 
Und es kann noch schlimmer kommen: „Werden Rehe aus ihren Einstandsgebieten durch Spaziergänger mit oder ohne Hund verjagt, können sie in ihrer panischen Flucht vor das nächste Auto laufen und so Menschenleben gefährden“, sagt Knüwer und appelliert auf eine der Grundregeln des funktionierenden Miteinanders: gegenseitige Rücksichtnahme. Im Idealfall hat auch noch die Natur etwas davon. PK | PKU

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Wildkräuter auf der Halde Großes Holz

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Bergkamen. Nachtkerze, Johanniskraut und Natternkopf - zahlreiche Wildkräuter fühlen sich heute auf den Industriebrachen der Region heimisch. Was auf der Halde Großes Holz in Bergkamen wächst, wie die Kräuter in die Region kamen und welche Eigenschaften und Heilkräfte sie haben, erfahren Naturliebhaber bei einer Exkursion mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) am Sonntag, 30. Juli.  

Die zweistündige Tour auf der Route Industrienatur startet um 15 Uhr auf dem Parkplatz Erich-Ollenhauer-Straße gegenüber der Binsenheide, Bergkamen, und kostet für Erwachsene fünf und für Kinder drei Euro.

Alle Termine des RVR-Programms "Natur erleben" sowie weitere Veranstaltungen zum Thema Umwelt sind unter www.umweltportal.metropoleruhr.de abrufbar. Im Infopool des Portals stehen zudem die Broschüre "Natur erleben" und weitere Publikationen zum Download bereit. (idr)

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Tipps zum Wandern und Radfahren

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177584PMit Kind und Kegel im Kreis Unna unterwegs. Foto: Sebastian Hellmann – Kreis UnnaKreis Unna. Es ist geschafft. Die Sommerferien sind da. Die einen arbeiten sich durch den Stau ans Ferienziel – die anderen bleiben da, greifen zur Wanderkarte oder steigen aufs Rad und starten in den Urlaub vor der Haustür.
 
Wer nicht genau weiß, wo es denn hingehen soll: kein Problem. Die vom Kreis herausgegebene Broschüre „Wandertouren im Kreis Unna“ stellt beispielsweise 16 Routen innerhalb des Kreisgebietes mit Längen zwischen vier und 18 Kilometern vor.
 
Gewandert werden kann unter anderem rund um Schloss Cappenberg, am Kanal in Bergkamen oder auf der Panorama-Tour Unna. Entlang des „Wanderwegs der Geotope“ in Fröndenberg oder auf dem „Historischen Bergbaurundweg“ gibt es auch noch interessante Einblicke in die Erd- und Bergbaugeschichte.
 
Wer nicht so gern läuft, sondern die Landschaft lieber auf zwei Rädern erkundet, auch für den haben die Kreis-Touristiker eine Menge im Angebot. Auf der Route „RadKreisUnna“, den elf Touren rund um die Städte und Gemeinden, oder entlang von alten Bahntrassen und der renaturierten Seseke, lassen sich die heimischen Sehenswürdigkeiten und typischen landschaftlichen Eigenarten erleben.
 
Abwechslungsreiche Flusslandschaften bieten die Römer-Lippe-Route und der RuhrtalRadweg - zwei überregional bekannte Radwanderwege, die den Kreis Unna queren.
 
Kartenmaterial gibt es beim Kreis Unna, Tel 0 23 03 / 27 19 61, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, sowie bei den Städten und Gemeinden. Informationen stehen natürlich auch im Internet unter www.kreis-unna.de (Freizeit – Radfahren und Radwandern bzw. Freizeit – Wandern). PK | PKU

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Serie „Zurück zur Natur“ - Teil 1: Freizeit in der Natur

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177488PKreis Unna. Familien entdecken das Kleingärtnern neu für sich, Flüsse wie die Seseke und die Lippe werden renaturiert, Erholungssuchende erfreuen sich an Streuobstwiesen und Hecken, in denen jede Menge Leben steckt: „Zurück zur Natur“ lautet ein Motto, das erfreulich aktuell ist - und nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen gut tut.
 
Denn in einer Zeit, in der sich vieles beschleunigt, wollen sich viele etwas Ursprünglichkeit zurückholen. Und das klappt in der Natur gerade im Sommer am besten. In der Serie „Zurück zur Natur“ zeigt die Untere Naturschutzbehörde viele Beispiele auf, wie Naturschutz im Kreis Unna gelebt wird. Praktische Tipps inklusive.
 
Der Naturschutz hat im Kreis Unna übrigens einen besonderen Stellenwert – denn wer am Wochenende mal schnell raus aus der großen Stadt und hinein in die freie Landschaft will, der sucht sich häufig ein grünes Plätzchen im Kreisgebiet aus. Ob zum Spazierengehen, zum Angeln, zum Reiten, Kanu fahren oder zur Radtour: Wo viele unterschiedliche Interessen mit der Umwelt in Einklang gebracht werden wollen, sind gerade hier klare Spielregeln für den Umgang mit der Natur von Nöten.
 
Diese Regeln hat der Kreistag des Kreises Unna nach umfangreichen Bürgerbeteiligungen in seinen Landschaftsplänen festgelegt. Die Landschaftspläne setzen Schutzgebiete wie Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete fest.
 
Wer unter www.geoservice.kreis-unna.de in der Kartensteuerung „Natur und Landschaft“ anklickt, sieht, wo diese Gebiete liegen und was in diesen Gebieten erlaubt oder zum Schutz von Natur und Landschaft verboten ist.
 
Heute: Freizeit in der Natur
 
Raus ins Grüne: Viele Menschen zieht es in ihrer Freizeit in die Natur. Ein kleiner Spaziergang in die nahegelegenen Wiesen und Felder oder eine Wanderung rund um das Elsebachtal in Schwerte. Ein Angelausflug an die Lippe oder eine Kanutour auf dem Fluss. Ein Ausritt durch die Bördelandschaften am Hellweg oder mit dem Rad über den Ruhrtalradweg.
 
Das Spektrum an Freizeitaktivitäten für Erholungssuchende ist genauso abwechslungsreich wie die Landschaften im Kreis Unna. Die vielfältigen Lebensräume sind Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, die es zu entdecken gibt. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, hat der Kreis Unna insgesamt acht Landschaftspläne aufgestellt, über die Schutzgebiete ausgewiesen worden sind.
 
Hier gelten Regeln, die für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur sorgen. Was ist also wo erlaubt? Wie verhalte ich mich richtig? Unter www.kreis-unna.de/landschaftsplanung finden sich neben den Landschaftsplänen auch Informationen zum Angeln und Kanufahren. „Gerade an der Lippe, die in weiten Teilen sogar europäischen Schutzstatus genießt, sind Regelungen unumgänglich“, weist Sebastian Heide-Napierski, Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna, auf die ökologische Bedeutung hin. „Daher sind sowohl für das Angeln als auch für das Kanufahren bestimmte Bereiche ausgewiesen worden, in denen die entsprechenden Aktivitäten erlaubt sind.“
 
Von besonderer Bedeutung sind die 39 Naturschutzgebiete im Kreis. Auf Informationstafeln an den Zugängen zu den Naturschutzgebieten erhält man hier neben Verhaltenshinweisen auch weitere Informationen zum Gebiet, seiner Geschichte, seinen Bewohnern und seiner Besonderheiten. „Hier ist es wichtig, auf den Wegen zu bleiben und die Tiere nicht unnötig zu beunruhigen“, erläutert Heide-Napierski.
 
„Störungen können dazu führen, dass die erfolgreiche Aufzucht von Jungtieren oder aber auch die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt werden. Zudem sollten Bäume, Sträucher und andere Pflanzen nicht beschädigt oder herausgerissen werden.“ PK | PKU

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Bundestagsabgeordneter Kaczmarek: „Klimaschutz beginnt in den Kommunen“

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Foto OK vor Reichstagskuppel hochkantÜber 1 Millionen Euro Bundesmittel für Projekte im Kreis Unna

Berlin. Die Einigung auf ein neues Klimaabkommen in Paris hat gezeigt, dass die Weltgemeinschaft bereit ist, den Klimawandel und seine Folgen aufzuhalten. „Wir wissen aber auch, dass die Umsetzung eines solchen Abkommens vor Ort geschehen und aus vielen Projekten getragen werden muss“, so der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek, „Daher hatte sich die Bundesregierung für diese Wahlperiode viel vorgenommen und allein in NRW durch das SPD geführte Bundesumweltministerium 1.400 Projekte gefördert. In den Kreis Unna gingen über 1 Millionen Euro.“ Gefördert wurden unter anderem die Erneuerung der Beleuchtung in Sporthallen oder Schulen, ein Kita-Umbau,  die energetische Gebäudesanierung oder die Umsetzung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes.

„Diese Summe zeigt, das breite Engagement vor Ort in den Kommunen und Unternehmen, den Klimaschutz voranzubringen und auf diesem Wege zur nachhaltigen Modernisierung unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft beizutragen“ so Kaczmarek, „Neben dem Klimaschutz haben viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen die Programme der Städtebauförderung des Bundesumweltministeriums genutzt, um ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen und ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen. Das war nur möglich weil die SPD dafür gesorgt hat, dass die Bundesmittel für die Städtebauförderung von 455 auf jetzt 790 Millionen Euro erhöht wurden. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.“

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Straßenbaum am Weißdornweg beschädigt

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wdornweg717SKKamen. Ärger und Unverständnis hat eine Attacke auf einen Straßenbaum vor dem Haus Weißdornweg 24 im Stadtteil Methler beim Fachbereich Planung, Bauen, Umwelt ausgelöst. Die Baumhasel - mit rd. 100 cm Stammumfang -  wurde dabei in 65 cm Höhe über dem Erdboden mit einem Bohrer beschädigt. Die Bohrung hat einen Durchmesser von 2 cm und wurde 15 cm tief in den Stamm getrieben. Verfärbungen im Bohrloch und Laufspuren am Stamm deuten darauf hin, dass möglicherweise noch Gift oder Säure in die Öffnung gefüllt wurde.

Der entdeckte Schaden wurde dem Baum vermutlich schon einige Wochen vorher zugefügt. Die Baumhasel war zuletzt 2015 durch die Stadt kontrolliert und als vital und verkehrssicher eingestuft worden. Die Auswirkungen der Attacke müssen jetzt beobachtet werden. Falls der Baum absterben sollte, ist der Schaden erheblich, denn der reine Sachwert des Baumes wird auf 3.500 Euro geschätzt. Sein gestalterischer und ökologischer Wert ist darin nicht enthalten. Der zuständige Fachbereich reagiert auf diese vorsätzliche Baumattacke mit größtem Unverständnis und betont, dass insbesondere die Park- und Straßenbäume in der Sommerzeit durch Befeuchtung und Schattenwurf die Temperaturen in den Wohnstraßen senken und wie ein Filter mit ihrem Blattwerk die Luft reinigen.

Die Stadtverwaltung bereitet einen Strafantrag gegen Unbekannt vor. Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich bei der Stadtverwaltung unter Tel. 02307/148-2970 zu melden. Dem oder den Verursachern droht neben einer zivilrechtlichen Klage wegen Sachbeschädigung auch ein Verfahren nach der Baumschutzsatzung der Stadt Kamen.

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