"Friederike" - Gehölzpflege verhindert längere Sperrungen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Noch bis Ende Februar sind die Sägen und Schredder im Einsatz, dann ist die Gehölzpflegesaison bei Straßen.NRW abgeschlossen. Wie wichtig diese Arbeiten sind, hat sich nicht zuletzt bei Sturmtief Friederike im Januar gezeigt. Zwar hat Friederike auch die Straßenwärter ordentlich auf Trab gehalten. Doch vor allem auf den verkehrswichtigen Autobahnen und Bundesstraßen konnten längere Sperrungen durch umgestürzte Bäume weitgehend vermieden werden. "Unsere vor einigen Jahren umgestellte Art der Gehölzpflege hat sich bewährt", sagt Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek und sieht den Landesbetrieb auch für künftige Stürme gewappnet.

Landesweit knapp 12.000 Bäume hat Friederike an den Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen - zusammen etwa 20.000 Kilometer - umgeworfen, so die Schätzung von Straßen.NRW. Mehr als die Hälfte der Bäume stand allerdings nicht auf dem Grund des Landesbetriebes, sondern gehört zu so genannten Fremdbäumen. Das heißt: Für die Stand- und damit Verkehrssicherheit sind in der Regel die Grundstückseigentümer zuständig.

Regelmäßige Kontrolle
Die eigenen Baum- und Gehölzbestände haben die Straßen.NRW-Meistereien regelmäßig im Blick. Bäume, die zur Gefahr werden können, müssen kurzfristig entfernt werden. Fällt bei den Kontrollfahrten ein Problem-Baum in einem fremden Bestand auf, informiert Straßen.NRW den Eigentümer. Nachdem der Wintersturm Friederike die Bestände arg zerzaust hat, ist eine solche Kontrolle umso wichtiger. Denn dort, wo Bäume weggebrochen sind, bekommt der nächste Sturm eine neue Angriffsfläche. Es geht bei der Pflege also nicht nur um den einzelnen Baum, sondern der gesamte Bestand rückt in den Blick.

Selektive Bestandspflege
Bewährt hat sich dabei die "selektive Bestandspflege", auf die Straßen.NRW seit geraumer Zeit setzt. Dabei werden Sträucher im direkten Randbereich zur Straße alle drei bis fünf Jahre zurückgeschnitten und im hinteren Bereich einzelne, nicht mehr standsichere Bäume entfernt. Dieser stufige Aufbau des Grünstreifens - erst Sträucher, dann Bäume - führt dazu, dass ein Sturm wie Friederike nicht mit voller Wucht auf den Baum prallt.
Allerdings ist solch ein stufiger Aufbau des so genannten "Straßenbegleitgrüns" nicht überall möglich, etwa wenn die dafür notwendige Breite fehlt oder die Bestände überaltert sind. Instabile Altbestände und Gehölze, die lediglich in einem Abstand von rund fünf Metern zum Fahrbahnrand stehen, werden daher in der Regel wenige Zentimeter über dem Boden gekappt. Der Fachmann spricht vom "auf den Stock setzen".

Keine längeren Sperrungen
Der Begriff Gehölzpflege mag da zunächst einmal irreführend klingen. "Auf den Stock setzen" sieht auf den ersten Blick nicht sehr gepflegt aus und wird von vielen Bürgern als Kahlschlag wahrgenommen. Doch auch diese Methode hilft der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen. Wenn die Pflanzen wieder ihre Triebe ausbilden, stellt sich ein ganz anderes Bild dar.

Der unaufgeräumte Eindruck wird in diesen Tagen allerdings noch verstärkt, weil an den Straßen Schnittreste auf den Abstransport warten. "Hier hat uns Friederike ein zusätzliches Problem beschert, weil die Straßenwärter und Firmen zunächst mit dem Beseitigen des Windbruchs befasst waren", erklärt Dr. Frank Eilermann, Fachmann für Gehölzpflege bei Straßen.NRW. Grundsätzlich sieht er den Landesbetrieb aber gut aufgestellt. "An den Autobahnen gab es keine längeren Sperrungen durch den Sturm. Und auch auf den übrigen Straßen waren es meist nur kurzfristige Einsätze, um umgestürzte Bäume zu beseitigen."

Hintergrund:

Verwertung
Das meiste Holz wird verwertet und zum Beispiel in gehäckselter Form von Betreibern von Biomasseheizkraftwerken genutzt. Oder es kommt als Werkstoff in der Industrie zum Einsatz, etwa für Spanplatten. Eine Nutzung als Brennholz erfolgt nur in geringem Umfang. Ein Teil der Stämme und Äste verbleibt aber auch vor Ort. Dort bieten sie dann - als Totholz oder zu Reisighaufen gestapelt - Pilzen, Pflanzen, Insekten und Vögeln einen neuen Lebensraum. Falsch ist die immer wieder geäußerte Vermutung, Gehölzpflege sei für den Landesbetrieb ein lukratives Geschäft und nur deshalb gebe es manchen "Kahlschlag" am Straßenrand. Gehölzpflege ist viel mehr kostenintensiv. Oberste Priorität dabei hat die Verkehrssicherheit - und das nicht nur bei extremen Sturmtiefs wie Friederike.

Bestände
Ein Großteil des Begleitgrüns vor allem an den Autobahnen ist "in die Jahre gekommen". Die Bäume haben ein Alter von 30 bis 50 Jahren erreicht, ihr Standort ist aber in dieser Zeit nicht nach forstwirtschaftlichen Aspekten bearbeitet worden. In einem durchforsteten Waldbestand wären in diesem Zeitraum schon zwei oder drei Mal Bäume herausgenommen worden, um den verbleibenden bessere Entwicklungschancen zu geben. Da dies nicht geschehen ist und die Pflanzungen beim Bau der Autobahnen zudem nach heutigen Gesichtspunkten zu dicht vorgenommen wurden, haben sich viele Bäume nicht optimal entwickelt. Nimmt man hier Bäume weg, bleiben oft die übrig, die alleine nicht mehr standsicher sind.

Was wächst denn da?
Rechts und links von Autobahnen und Bundesstraßen stehen reichlich Bäume. Gut 400.000 Bäume kennt der Landesbetrieb Straßen.NRW quasi persönlich. 250.000 sind bereits im digitalen Baumkataster der Behörde erfasst. Sie alle erhalten regelmäßig Besuch der Straßen.NRW-Baumkontrolleure. Weit mehr Bäume stehen allerdings anonym im so genannten Straßenbegleitgrün.
Gezielt gepflanzt werden Bäume heute nur noch wenig. Gerade einmal fünf bis zehn Prozent machen Bäume bei Neuanpflanzungen aus. Straßen.NRW setzt vermehrt auf strauch- und buschartige Pflanzen. Ein Vorteil: Beerentragende Büsche bieten nicht nur Nahrung und Lebensraum für Vögel und Kleinsäuger, die Tiere sorgen gleichzeitig für eine stetige Verjüngung des Bestandes, in dem sie die Samen verbreiten.

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Sperrung der Straße „Am Langen Kamp“ in Kamen

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langenkamp118KWKamen/Hamm (straßen.nrw.). Die Straße „Am Langen Kamp“ wird ab Montag (19.2.) um 12 Uhr bis Montag (26.2.) um 20 Uhr gesperrt. In der gesperrten Zeit wird die Autobahnniederlassung Hamm die alten Widerlager abbrechen. Eine Umleitung wird eingerichtet.

Hintergrund:
Beide Bauwerke wurden in den 70er Jahren gebaut. Baulich weisen die Brücken Defizite auf, die mittelfristig instand gesetzt werden müssen. Hinzu kommt, dass beide Brücken aufgrund des fehlenden Seitenstreifens eine Engstelle im Zuge des Streckenbandes der A2 darstellen. Straßen.NRW möchte alle Engstellen auf Autobahnen beseitigen. Durch die Engstellenbeseitigung und die anstehenden Instandsetzungsmaßnahmen ist ein Ersatzneubau die wirtschaftlichere und zukunftsträchtigere Lösung.

Bauwerk „Am Langen Kamp“
Das Bauwerk wurde im Zuge des Neubaus der Autobahn A2 im Jahr 1973 gebaut. Die Brücke hat eine Länge von 12,92 Metern und ist eine Stahlbetonbrücke.

Bauwerk „Sesekebach“
Dieses Bauwerk wurde schon 1936 – 1938 gebaut. Im Zuge des Baues der A2 wurde sie ebenfalls 1972/1973 abgebrochen und erneuert. Nur das westliche Widerlager ist bis heute erhalten geblieben. Gebaut wurde sie als Stahlverbundkonstruktion. 1982/1983 wurde der Überbau, Aufgrund Bergschäden, angehoben und saniert.

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Staugefahr auf den Wintersportrouten groß

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Kamener Kreuz im Jahr 2014 - (C) KamenWeb.deADAC Stauprognose für das Wochenende 16. bis 18. Februar

Auch an diesem Wochenende kommt es auf den Wintersportrouten vermehrt zu Staus und Behinderungen in beiden Richtungen. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, im Saarland, Teilen Baden-Württembergs sowie in einigen Nachbarländern wie z.B. Belgien, Liechtenstein und Luxemburg, enden die Faschings- bzw. Winterferien. Abseits der Strecken in die Skigebiete erwartet der ADAC aber keine größeren Probleme.

Die größten Staustrecken:

• A 1 Hamburg – Bremen – Münster – Dortmund
• A 2 Hannover – Dortmund
• A 3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt
• A 4 Dresden – Erfurt – Kirchheimer Dreieck
• A 5 Basel - Karlsruhe – Frankfurt
• A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A 7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg
• A 8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
• A 9 München – Nürnberg – Berlin
• A 72 Hof – Chemnitz
• A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
• A 81 Singen – Stuttgart
• A 93 Kufstein – Inntaldreieck
• A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
• A 96 München – Lindau
• A 99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland müssen sich Reisende auch auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen. Staus erwartet der ADAC besonders in Österreich und Südtirol. In Italien und den österreichischen Bundesländern Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg enden die Ferien, in Oberösterreich und der Steiermark beginnen sie.

• Österreich: A 1 West-, A 10 Tauern-, A 12 Inntal-, A 13 Brennerautobahn, S 16 Arlberg Schnellstraße, B 179 Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
• Italien: A 22 /SS 12Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau
• Schweiz: A 2 Gotthard-Route, die A 1 St. Gallen - Zürich - Bern und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz

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Eis und Schnee vor der Fahrt entfernen

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winterreifen KWWer nur mit kleinem Guckloch fährt, riskiert Unfall und Bußgeld

Wenn das Auto am Morgen von einer Schnee- und Eisschicht bedeckt ist, wartet Arbeit: Blinker, Rücklichter, Scheinwerfer, Kennzeichen, Motorhaube und das Autodach müssen vor Fahrtantritt von Schnee und Eis frei sein, damit weder der nachfolgende Verkehr noch die eigene Sicht durch herabfallende Schneemengen und Eisstücke gefährdet werden.

Bei der Frontscheibe reicht es nicht, nur ein kleines Guckloch freizukratzen. Wer dies dennoch tut, muss mit einem Bußgeld rechnen. Auch durch die Seitenscheiben muss die Sicht frei sein, andernfalls erhöht sich das Unfallrisiko erheblich. Wichtig für gute Sicht: genügend Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage. Beim Kratzen nicht mit zu viel Druck hin und her kratzen, sonst wirken Schmutzpartikel wie Schmirgelpapier. Bevor man das Auto abstellt, die Scheibenreinigungsanlage kurz laufen lassen; so wird die Scheibe gereinigt und beim Kratzen am Morgen besteht weniger Gefahr durch Streumittelreste. Die Scheiben mit heißem Wasser zu enteisen, ist keine gute Idee. Es besteht die Gefahr, dass die vereisten Scheiben aufgrund des Temperaturunterschieds Risse bekommen oder sogar springen. Zudem gefriert das Wasser auf der Scheibe wieder, sobald sie erkaltet.

Generell gilt: Den Motor beim Eiskratzen und Schneefegen nicht im Stand laufen lassen. Wer es dennoch tut, verursacht unnötigen Lärm, Abgase und riskiert ein Bußgeld. Im Winter empfiehlt der ADAC einen Eiskratzer, einen kleinen Besen, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe im Auto und für den Notfall einen Türschloss-Enteister in der Manteltasche dabei zu haben.

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VKU-Busfahrer verteilen Schokoladengrüße zum Valentinstag

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Kreis Unna. Zum Valentinstag (14.02.2018) verschenkt die VKU ihr Herz – und zwar in Form von Schokolade. Unter dem Motto: "Denn wir fahren von Herzen gerne..." werden auf ausgewählten Linien in Lünen und Kamen, Valentinsgrüße durch die Busfahrer an die Fahrgäste verteilt.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung: Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de

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Umleitung in Kamen-Mitte für den Kinder-Karneval

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haltestellebpKamen. Wegen des Karnevalsumzugs der Kinder der Diesterweg Grundschule kommt es in Kamen am Samstag, 10.02.2018, von 11 bis ca. 13.30 Uhr zu Haltestellenausfällen bei drei VKU-Linien. Betroffen sind die Linien C21, R13 und die R81.

Die Haltestellen „Im Hagen“, „Stammer Hausgeräte“, „Stadtpark“, „Ostring“ und „Friedhofstraße“ entfallen ersatzlos. Die R81 bedient außerdem die Haltestellen „Nordring“ und „Körnerstraße“ nicht.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten ServiceZentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder 0 180 6 / 50 40 30 (personenbediente Fahrplanauskunft, pro Verbindung:Festnetz 20 ct / mobil max. 60 ct) oder im Internet www.vku-online.de.

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