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Logistikpark Kamen im Kreis Unna (Archivbild)
Kamen/Kreis Unna. Die wirtschaftliche Entwicklung im Ruhrgebiet – und damit auch im Kreis Unna und in Kamen – ist weiterhin stark vom Strukturwandel geprägt. Das geht aus den aktuellen regionalwirtschaftlichen Profilen der NRW.BANK hervor.
Demnach liegt die Gründungsneigung im Ruhrgebiet leicht unter dem Landesdurchschnitt. Während im Jahr 2023 rund 22,8 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner gezählt wurden, waren es landesweit 23,2. Deutlich höhere Werte erreichen vor allem größere Städte wie Essen und Bochum. Für kleinere Städte wie Kamen zeigt sich damit ein eher moderates Gründungsgeschehen.
Gleichzeitig verändert sich die Beschäftigungsstruktur deutlich. Während die Industrie im Ruhrgebiet in den vergangenen Jahren Stellen abgebaut hat, wächst der Dienstleistungssektor kontinuierlich. Besonders im Kreis Unna spielt dabei die Logistikbranche eine wichtige Rolle: Hier arbeitet laut Bericht inzwischen etwa jeder zehnte Beschäftigte in diesem Bereich.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen zählt zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Insgesamt hat der Dienstleistungssektor im Ruhrgebiet weiter an Bedeutung gewonnen und stellt mittlerweile den Großteil der Arbeitsplätze.
Die NRW.BANK sieht in diesen Entwicklungen sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Themen wie Digitalisierung, demografischer Wandel und Klimaschutz erfordern weiterhin Anpassungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
Die regionalen Profile sollen Kommunen wie Kamen dabei unterstützen, ihre wirtschaftliche Entwicklung gezielt zu steuern.
Archiv: Kamen im NRW-Kommunalranking 2025 deutlich abgeschlagen
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Sergej Nickel und Olaf Biesterfeldt (v.l.) von VAHLE neben dem verfahrbaren Wagen des Landstromsystems auf einem schwimmenden Ponton im Hamburger Hafen. (Foto: VAHLE)
Kamen/Hamburg, 13. April 2026 – Die Paul Vahle GmbH & Co. KG hat eine bewegliche Landstromlösung für die Fähren der HADAG Seetouristik und Fährdienst AG im Hamburger Hafen entwickelt. Das System ermöglicht eine emissionsfreie Stromversorgung der Schiffe während der Liegezeiten. Der Systemanbieter für mobile Industrieanwendungen hat die Infrastruktur speziell für schwimmende Fähranleger der Elbe konzipiert, sodass sie Bewegungen durch Gezeiten und Strömung ausgleicht.
„Die Landstromlösung ersetzt künftig die Bordgeneratoren während der Hafenliegezeiten und senkt damit Emissionen und Lärm im Hafenbetrieb deutlich“, sagt Olaf Biesterfeldt, Vertriebsmitarbeiter für Norddeutschland bei VAHLE.
Die HADAG-Flotte umfasst 27 Schiffe und verbindet zentrale Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs, darunter die Landungsbrücken, Blankenese und die Elbphilharmonie. Künftig sollen die Fähren während der Liegezeiten ohne laufende Dieselgeneratoren auskommen. Die neue Infrastruktur entsteht im Rahmen des Ausbaus landseitiger Energieversorgung im Hamburger Hafen und ist Teil der langfristigen Klimastrategie des Standorts.
Die technische Umsetzung stellte besondere Anforderungen: Die Liegeplätze befinden sich auf schwimmenden Pontons, deren Position sich durch Gezeiten und Strömung ständig verändert. Dadurch variieren sowohl die Anschlusshöhe als auch der Abstand zwischen Schiff und Infrastruktur. „Wir haben deshalb ein bewegliches Energieversorgungssystem entwickelt, das den Anschluss flexibel zur jeweiligen Fähre bringt und gleichzeitig eine sichere Stromübertragung gewährleistet“, erklärt Biesterfeldt.
Technologische Grundlage ist eine bewährte VAHLE Technologie: Das sogenannte „Stinger-System“ führt die Stromschiene über Kopf und verlagert sie damit aus dem Arbeitsbereich. Stolperfallen, unbeabsichtigter Kontakt mit Strom und Kollisionen werden vermieden. Ursprünglich für Wartungsbereiche von S- und U-Bahnen entwickelt, wurde die Technologie für den maritimen Einsatz auf eine leistungsfähige Drehstromversorgung umgestellt. „Drehstromsysteme können deutlich höhere Leistungen übertragen als Einphasensysteme. Das ist ideal für die Anforderungen moderner Schiffe“, erklärt Biesterfeldt.
Das entwickelte System erstreckt sich über rund 30 Meter entlang des Pontons. Ein verfahrbarer Wagen bringt den Stromanschluss exakt zur Position der jeweiligen Fähre und gleicht Bewegungen zwischen Schiff und Anleger aus. Die Hauptstromschiene überträgt Leistungen von bis zu 860 Ampere bei 400 Volt, was perspektivisch auch das Laden vollelektrischer Fähren ermöglicht. Zusätzlich zur Energieversorgung integriert die Lösung Steuer- und Datenübertragungssysteme, die einen zuverlässigen Betrieb sicherstellen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der praktischen Handhabung im täglichen Fährbetrieb. Um das Fährpersonal zu entlasten, integrierte VAHLE industrielle Balancer in das bewegliche System. Diese tragen das Gewicht der Anschlusskomponenten und ermöglichen es den Fährführerinnen und Fährführern, den Anschluss ohne großen Kraftaufwand zum Stromanschluss zu führen und dort anzukoppeln. Sergej Nickel, Leiter Project Engineering bei VAHLE, sagt: „Das System muss im Alltag überzeugen. Die Besatzungen sollen keine schweren Kabel schleppen müssen.“
Für die Umsetzung arbeitete VAHLE eng mit dem Generalunternehmer Actemium Cegelec Mitte GmbH zusammen. Während VAHLE die bewegliche Infrastruktur für die Energie-, Steuer- und Datenübertragung entwickelte und lieferte, verantwortete Actemium die übergeordnete elektrotechnische Integration sowie die Anbindung an die landseitige Energieversorgung. „Die Zusammenarbeit war klar strukturiert und partnerschaftlich“, so Nickel.
Aktuell sind vier Liegeplätze im Hamburger Hafen mit der neuen Landstromtechnik ausgestattet. Perspektivisch gewinnt diese Infrastruktur weiter an Bedeutung: Ab 2027 plant die HADAG den Einsatz vollelektrischer Fähren, deren Batterien während der Liegezeiten geladen werden sollen.
Landstromsysteme gelten als zentrale Infrastrukturmaßnahme für die Dekarbonisierung von Hafenverkehren. Mit Blick auf den zunehmenden Ausbau von Green Ports sieht VAHLE in dem Projekt eine Referenz für ähnliche Anwendungen in internationalen Häfen.
Blick von unten auf die von VAHLE installierte Stromschienenkonstruktion zur sicheren Energieübertragung außerhalb des Arbeitsbereichs. (Foto: VAHLE)
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Das Team der Adler Apotheke auf einen Blick: Mohammad Hasan (Apotheker und Inhaber), Stefanie Köcke (PTA), Undine Welle (Apothekerin), Gülay Özdemir (PTA) und Dominik Möllmann (Bote).
Kamen. Seit einem halben Jahr ist die Adler Apotheke in Kamen unter neuer Führung und mit einem neuen Team am Start. Apotheker und Inhaber Mohammad Hasan freut sich über einen guten Kundenzulauf, der auch zu neuen Öffnungszeiten führt.
Die älteste Apotheke Kamens hat seit kurzer Zeit durchgehend geöffnet. Eine Reaktion auf den Zuspruch vieler Stammkunden, aber auch vieler neuer Gesichter. Anfang August 2025 ist Mohammad Hasan am Markt 6 in die Selbständigkeit gestartet.
„Ich hatte schon längere Zeit nach einem geeigneten Objekt gesucht und bin nun froh, dass ich hier in Kamen gelandet bin“, sagt der Syrer rückblickend, der zuvor knapp zehn Jahre lang in einer Apotheke im Landkreis Grafschaft Bentheim - unter anderem als Apotheken-Leiter - angestellt war.
Nachdem in der Anfangszeit neben dem täglichen Betrieb zusätzlich noch die Suche nach neuen Mitarbeitenden lief, ist Mohammad Hasan nun glücklich, ein qualifiziertes und zugleich hoch motiviertes Team als Unterstützung zu haben. „Wir sind mit Herz und Leidenschaft für die Gesundheit unserer Kundschaft da“, unterstreicht der neue Inhaber.
Neben bekanntem Service sowie fachkundiger, persönlicher Beratung in verschiedenen Sprachen gehört weiterhin ein täglicher Lieferservice zum Angebot der Adler Apotheke. Die neuen, erweiterten Öffnungszeiten sind montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 8 bis 14 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr.
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