Ob Willi Schulte, ob "Mayersche": Einfach schön offline sein

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Wort & Buch

wschulteh 1017AMvon Andreas Milk

Kamen. Wieso einem Online-Riesen die Kasse füllen, wenn der lokale Händler locker mithält? Willi Schultes Buchhandlung in Heeren an der Mittelstraße hat seit dieser Woche einen neuen Internetauftritt: bis zum frühen Abend bestellen, am nächsten Morgen abholen. Trotz aufgefrischter Online-Präsenz bleibt der Offline-Aspekt für Willi Schulte, seine Frau Gabi und Tochter Steffi das Entscheidende. Als Einwohner von Kamen-Mitte bin ich eher selten in Heeren. Seit meinem ersten Besuch in Schultes Laden gestern Nachmittag habe ich folgende Theorie: Ich brauche hier bloß lange genug zu stehen, dann sehe ich die komplette Heerener Bevölkerung rein- und rausgehen. Zum Beispiel die Frau, die gar nicht erst sagen muss, dass sie die neue "HörZu" möchte. Willi Schulte weiß das. Oder die Kita-Gruppe auf Schnitzeljagd. "Willi, warum nennst du meine Mama eigentlich immer Kati", will ein kleiner Junge von Schulte wissen, "die heißt doch Katja!" Da lacht der Chef. Seit 1963 führt er den Betrieb in dem denkmalgeschützten Haus. In einem Raum, der inzwischen als Lager dient, wurde er geboren. Nicht allein Bücher haben die Schultes im Sortiment - auch Büro- und Schulbedarf, Bastelzubehör, Spielwaren, Tabakwaren. Eigentlich fast alles. Eine Frage, so ganz unter uns: Geht Ihnen der Satz "Wir freuen uns auf Sie!" auch hin und wieder auf den Senkel? Weil Sie spüren: Das ist nicht ehrlich gemeint, es geht ja doch bloß um den Umsatz? Dann besuchen Sie die Schultes. Die freuen sich wirklich. Und sie helfen Ihnen auch weiter, wenn Sie nur was fragen möchten.

mayersche1017AMBei Meike Westermann und ihrem Team in der "Mayerschen" an der Weststraße ist das nicht anders. Meine kleine Buchhandlungstour hat mich gestern hin geführt - es war "VIP-Abend" für Inhaber der hauseigenen KultKarte. Stöbern nach dem offiziellen Ladenschluss also. Die Bude war proppevoll; sie war es schon bei der Premiere im März. Beide Male gab es die leckeren Häppchen aus der Fleischerei Flechsig. Chefin Yvonne Flechsig ist aber nicht nur Catering-Spezialistin - Sie können mit ihr auch stundenlang, ich glaube sogar: tagelang, über Krimis und Thriller fachsimpeln. Da geht es ja im weitesten Sinne auch um Gehacktes und Geschnetzeltes. Wer's gestern verpasst hat: besagte Karte besorgen - und ein paar Monate warten. (Dies darf als Wink mit dem Zaunpfahl an die Geschäftsleitung der "Mayerschen" in Aachen verstanden werden.) Ein häppchenfreier, rein literarisch angelegter Besuch vor Ablauf dieser Frist lohnt sich natürlich auch. Gleich neben den Bestsellern finden sich obendrein BVB-Fanartikel und manches andere Verschenkbare.
Ob Willi Schulte in Kamen-Heeren oder "Mayersche" in Kamen-Mitte: Wer sich in diesem neumodischen Internet vorab ein Bild machen will, findet hier die passenden Links.

https://schulte-heeren.buchhandlung.de/shop/

http://www.mayersche.de/Buchhandlung/Kamen/

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Heimspiel von Heinrich Peuckmann

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Wort & Buch

Lesung917CVHeinrich Peuckmann begreift sich eigentlich sich als ein Erzähler, der Romane oder Krimis verfasst. Foto: Christoph Volkmer

von Christoph Volkmer

Kamen. Lesungen in seiner Heimatstadt führt Heinrich Peuckmann eher selten durch. Am heutigen Abend war es aber einmal wieder so weit und der Autor gab in der Familienbande einen Überblick über einige seiner aktuellen Veröffentlichungen.
Heinrich Peuckmann begreift sich eigentlich sich als ein Erzähler, der Romane oder Krimis verfasst. Nebenbei schreibt er aber auch Gedichte, die seine literarische Arbeit seit vielen Jahren begleiten. Seine Lesung eröffnete er folglich mit einer Kostporobe aus seinem bereits dritten Lyrikband, der Anfang des Jahres unter dem Titel „Nicht die Macht der Steine“ erschienen ist. „Ich habe da sehr persönliche Gedichten drin, die auch mit Kamen und meiner Jugend in der Stadt zu tun haben“, so der Schriftsteller.
Auch im Krimi „Gefährliches Glitzern“, verschweigt Peuckmann seine Liebe zur Heimat nicht. So befindet sich einer der Schauplätze, an denen Kommissar Völkel in der Szene von Hobbyarchäologen ermitteln muss, in Westick. Der Abend endete mit einem Ausschnitt aus dem Roman über den französischen Schriftsteller Honoré de Balzac, „einem der ganz Großen der Weltliteratur“, wie Peuckmann sagt. In dem Werk „Die lange Reise des Herrn Balzac“ begleitet der Leser den verstorbenen Schriftsteller auf einer Zugreise von Paris bis in die Ukraine. Dabei verknüpft Peuckmann Fiktion und Fakt, in dem er neben der Schilderung der langen Fahrt zugleich in Rückblicken einen Blick auf das verrückte Leben des Franzosen wirft.

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Lesung in Kamen - Auf der Suche nach dem Sinn

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Wort & Buch

Kreis Unna. Christof Jauernig war Unternehmensberater in Frankfurt. Dann packte er seinen Rucksack und reiste ein halbes Jahr durch Südostasien. Mitgebracht hat der Autor Fotos und Geschichten, die ihn aus einer Sinnkrise geführt haben. Jetzt präsentiert er sie auf einer Lesung in Kamen.

Die Selbsthilfegruppen „Zebra-Pa“, für Eltern von Kindern mit Cerebralparese, und „Gemeinsam stark“, für Eltern von Kindern mit Behinderung, laden zu dem Vortrag am Samstag, 30. September um 19 Uhr ins Evangelische Jugendheim in Kamen Heeren-Werve, Mittelstraße 66 ein. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

„Gedanken verloren“
Der Autor wird aus seinem Buch „Gedanken verloren“ über seine Reise durch Südostasien lesen. Dabei wird der Vortrag über den „Analysten, der ging, um die Welt mit dem Herzen zu sehen“ mit Fotoprojektionen bebildert sowie musikalisch mit eigenen Klavierimprovisationen des Referenten untermalt. Insbesondere die eingestreuten kleinen Filmsequenzen laden zum Innehalten ein. Die Themen „Achtsamkeit“ und „Loslassen“ spielen eine große Rolle.

Weitere Informationen gibt es bei der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) im Gesundheitshaus Lünen unter Tel. 02 30 6 / 10 06 10. PK | PKU

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Heinrich Peuckmann liest in der Familienbande

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Foto: Heinrich Peuckmann (C) KamenWeb.deKamen. Fast sechzig Bücher hat der Kamener Schriftsteller Heinrich Peuckmann inzwischen veröffentlicht: Romane, Krimis, Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher. Bei der Lesung in der Familienbande wird er Auszüge aus seinem Krimi „Gefährliches Glitzern“ vorlesen, der teilweise in Kamen spielt. Er wird außerdem seinen neusten Roman „Die lange Reise des Herrn Balzac“ vorstellen, dazu Gedichte aus dem Lyrikband „Nicht die Macht der Steine“, in denen Peuckmann seine Erfahrungen, Gedanken, aber auch Erinnerungen an seine Jugend in Kamen gestaltet. Heinrich Peuckmann ist ein weit über die Region hinaus bekannter Autor, der vor vier Jahren ins Präsidium des PEN gewählt wurde. Er wird der Veranstaltung aber nicht nur lesen, sondern auch etwas zu seiner Arbeit als Schriftsteller und zu weiteren Werken erzählen. Vor allem aber wird er Fragen beantworten und das Gespräch mit seinen Zuhörern suchen. Die Lesung wird mit spanischer, französischer und deutscher Musik von MarieChristine Torre begleitet.

Zeit: 28.09.2017, 19:00 Uhr Kosten: 8 € Ort: Café der Familienbande Kamen e.V. Bahnhofstraße 46, Kamen

Anmeldung und Vorverkauf unter: 02307 / 2850510 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Buchvorstellung: Gerd Koenen, Die Farbe Rot - Ursprünge und Geschichte des Kommunismus

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koenenFarbe RotKamen. Im Rahmen der VHS-Vortragsreihe: „100 Jahre Oktoberrevolution – Was war der Kommunismus?“ stellt der deutschlandweit bekannte Historiker und Publizist Gerd Koenen am 29. September sein frisch erschienenes Buch "Die Farbe Rot - Ursprünge und Geschichte des Kommunismus" in der Stadtbücherei Kamen vor. Mit beispielloser Erzählkunst schildert Koenen die Geschichte des Kommunismus auf eine völlig neue und entstaubte Weise. Die Meisterschaft seines Buches besteht darin, dass er Geistes- und Religions-, Sozial- und Globalgeschichte verknüpft - und dem Zusammenhang von Humanismus und Terror, von Aufklärung und Paranoia nachspürt. Eben dadurch legt sein Buch den legitimen, unverzichtbaren Kern des Traums von einer besseren Gesellschaft wieder frei, von dem alles ausging. Das Buch ist am 19. September 2017 im C.H. Beck Verlag erschienen.

Gerd Koenen ist Historiker und Publizist. Er war bis 1982 ein führendes Mitglied des KBW, danach u.a. Redakteur der Zeitschrift "Pflasterstrand" und Mitarbeiter von Lew Kopelew. Seine Bücher "Utopie der Säuberung", "Das rote Jahrzehnt" und "Vesper, Ensslin, Baader" waren Bestseller. 2007 erhielt er für sein Buch "Der Russland-Komplex" den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung der VHS Kamen-Bönen, der Stadtbücherei Kamen und dem Haus der Stadtgeschichte.

Buchvorstellung: Gerd Koenen, Die Farbe Rot - Ursprünge und Geschichte des Kommunismus.

Freitag, 29. September 2017, 20:00 Uhr
Stadtbücherei Kamen, Markt 1
Eintritt: 8,- Euro (SchülerInnen kostenfrei)

Karten gibt es an der Abendkasse oder im Vorverkauf bei der Stadbücherei und der VHS-Geschäftsstelle Kamen.

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Peuckmann Mitglied im „Rat für deutsche Rechtschreibung“

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Foto: Heinrich Peuckmann (C) KamenWeb.deKamen. Eine ehrenvolle Berufung erreichte den Kamener Schriftsteller Heinrich Peuckmann in diesen Tagen. Er wurde nämlich zum Mitglied des „Rates für deutsche Rechtschreibung“ ernannt, der in Mannheim an das „Institut für deutsche Sprache“ angegliedert ist. Der Rat beobachtet die Entwicklungen der deutschen Rechtschreibung und beschließt Veränderungen, wenn sie der Wandel der Sprache erforderlich machen. Renommierte Sprachwissenschaftler aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und selbst aus Liechtenstein bilden die Hauptgruppe in diesem Rat, dazu Journalisten und Schriftsteller. Und um deren Interessen, aber auch deren Sichtweise zum Thema zu vertreten, wurde nun Heinrich Peuckmann als einziger Schriftsteller aus Deutschland in dieses hochrangige Gremium berufen. Peuckmann freut sich auf die neue Aufgabe. „Wahrscheinlich werde ich durch die Mitarbeit noch eine Menge lernen können“, meint er.

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