Im Supermarkt und über den Wolken: Sandwiches & Wraps aus Lüdinghausen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kamen Backstage

peweBS 818JEBackstage bei dem Lebensmittelproduzenten PE.WE.

von Julian Eckert | Fotostrecke >>>

Lüdinghausen. Bis zu 300.000 Sandwiches, Wraps, Bagels, Brote, Burger, Hotdogs und Fladenbrote verlassen täglich eines der beiden Produktionsgebäude der PE.WE GmbH in Lüdinghausen. Beliefert werden nahezu alle Lebensmitteleinzelhändler und Discounter sowie zwei große deutsche Fluggesellschaften.

Im Jahr 1975 hatte Peter Wünsche eine zukunftsweisende Idee: Kneipen, die bislang nur Getränke servierten, sollten unkompliziert auch belegte Toastbrote und andere kleine Snacks servieren können. In der heimischen Küche wurde also fleißig getoastet und belegt - der “Frischedienst Lombo” war geboren. Nach kurzer Zeit sollte expandiert werden, auch Lebensmitteleinzelhändler sollten in den Kundenkreis aufgenommen werden. Wünsches Idee: verpackte, fertig belegte Baguettes für eine schnelle Mahlzeit zwischendurch. Wurde dieses Unterfangen zunächst vom Handel nur belächelt, so sind Convenience-Produkte, wie diese Produktgattung bezeichnet wird, mittlerweile voll im Trend. “Etwa 60 Prozent unserer Waren verkaufen wir an den Einzelhandel”, berichtet Annekatrin Wünsche, Geschäftsführerin und Tochter von Gründer Peter Wünsche. “Viele dieser Waren produzieren wir als Eigenmarken für die Händler.” Bis auf einen Discounter würden alle großen Ketten beliefert. Auch die Deutsche Bahn finde sich unter den Kunden. Für einen großen internationalen Möbelmarkt stellt das Lüdinghauser Unternehmen Frühstücksteller her. “In den vergangenen 10 Jahren ist die Nachfrage nach To-Go-Produkten sehr stark gewachsen, sodass wir 2011 ein neues Werk eröffnen konnten”, berichtet die Geschäftsführerin. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen etwas mehr als die Hälfte Frauen sind, arbeiten für PE.WE. “Trotz einer großen Automatisierung in der Produktion brauchen wir auch noch viele Hände, die feinmotorischer arbeiten können”, so Wünsche.

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Backstage-Besuch bei der ZWK Textilreinigung Kamen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kamen Backstage

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zwkbs2 JEKamen. Die ZWK-Textilreinigung befindet sich im Kamener Hemsack. Gereinigt werden hier von den 20 Mitarbeiternbis zu 7.500 verschiedene Textilien am Tag. Neben klassischen Textilien, wie zum Beispiel privaten Hemden oder Anzügen werden auch Kostüme zweier Bundesligavereine in dem Kamener Betrieb gereinigt. Im Rahmen unserer Artikelserie „Kamen Backstage“, in der wir bei Kamener Betrieben hinter die Tore schauen, haben wir den Betrieb besucht.

In dem Betrieb, der seit 18 Jahren an seinem heutigen Standort existiert, arbeiten Menschen mit verschiedenen Berufen. Dies sind neben klassischen Textilreinigern und Wäschern auch Bürokaufleute, Bügler, Kraftfahrer, Servicekräfte und seit kurzem auch Gebäudereiniger. “Eine unserer neu angebotenen Dienstleistungen ist die Brandschadensanierung von beispielsweise Teppichen oder Polstern”, erklärt Inhaber Thorsten Dunkel. Hierbei würden nach einem Brandschaden die betroffenen Heimtextilien wieder gebrauchsfähig gemacht, erklärt der Inhaber.

Hierzu arbeite man mit vielen Großsanierern und Versicherungen zusammen. Dunkel erzählt, er habe hier schon Aufträge aus Aachen oder Freiburg erhalten, man sei eben im gesamten Bundesgebiet aktiv.“Daher ist unser Arbeitsalltag auch jeden Tag völlig anders, je nach Auftragslage”, ergänzt er. So könne es sein, dass an einem Tag eher nur klassische Textilien wie Hemden, Blusen, Anzüge, etc. gereinigt werden müssen und an einem anderen Tag auch Wasser-, Steppbetten oder Textilien aus Alten- und Wohnheimen. Auch Berufsbekleidung von Rettungsdiensten, Feuerwehren oder Polizei finde sich unter der zu reinigenden Wäsche.

zwkbs4 JE“Unser außergewöhnlichstes Produkt, was wir jemals gereinigt haben dürfte wohl ein Maskottchen eines 1.-Bundesligavereins gewesen sein”, erinnert sich Thorsten Dunkel. Zudem reinige man auch die Hostessen-Kostüme zweier regionaler 1.-Bundesligavereine. “Das erledigen wir für 250 Teile in 3 Stunden, schließlich werden die Kostüme beim Kunden schnell wieder benötigt.” Das Besondere an der ZWK Textilreinigung, was übrigens für “Zentralwäscherei Kamen” steht, sei - so der Inhaber Thorsten Dunkel, dass man auf eine sehr hohe Qualität achte. “Wir setzen ausschließlich sehr saubere Lösungsmittel ein und können hierdurch eine hygienische, geruchsneutrale Auslieferung an den Kunden erreichen.” Hierzu verwende man zum einen das WET-Clean-Nassreinigungsverfahren, was auch für Wollwäsche geeignet sei, zum anderen das Dry-Clean-Verfahren, bei dem Lösemittel zum Einsatz kommen. Diese Art der Reinigung sei sehr wassersparend, da viel weniger Wasser eingesetzt werden müsse, als bei der Reinigung in der heimischen Waschmaschine. Um die hohe Qualität dauerhaft zu garantieren, investiere Dunkel ganz bewusst in Fort- und Weiterbildungen seiner Mitarbeiter. “Außerdem sind wir seit fast 20 Jahren ein Ausbildungsbetrieb und sind auch hier immer auf der Suche nach neuen, motivierten Mitarbeitern.”

Archiv: Kamen Backstage

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Sanitäter - Blutspende - Katastrophenschutz: Backstage beim Deutschen Roten Kreuz Kamen

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DRKBackstage21809Sanitäter - Blutspende - Katastrophenschutz: Backstage beim Deutschen Roten Kreuz Kamen. Foto: DRK Kamen / Jens Aschhoff

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Kamen. Der Ortsverein Kamen des Deutschen Roten Kreuzes hat 75 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie organisieren Blutspenden und führen diese durch, sind Teil einer Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes NRW und sind bei Veranstaltungen über das Stadtgebiet hinaus präsent – zum Beispiel der SimJü in Werne. KamenWeb.de hat das DRK backstage besucht.

„Neben unseren etwa 75 ehrenamtlichen Mitarbeitern haben wir auch noch eine starke Jugendrotekreuz-Truppe“, erzählt Pressesprecher Jens Aschhoff. Teil der Aufgaben des Kamener Ortsvereins seien beispielsweise auch ein Betreuungsdienst oder die Seniorenarbeit. „Aufgrund der verschiedenen Arbeitsbereiche gibt es bei uns keinen typischen Arbeitstag“, so Aschhoff. Dies liege auch an der ausschließlich ehrenamtlichen Tätigkeit aller Mitarbeiter. „Beim Sanitätsdienst etwa trifft man sich vor Dienstbeginn, bespricht und verteilt die Aufgaben, baut das Material auf, führt Wachrundgänge durch und ist gewappnet, die kleinen und großen Hilfeersuchen der Besucher zu versorgen.“ Im Arbeitsbereich der Blutspende werde zunächst die Verpflegung für die Spender vorbereitet bevor nach dem Besetzen von Essensausgabe und Anmeldung die ersten Spender erscheinen.

Einen typischen Tagesablauf gebe es erst Recht nicht im Gebiet der Katastrophenhilfe. Hier passiere nach der Anforderung durch die Kreisleitstelle Unna alles sehr schnell. „Die Maßnahmen werden dann mit dem Einsatzleiter oder Notarzt abgesprochen und dann nach einem eingeübten Schema jeweils ausgeführt“, erklärt der stellvertretende Leiter des DRK Kamen, Frank Schemme. Für die Tätigkeit im Rahmen der Katstrophenhilfe werde das DRK Kamen vom Land Nordrhein-Westfalen bezahlt. „Das Land finanziert auch die Ausrüstung, die von Gerätewagen bis zu Anhängern reicht.“ Neben der Bezahlung für die Katastrophenhilfe bekomme der Kamener Ortsverein jedoch keinerlei staatliche Zuschüsse und sei daher stark auf einmalige Spenden oder die Mitgliedsbeiträge der Fördermitglieder angewiesen. „Diese werden jedoch aufgrund der demografischen Struktur immer weniger, da insbesondere die Senioren noch aus Krieg und Vertreibung einen direkten Bezug zum DRK hatten, der bei den jüngeren Menschen oftmals nicht so gegeben ist“, so Pressesprecher Aschhoff.

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Brand, Unfall, Prävention: Backstage bei der Feuerwehr

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Kamen. Bei einem Brand rückt sie aus. Bei einem Verkehrsunfall ist sie da. Bei einem Unglück auf den Gleisen eilt sie zur Hilfe – die Feuerwehr. Wie sie sich auf schwere Einsätze vorbereitet und welches technische Equipment ihr zur Verfügung steht, durfte sich KamenWeb backstage anschauen.

Die Feuerwehrwache Kamen-Mitte liegt unweit des Sesekedamms. „Die Seseke hat früher zu einem vielen unschönen Einsätzen geführt“, erzählt Volker Rost, ehrenamtlicher Pressesprecher der Feuerwehr Kamen. „Durch hohe Betonwände, die sich an beiden Seiten der Seseke befanden, konnten Tiere und auch Menschen, die in den Fluss gefallen waren, nicht mehr alleine herauskommen.“ Mittlerweile sei dieses Einsatzgebiet jedoch faktisch nicht mehr vorhanden. Stattdessen werden die Mitglieder der 301 Personen starken Feuerwehr – wovon 273 freiwillige Mitglieder sind – nun viel häufiger zu Verkehrsunfällen gerufen. „Unser Einsatzgebiet auf der Autobahn reicht auf der A 1 von Hamm/Bergkamen bis Dortmund/Unna und auf der A 2 von Kamen/Bergkamen bis kurz vor Bönen“, so Rost. Bei dramatischen Unfällen, die oft auch mit Personenschäden enden, sei nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Nervenstärke gefragt. Die Feuerwehr verfüge sogar über mehrere zur psychisch-sozialen Unterstützung ausgebildete Kammeraden. „Ich bin schon seit 35 Jahren bei der Feuerwehr“, erzählt Rost, „doch so viele schwere Verkehrsunfälle, wie sie in letzter Zeit passieren, hat es in der Vergangenheit nicht gegeben.“ Besonders schlimm seien die Unfälle, in denen ein LKW ein Stauende übersieht und in es hereinfährt. „Einsätze auf der Autobahn zählen auch für uns zu den gefährlichsten, insbesondere wenn dabei auch noch giftige Stoffe auslaufen“.

fwkBS21217JEFür solche Fälle steht in der Feuerwache ein spezieller Gefahrgutcontainer. Dieser beinhaltet von Ganzkörperschutzanzügen bis zu Edelstahlbehältern alles, was bei einem solchen Einsatz gebraucht wird. „Nachdem die Leitstelle in Unna alarmiert wurde und die Meldung an uns weitergeleitet worden ist, satteln wir den entsprechenden Container auf und fahren zum Einsatzort.“ Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr werden zuvor, wenn es der Einsatz erfordert, über Funkmeldeempfänger alarmiert und zur Feuerwache gerufen. „Die Kamener Feuerwehr leistet pro Jahr rund 600 Einsätze“, bilanziert Rost. Zu den weiteren Aufgaben der Feuerwehrleute gehört neben dem Fahren von Einsätzen auch die Wartung aller Feuerlöscher aus städtischen Gebäuden sowie der Atemschutzgeräte und Fahrzeuge.

Zu einer wichtigen Aufgabe der Feuerwehr zählt auch die Prävention. „Wir haben bei uns in der Wache regelmäßig Kinder- und Jugendgruppen zur Brandprävention und Brandschutzerziehung zu Gast und besuchen auch selber Grundschulen und Kindergärten“, erklärt Pressesprecher Volker Rost. Außerdem kontrolliere man Kamener Unternehmen und Betriebe, ob die Brandschutzvorschriften eingehalten werden. „So mancher Wohnungsbrand der letzten Zeit wäre ohne vorhandene Rauchmelder tödlich gewesen“, sagt Rost.

Um bei der freiwilligen Feuerwehr mitzumachen, ist eine Grundausbildung nötig. Sie umfasst 12 Wochenenden à 16 Stunden. Anschließend findet noch eine Atemschutzausbildung (39 Stunden) statt. „Auf unserer Homepage www.feuerwehr-kamen.de finden Interessierte alle Termine.“

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Dienstplan, Werkstatt, Leitstelle: Backstage bei der VKU

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Kamen. Die VKU, das kreisweite Verkehrsunternehmen hat zwei Standorte, einer in Kamen an der Lünener Straße und der zweite an der Lünener Kupferstraße. Hinter die Türen des Kamener Betriebs konnte KamenWeb.de jetzt im Rahmen der Artikelserie „Kamen Backstage“ blicken. Etwa 260 Mitarbeiter arbeiten an beiden Standorten, davon in Kamen gut zwei Drittel.

VKU 1017JE 6Kurz vor 4 Uhr beginnt die Frühschicht eines Busfahrers. Mit einem Schlüssel loggt er sich am Kamener Betriebshof in ein Webterminal ein und kann seinen Dienstplan für den Tag abrufen. Zugleich wird durch die Anmeldung eine Information an die Leitstelle weitergeschickt, dass der Fahrer pünktlich zu seiner Schicht erschienen ist. Etwa 100 Buslinien gibt es im Kreis Unna. Damit jede einzelne von ihnen morgens starten kann, sind viele Schritte zuvor nötig. Um diese besser zu erklären, starten wir am Nachmittag des Tages zuvor.

Der Busfahrer, der die Linie R 81 von Werne Richtung Unna gefahren ist – übrigens die beliebteste aller Linien –, fährt nach Schichtende den Bus auf den Betriebshof und kann in den Feierabend starten. Nicht so das Team rund um Werkstattleiter Dirk Werner. „Jedes Fahrzeug wird jeden Tag von unserem Werkstattteam überprüft“, erklärt er. „Daher arbeiten wir im 4-Schicht-System.“ Aufgabe der Mittagsschicht ist es, Busse wie die aktuell geparkte R 81 zu pflegen und aufzutanken. Hierbei werden kleinere Beschädigungen oder Vandalismus direkt beseitigt und das Fahrzeug für den nächsten Tag wieder fit gemacht. „Größere Schäden reparieren wir in der Frühschicht“, so Werner. Je nach Art der zu verrichtenden Arbeiten könne ein Fahrzeug daher auch mal mehrere Tage ausfallen. „Für diesen Fall verfügen wir aber über 4 Wagen als Reserve.“ Alle anfallenden Arbeiten, bis auf HU/AU werden selber erledigt. „Durch die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen und Hauptuntersuchungen wird ein Fahrzeug insgesamt 4 Mal im Jahr auf Herz und Nieren überprüft“, so der Werkstattleiter. „Wir arbeiten hier Hand in Hand und haben ein sehr gutes Betriebsklima.“ Daher schaffe man alle anfallenden Arbeiten auch immer schnell und gründlich. Zu den Arbeiten gehört auch das Nachbestellen von Dieselkraftstoff. „Alle zweieinhalb Wochen bestellen wir 60.000 Liter“, so Werner. Schließlich lege ein VKU-Bus je nach Linie zwischen 50.000 und 110000 Kilometer im Jahr zurück. Unsere R 81 wurde zwischenzeitlich gesäubert und vollgetankt. Beschädigungen waren heute keine zu reparieren. Daher wird sie wieder auf den Parkplatz gestellt und wartet auf ihren nächsten Einsatz.

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