Kamener Aktionsbündnis gegen Plastik - Nächstes Treffen in der Verbraucherzentrale

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vzplastik1219Das Aktionsbündnis gegen Plastik - hier im Stadtteil-Cafe an der Lüner Höhe - trifft sich etwa alle 6 Wochen. Zwischendurch werden Aktionen und Stände organisiert.Kamen. Am Mittwoch, den 4. Dezember, trifft sich das im Mai gegründete Aktionsbündnis zum 3. Mal - um 18.00 Uhr in der Verbraucherzentrale in der Kirchstraße. "Neue Interessenten sind ganz herzlich willkommen", versichert Umweltberaterin Jutta Eickelpasch. Auf der Tagesordnung stehen Kurzberichte der letzen Aktionen (Infostand, Besuch eines Unverpackt-Ladens, Workshops), sowie ein kleiner Ausblick ins Jahr 2020.

 

Erfolgreicher Einsatz für mehr Grün auf dem Schulhof

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Ebert1119CVDie Schüler des Kinderparlaments der Friedrich-Ebert-Grundschule freuen sich über ihr eigenes Hochbeet, das ihnen Mitarbeiter der Hellweg Werkstätten am Montag übergeben haben. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Kamen. Dass die Kinder an der Friedrich-Ebert-Schule im kommenden Jahr ein brandneues Gebäude für den offenen Ganztagsbereich bekommen, finden die Grundschüler natürlich sehr gut. Aber das Schülerparlament hat es gestört, dass für den Neubau einige Bäume und Grünflächen vom Schulhof verschwunden sind. Seit Anfang der Woche haben die Kinder nun ein Hochbeet, das sie ab dem kommenden Frühjahr selbst bepflanzen werden.

Im April hatten die Kinder des Schulparlaments auf Einladung des städtischen Klimaschützers Tim Scharschuch an einer Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses teilgenommen und dabei den Wunsch geäußert, gern einen Ersatz für das durch den Bau verlorengegangene Grün zu erhalten. Als Lösung wurde ein Hochbeet auserkoren, das in den vergangenen Wochen als Sonderanfertigung von Mitarbeitern des Berufsbildungsbereiches der Hellweg Werkstätten in Südkamen hergestellt wurde.

Am Montag erfolgte die Anlieferung, nach der die Kinder die Box mit verschiedenen Erdschichten befüllten. „Das Hochbeet ist auf der Bauminsel gut erreichbar und kann ab dem Frühjahr bepflanzt werden“, so Tim Scharschuch. Die Regie dabei werden die Kinder aus dem Parlament der Schule haben, die sich zudem um die Pflege kümmern.

Für die Grundschüler ist der Einsatz für die Natur nicht neu. Schulleiterin Christina Pusch und Schulsozialarbeiter Dominik Olschewski teilten beim Pressetermin mit, dass es in der Schule beispielsweise eine Umwelt-AG gibt, die regelmäßig Müll rund um die Schule aufsammelt. Dazu wird im kommenden Jahr ein Insektenhotel an der Schule gebaut.

Plastik im Meer - Umweltberaterin zu Gast im DRK-Familienzentrum Monopoli

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drk221119Kamen. Müll in der Landschaft und im Wasser - ist überall zu sehen! Das ärgert Groß und Klein gleichmaßen. Diese Woche, zur "Europäischen Woche der Abfallvermeidung"  überreichte Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale eine Medienkiste mit dem Titel 'Müll und Meer" an das DRK- Familienzentrum Monopoli.  Leiterin Antje Schnepper und die Vorschulkinder Paul, Ole und Moritz nahmen die Kiste entgegen und freuten sich über die spannenden Bücher und Plakate zum Thema "Umweltverschmutzung" und 'Müllvermeidung' . Jutta Eickelpasch, hat in Zusammenarbeit mit dem "Aktionsbündnis gegen Plastik", die bunte Kiste  zusammen gestellt.  Sie ist für Kindergartenkinder und Grundschüler geeignet und wird kostenlos wochenweise verliehen. Kontakt: Umweltberatung  der Verbraucherzentrale Kamen Tel. 4380105

Klein, aber oho – ein nützlicher Blutsauger lebt am Gewässer

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EGLV Kriechm Mumienpuppe 1119Die kleinen Larven, die aus den Eiern der Kriebelmücken schlüpfen, sind optimal an das Leben im fließenden Wasser angepasst. Durch eine Haftscheibe an ihrem Hinterleib können sie sich gut an Wasserpflanzen, Steinen oder Holzstücken festhalten. Foto: Team Labor / EGLV

Ein nützlicher Blutsauger lebt an der Seseke und Körne - Bewohner des Monats

Kamen. Sie sind nur etwa fünf Millimeter groß und wirken auf den ersten Blick unscheinbar wie kleine Fliegen. Aber die Rotkopf-Kriebelmücken können auch richtige „Plagegeister“ werden, die Mensch und Tier gerne zu nahe kommen. Da die Insekten aber auch die Selbstreinigungskraft der Gewässer unterstützen, hat der Lippeverband sie als „Bewohner des Monats“ ausgewählt. Zu Hause sind sie unter anderem an der Seseke und Körne in Kamen.

Bei gutem Wetter kann man die Insekten zwischen Februar und November, also auch noch aktuell, an Gewässern in der Lippe-Region beobachten. Sie bevorzugen vegetationsreiche, größere Bäche oder mittelgroße Flüsse mit sauerstoffreichem Wasser.

An windstillen, sonnigen Tagen finden sich die Kriebelmücken durch Schwarmbildung zu Paaren zusammen. Das Liebesspiel beginnt dann direkt in der Luft und findet seine Finale am Boden. Die Weibchen legen anschließend nach und nach jeweils mehrere hundert Eier bevorzugt an Wasserpflanzen ab.

Das Einkaufsnetz immer dabei
Die kleinen Larven, die aus den Eiern der Kriebelmücken schlüpfen, sind optimal an das Leben im fließenden Wasser angepasst. Durch eine Haftscheibe an ihrem Hinterleib können sie sich gut an Wasserpflanzen, Steinen oder Holzstücken festhalten. So strecken sie ihren Körper nach oben und filtern mit ihrem Borstenfächer feinste Partikel als Nahrung aus dem Wasser. Diese „Einkaufsnetze“ an der Oberlippe der Tiere bestehen aus bis zu 70 Borsten, die sich durch Wasserdruck auffächern.

Larven werden zu „Mumien“
Nach den Larvenstadien baut sich die Kriebelmücke ein schuhförmiges Gespinst, in dem sie sich verpuppt. Diese „Puppenstube“ ist oft bräunlich gefärbt und haftet auf der Unterseite von Wasserpflanzen immer mit der Öffnung in Fließrichtung. Das vordere Ende der Puppe trägt zwei Kiemenbüschel, die die Puppe mit Sauerstoff versorgen. Da diese Kiemen unter Wasser und in der Luft funktionieren, handelt es sich dabei um „Mumienpuppen“.

Bei sonnigem Wetter schlüpfen aus den Puppen nahezu gleichzeitig die flugfähigen Insekten. „Die tagaktiven Tiere können über mehrere Kilometer umherziehen und sind bei hellem Sonnenschein am lebhaftesten“, sagt Sylvia Mählmann, biologischtechnische Assistentin des Lippeverbandes.

EGLV Team Labor KlausBaumers1119Dr. Thomas Korte, Simone Pigage-Göhler und Sylvia Mählmann vom Lippeverband bei der Probennahme am Gewässer. Foto: Klaus Baumers / EGLVBlutsauger bevorzugen Bauchhaut
Die Männchen ernähren sich ausschließlich von Nektar, die Weibchen benötigen zur Bildung der Eier allerdings eine „Blutmahlzeit“. Im Gegensatz zu Stechmücken stechen die Rotkopf-Kriebelmücken ihre Opfer aber nicht, sondern reißen mit ihren Mundwerkzeugen eine kleine Wunde und saugen das sich dort sammelnde Blut auf. Zum Einsatz kommen dabei messerartige Mundwerkzeuge und ein Gerinnungshemmer, durch den sich das Blut leicht aufzusaugen lässt. Dadurch kommt es bei den Opfern nach einem Biss häufig zu tagelangem Juckreiz, Schwellungen und kleineren Blutergüssen.

Unfreiwillige „Blutspender“ sind dabei in der Regel Warmblüter: Vögel, Rinder, Kühe und… ja, leider auch Menschen. Dabei bevorzugen die verschiedenen Kriebelmücken-Arten unterschiedliche Körperstellen ihrer „Blutspender“. Der Rotkopf-Kriebelmücke schmeckt es an der Bauchhaut von Säugetieren am besten, einer anderen Art dagegen an Ohrmuscheln von Pferden.

Trotzdem übernehmen die kleinen „Plagegeister“ im Gewässer aber auch eine wichtige Funktion: Sie filtrieren große Wassermengen und unterstützen so die Selbstreinigungskraft der Gewässer. Außerdem sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für größere Insekten und Fische. Ihr Nachweis in den Gewässern des Lippe-Gebietes ist für die Biologen daher immer ein gutes Zeichen. Auch wenn sich niemand gern von ihr beißen lässt!

Hintergrund - Serie: Bewohner des Monats
Fließgewässer sind die Lebensadern unserer Landschaft. Sie bieten Menschen nicht nur Erholung, sondern sind als Ökosysteme unverzichtbar und schützenswert. Ein Großteil der Wasserlebewesen sind wirbellose Tiere (Makrozoobenthos), die häufig am Boden oder Rand des Gewässers leben. Dazu gehören u.a. Wasserinsekten, Krebstiere, Schnecken und Muscheln. Sie sind ein wichtiger Indikator für die Wasserqualität. Denn nur ein natürliches Gewässer weist eine hohe Anzahl und Vielfalt wirbelloser Tiere auf.

Probenahme am Gewässer
Durch das Programm „Lebendige Lippe“ soll sich der längste Fluss in NRW natürlicher entwickeln. Diese Veränderungen erfassen die Lippeverbands-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors anhand von Probenahmen entlang der Lippe und ihrer Nebenläufe. Dabei untersuchen sie regelmäßig insgesamt 431 Kilometer Wasserläufe im Verbandsgebiet. Ausgewählte Lebewesen, die etwas über die Wasserqualität verraten, stellt der Lippeverband in seiner Serie „Bewohner des Monats“ vor.

Programm „Lebendige Lippe“
Die Lippe ist ein 220 Kilometer langer Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt in Bad Lippspringe und mündet in Wesel in den Rhein. Auf der rund 147 Kilometer langen Strecke zwischen Lippborg und Wesel fließt die Lippe durch das Gebiet des Lippeverbandes. Hier hat das Land NRW die Unterhaltung und den Ausbau des Flusses an den Lippeverband übertragen.

Der Lippeverband übernimmt neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu hat der Lippeverband im Jahre 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für seinen Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.

Das übergeordnete Ziel ist die langfristige Verbesserung und Wiederherstellung eines intakten Fluss-Auen-Ökosystems mit einer Erhaltung und Entwicklung von fluss- und auentypischen Strukturen und Lebensgemeinschaften. Für das Landesgewässer Lippe werden zu 100 % Landesmittel eingesetzt.

Europäische Wasserrahmenrichtlinie
Mit der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) wird nicht nur ein „guter Zustand“ für alle Gewässer in den Mitgliedsstaaten der EU bis zum Jahr 2027 gefordert. Seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 2000 ist auch die ganzheitliche Betrachtung von Fluss-Einzugsgebieten Allgemeingut geworden. Danach ist der gesamte Fluss von der Quelle bis zur Mündung als Einheit zu sehen. Maßnahmen, die an irgendeiner Stelle des Gewässersystems zu Veränderungen führen, wirken sich auch in anderen Teilen des Einzugsgebiets aus.

Kreis fördert weiter Streuobstwiesen - Grundeigentümer erhalten Pflanzgut

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209974PKreis Unna. Obstbäume prägen die Landschaft und sind gut für den Naturhaushalt. Deshalb fördert der Kreis Unna auch in diesem Jahr das Anlegen und Erhalten von Streuobstwiesen im Kreisgebiet.

Konkret erhalten acht Grundeigentümer rund 73 hochstämmige Obstbäume von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Es handelt sich um Apfel-, Birn-, Pflaumen- und Kirschbäume, aber auch Walnüsse und Quitten sind dabei. Dazu kommen die nötigen 300 Baumpfähle sowie u.a. Draht und Dachlatten, um die jungen Bäume vor Nagern, Schafen oder Rindern zu schützen.

Obstbaumausgabe am 12. November
Die Bäume und Materialen werden am 12. November kostenfrei an die Grundeigentümer ausgegeben. Die meisten Bäume gehen auf Flächen in den Außenbereich der Städte Unna und Werne, einige Bäume werden in Schwerte und Fröndenberg gepflanzt.

Anträge auf Förderung von Streuobstwiesen können jeweils bereits ab jetzt bis Ende Juli von Privatleuten, Naturschutzverbänden, aber auch anderen Vereinen und Gruppen gestellt werden. Gefördert werden freiwillige Pflanzmaßnahmen in der freien Landschaft, am Ortsrand oder auf größeren zusammenhängenden Flächen innerhalb einer Ortschaft, die langfristig nicht anderweitig genutzt werden sollen. Dabei sollte die für die Obstbäume zur Verfügung stehende Fläche mindestens 2.500 Quadratmeter betragen und das Einverständnis der Grundeigentümer vorliegen.

Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen und eine kostenfreie Broschüre zum Thema Streuobstwiesen (Anpflanzung, Verbissschutz, Pflege, Sortenwahl) gibt es bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Unna, Platanenallee 16, 59425 Unna. Ansprechpartner ist Hartmut A. Kemper, Tel. 0 23 03 / 27 - 22 70. Informationen finden sich auch im Internet unter www.kreis-unna.de/landschaft. PK | PKU

Mitmach-Aktion von Lippeverband und Stadt Kamen: Kinder erkunden Seseke-Park

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Seseke Kinder1119LVVorschulkinder des Awo-Familienzentrums „Flohkiste“ haben sich in der vergangenen Woche spielerisch mit der Umwelt im Seseke-Park beschäftigt. Foto: Kirsten Neumann/EGLV

Kleine Gewässerforscher lernen Tiere und Pflanzen im und am Fluss kennen

Kamen. Die Vorschulkinder des Awo-Familienzentrums „Flohkiste“ haben sich in der vergangenen Woche spielerisch mit der Umwelt im Seseke-Park beschäftigt. Unter der Leitung der Umweltpädagogin Christiane Hüdepohl und des Kinderbuchautors und „Flusspoeten“ Thorsten Trelenberg haben sie dabei unter anderem die verschiedenen Flussbewohner kennengelernt. Initiiert vom Lippeverband und der Stadt Kamen sollen die Kinder in den kommenden Monaten bei weiteren Veranstaltungen zu kleinen Fluss-Expertinnen und -Experten werden.

Bei dieser Expedition bekamen die Kinder einen anderen Eindruck von der Seseke als noch zur Auftaktveranstaltung vor einigen Wochen – so konnten sie nun nach den Regenfällen im Oktober auch mal höhere Wasserstände beobachten. Außerdem wurden die Seseke-Kinder dabei auch an die Gefahren an Fließgewässern erinnert.

Flora und Fauna erkundet
Nach einem Kennenlern-Spiel mit den Kuscheltieren der 4- bis 6-Jährigen ging es dann um die Tiere, die am Flussufer und in der Seseke zu finden sind. Zur Veranschaulichung wurde auch ein Tier mit einem Kescher gefangen und im Schaubecher genau unter die Lupe genommen.
Im Anschluss daran standen die Pflanzen im Seseke-Park auf dem Programm: Die Kinder erforschten dabei Bäume, Sträucher, Blätter, Blüten usw. und erstellten Abdrücke der gefundenen Pflanzen mit Fingerfarben.

Die ca. 50 Vorschulkinder sind mittlerweile in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Am Dienstag waren die Kinder der AWO Kita Flohkiste daran. Am 12.11. wird den Kindern der Kita Heilige Familie das gleiche Thema vermittelt. Ab dem 26.11. wird das Thema Müll und Müllvermeidung behandelt.

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