Ruhrgebietchen. Was deine Kinder an dir lieben und was nicht

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Wort & Buch

ruhrgeb818Kamen. Der Begriff Heimat hat Konjunktur. In einer zusammengerückten Welt fragen sich immer mehr Menschen, wohin sie eigentlich gehören und was das ist, ihre Heimat. Mit der „Heimat Ruhrgebiet“ setzt sich das gerade erschienene Buch „Ruhrgebietchen. Was deine Kinder an dir lieben und was nicht“ auseinander. Der Bottroper Verlag Henselowski/Boschmann hat über 40 Kulturschaffende aufgefordert, zu schreiben, wieweit das Ruhrgebiet Heimat für sie ist und wie weit nicht.

Mitautoren sind die Kamener Schriftsteller Heinrich Peuckmann und Gerd Puls, die mit nachdenklichen, aber auch humorigen Texten ihren Beitrag zu diesem abwechslungsreichen Buch leisten.

Puls setzt mit seiner Kindheit und Jugend in den 50er und 60er Jahren in Heeren auseinander. Vieles an Armut und Begrenztheit, das heute vergessen ist, wird anschaulich erzählt und manch ein älterer Leser, egal, ob er in Heeren oder sonstwo im Ruhrgebiet lebt, wird sich in den Episoden wiedererkennen.
Peuckmann beginnt auch mit Kindheitserinnerungen, schildert dann aber auch Erfahrungen und Anekdoten aus der Gegenwart und wägt ab, was gut ist am Ruhrgebiet und was eben nicht. Gut findet Peuckmann zum Beispiel, dass man ironisch sein kann. Im Ruhrgebiet, meint er, könne man auch über sich selber lachen. Kritisch zu sehen dagegen die verbreitete Kulturferne.
Es sind spannende, in ihren Aussagen ganz unterschiedlich Texte, die der Band vereinigt. Und es ist viel künstlerische Prominenz aus dem Ruhrgebiet vereinigt.

Buchtipp: Ruhrgebietchen. Was deine Kinder an dir lieben. Verlag: Henselowski/Boschmann. 9.90 Euro

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Gefährliches Spiel. Neues Buch von Heinrich Peuckmann

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gefspielPeuckmann818Hohe Wellen schlägt zur Zeit das neue Buch von Heinrich Peuckmann. „Gefährliches Spiel“ heißt es und enthält drei längere Erzählungen, die vom Fußball handeln. Der auch von Peuckmann geliebte Sport ist aber nur vordergründig das Thema der Geschichten, vielmehr geht es um Abgründe menschlichen Lebens. Zwei der Erzählungen handeln nämlich vom Fußball in der Nazizeit und zeigen auf, wie sich berühmte deutsche Fußballer dort verhalten haben. Im Mittelpunkt steht die Geschichte über „Tull“ Harder, der der berühmteste Fußballer der Weimarer Republik war. Kapitän der Nationalmannschaft ist er gewesen, zweimal mit dem HSV Deutscher Meister, dann trat Harder in die SS ein, wurde ein Mittäter der Nazis und am Schluss sogar KZ-Kommandant. Und in dem KZ saß als Gefangener einer seiner Mannschaftskollegen vom HSV. Anlässlich eines Länderspiels 1953 haben sich die beiden im gerade eröffneten Volksparkstadion in Hamburg wiedergesehen. Peuckmann schildert ihr Gespräch und schiebt in Rückblicken ihren unterschiedlichen Lebenslauf ein. Eine ebenso bedrückende wie spannende Geschichte, von der man kaum glauben kann, dass sie sich wirklich ereignet hat.

Peuckmann hat kürzlich zu diesem Buch ein längeres Interview für eine Kultursendung des NDR gegeben und den Redakteur im Fußballmuseum in Dortmund getroffen. Dort gibt es einen eigenen Raum für das Verhalten der Fußballer in der Nazizeit. „Tull“ Harder wird dort als abschreckendes, mahnendes Beispiel dargestellt. Groß dargestellt wird aber auch der jüdische Fußballer Gottfried Fuchs, von dem Peuckmanns zweite Erzählung handelt. Fuchs hat einen einmaligen Torrekord aufgestellt, er schoss sage und schreibe 10 Tore in einem Länderspiel. Als Peuckmann seinem Freund Hans Tilkowski von diesem sagenhaften Rekord erzählte, fragte der ehemalige Nationaltorhüter, ob beim Gegner überhaupt ein Torwart im Tot gestanden hätte. In der Nazizeit wurde Fuchs wegen seines jüdischen Glaubens aus allen Statistiken gestrichen, aber ermorden konnten ihn die Nazis nicht, denn Fuchs ist mit seiner Familie im letzten Moment die abenteuerliche Flucht gelungen. Peuckmann schildert in seiner Erzählung das unglaubliche Länderspiel und die ebenso unglaubliche Flucht. Julius Hirsch, dem Mannschaftskollegen von Fuchs, ebenfalls jüdischen Glaubens, ist das nicht gelungen. Ihn haben die Nazis nach Auschwitz transportiert und dort vergast. Das letzte Lebenszeichen von Julius Hirsch stammt übrigens aus Dortmund. Dort hat Hirsch hat eine Karte aus dem fahrenden Zug geworfen, die seine Familie erreicht hat.

Fußball im Totalitarismus, so haben viele Fans ihren Lieblingssport noch nicht gesehen, weshalb Peuckmann immer wieder auf das Buch angesprochen wird, auch im Stadion des BVB, wenn er zu den Heimspielen geht. Selbst von Frauen, die sich ansonsten nicht für Fußball interessieren, bekommt er Reaktionen. Kein Wunder, meint Peuckmann, denn ergreifend sind die Geschichten, so dass auch bei ihnen großes Interesse herrscht.

Buchtipp: Heinrich Peuckmann: Gefährliches Spiel. Fußball um Leben und Tod. Kulturmaschinenverlag 2018. 10.80 Euro

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SommerLeseClubs starten pünktlich zum Ferienbeginn

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Kamen. Auch in diesem Jahr sind alle Kamener Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur achten Klasse zur Teilnahme an den Sommer-LeseClubs der Stadtbücherei eingeladen. Ab sofort können sich interessierte Kinder und Jugendliche in der Stadtbücherei Kamen, den Bibliotheken des Gymnasiums und des Schulzentrums oder unter www.sommerleseclub.de oder www.juniorleseclub.de  online zum Club anmelden.

Am Freitag, 13.Juli, 10 Uhr, startet die Buchausleihe in der Stadtbücherei. Der Start der Buchausleihe am letzten Schultag soll auch den ‚Frühstartern’ in die Ferien die Teilnahme ermöglichen. Im Foyer der Stadtbücherei werden die Bücher, die im Sommerleseclub gelesen werden können, in attraktiver Dekoration präsentiert. Alle TeilnehmerInnen des Sommerleseclubs erhalten einen Clubausweis und ein LeseLogbuch, in das die während der Sommerferien gelesenen Bücher eingetragen werden. Ziel ist es, in den Ferien mindestens drei Bücher zu lesen. Als Belohnung winken neben einer Urkunde, der Teilnahme an einer Verlosung und einem Geschenk auch der Besuch der Abschlussparty.

Auf die Grundschüler wartet der JuniorLeseClub mit zahlreichen neuen Büchern in der Kinderbücherei. Wer erfolgreich teilnimmt, wird Anfang September zur Abschlussparty zum Mitmach-Musical ‚Das kleine Ich bin ich‘ eingeladen. Die Schüler der weiterführenden Schulen können sich auf zahlreiche neue Jugendromane und eine Abschlussparty mit Pizza und Musik freuen. Außerdem können die Schüler ihr erworbenes Zertifikat nach den Ferien den Deutschlehrern vorlegen und damit etwas für ihre Deutschnoten tun.
Der SommerLeseClub ist eine gemeinsame Aktion von mehr als 150 Stadt- und Gemeindebüchereien in Nordrhein-Westfalen und wird gefördert durch das Kultursekretariat Gütersloh mit Mitteln des Landes NRW und durch die Sparkasse UnnaKamen.

Der SommerLeseClub findet 2018 zum 14. Mal statt. Die Stadt Kamen ist als eine der Pilot-Kommunen von Anfang an dabei.
In den zurückliegenden Jahren konnten in Kamen jedes Jahr rd. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Sommerferien ihr Zertifikat entgegennehmen. Zudem wurden in jedem Jahr mehr als 2000 Bücher gelesen. Damit ist das Projekt zu einer festen Größe der Förderung von Lese- und Informationskompetenz Jugendlicher geworden. Die Teilnahme an den SommerLeseClubs ist selbstverständlich kostenlos.

 

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Lesung und Infos zum Thema Demenz in der Stadtbücherei Kamen

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Kamen. Das Netzwerk Demenz Kamen und die Stadtbücherei Kamen laden gemeinsam am Donnerstag, 28. Juni, ab 16 Uhr zu einem Infotag zum Thema Demenz in die Stadtbücherei Kamen ein.
Im Rahmen der Veranstaltung liest um 18 Uhr der bekannte Schriftsteller Burkhard Spinnen aus seinem Buch „Die letzte Fassade: Wie meine Mutter dement wurde“. In seinem Buch berichtet Spinnen sehr persönlich über die Demenz der Mutter und wie die Krankheit auch sein Leben veränderte.
Schon um 16.15 Uhr startet der Infotag mit einem Fachvortrag zum Krankheitsbild Demenz durch Uwe Johansson. Herr Johansson ist Oberarzt in der Gerontopsychiatrie der LWL Klinik in Dortmund und Mitarbeiter im Demenz-Servicezentrum Dortmund.
Der Infotag wird abgerundet durch einen Demenzparcour, der im Foyer der Stadtbücherei aufgebaut wird. An den einzelnen Stationen des Parcours haben Angehörige und andere Interessierte die Möglichkeit, sich in die Situation von Menschen mit Demenz hineinzuversetzen und dadurch mehr Verständnis für diese zu entwickeln.
Während der gesamten Veranstaltung können sich die Besucherinnen und Besucher am Stand des Netzwerkes Demenz Kamen informieren. Es wird auch einen Büchertisch zum Thema geben. Die Teilnahme an dem Infotag ist kostenlos. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei Andrea Sternal, Stadtbücherei Kamen, Tel. 02307 / 148-7001 oder Andrea Schulte, Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna, Tel. 02307 / 28 99 06-0.

 

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Sommerleseclub: Großer Einkauf der kleinen Bücherfreunde

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leseclub58amDie jungen Literaturexperten mit (hinten, von links) Lara Punge (Stadtbücherei), Meike Westermann (Mayersche), Lenka Fluhme (Schulzentrumsbücherei), Lisa Fregin (Gymnasiumsbücherei). Foto Andreas Milk für KamenWeb.devon Andreas Milk

Kamen. Während die Stadt Kamen am Bürgerhaushalt bastelt, macht die städtische Bücherei schon mal vor, wie das aussehen kann, wenn Bürger beim Geldausgeben Hand anlegen. Ganz junge Bürger, übrigens! In den kommenden Ferien startet wieder der Sommerleseclub - und was da im einzelnen weggeschmökert wird, darüber hat heute Nachmittag ein Literarisches Sextett in der Mayerschen Buchhandlung entschieden. 1.000 Euro hatten die Jungen und Mädchen zur Verfügung, um den Bestand des Leseclubs nach ihren Wünschen zu bestücken; dieser Etat verteilt sich neben der Mayerschen noch auf eine zweite örtliche Buchhandlung.

Das Prinzip des Clubs: Die Mitglieder lesen pro Kopf im Laufe der Sommerferien drei oder mehr Bücher, kriegen jeweils einen Stempel in den Clubausweis, machen am Ende gemeinsam Party und nehmen obendrein an der Verlosung von Preisen teil. Dass sie ihr Lesepensum tatsächlich erfüllt und nicht bloß so getan haben, wird vom Büchereiteam anhand von Fragen "überprüft". Das Wort steht hier in Anführungszeichen, weil Lara Punge, Lenka Fluhme und Lisa Fregin nicht den Eindruck machen, zu inquisitorischen Mitteln zu greifen, wenn da wer nicht mehr die Namen aller Nebenfiguren kennt. Manche Kinder seien eher schüchtern beimErzählen, weiß Lara Punge - andere fielen nach der Lektüre gleich mit dem gesamten Romaninhalt ins Haus. Auch Sachbücher kommen auf Wunsch ins Sommerleseclub-Repertoire.

Neu in diesem Jahr: Der Leseclub hat quasi Nebenstellen in den Bibliotheken von Gymnasium und Schulzentrum. Hier können Kinder, die in den Ferien früh verreisen, schon am Mittwoch vor Ferienbeginn Bücher ausleihen. In der Stadtbücherei im alten Rathaus dagegen ist der letzte Schultag erster Sommerleseclub-Ausleihtag.

Ist Lesen beim Nachwuchs überhaupt noch "in"? Klares Ja von Lara Punge. Zumal die Stadtbücherei mit der Zeit geht: Auch die elektronische "Onleihe" ist hier längst möglich.

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Lesung in der Stadtbücherei

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Kamen. Der in Kamen lebende Autor D. Adomeit ist am Mittwoch, 18. April,  um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei zu Gast.

D. Adomeit ist seit einigen Jahren hauptsächlich im Internet tätig und schreibt Kurzgeschichten. Im letzten Jahr hat er die autobiographische Erzählung "Ab morgen bin ich depri" veröffentlicht und damit zum ersten Mal ein umfangreiches Buch geschrieben. Unter dem Pseudonym A. David berichtet er, wie eine Erkrankung sein Leben komplett neu gestaltet hat und warum er das mittlerweile fast als glückliche Fügung ansieht.

Adomeit bekam die Diagnose BURN OUT. Im Rahmen der Behandlung wurde zusätzlich eine Depression festgestellt. Er beschreibt, wie seine Erkrankung immer stärker in das Privat- und Berufsleben eingegriffen hat, berichtet über Stress mit der Krankenkasse und über Probleme am Arbeitsplatz. Der Autor gewährt Einblick in sein Gefühlsleben und schildert, wie Stimmungsschwankungen zustande kommen und welche Auswirkungen sie haben.

D. Adomeit möchte den Leser mitnehmen in seine Gedankenwelt. Obwohl sich das Buch nicht als Ratgeber versteht, schafft es der Autor, Berührungsängste gegenüber der Erkrankung abzubauen und Freunden und Angehörigen eines Erkrankten die Möglichkeit zu bieten, Denk- und Verhaltensmuster nachzuvollziehen.

Gern steht der Autor nach der Lesung für Fragen zur Verfügung.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei!

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