Am 25. April ist der Tag des Baumes

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

kastanienallee418VZKamen. Der Baum steht für Leben, saubere Luft, Schatten und Lebensraum für viele Insekten und Kleintiere. "Doch er ist schützenswert und wichtig für ein gutes Klima, - jeder kann ein Stück dazu beitragen". Darauf weißt Jutta Eickelpasch hin, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale. Ihre Tipps: Korken sammeln und einem Recycling zuführen - und damit dem Raubbau an der Korkeiche vorbeugen, deren Rinde oft vorschnell abgetragen wird, weil der Bedarf so gross ist. Ein anderer Weg etwas zum Baumschutz beizutragen ist, mehr zu Recyclingpapieren zu greifen und weniger Frischfaser-Produkte zu kaufen. Eickelpasch: "Hefte, Blöcke, Mappen, Klopapier, die mit dem blauen Umweltengel ausgezeichnet sind, bestehen zu 100 % aus Altpapier - hier wurde kein neuer Baum gefällt." Mehr zu dem Thema ist in einem kleinen Flyer zusammengefasst , der kostenlos bei der Verbraucherzentrale in Kamen zu bekommen ist.

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Kamener Stadtpflanzen - Folge 17: Zwei häufige Löwenzähne

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

SP17GLVerlängerter Löwenzahn mit typischer Blattform. Fotos: Dr. Götz Loos für KamenWeb.de

von Dr. Götz Loos

SP17 2GLBleichfuß-Löwenzahn mit bereiften KnospenständenLöwenzähne sind praktisch allgegenwärtig. Doch nur wenige außerhalb des Kreises der professioneller arbeitenden Pflanzenkundigen wissen, dass es sich dabei nicht um eine einzelne Art handelt - in den Anfängerbestimmungsbüchern steht auch oft nur "Taraxacum officinale". Vielmehr hat eine besondere Fortpflanzungsform, die Agamospermie, dazu geführt, dass schon allein in Kamen Dutzende von Löwenzahnarten vorkommen. Agamospermie bedeutet, dass Früchte bzw. Samen ohne Befruchtung entstehen. Beim Löwenzahn im allergrößten Teil Westfalens wie überhaupt in der Nordhälfte Deutschlands finden sich nahezu ausschließlich Pflanzen, die obligat agamosperm sind, also überhaupt keine Befruchtung mehr stattfindet. Deshalb muss man die Entstehung der zahlreichen Arten in der Vergangenheit suchen. Entweder sind die Arten damals woanders entstanden und zugewandert, als der Mensch seßhaft wurde und durch Rodung und Kultivierung Offenlandlebensräume geschaffen hatte - oder es gab neben ungeschlechtlichen Löwenzähnen hier noch solche, die zumindest auch zur geschlechtlichen Fortpflanzung (also Befruchtung) fähig waren. Solche konnten sich miteinander kreuzen und die Nachkommen wurden dann agamosperm und konnten sich so mit ihren neuen Merkmalen ausbreiten.

Zunächst sollen zwei (unter einigen) im städtischen Bereich Kamens häufige Arten kurz vorgestellt werden:

Der Verlängerte Löwenzahn (Taraxacum oblongatum) ist einer der am frühesten aufblühenden bei uns.

sp173GLBlatt vom Bleichfuß-Löwenzahn, im höheren Gras mit sehr schwach gefärbtem MittelnervSeine Blätter haben regelmäßig hakig bis klauenförmig gebogene Seitenlappen, die schmal bis recht breit ausfallen. Am oberen Ende eines Blattes sitzt ein Endlappen, der verschieden gestaltet sein kann: Bei kräftigen Blättern ist er breit rundlich, an der Spitze abgerundet mit kleiner aufgesetzter Spitze; bei weniger kräftigen Blättern kann er wie ein doppelter Haken oder helmförmig sein, dann mit spitzen Seitenlappen. Der Mittelnerv der Blätter ist meist farblos, zum unteren Ende kann er aber etwas Farbe (Rosa) tragen. Die Griffeläste der Blüten sind dunkel, fast schwärzlich was beim Betrachten von oben im Kontrast zum sonst gelben Gesamtblütenstand auffällt.

Nicht viel weniger häufig ist der Bleichfuß-Löwenzahn (Taraxacum leucopodum). Im Gegensatz zum Verlängerten fällt schon bei Betrachtung der Knospenstände auf, dass diese auffällig weißlich bis grau sind, oft mit einem Anflug ins Bläuliche, verursacht durch einen abwischbaren Reif. Ganz anders sind auch die Seitenlappen der Blätter: mehr oder weniger schmal verlängert dreieckig, an der Oberkante meist mit ausgeprägten dornenartigen Zähnen (sind aber weich). Überhaupt sind die Blätter dunkler, der Blattstiel ist breit geflügelt und der Mittelnerv ist oft stärker gefärbt, wird nach unten hin dann bleich. Die Griffeläste sind nur wenig dunkler (hellorange) als die gelben Blüten, niemals schwärzlich.
Standörtlich gibt es bei beiden Arten keine bevorzugten Plätze. Mann kann sie nahezu überall finden, wo Löwenzahn nun einmal so wächst.

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Kamener Stadtpflanzen - Folge 16: Die Armenische Traubenhyazinthe

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

sp16 GLVermutlich aus wenigen in der Nähe gesetzten Zwiebeln hervorgegangener Bestand in Abstandsgrün an der Breslauer Straße. Fotos: Dr. Götz Loos für KamenWeb.de

von Dr. Götz Loos

sp16 GL2Ein leuchtend blaues Blütenmeer an Traubenhyazinthen überzieht derzeit manchen Vorgarten - das sind stets Armenische Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum). Im Gegensatz zu allen anderen Arten in Gartenkultur ist diese Art äußerst ausbreitungsfreudig. Populär als Zierpflanze wurde sie in den 1980er Jahren und löste dabei insbesondere die Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) ab, die man heute nur noch ganz selten in Gärten und entsprechend noch seltener verwildert sehen kann. Die Armenische Traubenhyazinthe reicht in ihrer ursprünglichen Verbreitung vom Balkan bis hinter den Kaukasus. In Kamen kommt sie nicht nur in den Siedlungsgebieten von Mitte vor, sondern in allen stadtähnlichen Siedlungen. Heute gehört sie zu den am häufigsten verwilderten Zierpflanzen. Bei den frühren Verwilderungen war die Beständigkeit in Frage gestellt, inzwischen ist die Art aber voll eingebürgert. Zunächst vermehrt sie sich um die Anpflanzungen herum in Gärten, Parks, Grünanlagen und auf Friedhöfen. Aus Vorgärten dringt sie in benachbarte Pflaster-, Platten- und Randfugen ein sowie an Hauswandfüße. Auch Scherrasen und Brachgelände neben Pflanzungen werden besiedelt. Und mancher Gartennutzer wundert sich, dass die Pflanze aus dem Nachbargarten bis zu ihm vorgedrungen ist. Daneben wird sie auch mit Gartenabfällen, mit Erdmaterial (z.B. aus aufgegebenen Gärten an abgerissenen Gebäuden, deren Boden zum Auffüllen von städtischen Beeten benutzt wird) und von bodenbewohnenden Tieren verschleppt. Wiederum handelt es sich um einen Frühjahrsgeophyten mit Zwiebel, die in eine braune Hülle verpackt ist. Neben der Bildung und Verschleppung von Zwiebeln ist die Bildung von Samen für die vielfache Ausbreitung verantwortlich, was bei Zwiebelpflanzen nicht selbstverständlich ist. Charakteristisch für die Armenische Traubenhyazinthe sind neben den leuchtend und relativ hell blauen Blüten die bis zu 5 bis 8 eher schmaleren, reiffreien Grundblätter; die Stängel sind bei Traubenhyazinthen fast generell blattfrei. Bei den Blüten gibt es fruchtbare und unfruchtbare, die sich in der Größe unterscheiden; die unfruchtbaren Blüten dienen wohl dazu, den traubigen Blütenstand größer erscheinen zu lassen, um Bestäuber erfolgreicher anzulocken.

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Kamener Stadtpflanzen - Folge 15: Das März-Veilchen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

15 1GLTypische Ausbildung des März-Veilchens mit dunkelvioletten Blüten. Fotos: Dr. Götz Loos für KamenWeb.de

von Dr. Götz Loos

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unseres kleinen Porträts neigt sich die Blütezeit des März-, Duft- oder Wohlriechenden Veilchens (Viola odorata) schon dem Ende zu. In Kamen ist diese Veilchenart aktuell die frühest blühende. Veilchenduft und -geschmack in Hygiene, Kosmetik und Kulinarischem stammen von dieser Art, wie es der wissenschaftliche Name und auch einige der deutschen Bezeichnungen verraten.

Dieses "Vijölken" oder "Vigölken", wie es früher auf Platt genannt wurde, ist vermutlich seit langer Zeit in Kultur und verwildert ebenso lange, weshalb es an naturnahen Standorten seit Langem eingebürgert ist, in den Siedlungen und ihren Umgebungen aber noch viel häufiger, was daran liegt, dass es immer noch reichlich verwildert, sowohl in der Nähe der nach wie vor ziemlich häufig gepflanzten Vorkommen als auch weiter weg, und mit Gartenabfällen verschleppt wird. Die Nahausbreitung der Samen erfolgt durch Ameisen, die vermutlich von den ölhaltigen Anhängseln der Samen angelockt werden - nach anderer Meinung halten sie die Samen für Puppen ihres Nachwuchses und versuchen diese "wieder" in ihre Bauten zu schleppen.

Jedenfalls ist das März-Veilchen im städtischen Bereich Kamens sehr verbreitet und findet sich in einer Vielzahl an Lebensräumen, u.a. in Scherrasen, Gebüschen, Pflasterfugen, an Heckensäumen etc., sogar auf Bahngelände, Baustellen usw. usf. Werden Gärten aufgelassen, in denen das Veilchen vorkommt, breitet es sich ziemlich schnell aus.

15 2GLHellviolett-lila blühende März-Veilchen vom Gartenplatz.Die allermeisten Pflanzen und ihre Bestände besitzen die typischen dunkelvioletten Blüten. In Gärten sind diverse farblich abweichende Sorten zu sehen. Als wildwachsende Abänderungen existieren sehr selten weiße oder fast weiße Exemplare (denn meist sind die Blüten dann nicht reinweiß, sondern rötlich überlaufen). Sehr bemerkenswert ist allerdings das spontane Vorkommen einer Form mit sehr hell violetten Blüten, die man vor allem und mit größeren Vorkommen in Rasenflächen und Gärten am Gartenplatz bewundern kann; die Form ist dort viel häufiger als die dunkelblütigen Pflanzen.

Vermutlich stammt das duftige Veilchen zumindest vom Schwerpunkt her aus dem Großraum vom Mittelmeergebiet bis zum Kaukasus und wurde schon im Mittelalter zur Zierde, zum Gebrauch des Duftes und Geschmacks der Blüten sowie als Heilpflanze angebaut. Ob Vorkommen in Kamen so alte Wurzeln haben, ist ungewiss. Die meisten Vorkommen deuten auf neophytisches Auftreten hin, also frühestens bis zur neuzeitlichen Entdeckung Amerikas. Weithin dürfte es aber populär geworden sein, als sich Kamens Siedlungsgebiete seit dem Einzug des Bergbaus ausgedehnt haben. Darauf deutet hin, dass die Art zu den typischen Zierelementen der Bergarbeitergärten gehörte.

Auch nichtblühend erkennt man übrigens das März-Veilchen leicht durch die rundlichen Blätter mit höchstens geringfügig ausgeprägter Spitze.

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Flüssige Seife als Verkaufsschlager

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Seife419CVEinige Schüler der Klasse 9c präsentieren stolz ihr Produkt auf dem Wochenmarkt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de von Christoph Volkmer

Kamen. Seit drei Jahren besteht an der Hauptschule die Schülerfirma "Black Rose Company". Die Schülerinnen und Schüler, die sich mittlerweile im neunten Schuljahr befinden, produzieren gemeinsam eine Seife mit Meeresschlickextrakt. Das Produkt haben die Jugendlichen am Dienstag an ihrem Sonderstand auf dem Kamener Wochenmarkt verkauft.

Aus einem Biotop vor der Küste Cuxhavens stammt die natürliche Basis für die flüssige Seife „Savon de mer“, die die Schule in Zusammenarbeit mit dem Kosmetikhersteller La mer herstellt. Die gute Qualität hat sich herumgesprochen. „Es sind viele Menschen extra wegen der Seife zum Wochenmarkt gekommen und haben dann gleich größere Mengen verkauft“, sagt Thomas Schmidt, Klassenlehrer der 9c, die quasi als die „Seifenklasse“ fungiert. Auch in der Hauptschule gebe es regelmäßig Anfragen, indem Interessenten anrufen und fragen, wo sie die Seife kaufen können.

Die Klasse kümmert sich nicht nur um die Produktion, sondern auch um Marketing-Maßnamen. Pro Schuljahr werden in der Hauptschule bis zu 150 Seifen produziert - die Tendenz ist ebenso steigend wie die Nachfrage nach dem Naturprodukt. Nach dem jetzigen Osterverkauf wird es im Juni noch einmal auf dem Wochenmarkt die Möglichkeit geben, die Seife zu erwerben.

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Fairtrade-AG der Jahnschule informierte auf dem Wochenmarkt

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fairmarkt419JEPKamen. Heute auf dem Wochenmarkt: Die Fairtrade-AG der Jahnschule in Methler informierte und verteilte fair-gehandelte Schoko-Osterhäschen. Schulsozialarbeiterin Ophelie Lespagnol begleitete die Gruppe, zusammen mit Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale. Die engagierten Viertklässlerinnen zeigten sich sehr zufrieden, sie hatten viel zu tun und konnten knapp 150 € für ein Kinderprojekt in Ghana sammeln.

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