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Nistkästen für tierische Bewohner angebracht

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

fwk230123Foto: Feuerwehr KamenKamen. Am Samstag, dem 21.01.2023 unterstützten einige Mitglieder der Löschgruppe Westick und der Jugendfeuerwehr des Löschzuges 2 eine „Nistkasten Aktion“ der Stadtverwaltung Kamen. So wurden von den Teilnehmern an diesem kalten Samstagmorgen 20 Nistkästen in der Ortslage Westick angebracht.

Da hierfür eine Leiter benötigt wurde, nutzen die Mitglieder der Löschgruppe Westick und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Möglichkeit den Umgang und das schnelle aufstellen von Leitern zu üben. Ebenfalls nahmen neben der Feuerwehr auch die "Nistkastenpaten" teil. Diese sogenannten Nistkastenpaten werden sich in Zukunft regelmäßig um die Reinigung und Instandhaltung der Nistkästen kümmern. Die Durchführung vor Ort wurde von Frau Haake aus dem Fachbereich Planung und Umwelt der Stadt Kamen organisiert. Sie begleitete die Feuerwehr und brachte sogar selber den einen oder anderen Nistkasten an.

Die Mitglieder der Löschgruppe Westick und der Jugendfeuerwehr freuten sich über die Möglichkeit, den Umgang mit Leitern zu üben und in diesem Zuge einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz in unserem Ort leisten zu können. Das Gruppenfoto entstand im Roggenkamp wo sich die Teilnehmer bei der Familie Stiepermann bei Kaffee und heißem Kakao aufwärmten.

Kamener Stadtpflanzen - Folge 47: Der Koriander

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

von Dr. Götz Loos

SP47GLKoriander verwildert neben Anpflanzung an internationalem Schnellrestaurant an der Weddinghofer StraßeKamen. Am Koriander scheiden sich die Geister: Für die einen ist das Gewürz ein Muss an orientalischen Speisen, für die anderen birgt er einen unangenehm seifigen Geschmack und wird abgelehnt. Das Orientalische ist der ursprüngliche Grund, weshalb die Art zu uns gekommen ist, heute gibt es jedoch auch andere Quellen. Mitunter, wenn auch nicht regelmäßig, spielt er zudem als weihnachtliche Duftpflanze gerade zur Zeit eine Rolle.

Nicht geklärt ist das Ursprungsgebiet, aus dem der Koriander stammt. Vieles spricht für den Nahen Osten, allerdings ist die weite Verbreitung in den wärmeren Regionen Europas, Asiens und teilweise Afrikas sehr auffällig. Auch wenn der Mensch sicherlich seit Langem den Koriander hier- und dorthin gebracht und eingeführt hat, gibt es Zusammenhänge von bestimmten Merkmalstypen und Räumen, in denen ausschließlich oder weitgehend solche Typen auftreten.

Für mich ist es deshalb auch nicht klar, ob wir es mit einer sippenreichen oder vielleicht mehreren Arten (und deren Kreuzungen) des Koriander zu tun haben. Für den wissenschaftlichen Namen bevorzuge ich infolgedessen die Gruppenbezeichnung Coriandrum sativum sensu lato (sensu lato = im weiteren Sinne). Bei uns existieren nach der Zahl der Grundblätter und der Fruchtgröße mindestens zwei Sippen.

Damit sind wir bei den Erkennungsmerkmalen. Die (bei uns) ausgesprochen rund-kugeligen Früchte sind der Hauptgewürzlieferant. Die Doldenblütengewächse, zu denen Koriander zählt, werden von Menschen, die sich Pflanzenkenntnisse aneignen, meist zu Beginn als schwierig in der Unterscheidung empfunden. Neben den Früchten riechen allerdings ebenfalls die Blätter sehr deutlich. Dieser Geruch von ätherischen Ölen ist sehr typisch, wird - wie der Geschmack - oft als seifig wahrgenommen, auch als wanzig (so stammt der Name Koriander davon ab, aus dem griechischen stammend; deutsch = "Wanzendill"). Den Geruch von Wanzen finde ich aber definitiv verschieden, vor allem herber.

Die unteren Stängelblätter und erst recht die Grundblätter sind breit gezähnt, manchmal tiefer gelappt, mit unpaarig angeordneten Blättchen, die mittleren und oberen Stängelblätter hingegen sehr fein und schmal zerteilt. Auffällig sind die 3 bis 5 strahlig verlängerten äußeren Kronblätter der Randblüten. Diese sind weiß, seltener teilweise blassrosa.

Ob Koriander seit alters her bei uns angebaut wird, ist nicht sicher. Türkische und arabische Migranten brachten ihn jedoch mit, so dass er in entsprechenden Gärten und auf Grabeland oft angebaut zu sehen ist. Auch Migranten verschiedener weiterer östlicher und südöstlicher Herkunftsnationen führten ihn gerade in jüngerer Zeit immer wieder ein. In Kräuter- und Gemüsebeeten deutschstämmiger Familien ist er deutlich seltener zu sehen. In Kamen fällt er mehrfach neben gastronomischen Betrieben angebaut und verwildert auf.

Überhaupt ist Koriander vereinzelt verwildert zu sehen (insbesondere neben Grabeland) - ob er sich dauerhaft halten kann, erscheint aber noch nicht sicher. Am ehesten scheint dies in "Blumen"-Ansaaten der Fall zu sein, womit er immer wieder und wohl als bewusster Ansaat-Bestandteil eingebracht wird - in Kamen jedoch seltener als z.B. in Dortmund. Einzelne Exemplare wurden im Siedlungsbereich Kamen-Mitte aus Ansaaten in Gärten ausgebüchst gefunden.

Plastic Pirates - Gesamtschule Kamen untersucht Plastikmüll an der Seseke

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gsk platic1122Kamen. Mit der 9b und 7b macht sich die Gesamtschule Kamen erstmals auf den Weg am europaweiten Projekt „Plastic Pirates“ teilzunehmen. Dabei werden Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kamen Plastikmüll entlang der Seseke sammeln und nach wissenschaftlichen Standards erfassen.

Die europaweit erfassten Daten werden analysiert und die Ergebnisse werden beispielsweise in Form von online Karten zur Verfügung gestellt. „Die gemeinsame Aktion soll einerseits das europaweite Bewusstsein für die Bedeutung von Flüssen als gemeinsame Lebensadern und für den Schutz natürlicher Ressourcen stärken. Andererseits soll die Bedeutung internationaler Forschungszusammenarbeit gemeinsam erlebbar werden.“, heißt es auf der Website des Projekts.

Die Schülerinnen und Schüler der 9b und 7b haben sich damit als Pioniere bei den Plastic Pirates in Kamen auf den Weg gemacht, den Müll im Sesekepark gesammelt und untersucht. Bei der ersten Untersuchung stellten sie fest, dass zwar einiges an Plastikmüll gefunden wurde, jedoch die zu erwartende Menge glücklicherweise nicht erreicht wurde. „Wir haben viel mehr Behälter dabeigehabt, als wir mit dem gefunden Müll füllen konnten. Wahrscheinlich haben die sogenannten gelben Engel von der GWA kurz vor unserer Aktion den Park aufgeräumt.“, berichtet Gökcen Kuru, der an der Gesamtschule die Nachhaltigkeit- und Garten AG als Lehrkraft mitbetreut. Ein großes Problem im Sesekepark sind achtlos weggeschmissene Zigarettenstummel. Diese seien schwierig aufzusammeln und extrem schädlich für die Umwelt: ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel kann mit den darin enthaltenen Giftstoffen rund 60 Liter Grundwasser verunreinigen, Tiere und Pflanzen nachhaltig schädigen.

Als kleine Stärkung gab es nach der Aktion von der Schulleitung und der Bürgermeisterin Elke Kappen eine Pizza im „En Place“. Wirt Adrjan Gashin spendierte obendrauf die Getränke für die Schülerinnen und Schüler und lobte das Engagement der Jugendlichen.

Weitere Klassen der Gesamtschule Kamen werden das Projekt im nächsten Jahr fortsetzen, weiter Plastikmüll sammeln und damit einen Beitrag zu der europäischen Forschung und vor allem für ein sauberes Umfeld der Seseke in ihrer Heimat sorgen. Aber zunächst einmal steht die Aktion „Sauberes Kamen“ an. Auch daran wird sich die Gesamtschule Kamen beteiligen, um ihren Beitrag für eine saubere Stadt zu leisten.

Blühender Hubschrauberlandeplatz: Hellmig Krankenhaus übernimmt Patenschaft für Wildblumenwiese

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

Wildblumensaat 822SKAuf dem Foto (v.l.n.r.): Stefanie Haake, Team Klimaschutz - Fachbereich 60 Planung, Bauen, Umwelt Stadtverwaltung Kamen; Daniel Kieper, Technischer Leiter Hellmig-Krankenhaus Kamen; Monique Moch-Lasok, Klimaschutzmanagerin Hellmig-Krankenhaus Kamen Julian Löhe, Krankenhausleiter Hellmig-Krankenhaus Kamen - Foto: Stadt KamenKamen. Der Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus blüht auf: Pünktlich zur Spätsommeraussaat säten jetzt Vertreter der Stadt Kamen und des Hellmig-Krankenhauses auf einer Fläche von über 100 Quadratmetern Wildblumensamen aus.

Damit sich im nächsten Sommer die Insekten darüber freuen können, wird das Team des Krankenhauses sich nun darum kümmern, die Fläche regelmäßig zu wässern. Auch für weitere Flächen am Standort wird nun geprüft, wo durch weniger Mähen mehr Artenreichtum und somit mehr Lebensraum für Insekten entstehen kann. Stefanie Haake vom Stadtteilmanagement der Stadt Kamen freut sich über diese Kooperation sehr, denn gerade mit Blick auf das gesamte Stadtgebiet ist es sehr schwer, eine Bewässerung für solche Flächen sicherzustellen.

Die insgesamt vier Standorte des Klinikums Westfalen sind seit Anfang 2020 auf Klimaschutzkurs. „Im Gebäudesektor konnten wir im Bereich der Energieversorgung bereits 950 Tonnen CO2 einsparen. Nun richten wir unseren Blick auf weitere Aufgabenbereiche in Sachen Klimaschutz“, so Julian Löhe, Krankenhausleiter des Hellmig-Krankenhauses in Kamen. „Daher hoffen wir sehr, mit dieser Fläche zukünftig einen ökologischen Mehrwert erzielen zu können.“

Die Idee für mehr artenreiche Flächen ist im Rahmen des Klimaschutzgremiums der Stadt Kamen entstanden. So können sich nun auch Bürgerinnen und Bürger oder auch Firmen bei der Stadtverwaltung melden, wenn sie über Flächen verfügen, die ökologisch aufgewertet werden können. Im kommenden Frühjahr wird die Stadt Kamen erneut regionales Wildblumensaatgut bestellen und verteilen. Für größere Flächen bis 100 Quadratmeter kann schon jetzt Saatgut vorbestellt werden. Dafür genügt eine kurze E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pflanzenkundlicher Spaziergang der NABU Botanik AG

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

Exkursion mit Götz Loos in Bergkamen, Stadtzentrum

blumenprachtKWBergkamen. Am Sonntag den 21. August kann man sich wieder mit Dr. Götz Loos vom NABU auf einen pflanzenkundlichen Spaziergang begeben. Unsere Pflanzenwelt verändert sich. Klimaerwärmung, Umweltbelastungen, neuauftretende Arten: Der Wandel der Flora ist unübersehbar und macht es erforderlich, alle Ecken des Kreises Unna wieder aufzusuchen und ihre pflanzlichen Bewohner dort zu dokumentieren. Diese notwendigen Gänge möchte der NABU Kreisverband Unna, namentlich die Botanik-AG, zumindest teilweise mit der Öffentlichkeit teilen und allen Interessierten die Pflanzen erklären, die dort wachsen: In bewährter Weise mit den kleinen und großen Geschichten, die dahinter stecken. Treffpunkt für den etwa zweistündigen Spaziergang ist um 14.00 Uhr in Bergkamen, Parkstraße, an der Kirche. Die Kosten betragen 2,00 Euro, NABU-Mitglieder frei.

Kamener Bäume sind im Sommer durstig: Stadtverwaltung startet einen erneuten Aufruf an die Bevölkerung

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

fwkbaeume719Kamen. Wegen der anhaltenden Trockenperiode startet die Stadt Kamen einen erneuten Aufruf an die Kamener Bevölkerung. Die große Hitze setzt vielen Pflanzen zu. Straßenbäume und insbesondere junge Bäume, die noch nicht tief in der Erde wurzeln, leiden schnell unter der Trockenheit. Die Stadt beobachtet bereits an vielen Jungbäumen – auf privaten wie auch städtischen Flächen – starke Trockenheitsschäden bis hin zum Absterben der Bäume. Gelegentliche Gewitterschauer helfen da nicht, auch wenn sie mit hohen Niederschlagsmengen daher kommen. Selbst bei kräftigen Schauern kommt nicht viel Wasser an den Baumwurzeln an. Ein großer Teil des Wassers läuft an der Oberfläche ab und in den nächsten Gully oder verdunstet gleich wieder.

Anders wäre es mit einem länger anhaltenden, mäßigen Niederschlag über mehrere Tage (sogenannter Landregen). Sein Wasser würde auch in tiefere Bodenschichten vordringen und den Wasserspeicher im wurzelnahen Bereich wieder auffüllen. Solche Regenereignisse sind derzeit aber nicht in Sicht, so dass Straßenbäume und Jungbäume weiter mit dem Trockenheitsstress zurechtkommen müssen. Gerade die jungen Bäume sind aber gefährdet und reagieren schneller mit welkenden Blättern oder Blattabwurf und können im schlimmsten Fall sogar absterben.

Helfen können da nur zusätzliche und regelmäßige Wassergaben. Deshalb bittet die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger erneut um Unterstützung: Die Straßenbäume und die Jungbäume, auch auf den privaten Grundstücken, sind in diesen Tagen für jede Gießkanne Wasser dankbar. Dabei ist es nicht nötig, einen Baum jeden Tag zu gießen. Zweimal die Woche reicht aus, dann aber möglichst reichlich (5-6 Gartengießkannen). Die Wassergabe sollte über die gesamte Baumscheibe verteilt und nicht direkt an den Stamm gegossen werden. Wenn verfügbar, sollte man natürlich zuerst aufgefangenes Oberflächenwasser, z.B. von Dachabläufen, nutzen.

Jede Wassergabe hilft unseren Bäumen möglichst unbeschadet durch die trockene Jahreszeit zu kommen. Und wie wichtig die Bäume für das Stadtklima sind, weiß jeder, der sommertags schon mal im Schatten eines Baumes gesessen hat.

In diesem Zusammenhang bittet die Stadtverwaltung auch die Baumspender des Bürgerwaldes in Südkamen an die unterstützende Wässerung „ihres“ Baumes zu denken, damit der Bürgerwald insgesamt möglichst gut durch die trockene Zeit kommt. Ein Wasserfass steht auf der Fläche bereit.

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