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Hornissen am Einflugloch eines Bienenstocks.
Bergkamen. Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Auch Nordrhein-Westfalen und der Kreis Unna sind betroffen. Über die Biologie der Hornissenart, ihre Auswirkungen auf heimische Insekten sowie Möglichkeiten zur Eindämmung informiert ein Fachvortrag am Donnerstag, 24. September 2026, um 18.30 Uhr im Forum der Ökologiestation, Dr.-Detlef-Timpe-Weg 1 in Bergkamen.
Referentin ist Irmgard Koch von der Landwirtschaftskammer Münster, die sich mit der Erforschung und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse beschäftigt. An den Vortrag schließt sich eine Diskussion an.
Die aus Südostasien stammende Hornissenart hat sich in mehreren europäischen Ländern bereits stark ausgebreitet. Auch in Deutschland nimmt ihre Verbreitung zu. Da die Asiatische Hornisse inzwischen als etabliert gilt, besteht keine generelle Bekämpfungspflicht durch die Behörden mehr.
Besondere Aufmerksamkeit erhält die Art wegen ihrer Auswirkungen auf Honigbienen und andere Bestäuber. Auch für Imkerei, Gartenbau und Landwirtschaft kann ihre weitere Ausbreitung Folgen haben. Hinzu kommt, dass die großen Sekundärnester mehrere Tausend Tiere beherbergen können. Die Entfernung solcher Nester sollte Fachleuten überlassen werden, da die Hornissen bei Störungen des Nestes aggressiv reagieren können.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Biologie und Lebensweise der Asiatischen Hornisse sowie ihre Rolle im Ökosystem. Irmgard Koch erläutert unter anderem mögliche Auswirkungen auf Honigbienen und andere Insekten, Schäden im Obstbau und das Gefährdungspotenzial im öffentlichen Raum. Darüber hinaus geht es um Gegenmaßnahmen, behördliche Zuständigkeiten sowie Möglichkeiten zur Überwachung und Eindämmung der weiteren Ausbreitung.
Im Anschluss berichtet der Kreisimkerverein Unna-Hamm über den aktuellen Stand seiner Maßnahmen und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Asiatischen Hornisse.
Die Veranstaltung richtet sich an Imker, Vertreter aus Landwirtschaft und Gartenbau, Mitarbeiter der kommunalen Verwaltungen im Kreis Unna und in Hamm sowie an alle Interessierten.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstalter ist der Kreisimkerverein Unna-Hamm in Kooperation mit der Biologischen Station Kreis Unna/Dortmund, der Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna (NFG) und dem Umweltzentrum Westfalen.
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Stadt Kamen verlost Igel-Sets für heimische Gärten
Geschützter Futterplatz für stachelige Gartenbesucher: Die Stadt Kamen verlost drei Igelfutterhäuser samt Wildkamera. Foto: Stefanie Haake / Stadt Kamen
Kamen. Die Stadt Kamen verlost drei Sets für Igelfreunde. Jedes Set besteht aus einem Igelfutterhaus mit Rattenklappen und einer Wildkamera. Damit sollen Igel im heimischen Garten unterstützt und zugleich beobachtet werden können.
Gerade nach trockenen und heißen Wetterperioden, nach dem Winterschlaf sowie während der Aufzucht der Jungtiere kann eine zusätzliche Futterquelle hilfreich sein. Die Wildkamera ermöglicht dabei Einblicke in die nächtlichen Besuche an der Futterstelle.
Interessierte können sich bis zum 4. September 2026 um eines der drei Sets bewerben. Der Bewerbungsbogen ist auf der Internetseite der Stadt Kamen zu finden. Die Teilnahme ist per E-Mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder postalisch an die Stadt Kamen, z. H. Stefanie Haake, Rathausplatz 1, 59174 Kamen, möglich.
Finanziert wurden die Futterhäuser und Wildkameras durch die Stiftung GutesTun der Sparkasse UnnaKamen.
Ergänzend bietet die VHS am Dienstag, 8. September 2026, um 18 Uhr am Standort Bergstraße in Heeren-Werve ein Igelseminar an. Thema sind Igel im Herbst und ihr Winterschlaf. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Kursnummer lautet 262-2201.
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Kreis Unna. Am 22. August dreht sich beim Tag der Fische alles um die faszinierende Welt unter der Wasseroberfläche. Auch direkt vor unserer Haustür finden sich wichtige Lebensräume für Fische und zahlreiche andere Wasserbewohner: Die Lippe prägt die Landschaft rund um die Ökologiestation und ist ein wertvoller Bestandteil des regionalen Gewässernetzes.
Heimische Gewässer bieten vielen Tieren Nahrung, Schutz und Laichplätze. Dafür müssen die Lebensbedingungen stimmen. Naturnahe Ufer, abwechslungsreiche Gewässerstrukturen und eine gute Wasserqualität sind entscheidend dafür, dass Fische ihren Lebenszyklus erfolgreich durchlaufen können. Gerade Fließgewässer wie die Lippe sind dabei weit mehr als reine Wasserläufe. Sie sind Lebensadern der Landschaft und verbinden unterschiedliche Lebensräume miteinander. Auch kleinere Gewässer wie der Beverbach und der Beversee können eine wichtige Rolle spielen.
Für den Schutz und die ökologische Entwicklung der heimischen Gewässer ist Zusammenarbeit besonders wichtig. Das Umweltzentrum Westfalen arbeitet deshalb eng mit der Biologischen Station Kreis Unna | Dortmund zusammen und unterstützt den Verein „Saubere Lippe“. Gemeinsam geht es darum, die Gewässer vor Ort stärker ins Bewusstsein zu rücken, ihren ökologischen Wert zu vermitteln und sich für ihren Schutz einzusetzen.
„Gewässerschutz beginnt direkt vor unserer Haustür. Wenn wir unsere Bäche und Flüsse als Lebensräume verstehen und wertschätzen, schaffen wir auch die Grundlage dafür, dass wir sie langfristig schützen können“, so Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des Umweltzentrums.
Die Arbeit der Partner zeigt dabei, wie vielfältig Gewässerschutz sein kann: von der fachlichen Beobachtung und dem Schutz von Arten und Lebensräumen über Umweltbildung bis hin zum Engagement für saubere und lebendige Flüsse. Dabei steht nicht nur der Fisch im Mittelpunkt. In einem intakten Gewässer leben zahlreiche miteinander verbundene Arten – von Wasserpflanzen und Kleinstlebewesen über Insekten und Muscheln bis hin zu Amphibien und Vögeln.
„Der Tag der Fische ist deshalb ein guter Anlass, einmal genauer hinzusehen. Wer an Lippe unterwegs ist, kann entdecken, wie viel Leben sich in und an unseren Gewässern verbirgt. Und vielleicht stellt sich dabei auch die Frage: Was können wir selbst dazu beitragen, dass diese Lebensräume sauber, vielfältig und lebendig bleiben?, so Wendenkampf weiter.
Das Umweltzentrum Westfalen möchte mit seiner Bildungs- und Umweltarbeit dazu beitragen, Natur vor Ort erlebbar zu machen und Menschen für ihren Schutz zu begeistern. Denn lebendige Gewässer brauchen nicht nur Wasser – sie brauchen Aufmerksamkeit, Engagement und Menschen, die sich für ihren Erhalt einsetzen.
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Typischer "Ästling": Die junge Amsel hat das Nest schon verlasen und wird außerhalb von den Eltern weiter versorgt. Foto: F. Derer/Nabu
Kreis Unna. Wenn im Frühjahr junge Vögel scheinbar hilflos am Boden sitzen, möchten viele Menschen sofort helfen. Doch genau das sei in den meisten Fällen nicht notwendig – und könne den Tieren sogar schaden. Darauf weist der NABU im Kreis Unna jetzt in einer Pressemitteilung hin.
„Die meisten gefundenen Jungvögel sind keine Notfälle“, erklärt Thomas Griesohn-Pflieger, Vogelexperte beim NABU. Oft handele es sich um sogenannte Ästlinge – junge Vögel, die das Nest bereits verlassen haben, obwohl sie noch nicht richtig fliegen können.
Diese Jungvögel seien bereits befiedert und würden außerhalb des Nestes weiterhin von ihren Eltern versorgt. Typische Merkmale seien kurze Flügel und Schwanzfedern sowie auffällige Schnabelwülste. Häufig sitzen die Tiere gut versteckt im Gebüsch oder Geäst und machen mit lauten Bettelrufen auf sich aufmerksam, damit die Elterntiere sie finden und füttern können.
Nach Angaben des NABU dauert diese wichtige Entwicklungsphase bei vielen Singvögeln etwa zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit trainieren die Tiere ihre Flugmuskeln und werden zunehmend selbstständig. Sorgen müsse man sich nur machen, wenn über einen längeren Zeitraum – etwa ein bis zwei Stunden – kein Altvogel zur Versorgung erscheine.
Besondere Vorsicht gelte bei jungen Eulen: Sie würden ausschließlich nachts gefüttert und seien tagsüber oft allein unterwegs.
Befindet sich ein Jungvogel in akuter Gefahr, etwa auf einer Straße oder in Reichweite von Katzen, empfiehlt der NABU, ihn vorsichtig an einen geschützten Ort in unmittelbarer Nähe zu setzen – beispielsweise in ein Gebüsch oder auf einen niedrigen Ast. Dort könnten ihn die Eltern anhand seiner Rufe wiederfinden.
Anders sei die Situation bei sogenannten Nestlingen. Diese seien noch kaum oder gar nicht befiedert und tatsächlich auf intensive Versorgung angewiesen. Wenn möglich, sollten solche Tiere wieder zurück ins Nest gesetzt werden. Ist das nicht möglich, rät der NABU dazu, sich an eine Auffangstation oder Wildvogelhilfe zu wenden.
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Erhöhte Eisenwerte in jeder zehnten Probe
Das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes untersuchte im Kreis Unna zahlreiche Brunnenwasserproben. Foto: Ruben Wiltsch
Kreis Unna. In den vergangenen fünf Jahren hat das Labormobil des VSR-Gewässerschutz mehrfach im Kreis Unna Station gemacht. Bürgerinnen und Bürger konnten dort ihr Brunnenwasser untersuchen lassen, zusätzlich wurden zahlreiche Proben per Post eingesandt. Insgesamt hat die gemeinnützige Organisation 222 Wasseranalysen aus den Jahren 2021 bis 2025 ausgewertet.
Im Fokus der Untersuchung standen unter anderem die Eisengehalte im Brunnenwasser. Hintergrund ist, dass viele Gartenbesitzer bei gelblich-braunen Verfärbungen das Wasser nicht mehr verwenden. „Wir haben in 10,3 Prozent der Proben einen Eisengehalt von über 3 Milligramm pro Liter festgestellt“, erklärt Harald Gülzow, der die Untersuchungen im Kreis Unna begleitet hat.
Nach Einschätzung der Fachleute ist die Nutzung des Wassers im Garten dennoch häufig möglich. Die meisten Pflanzen reagieren demnach unempfindlich auf erhöhte Eisenwerte. Allerdings kann es zu Verfärbungen auf Steinen, Mauern sowie an Blättern, Blüten und Früchten kommen. Empfohlen wird daher, das Wasser möglichst direkt an die Wurzeln zu geben.
Problematischer sind erhöhte Eisenkonzentrationen für Gartenteiche. Viele Gartenbesitzer nutzen Brunnenwasser zum Nachfüllen, insbesondere in den Sommermonaten. Laut Auswertung sind jedoch 37,6 Prozent der untersuchten Brunnen im Kreis Unna dafür nicht geeignet, da der Eisengehalt über 0,8 Milligramm pro Liter liegt. Höhere Konzentrationen können zu Ablagerungen auf Wasserpflanzen und Tieren führen. Pflanzen können dadurch geschädigt werden, während Fische und andere Lebewesen im Teich beeinträchtigt werden.
Die Ursachen für erhöhte Eisenwerte liegen nach Angaben der Organisation häufig in den geologischen Gegebenheiten. In einigen Regionen kann zudem der Abbau von Nitrat im Boden zu steigenden Eisenkonzentrationen beitragen.
Weitere Ergebnisse sowie Informationen zu Untersuchungsterminen des Labormobils stellt der VSR-Gewässerschutz auf seiner Internetseite zur Verfügung.
Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und setzt sich für den Schutz von Grundwasser und Gewässern ein. Neben eigenen Untersuchungen ist der Verein bei der Analyse von Brunnenwasser auf die Mithilfe von privaten Brunnenbesitzern angewiesen.
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Nistkasten für Turmfalken 34 m über dem ehemaligen Zechengelände installiert
Ulrich Marc montierte den Nistkasten mit Mitstreitern hoch über der Stadt.
Kamen. Wenn es denn klappt bekommt der Grilloturm auf dem Monopolgelände neue Bewohner – dank moderner Technik aufmerksam beobachtet von Zechenförderern und Tierschützern. Die haben jetzt eine Nistmöglichkeit für Turmfalken installiert, rund 34 Meter über der Stadt.
Noch verhindern laufende Sanierungsarbeiten wohl tierische Bewohner hoch oben am Förderturm. Ulrich Marc und seine Mitstreiter aber haben jetzt den Nistkasten samt Überwachungstechnik montiert. Der wurde so umgebaut und montiert, dass er am Turmgerüst künftig regelmäßig gepflegt werden kann. Die findigen Turmförderer haben eine Kamera angebaut sowie Solarzellen. Und zwischen Fördermaschinenhaus und Nistkasten wird ein Repeater platziert, um das WLAN-Netz zu verstärken.
Für letzte Montageentscheidungen ließen sich die Monopoler vor Ort beraten von Udo Bennemann vom NABU. Der kennt sich bestens aus mit Falken, Steinkautz und Co. Ein Rat: Der Förderturm ragt mit mehr als 50 Metern höher hinaus, als Turmfalken das brauchen. Bei der Ausrichtung wird der Sonneneinfall beachtet und freien Anflug hätte ein Falke auch gern. All das setzen die Monopoler um. Vereinsmitglied Heinrich Behrens, selbst Biologe und langjähriges Vorstandsmitglied der Naturförderungsgesellschaft des Kreises ist optimistisch, dass der Nistkasten Nutzer findet. Turmfalken gibt es durchaus vor Ort und ausgestaltet wurde der Nistkasten exakt nach deren Vorlieben.
Wenn dann die Sanierer abgezogen sind heißt es warten. Auch Udo Bennemann hofft auf erste Beweisfotos, ob nun in dieser oder einer folgenden Nistperiode. Die Livebilder könnten dann neben den Monopolbienenvölkern und deren Honig Teil des besonderen Monopolumfeldes sein. Und auch die kleinen Besucher des außerschulischen Lernortes unter dem Grilloturm könnten im Erfolgsfall neben Bergbauhistorie noch weiteres kennenlernen.
Ulrich Marc, Vorsitzender von Monopol 2000 (l.), und Vogelkundler Udo Bennemann vom NABU klärten letzte Optimierungsfragen für den Nistkasten am Fuß des Förderturms.
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