Starkregen hat Region fest im Griff

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Teams an Emscher und Lippe im Einsatz

sesekepegel140721BDFoto: B. Dörnemann für KamenWeb.deTeils extremer und langanhaltender Starkregen hat die Menschen in weiten Teilen NRWs hart getroffen. Auch an Emscher, Lippe und an ihren Zuflüssen war die Lage an einigen Stellen kritisch. Nachdem die Niederschläge deutlich stärker ausgefallen sind, als gegen Mittag prognostiziert, haben die Hochwasserteams von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) rund um die Uhr vor Ort gearbeitet.

Situation an der Emscher
Der Scheitelpunkt des Hochwassers in der Emscher ist gestern gegen Mitternacht erreicht worden. Kurz zuvor stand das Wasser an einigen Orten rund einen halben Meter unter der Deichkrone. Im Hintergrund ergriff die Emschergenossenschaft alle Maßnahmen, um den Deich notfalls sichern zu können – schlussendlich ist dies nicht notwendig geworden. Die an der Emscher liegenden Hochwasserrückhaltebecken, die bei Starkregen als Wasserpuffer dienen, waren überwiegend komplett gefüllt und werden in den kommenden Tagen nach und nach abgelassen. Die Hochwasserrückhaltebecken sind zwar regelmäßig bei starken Niederschlägen im Einsatz, gestern musste sich das System aber einem bislang noch nicht da gewesenen Härtetest unterziehen. Der Phoenix See in Dortmund z. B. wurde in seiner Funktion als Hochwasserschutzanlage zusätzlich mit über 100.000 Kubikmetern Wasser aus der Emscher geflutet, was in den vergangenen 10 Jahren so noch nicht geschehen ist. Die Wasserqualität vor Ort wird nun erfasst und kontrolliert. Während die Emscher westlich von Dortmund nicht über die Ufer getreten ist, sah das am Oberlauf an vereinzelten Nebenläufen anders aus. Die Niederschlagsmassen reicherten die Gewässer so stark an, dass Bäche über die Ufer traten – z. B. der Hörder Bach in Dortmund. Nahezu alle Pumpwerke der Emschergenossenschaft liefen unter Volllast. 

Situation an der Lippe
Während im Emscher-Gebiet der Scheitelpunkt erreicht wurde und man davon ausgehen kann, dass die Pegel wieder sinken, wird der Pegel der Lippe nun langsam ansteigen. Die Teams des Lippeverbandes werden voraussichtlich gegen Mittag in Bereitschaft versetzt. Wellen aus dem Oberlaufen zeichnen sich von Hamm aus nun nach und nach an den Pegelständen der Lippe ab. Weitere Gewitter-Ereignisse, die Niederschläge mit sich bringen können, sind für das Lippe-Gebiet vorhergesagt, die sich auf die örtliche Situation auswirken können.

Die Lippe bietet mit Auenbereichen, die in den kommenden Tagen überströmen werden, wichtige Retentionsräume, um die Hochwasserspitzen abpuffern zu können. Aber auch die Deiche an der Lippe werden durch die Teams aus dem Betrieb engmaschig kontrolliert und erste Vorsorgemaßnahmen werden je nach Pegelstand eingeleitet – so müssen zum Beispiel je nach Strömungsgeschwindigkeit die Lippe-Fähren gesichert werden.

Während die Lippe naturgemäß eher langsam steigt, waren die Auswirkungen des langanhaltenden Starkregens an Nebenläufen, Pumpwerken und Hochwasserschutzanlagen im Lippeverbandsgebiet deutlich zu spüren. Pumpwerke unter anderem in Bönen, Bergkamen, Dorsten und Hamm liefen unter Volllast und zahlreiche Hochwasserrückhalteanlagen waren komplett eingestaut.

Wie geht es weiter?
Aktuell erstellen EGLV eine Gesamtübersicht aller Auswirkungen, nehmen Schäden auf und kontrollieren weiterhin Deiche und Anlagen. Die Teams sind also weiterhin vor Ort im Einsatz.   

Daten im Internet
Regelmäßig aktualisierte Wasserstands- und Niederschlagsvorhersagen erhalten Interessierte unter folgendem Link: https://www.eglv.de/niederschlag-und-pegel/. Auf den Social-Media-Kanälen: twitter.com/eglvde, facebook.com/EGLV.de und instagram.com/emscherlippe informieren Emschergenossenschaft und Lippeverband aktuell.

Online-Seminar mit dem Titel „Stecker-PV – Steck die Sonne ein! Solarstrom von Balkon und Terrasse“

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Sonne 12KWKamen. Der Klimaschutzmanager der Stadt Kamen, Tim Scharschuch lädt in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Schwerte und der EnergieAgentur.NRW zu einem Online-Seminar mit dem Titel „Stecker-PV – Steck die Sonne ein! Solarstrom von Balkon und Terrasse“ ein.

Eigener Solarstrom zu produzieren und zu nutzen ist nicht nur Hausbesitzern vorbehalten – auch Mieter und Wohnungseigentümer können zum Beispiel an ihren Balkonen kleine Sonnenkraftwerke betreiben. Wie das funktioniert, warum es sich lohnt und was dabei zu beachten ist, erläutert Energieberater Dipl.-Ing. Markus Felix im Auftrag der Verbraucherzentrale in diesem kostenlosen Online-Seminar am Dienstag, 6. Juli 2021. Ab 18 Uhr erklärt er die Grundlagen der sogenannten Stecker-Solargeräte, die zu Preisen ab etwa 350 Euro erhältlich sind und welche die Stromrechnung dauerhaft senken können. Dabei geht es um technische und finanzielle Fragen ebenso wie um rechtliche Vorgaben. Im Anschluss beantwortet der Experte Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Eine Anmeldung für das kostenlose Online-Seminar über Zoom ist bis zum 5.7.21 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Die Veranstaltung ist ein Beitrag der Stadt Kamen im Rahmen der Klimakampagne der Bezirksregierung Arnsberg, die in Kooperation mit dem Kreis Unna, der Verbraucherzentrale NRW und der EnergieAgentur.NRW durchgeführt wird.

Gewerbegebiet Unna/Kamen: WFG pflanzt 54 Eichen und 1.215 Sträucher

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Nora Scherz wfg721Freut sich über die Pflanzung: WFG-Mitarbeiterin Nora Scherz. Foto: WFG (Ute Heinze)

Begrünung vorerst abgeschlossen

Kreis Unna. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) hat im Interkommunalen Gewerbegebiet Unna/Kamen jetzt 54 Eichen und 1.215 Sträucher gepflanzt. „Ziel der Pflanzung war es einerseits, einen Teil des Eingriffs in die Natur und Landschaft, der durch die Schaffung des Gewerbegebietes entstanden ist, auszugleichen und andererseits einen Übergang vom Gewerbegebiet in die offene Landschaft zu schaffen“, erklärt WFG-Projektleiterin Nora Scherz. Die Bäume und Sträucher wurden parallel zum Sportplatz und entlang der neuen Erschließungsstraße nach den Plänen des Büros für Landschafts- und Tierökologie Wolfgang Lederer vom Forstunternehmen Press gepflanzt. Das Unternehmen ist derzeit mit der Pflege und Bewässerung der Neupflanzungen beauftragt. Im Interkommunalen Gewerbegebiet Unna/Kamen sind aktuell noch 5 Hektar Gewerbefläche verfügbar. Weitere 5 Hektar sind aktuell von Unternehmen reserviert, die eine Ansiedlung planen. Das Interkommunale Gewerbegebiet Unna/Kamen ist seit Dezember des vergangenen Jahres voll erschlossen.

Radelnder Einsatz für das Klima wird belohnt

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Stadtradeln Heeren621CVDie Astrid-Lindgren Grundschule hat beim kürzlich beendeten Stadtradeln-Wettbewerb kräftig in die Pedalen getreten und dementsprechend wieder Preisgelder abgeräumt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Kamen. Der durch die Pandemie verstärkte Trend zum Fahrrad zeigt auch in Kamen Wirkung. Nach einem Jahr Zwangspause ist beim Comeback des Stadtradelns ein überraschend gutes Ergebnis erzielt worden. Nachdem Einzelfahrer, Familien und das „beste Team in Relativwertung“ bereits ausgezeichnet wurden, erfolgte jetzt die Ehrung der „fahrradaktivsten Schule“ und des „besten Teams absolut“.

83.234 Kilometer legten die 514 Teilnehmer beim Wettbewerb vom 22. Mai bis 11. Juni zurück und damit sogar zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. In der Kategorie „fahrradaktivste Schule“ gewann die Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve. Es ist beim vierten Wettbewerb der vierte Sieg für die Grundschule. „Ihr seid sogar besser als mein Team aus dem Radhaus, was ich mit vielen meiner Mitarbeiter gegründet habe. Aber gegen Euch waren wir chancenlos”, lobte Bürgermeisterin Elke Kappen die Kinder am Montag. Schüler, Lehrer und Eltern erradelten zusammen stolze 16.599 Kilometer - alle anderen Mannschaften und Teams in Kamen schafften das nicht.

Die Grundschule hat im Kreisvergleich zudem den fünften Platz in der Gesamtwertung belegt. „Und da seid Ihr nicht nur gegen Erwachsene sondern auch gegen Radsportvereine angetreten. Eine wirklich erstaunliche Leistung”, unterstrich Kappen. Keine Überraschung daher, dass auch die „fahrradaktivste Klasse“ von der Astrid-Lindgren-Schule kommt. Die Klasse 3b gewann mit 3.126 Kilometern. Als Siegerprämie erhält die Schule dafür 250 Euro von der Sparkasse UnnaKamen und die Klasse 3b zusätzlich 100 Euro für die Klassenkasse.

Tim Scharschuch, Klimaschutzmanager der Stadt Kamen, verdeutlichte die Leistung anhand einer Weltkarte bei der Feierstunde sehr anschaulich. Demnach ist die Klasse 3b von Dänemark über Schweden bis zum hintersten Zipfel von Norwegen gefahren. Die gesamte Schule hat es einmal quer durch Europa, am Mittelmehr vorbei, quer durch Afrika und die Saharawüste, den Kongo bis runter nach Kapstadt in Südafrika geschafft.

Schon am Samstagabend hatte das Duo aus dem Rathaus die Gruppe „Ökumenisch in Methler“ als bestes Team ausgezeichnet. Insgesamt 11.530 Kilometer legten die 40 Teammitglieder zurück, die 2019 noch als „Evangelisch in Methler“ erfolgreich waren. „Radfahren ist nicht nur Klimaschutz, sondern hat auch viel mit der Bewahrung der Schöpfung zu tun. Daher ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass das Thema in der kirchlichen Gemeinde gut ankommt“, so Kappen bei der Siegerehrung. Das Team aus Methler landete im kreisweiten Vergleich auf dem 15. Platz. Freuen darf sich die Gruppe über Gutscheinkarten der GSW-Bäderwelt im Wert von 300 Euro.

Archiv: 83.234 Kilometer: Radfahren kommt in Kamen an

Stadtradeln Methler621CVDie Gruppe „Ökumenisch in Methler“ haben Bürgermeisterin Elke Kappen und Klimaschutzmanager Tim Scharschuch als bestes Team ausgezeichnet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

EU-weite Einwegkunststoff-Verbotsverordnung ab dem 3. Juli

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VZ Plastik621Kamen. Ab Samstag, den 3. Juli 2021 gilt die EU-weite Einwegkunststoff-Verbotsverordnung. Diese betrifft Einwegplastik-Geschirr, -Besteck,- Trinkhalme, Ohrstäbchen und einiges mehr.

Doch welche sinnvollen Alternativen gibt es und welche sind nur ein kleineres Übel? Was mache ich mit bereits gekauften Resten?

Dazu informiert Jutta Eickelpasch, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Kamen: "Grundsätzlich begrüßen wir das Verbot als Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sehe ich alle Einwegverpackungen kritisch, egal ob aus Plastik, Papier, Holz, Alu etc. Am besten ist der Müll, der gar nicht erst entsteht."

Die Verbraucherzentrale hat jetzt einen Flyer zu dem Thema herausgegeben, der ab sofort kostenlos zugeschickt wird oder per Voranmeldung auch abgeholt werden kann, gerne in mehrfacher Ausführung. Kontakt: Verbraucherzentrale Kamen Tel. 02307 43801- 05 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Klinikum Westfalen mindert Ausstoß von CO2 um 525 Tonnen im Jahr

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klinikum19KWKlimaschutz im Krankenhaus ist Unternehmensziel - Weitere Maßnahmen in Planung – Neben technischen Projekten zählen kleine Schritte der Beschäftigten

Dortmund/Kamen/Lünen. Als Betreiber von vier Krankenhäusern mit insgesamt 1154 Betten – und einem entsprechend hohen Energiebedarf – hat das Klinikum Westfalen den Klimaschutz zum Unternehmensziel erklärt. "Krankenhäuser zählen zu den ressourcenintensiven Großverbrauchern. Das bedeutet zugleich, dass wir durch die konsequente Verringerung unserer CO2-Emissionen einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können – und hier sind wir bereits auf einem sehr guten Weg", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Aust. Durch technische Projekte ist es dem Klinikverbund im vergangenen Jahr bereits gelungen, den CO2-Ausstoß um jährlich 525 Tonnen zu mindern. Spätestens Ende 2022 will man jährlich weitere 210 Tonnen einsparen.

Hinter den ehrgeizigen Zielen steht ein durchdachtes Konzept. Seit 2019 ist das Klinikum Westfalen Teil des Projektes "KLIK green", einer Initiative von 250 deutschen Krankenhäusern und Reha-Kliniken die sich verpflichtet haben, ihren CO2-Ausstoß erheblich zu verringern. Gemeinsam wollen sie bis 2022 mindestens 100.000 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen – durch eine Vielzahl großer und kleiner Maßnahmen. Im Klinikum Westfalen, zu dem die Knappschaftskrankenhäuser Dortmund und Lütgendortmund, das Hellmig-Krankenhaus Kamen und die Klinik am Park Lünen gehören, zählen dazu das Umrüsten der vorhandenen Beleuchtung auf LED-Technik, das Anbringen von Bewegungsmeldern für die Beleuchtung, die kontinuierliche Erneuerung von Fenstern, der Einsatz von energieeffizienten Brennern und Kesseln, der Austausch von Heizungs-/Zirkulationspumpen, der Einsatz energieeffizienter Raumlufttechnischer Anlagen, der Austausch von Kompressoren und die Reduzierung des Strom-, Wärme- und Wasserverbrauches durch gezielte und nachhaltige Nutzung.

Als besonders effektiv hat sich das Umrüsten der vorhandenen Beleuchtung auf LED Technik erwiesen. Allein dadurch kann das Klinikum Westfalen in seinen vier Häusern jedes Jahr 232,21 Tonnen CO2 einsparen. Eine weitere beachtliche Reduzierung von noch einmal 206,73 Tonnen/Jahr ergibt sich durch den Austausch von Lüftungsanlagen.

Hinzu kommen viele kleine Schritte, die auch auf die Unterstützung der rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen: Sie sollen ihren Müll trennen, Druckerpapier einsparen, die Heizung bzw. Klimaanlagen bewusster nutzen und die Computer in den Büros abends abschalten, statt sie im Standby-Modus zu belassen. Gute Ideen zum Klimaschutz honoriert das Klinikum mit Preisen und auf der internen Schulungsplattform gibt es nun auch eine spezielle Lerneinheit rund um das Thema CO2-Minderung. Koordiniert werden die Maßnahmen von zwei qualifizierten Klimamanagern, getragen werden sie von der Geschäftsführung – und natürlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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