Durstige Bäume bekommen Wasser aus Feuerwehrschlauch

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fwbaumwaesserung818 LBDas LF 20 des Löschzuges 3 (Heeren-Werve / Rottum) verfügt über einen 2500 Liter fassenden Löschwassertank. Seine Pumpenleistung beträgt max. 1600 Liter pro Minute. Foto: Lukas Brackelmann für KamenWeb.de

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Kamen. Die anhaltende Hitze setzt der Natur zu: Vor allem junge Bäume drohen zu vertrocknen. Weil der städtische Betriebshof mit dem Bewässern allein nicht hinterherkommt, hat die Freiwillige Feuerwehr nun Hilfe angeboten. Mit Tanklöschfahrzeugen unterstützt die Freiwillige Feuerwehr die Bewässerung im Kamener Stadtgebiet.

Vorteil der Tanklöschfahrzeuge: Sie können jeweils bis zu 2.500 Liter Wasser transportieren.

Archiv: Hitze in der Stadt

Umwelttipp: Anhaltende Hitze und zu geringe Niederschlagsmengen lassen Bäume dursten

 

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Kamener Stadtpflanzen - Folge 1: Die Rotkelchige Nachtkerze

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von Dr. Götz Loos

rotkelchige2 818GLKamen. Die Natur zu verstehen ist der Schlüssel zu ihrem Schutz, der wiederum uns Menschen zugute kommt. Gerade jetzt, wo wir mit einem Insektensterben, fehlenden Blühpflanzen für Honigbienen, den Auswirkungen von Nitrat etc. konfrontiert werden, lohnt es sich, mehr über die Natur zu erfahren. Und der beste Ansatz dabei ist die Artenvielfalt. Kenntnisse darüber bekommt man freilich über die Arten selbst. Deshalb soll in loser Folge mit mehreren Serien über die Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Pilze usw.), die in Kamen vorkommen, informiert werden. Den Anfang macht eine verbreitete "Kamener Stadtpflanze".

Die Rotkelchige Nachtkerze (Oenothera glazioviana) fällt als erstes durch ihre enorm großen gelben Blüten auf. Bemerkenswert ist dabei insbesondere, dass bei schönem Sonnenwetter die Blüten geschlossen sind und schlaff an der Pflanze hängen. Nur abends und nachts oder bei trübem Himmel und feuchtem Wetter sind auch tagsüber die Blüten offen. Ihre Öffnung geschieht sehr schlagartig in der Dämmerung, mit einem hörbaren Knacken. Den Nachtkerzen, von denen es einige Arten in Kamen gibt, gemeinsam sind die großen schotenartig länglichen, aber dicken und runden, vierfächerigen Früchte. Die Blätter sind länglich bis lanzettlich oder etwas elliptisch und am Rand mehr oder weniger gezähnt. Die Blüten unserer Arten haben vier gelbe, nahezu rechtwinkelig zueinander angeordnete Kronblätter. Bei der Rotkelchigen Nachtkerze sind die Kronblätter rot überlaufen, der Stängel ist dicht mit roten Punkten übersät und zudem oft weitläufig rot eingefärbt. Unter unseren Nachtkerzen hat die Rotkelchige die größten Kronblätter.

Sie hat zweierlei Herkünfte. Grundsätzlich ist sie ein Neophyt, also ein Neubürger der Flora. In den 1980er Jahren sah man sie hier und da in Gärten gepflanzt. Fast alle oder vielmehr die wenigen wilden Vorkommen befanden sich auf Bahngelände, waren also offenbar mit der Eisenbahn eingewandert oder eingeschleppt. Allmählich wurde sie als Zierpflanze beliebter und geriet vielfach in Gartenkultur. Dort neigt sie stark zur Selbstaussaat und verwildert auch in die Umgebung und wird auch entfernter verschleppt. Weitere Verschleppungen erfolgten und erfolgen durch Bodenmaterial. Heute ist die Rotkelchige Nachtkerze mindestens in den Siedlungsbereichen eine der am häufigsten verwilderten Gartenzierpflanzen. Verschleppungen sieht man auf Baustellen und sonstigen Erdhaufen sowie auf Autobahnmittelstreifen. Hier und längs der Bahnstrecken, wo man nicht mehr zwischen ursprünglichen Bahnwandervorkommen und auf die Bahnstrecken gelangte Verwilderungen unterscheiden kann, wandert sie weiter. Ihre Bestäubung erfolgt durch Insekten, vornehmlich durch Nachtfalter. Die Art darf in Kamen als Neubürger gelten, ist in Europa insgesamt jedoch eine in der Kultur durch Kreuzung und/oder Erbgutveränderung anderer Nachtkerzen entstanden.

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Wenig Wasser in kleinen Bächen

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fischeKWFür Fische wird es stellenweise eng

Kreis Unna. Ist der Sommer heiß und trocken, führen kleinere Bäche im Kreis Unna nur noch wenig bis gar kein Wasser mehr. So auch in diesem Sommer. Für die Fische wird es daher stellenweise eng. Die Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde beobachten die Situation – viel tun können sie aber nicht.

"Soweit es geht, ziehen sich die Fische in die Hauptströme zurück", sagt Michael Prill, Fischereiberater des Kreises Unna. In kleineren Bächen kann es passieren, dass den Fischen nur noch lokale Vertiefungen als Rückzugsort dienen. Nur Regen kann helfen, die Bäche im Kreis Unna wieder mit frischem Wasser zu versorgen.

Fische gerettet
"Fische umzusiedeln ist nur eine sehr aufwendige Notlösung", sagt Prill. So war der Kreis-Fischereiberater im Juli in Kamen aktiv und half dem Lippeverband dabei, rund 3.000 Fische aus einem Regenrückhaltebecken umzusiedeln. Das Gewässer hatte sich stark aufgeheizt und der Sauerstoffgehalt war gesunken.

"Lokal könnten vielleicht noch die Feuerwehren Frischwasser in kleine Teiche einleiten, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen", so Prill. "Den Bächen hilft letztendlich aber nur Wasser von oben." Zwar können in Einzelfällen einige Fische aus den Vertiefungen gerettet werden, regelmäßig alle Gewässer zu kontrollieren und Tiere umzusiedeln ist allerdings praktisch unmöglich.

Trockene Bäche nicht ungewöhnlich
Viele Bäche im Kreis Unna trocknen im Sommer regelmäßig aus. Besonders im Gebiet südlich der B1 im Bereich des Haarstrangs versickert das Wasser durch den steinhaltigen Boden schneller.

Größere Nebenflüsse wie etwa die Horne, Funne, Seseke oder der Lüner Bach haben derzeit genug Wasser. Dorthin ziehen sich die Fische aus den Zuläufen und Nebengewässern zurück, wenn das Wasser knapp wird. PK | PKU

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Hitze in der Stadt

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duerre818KWvon Dr. Götz Loos

Kamen. Die Stadtbäume bekommen das heiße, trockene Wetter derzeit besonders zu spüren. Aber auch private wie öffentliche Zierrasen bieten ein Bild des Jammers. Deshalb ist es dringend angeraten, darüber nachzudenken, welche Baumarten und -sorten sowie überhaupt welches Stadtgrün zukunftsfähig sind und ist.

Grundsätzlich sollte darauf gesetzt werden, einheimische, angepflanzte nichtheimische und sich selbst ansiedelnde nichtheimische Gewächse zu kombinieren. Kurz gehaltene Rasenflächen neigen grundsätzlich zur Austrocknung und ihre weitere Mahd unter den derzeitigen Witterungsbedingungen führt zur Katastrophe, insbesondere dann, wenn man einen krautfreien "englischen" Rasen erziehen möchte. Zumindest mit dem verbreitet dafür verwendeten Deutschen Weidelgras ist nur bei starker Bewässerung der Erhalt einer geschlossenen Grasdecke möglich. In weniger "gepflegten" Rasen sieht man aber Kräuter, die mit der Hitze besser zurechtkommen. Sie haben meist dickere Gewebe und können besser die Verdunstung reduzieren. Typisches Beispiel ist der Spitz-Wegerich. Andere Arten entfalten sich wieder besser, wenn in der Bilanz geringe Niederschläge zwischendurch auftreten: die Rasengräser bleiben braun, aber z.B. die Schafgarbe entfaltet sich wieder. Prinzipiell sind deshalb auch Wiesen besser als Rasen, also Grünflächen, die nur zwei bis drei Mal im Jahr gemäht werden. Dort können sich die Kräuter besser entfalten. Welche Bäume mit der Trockenheit besser zurandekommen, lässt sich zur Zeit gut lernen. Ein wichtiger Faktor ist aber auch das Lernen von den Stadtpflanzen, die sich meist als Neubürger (Neophyten) von selbst ansiedeln oder aus der Kultur verwildern. Sie sind an die "Wärmeinsel" Stadt angepasst und grundsätzlich wärmeresistent. Ihre Vorkommen sollten erhalten und gefördert werden. Ein neuer Umgang mit den als "Unkraut" herabgewürdigten Gewächsen wird zur Notwendigkeit werden müssen.

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Grün in den Städten retten! Gelsenwasser unterstützt Partnerkommunen mit 180.000 Kubikmetern H2O

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Fairtrade auch in Minikamen: Am Donnerstag geht's um die faire Banane

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Faire Bananen218JEKamen. Minikamen ist "Mini-Fairtrade-Town". Bereits im letzten Sommer wurde am Umweltbüro der Verbraucherzentrale "Faires" angeboten und für Minimoos verkauft. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gingen mit Bauchläden herum und boten faire Bananenstücke und Orangensaft an. Auch die Werbeagentur und die Minikamener Medien, Zeitung und Radio, arbeiteten mit dem Umweltbüro zusammen. Sie erstellten Flyer und Plakate, machten Werbung für faire Produkte.

"Toll, die Kids für den Fairen Handel zu begeistern!" findet Umweltberaterin Jutta Eickelpasch, die bereits zum 10 Mal in Minikamen dabei ist. "Sie tragen das Thema auch mit in ihre Familien, bemalen faire Biobaumwoll-Taschen und bringen faire Tees in recycelten Papiertütchen mit nach Hause."

Am Donnerstag, den 2. August, ist in Minikamen am Umweltbüro der Banana-Fairday, da gibt es Fairtrade-Bananen zum Probieren und lustig illustrierte Bananenrezepte.

Der "echte" Banana-Fairday findet übrigens am 28. September zum Ende der bundesweiten 'Fairen Woche' in der Verbraucherzentrale statt. "In Minikamen haben wir quasi die Generalprobe dafür. Hier verschwimmen Spiel und Wirklichkeit - es ist einfach auch ganz viel Echtes dabei", schwärmt Eickelpasch.

Exkurs: Fair ist besser! Was ist noch mal fair? Oder: Eine faire Banane?
Fair heißt: fair den Arbeitern und Kleinbauern in den Entwicklungsländern (in Afrika, Asien, Südamerika) gegenüber. Das Transfair-Siegel und das gepa-Zeichen stehen für besseren Lohn und weniger Ausbeutung. Kinderarbeit ist verboten. Fairtrade steht auch Verbesserung der Lebensumstände, den Bau einer Schule oder eines Trinkwasserbrunnens. Faire Lebensmittel sind: Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Bananen.... Ein Großteil der fairen Sachen sind zudem hochwertig und in Bio-Qualität.

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Eigener Solarstrom – für wen kommt das in Frage?

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neuer Energieberater718vzVolker Abdinghoff, Energieberater, Elvira Roth, Leiterin Beratungsstelle Kamen und Jutta Eickelpasch, Umweltberaterin. Foto: VZAntworten zur Photovoltaik auf dem Eigenheim

Kamen. Eine Solarstromanlage auf dem Eigenheim ist nicht nur etwas für Top-Verdiener mit besonders großem Umweltbewusstsein. Das betont die Verbraucherzentrale NRW. „Photovoltaikanlagen kommen auch für kühle Rechner in Frage, denen etwa ein Förderkredit die Investition ermöglicht“, betont Volker Abdinghoff, Energieberater in der Verbraucherzentrale NRW in Kamen. „Der eigene Solarstrom kann sich langfristig auch finanziell lohnen – das Klima profitiert sowieso.“ Antworten auf häufige erste Fragen zum Thema Strom vom eigenen Dach hat er zusammengestellt:

  • Norden, Süden, Osten, Westen? Optimal sind Süddächer, aber auch auf Ost- und Westdächern können Anlagen wirtschaftlich sein. Wichtig ist, dass möglichst kein Schatten auf die Module fällt und das für die Laufzeit der Anlage auch so bleibt.
  • Wie muss das Dach beschaffen sein? Flachdächer sind ebenso geeignet wie Dächer mit Neigung. An Fläche benötigt eine Photovoltaikanlage rund acht Quadratmeter pro Kilowatt Nennleistung. Wichtig ist, dass eine eventuell nötige Dachsanierung vorab erledigt wird. Ist die Anlage einmal montiert, werden solche Arbeiten aufwändiger und teurer.
  • Wie groß, wie teuer? Für je 1.000 Kilowattstunden Strom, die ein Haushalt pro Jahr verbraucht, sollte mindestens ein Kilowatt Nennleistung (1 kWp, ausgesprochen: Kilowatt Peak) eingeplant werden. Das kostet inklusive Installation jeweils etwa 1.200 bis 1.600 Euro netto. Mehr als 10 kWp sollten Privatleute nicht einplanen. Jenseits dieser Grenze gelten andere Vorgaben, die den Betrieb komplizierter und weniger wirtschaftlich machen. Für die Anlage können staatliche Förderkredite der KfW genutzt werden.
  • Wie viel Strom wird erzeugt? Wie viel Strom vom Dach fließt, hängt unter anderem von Standort, Neigung und Ausrichtung der Anlage ab. Für erste Abschätzungen sind in Nordrhein-Westfalen auf einem optimalen Süddach jährlich 850 bis 950 Kilowattstunden pro Kilowatt Nennleistung zu veranschlagen.
  • Wie wird die Energie zu Geld? Finanzielle Erträge entstehen auf zwei Wegen: Durch den Verbrauch des Solarstroms im eigenen Haushalt und durch die Einspeisung in das Netz. Die Einspeisung einer Kilowattstunde bringt bei Neuanlagen derzeit etwas mehr als 12 Cent, garantiert für 20 Jahre. Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz kostet mindestens 25 Cent. Der Direktverbrauch spart also deutlich mehr ein, als der Verkauf einbringt.
  • Viel Solarstrom selbst verbrauchen? Hochschrauben lässt sich der Eigenverbrauch durch einen Batteriespeicher, der Solarstrom auch nach Sonnenuntergang vorhält. Eine attraktive Förderung bietet hierfür vor allem das Land Nordrhein-Westfalen mit einem Zuschuss aus dem progres.nrw-Programm. Dieser ist auch mit Förderkrediten kombinierbar.
  • Stromtankstelle für das E-Auto? Auch ein Elektroauto kann den Direktverbrauch erhöhen, wenn die Photovoltaikanlage eine Ladestation speist. Dafür gibt es Fördermittel vom Land NRW.
  • Jede Menge Papierkram? Eine Solarstromanlage muss beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet werden und online bei der Bundesnetzagentur. Für ersteres ist der Installationsbetrieb zuständig. In der Folgezeit müssen Anlagenbetreiber ihre Werte zur Erzeugung und Eispeisung regelmäßig an den Netzbetreiber melden, sofern dieser nicht ohnehin die Zähler betreibt und die Abrechnung übernimmt. Weil es steuerlich einige Möglichkeiten gibt, ist vor der Investition eine Steuerberatung zu empfehlen.

Energieberatung findet jeden 2. Dienstag im Monat in der Beratungsstelle Kamen statt, Terminvereinbarung unter Tel.: 02307- 4320101.

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