Ausstellung: Elisabeth Lea - Tusche, Graphit, Farbe

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Kamen. Im Rahmen der beliebten Rathausgalerie sind in der Stadthalle Kamen ab dem 15. Oktober 2019 Werke von Elisabeth Lea zum Thema Tusche, Graphit, Farbe zu sehen.

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 15.10.2019, 19.30 im Foyer der Stadthalle

Als Kunsthistorikerin übernimmt Anke Schmich die Einführung in die Werke und Thomas Spiel greift klangvoll in die Saiten seiner Gitarre.
E. Lea, die ehemalige Musik- u. Kunsterzieherin aus Kamen-Methler ist seit 2015 Mitglied des Künstlerbundes Schieferturm Kamen. Dem Studium an der Pädagogoschen Hochschule Braunschweig folgte ihre schulische Tätigkeit. Seit 1995 belegt sie intensive Kurse im Zeichnen und in der Aquarell- u. Acrylmalerei bei Stephan Geisler in Bergkamen und Bochum.

Bei der Ausstellung mit dem Titel „Tusche, Graphit, Farbe“ präsentiert Elisabeth Lea etwa 50 Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung, Aquarell und Malerei. Ein Schwerpunkt in ihren Arbeiten sind Segelschiffe, die ganz oder vornehmlich aufgrund ihrer Segel durch die Kraft des Windes bewegt werden und damit dem Meer trotzen und es bezwingen können. Dabei sind für die Künstlerin in ihren Bildern nicht die Segel selbst wichtig, sondern ihr besonderes Interesse gilt der Tagelage, der Gesamtheit der Vorrichtungen, die die Segel tragen, wie Masten, Spiere und Taue. Durch die eingebrachten grafischen Elemente erhalten die Bilder filigrane Strukturen und Lebendigkeit.

Im Gegensatz dazu kann man bei den Früchten des Herbstes, in Anlehnung an die jetzige Jahreszeit, in Farben und Formen schwelgen. Weitere Schwerpunkte sind Zeichnungen mit
Motiven von Kamen und von Reisen sowie Landschaften und Menschen. Für Elisabeth Lea sind Menschen das wichtige Thema, das sie immer wieder in ihren Arbeiten aufgreift. Gesichter, in denen man lesen kann und die die unterschiedlichsten Emotionen zum Ausdruck bringen können, interessieren und faszinieren.

Öffnungszeiten der Ausstellung: vom 15. – 31.10.2019 zu den Öffnungszeiten
Mo-Do von 7.30 bis 16.30 Uhr, Fr. von 8.30 – 13.00 Uhr

Unterhaltsames Programm zum Ende der Ausstellung „Von Nebenan“ der kunstwerkstatt sohle 1 aus Bergkamen

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Lied1019sohl1Foto: kunstwerkstatt sohle 1Kamen. Am Donnerstag, den 3. 10., ging im Haus der Stadtgeschichte die Ausstellung „Von Nebenan“ der kunstwerkstatt sohle 1 aus Bergkamen mit einem unterhaltsamen Programm zu Ende. Vor der Kulisse der schönen Museumsräume erlebten die etwa 40 Besucher der Finissage die Entdeckung des Nachmittags: Die singenden, lesenden und schwadronierenden „Ruhrleser“ Joachim Müller, Ingo Rosner und Bernhard Dickhut gaben dem Titel der Ausstellung „Von Nebenan“ einen abschließenden Pfiff und begeisterten das Publikum mit Texten aus dem Leben unserer Heimat, dem Ruhrgebiet, u.a. mit der Erzählung über einen Jürgen Sparwasser, der irrtümlich für den ehemaligen DDR-Fußballer gehalten wird, der im einzigen Länderspiel zwischen den beiden deutschen Staaten das Siegtor für die DDR erzielte. Der Beifall spornte die drei Kabarettisten noch zu einer Zugabe an, einem Lied übers Grillen, das man neben der Sparwasser–Erzählung gut als weiteren Höhepunkt bezeichnen darf!

Nach einem anschließenden entspannten Nachmittag mit vielen Gesprächen bei Kaffee und Gebäck und einem letzten Rundgang durch die Ausstellung wanderten die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler wieder nach „nebenan“ - nach Bergkamen.

 

Trabi "Albert" rollt werbewirksam durch Kamen

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von Alex Grün

Kamen. Die Kamener Künstlerin Petra Zapatero hat ihrem Zweitwagen einen Namen gegeben: "Albert". Wer das rollende Kunstwerk durch die Stadt fahren sieht, erkennt auch auf den ersten Blick, warum.

Um es gleich vorweg zu nehmen: "Albert" ist ein Trabi. Schon vor Jahren verliebte sich die Diplom-Malerin und -Grafikerin in die ostdeutsche "Renn-Semmel", die aus dem Baujahr 1989 stammt und eines der letzten Modelle ihrer Art gewesen sein dürfte, die vom Band gelaufen ist. Aus einer alten Lagerhalle heraus hat der Wagen die Kamenerin zufällig "angelacht", die sich des liebenswerten Gefährtes spontan annahm - natürlich zum Schnäppchenpreis. Das halbverrottete und ursprünglich froschgrüne Fahrzeug, das seit mehr als zehn Jahren keinen Asphalt mehr gesehen hatte, musste erst einmal mit einigem Aufwand restauriert werden, was rund ein Jahr lang dauerte. Mehrere tausend Euro hat Petra Zapatero dafür investiert. Und nicht nur das: Revolverschaltung, Benzinhahn und die sonstige antiquierte Mimik des Wagens erforderten einige Übung, erzählt die Künstlerin. Außerdem gibt der Zweitakter sich ungern mit gewöhnlichem Super zufrieden, lieber hat er ein spezielles Gemisch, am liebsten mit Blei-Additiv - so viel hat Petra Zapatero mittlerweile gelernt. Zwar rennt "Albert" nur 100 Sachen, aber schneller braucht er auch gar nicht sein: Als fahrendes Werbeobjekt kann er eigentlich gar nicht langsam genug sein, so die Künstlerin. Nächsten Monat wird "Albert" 30 Jahr alt und bekommt das H-Kennzeichen. Die Grafiken auf Motorhaube, Dach, Kofferraum und Türen sind nicht gesprüht, sondern handbemalt, betont Petra Zapatero, ausschließlich der Schutzlack darüber wurde mit der Sprühpistole aufgetragen. Auf der Motorhaube prangt der Namensgeber des Gefährts in seiner ganzen zauseligen "Schönheit": Schon immer habe sie Albert Einstein und seine Thesen bewundert, sagt Petra Zapatero. Außerdem habe sie den Physiker bereits in Form eines Ölbildes portraitiert und dieses gemeinsam mit dem Trabi erfolgreich als Meisterarbeit eingereicht. Auf dem Kofferraum ist ein Turnschuh abgebildet, auf dem Dach eine Farbpalette. Rund 80 Arbeitsstunden habe sie in das Projekt investiert, sagt die Künstlerin. Aber die hätten sich gleich dreimal gelohnt. Denn mit dem Projekt hat sie drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ein Meisterstück geschaffen und gleichzeitig ein weiteres Kunstwerk, das wiederum als Werbemittel seinen Teil zum Erfolg des Ateliers beiträgt. Und das tut es: "Bei 'Alberts' Erscheinen bleiben schon viele Leute stehen und schauen sich um - schon allein des Lärms wegen". Denn leise ist der Kultwagen genauso wenig, wie rasant.

Archiv: Kunstausstellung zum 10jährigen Jubiläum des Atelier-Treff Zapatero

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„Von Nebenan“ - Werkschau von sechzehn Künstlerinnen und Künstlern der Bergkamener kunstwerkstatt sohle 1,

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hausderstadtgeschKWKamen. „Von Nebenan“ - das ist der Titel der Werkschau von sechzehn Künstlerinnen und Künstlern der Bergkamener kunstwerkstatt sohle 1, die vom 5. September 2019 bis zum 3. Oktober 2019 einen Überblick über Arbeiten der letzten Jahre bis zu ihren neuesten Werken präsentieren werden.

Von Nebenan, aus Kamen, Bergkamen, Hamm, Werne und Dortmund, kommen nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, sie beschäftigen sich in vielfältigen Arbeiten auch mit Motiven aus ihrer unmittelbaren Umgebung.

Seit der Gründung der kunstwerkstatt sohle 1 im Jahr 1997 ist aus der Gruppe liebenswerter Freizeitmaler bis heute eine Kunstszene entstanden, deren Vertreter durch viele Einzel- und Gruppenaktionen auf sich aufmerksam machen.

Die Bergkamener, deren „Wegmarke“ - Ausstellungen seit über 20 Jahren über den engen Heimatbereich hinaus bekannt sind, haben mit ihrer Werkschau die Einladung der Kamener Künstlergruppe „Schiefer Turm“ vom letzten Jahr angenommen und freuen sich nun darauf, ihre Arbeiten in Kamen zu zeigen.

Zum Eröffnungsabend am Donnerstag, den 5.9.2019 um 19.30 Uhr sind alle Kunstinteressierten zu den Erläuterungen der Kunsthistorikerin Anke Schmich und zu Gesprächen mit den anwesenden Künstlern herzlich ins Haus der Stadtgeschichte ein.

Auf eine Besonderheit für das Publikum freuen sich die Organisatoren ganz besonders:

Von „nebenan“, aus Kamens Nachbarstadt Hamm, konnten sie die Musiker Cuhum Topak und Roland Mikosch gewinnen, die Musik auf ihren Instrumenten Saz und Gitarre präsentieren werden.

Besucht werden kann die Ausstellung „Von Nebenan“ zu den Öffnungszeiten des Hauses der Stadtgeschichte und zu folgenden Sonderveranstaltungen:

- Vernissage im Haus der Stadtgeschichte am Donnerstag, den 5. September um 19.30 Uhr.

- Matinées: Die., den 10.9. und Die., den 17.9.2019 von 10.00 bis 12.00 Uhr, zu Gesprächen mit den Künstlern.

- Soirée: Mittwoch, den 25. 9. 2019 von 18.00 bis 19.30 Uhr, Rundgang bei einem Glas Wein mit den Künstlern.

- Finissage: Donnerstag, den 3. Oktober 2019 von 15.00 bis 17.00 Uhr, unterhaltsamer Nachmittag mit der Dortmunder Kabarettgruppe „Ruhrlesen“.

Vernissage von Franz L. Lauter in der Galerie Zeitlos - ein Blick auf seine Gemälde

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von Dr. Götz Loos

Im Kreis Unna über den kochenden Maler Franz L. Lauter zu schreiben ist wie Eulen nach Athen tragen - man möge diese abgegriffene Phrase verzeihen, aber sie trifft hier zu wie sonst kaum. Insbesondere in Werne hat er tiefe künstlerische Spuren hinterlassen, mit Auszeichnungen und der Führung in der Liste der “Künstler der Stadt Werne“. Und wer seine sternprämierten Kochkünste genießen möchte, muss sich nach Schloss Nordkirchen begeben.

Bei der Ausstellung in der Galerie Zeitlos in Kamen wählte er dreierlei Werktypen aus seinem Schaffen: Der Löwenanteil wurde aus einer Mischung aus Abstraktem und Konkreten gestellt, jeweils in einem Bild - versteht sich. Zum Zweiten brachte er Werke mit, die der naiven Malerei nahe stehen, aber ebenfalls leicht abstrahiert sind. Zum Dritten sind da die rein abstrakten Gemälde. Fängt man mit einer näheren Betrachtung der letztgenannten an, so überraschen sie durch die Strahlkraft der Farben - man möchte dies als polyton oder polychrom bezeichnen - oder einfach als bunt; ein klarer Ausdruck zu Lauters Lebenseinstellung. Es gibt oft klare Grenzen in der Farbwahl, wenige Übergänge, der Strich meist lang oder rundlich. Die Farben sind überwiegend tief und kräftig und bedingen damit das Strahlende. Diese Art der Farbkomposition zieht sich allerdings durch alle Gemäldetypen. Deshalb war bereits der Gesamteindruck beim Eintritt in die Galerie hell und freundlich. Beim Hauptteil der Bilder, der abstrakt-konkreten Mischung, wirkt jedoch der lange Strich der abstrakten Teile auf den ersten Eindruck etwas unruhig. Die Mischung beider Teile wiederholt sich weitgehend: Über einer konkret-realistischen Basis werden abstrakte Striche und Elemente aufgesetzt, wodurch die konkreten Elemente ins Schwimmen geraten, aber teilweise auch noch realistisch konturiert und ausgefüllt hindurchscheinen. Insbesondere seine zahlreichen Motive mit Klatsch-Mohn folgen diesem Muster durchgehend und hinterlassen bei mir die tiefsten Eindrücke. Überhaupt gehören Naturmotive wie Blumenvariationen, Blumen im Lebensraum, in Sträußen und in der Vase, kontrastierende Blumenmotive,  Landschaften, auch städtisch, sowie Himmel (dann auch mal voller Blumen...) zu Lauters bevorzugten Darstellungen. Und ein wenig Kritik an zerstörenden Eingriffen in die Natur darf nicht fehlen, wenn eines seiner jüngsten Werke “Wiese ohne Monsanto“ heißt.
Hier lassen sich seine Katzen- bzw. Katerporträts anschließen, die man auch als einen vierten Typus bezeichnen könnte, da bei ihnen der konkrete Realismus stärker in Erscheinung tritt, wenngleich Verfremdungselemente ebenso eingeschlossen sind. 
Zu den natürlich-dominierten Werken zählen weiterhin Stillleben, von denen er seine “Käseauswahl“ ausstellte. Und schließlich sind Menschen und menschengleiche Figuren im Fokus dieses Werktyps, von denen der Kriegsgott “Mars“ in statuenhafter, blasser Präsentation, von abstrakten Farbstrichen überzogen (insbesondere blutartigem Rot), viele Besucher der Vernissage beeindruckte, wie zu hören war. 

Die eher naiven, realistischeren Werke waren deutlich in der Unterzahl, aber farblich in gleicher Strahlkraft ausgeführt; so unter anderem in einer Stadt- bzw. Häuseransicht, deren weiße Fassaden scheinbar im Sonnenlicht glänzten. Grundsätzlich spielt das Weiße in Lauters Werk offensichtlich vielfach eine bedeutende Rolle, da die Abstrahierungen in einem großen Teil seiner Werke zumindest einen hohen Weißanteil enthalten.

Archiv: Franz L. Lauter eröffnet Ausstellung in Galerie Zeitlos

Kochender Künstler malt Stadtwappen auf altes WAZ-Haus

Franz L. Lauter eröffnet Ausstellung in Galerie Zeitlos

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FLauter819AGFranz L. Lauter eröffnete am Freitag seine Ausstellung in Kamen. Musikalische Begleitung gab es vom Acoustic Jazz Trio mit Uli Bär (Kontrabass), Ralf Bornowski (Gitarre) und Felix Krampen (Schlagzeug). Foto: Alex Grün für KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Für seine Sterneküche ist er ebenso berühmt, wie für seine bildende Kunst - die stellt Franz L. Lauter ab sofort in der Galerie Zeitlos am Markt aus.

Erst habe er in seinem Ursprungsland Polen Ingenieurswesen studiert, aber bald festgestellt, dass sich mit Kunst mehr Geld verdienen ließ - es war nun einmal eine andere Zeit. Als das kommunistische Regime misstrauisch wurde, weil er schnellere Autos fuhr und größere Wohnungen hatte, sei er 48 Stunden in Haft genommen worden, ohne jegliche Begründung. Diese Erfahrung sei für ihn der Startschuss für den Weg nach Deutschland gewesen, wo er ohnehin Verwandtschaft hatte, erinnert sich Franz L. Lauter. Er machte nicht nur Karriere als weltweit ausgestellter Künstler, sondern auch als Koch der Extraklasse. Diese Passion lebt er im Schlossrestaurant Nordkirchen bis heute aus. Ohne je eine deutsche Schule von innen gesehen zu haben, hat Lauter jetzt auch ein Buch geschrieben - in deutscher Sprache. "Ich bin sozusagen das perfekte Beispiel für gelungene Integration", lacht der Künstler bei der Vernissage, gewohnt extravagant gekleidet in eine aserbaidschanische Trachtenuniform, die Impressario Michael Nosiadek ihm eigens hat anfertigen lassen. "Offenbarungen aus Küche und Atelier" - so der Titel der reich bebilderten Veröffentlichung, die in zwei Monaten auf den Markt kommen soll. Das Opus, das Lauter jetzt auf Vermittlung von Nosiadek in Gaby Arnemanns Galerie Zeitlos ausstellt, sei eine Art Retrospektive auf seine mittlerweile 72 Lebensjahre, stammen also aus mehreren Schaffensjahrzehnten. Die 42 hauptsächlich in Acryl gehaltenen Werke zeigen meist Alltägliches - Hunde, Katzen, Landschaften aber auch Akte, oft abstrakt, manchmal naiv, aber immer bunt und mit einem fröhlichen Augenzwinkern, ähnlich wie das alternierte Kamener Stadtwappen, das er vor ein paar Tagen auf die Fassade des alten WAZ-Hauses bannte. Die Ausstellung von Franz L. Lauter dauert noch bis zum Samstag, 28. September, zu den Öffnungszeiten der Galerie Zeitlos.

Archiv: Kochender Künstler malt Stadtwappen auf altes WAZ-Haus

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