Bergkamener Fotokünstler Kersten Glaser veröffentlicht ersten Bildband

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kersten glaser120KGVeröffentlichte jetzt einen eigenen Bildband: Der Berkgamener Fotokünstler Kersten Glaser. Foto: privatvon Alex Grün | Fotostrecke >>>

Kamen. Weniger ist manchmal mehr - nach diesem Grundsatz frönt Kersten Glaser seiner Leidenschaft, die gleichzeitig sein Beruf ist: die Fotografie. Jetzt hat der Bergkamener einen Bildband herausgegeben.

Angefangen hat für den heute 27-Jährigen alles vor etwa zehn Jahren. Ein Freund von ihm habe sich eine digitale Spiegelreflex-Kamera angeschafft und Glaser mit seiner Experimentierfreude schnell angesteckt. "Das kannst du auch 'mal ausprobieren", dachte sich der künftige Foto-Profi und legte los, wobei ihn die technischen Aspekte der Fotografie damals noch am meisten interessiert hätten. Und er ist drangeblieben: Zunächst absolvierte Glaser eine Ausbildung in einem Lünener Portraitstudio, irgendwann merkte er aber, dass ihm die künstlerische Seite mehr lag. Und so schrieb er sich für den Studiengang Fotografie an der Fachhochschule Dortmund ein, wo er mittlerweile im siebten Semester studiert. Wann er fertig ist, kann er noch nicht sagen: "Womöglich lege ich nach dem Bachelor-Abschluss noch einen Master nach", wirft der 27-Jährige einen Blick in die eigene Zukunft. Seine Motive sind oftmals reduziert und verdichtet, Ausschnitte als Teile eines Ganzen faszinieren ihn. Um auch farblich keine große Ablenkung zuzulassen, hält Glaser seine minimalistischen Objekte in schwarz-weiß. Nicht nur, um einen Gegenpol zur grellbunten Selfieflut auf Instagram & Co. zu setzen, sondern auch deshalb, weil der Großteil seiner Aufnahmen - man mag es kaum glauben - analogen Ursprungs sind. "Schwarzweiß-Aufnahmen sind analog einfacher zu verarbeiten", erklärt Glaser sein Faible für die klassische Arbeitsweise, für die er sich bewusst entschieden hat, um auf seinen Bildern stets die Wirkung zu erzielen, die er sich vorstellt.

Unter dem Titel "Mute" hat er kürzlich einen Bildband veröffentlicht - und der Name ist Programm. Im wahrsten Sinne des Wortes "stumm" wirken seine Bilder und erzeugen dadurch einen angenehmen Kontrast zu den oft viel zu schrillen und bunten Bildern, mit denen die Medien, insbesondere die "sozialen", den Adressaten bombardieren. Natürlich hat er als bekennender Lokalpatriot auch einige Aufnahmen aus Kamen verewigt. Ein Stromkasten an der Fassade der Pauluskirche, ein gepflasterter Weg zu deren Seitenportal, ein brachliegendes Grundstück gegenüber dem Einkaufszentrum oder ein aussagekräftiger Ausschnitt vom Kamener Marktbrunnen - fast laden die bruchstückhaft präsentierten, extrem verdichteten Motive Menschen, die hier leben, zu einer Schnitzeljagd ein. Motive gebe es überall, ist Glaser überzeugt. Umgekehrt könne man auch alles zum Motiv machen.

Herausgegeben hat der Fotografiestudent seinen Bildband komplett im Eigenverlag in einer Auflage von 200 Exemplaren im Softcoverformat. 53 Fotografien hat er darin veröffentlicht, die in den letzten drei Jahren entstanden sind. Geld verdienen will er damit nicht, für ihn ist es einerseits eine persönliche Arbeit und eine gute Visitenkarte für die Zeit nach dem Studium. Andererseits will er in erster Linie, "dass meine Bilder erst einmal gesehen werden und nicht in der Schublade herumliegen", sagt Kersten Glaser. Erhältlich ist der Bildband zum Preis von 15 Euro unter www.kerstenglaser.de

Titel: Mute
53 Schwarzweißfotografien
Softcover, 21x14,8cm
ISBN 978-3-00-064505-1
Preis: 15 Euro

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Kunst-Leistungskurs präsentiert sich im Haus der Stadtgeschichte

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KunstLK1 120CVErstmals zeigt der aktuelle Kunst-Leistungskurs von Christine Hupe die in anderthalb Jahren entstandenen Werke im Haus der Stadtgeschichte. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

KunstLK2 120CVKamen. Der Kunst-Leistungskurs des Städtischen Gymnasiums zeigt bis Anfang Februar Arbeiten aus den vergangenen anderthalb Jahren im Haus der Kamener Stadtgeschichte.

Die vielseitigen Kunstwerke für die Ausstellung „Erzähl mir von dir…“ sind nicht nur im Rahmen des Kunstunterrichts, sondern auch in ergänzender Arbeit zu Hause entstanden. Zu sehen sind Bleistift- und Tuschezeichnungen sowie Gemälde und Installationen. „Dies ist gleichzeitig der Abschluss der gemeinsamen Arbeit, denn nach den Ferien beginnt für die Schülerinnen und Schüler die Zeit der Abiturprüfungen“, erklärte Kunstlehrerin Christine Hupe bei der Eröffnung am Donnerstagabend, die Pascal Watolla und Maximilian Seibert musikalisch gestalteten.

Passend zum Titel der Werkschau beschäftigen sich die Arbeiten mit Menschen, aber ebenso mit dem Bereich des Tierportraits. „Jedes Lebewesen hat eine Geschichte und jedes künstlerische Werk erzählt davon auf seine Weise. Durch die Art der Darstellung erzählen die jungen Künstler dazu etwas von sich selbst“; lud Hupe die Besucher der Vernissage ein, auf Entdeckungstour zu gehen.

Zu sehen sind Studien von Gesichtsteilen und Motive, bei denen sich die 13 jungen Erwachsenen selbst beim Schneiden einer Grimasse zeigen sollten. Als Klausuraufgabe diente die Erstellung eines Bildes, bei der sich die Schüler mit einer Kopfbedeckung, die nicht zu ihrem Wesen passt, zeigen sollten - inklusive eines mimischen Kommentars dazu.

Außerdem beschäftigten sich die Gymnasiasten mit der künstlerischen Erforschung von Tieren und konzentrierten sich dabei für die Erstellung großer Acrylbilder auf jeweils eine Eigenschaft des Tiers. Anhand von Todesanzeigen erstellte die Gruppe zudem Installationen, die das Leben der Verstorbenen anhand der in den Anzeigen enthaltenen Informationen sowie erfundenen Details darstellt. Die Zeichnungen, Gemälde und Installationen sind noch bis zum 6. Februar im Haus der Stadtgeschichte zu sehen.

Öffnungszeiten Museum:
Di. - Do. 10 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr,
Fr. 10 bis 12 Uhr,
Sonntags 14 bis 17 Uhr
Montags, Samstags und Feiertags geschlossen!

Archiv: Schüler werten Kämpgen-Leerstand mit Kunst auf

 

Letzte Führung durch die Manet-Ausstellung der Gruppe REFLEX

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Reimund Kasper 1219TKWerkfoto: Reimund Kasper - Quel étalage de viande! [Was für eine Fleischbeschau!] - Ensemble aus Bildern, Plastiken und Fleisch

Kamen. Die Ausstellung “Das Frühstück im Grünen”. Hommage à Édouard Manet der Künstlergruppe REFLEX ist noch bis zum 19. Dezember 2019 im Haus der Kamener Stadtgeschichte zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Künstler Reimund Kasper, Sprecher der Gruppe REFLEX, und Peter Tournée werden am Sonntag, 8. Dezember 2019 von 14 bis 17 Uhr in den Ausstellungsräumen des Kamener Museums anzutreffen sein und allen kunstinteressierten Besuchern die letzte Führung durch die Ausstellung anbieten. Zu sehen sind verschiedene Reflexionen auf das berühmte Bild "Das Frühstück im Grünen" des französischen Malers Édouard Manet, der einer der ersten freien und modernen Künstler der Kunstgeschichte gewesen ist. Die REFLEX-Künstler unternehmen den Versuch, an Manets Bildaussage anzuknüpfen und diese in die Gegenwart zu transportieren. So wird in der Ausstellung ein spannungsvoller Bogen von Malerei, Grafik und Bildhauerei bis zu Installationen und Videokunst gespannt. Fernerhin ist der 68-seitige Ausstellungskatalog mit sämtlichen in der Ausstellung präsentierten Werken, Erklärungen der Künstler sowie einer Einführung des Kunstwissenschaftlers Dr. Rudolf Preuss im Kamener Museum und auch im Kunsthaus Kasper käuflich zu erwerben.

Archiv: Ausstellung: Das Frühstück im Grünen. Hommage à Édouard Manet

Kunstausstellung "geile viecher": Kamener Künstler Reimund Kasper zeigt besondere künstlerische Leckerbissen

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Kasper Brautschau1119Brautschau, 80 x 80 cm - 2019 von Reimund KasperKamen. Der Kamener Künstler Reimund Kasper bietet zum Jahresende mit der Kunstausstellung "geile viecher" einen besonderen künstlerischen Leckerbissen an. Erzählte Geschichten von merkwürdigen Tieren erhalten in dieser Ausstellung ein neues Gesicht. Da gibt es Nashörner, die mit ihrem Boot übers Meer fahren oder Ziegen, die es sich mit einem Gläschen in meiner Küche gemütlich machen. Hasen, die ins Unermessliche wachsen oder Vögel, die zur Musik tanzen und den Betrachter zum Mitmachen animieren wollen. Vielleicht ist es eine Traumwelt, die aber bei schwindender Lebensqualität auf unserem Globus zur Lebensnotwendigkeit wird, denn ohne eine Traum- und Phantasiewelt verkümmert unsere Seele. Die Phantasie ist der Motor aller Kreativität in unserem Leben und befördert eigentlich nur unsere Neugier, unser Suchen nach dem Anderen, dem Merkwürdigen oder dem Unbekannten. Die künstlerische Arbeit transportiert mit reichhaltigem Ideenreichtum eine immer neue Bildsprache, die sich in Form und Ausdruck variantenreich darstellt.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass Reimund Kasper das Projekt zusammen mit dem Künstlerkollegen Alfred Gockel, der ebenfalls Mitglied der Kamener Künstlergruppe REFLEX ist, erarbeitete. Es ist eine Wunderwelt der Superlative, zu der die Künstler herzlich einladen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sa. 23. Nov. um 15 Uhr in der Galerie Gockel, Hinterm Hagen 34, in 59348 Lüdinghausen. Desweiteren ist die Ausstellung an folgenden Tagen geöffnet: So. 24.11., 11-18 Uhr, So. 1. Dez., 11-18 Uhr und So. 19. Jan., 11-18 Uhr. Informationen zur Ausstellung: Kunsthaus Kasper, Hammer Str. 16, 59174 Kamen, Tel. 02307-797427.

Ausstellung: Das Frühstück im Grünen. Hommage à Édouard Manet

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REFLEX1119Vernissage im Haus der Stadtgeschichte

Kamen. Die Künstlergruppe REFLEX – Zusammenschluss freier Künstler in NRW mit ihrem Sitz in Kamen richtet ihren Blick auf ihr nächstes künstlerisches Projekt. Im Zentrum des Interesses der Gruppe steht Édouard Manets bekanntes Werk Das Frühstück im Grünen (1863), welches in seiner Zeit einen Skandal auslöste, indem der französische Künstler traditionelle Sichtweisen und Maltechniken durchbrach, während die Bourgeois und das Großbürgertum keine wahrheitsgetreuen, sondern idealisierte Darstellungen der Realität präferierten. Das Bild zeigt eine nackte Frau bei zwei bekleideten Männern sitzend. Die Juroren des Pariser Salon lehnten das Bild, das Manet zur Ausstellung anbot, ab. Das unkeusche „Picknick“ des vermeintlichen Voyeurs landete mit kaiserlichen Gnaden im Salon der zurückgewiesenen Gemälde.

Provokationen, wie sie Manet präsentierte, würden heute in der „aufgeklärten“ Welt erstaunlicherweise ähnliche Reaktionen hervorrufen. Denn die Darstellung des nackten Menschen in der Öffentlichkeit wird wieder als Affront wahrgenommen. Die REFLEX-Künstler unternehmen den Versuch, an Manets Bildaussage anzuknüpfen und diese in die Gegenwart zu transportieren. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Künstler ab dem 21. November bis zum 19. Dezember 2019 im Haus der Kamener Stadtgeschichte.

Ausstellungstitel: Das Frühstück im Grünen. Hommage à Édouard Manet
Ausstellungseröffnung: Do. 21.11.2019, 19:00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: Do. 21.11.2019 bis Do. 19.12.2019
Lokalität: Haus der Kamener Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21, 59174 Kamen

Begrüßung: Ingelore Peppmeier, Ingelore Peppmeier, Beigeordnete der Stadt Kamen
Einführung: Dr. Rudolf Preuss, Kunstwissenschaftler
Musikalische Begleitung: Freya Deiting, Violinistin

Zur Ausstellung erscheint ein 68-seitiger Katalog.

Führungen durch die Ausstellung:
So. 24.11., So. 01.12., So. 08.12. jeweils 14-17 Uhr

Ausstellung von Rosa Graßhoff und Lars Schubert mit dem Titel „EINS ZU EINS“

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Kamen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Fotos von Rosa Graßhoff und Übermalungen  von Lars U. Schubert, die eins zu eins nebeneinander zu sehen sind.
Jedes der Kunstwerke kann im Ergebnis für sich allein stehen, aber in der Entstehung der Übermalung ist das Foto die Grundlage, denn genau diese Übermalung konnte nur entstehen, weil es dieses jeweilige Foto gab. So sind die Übermalungen nicht ein Auslöschen oder eine Missachtung der Fotos, sondern eine Erweiterung. So begegnen sich zwei eigene Kunstformen wie in einem Dialog. Es scheint ein Gespräch in verschiedenen Sprachen, wobei es ein Einverständnis gibt, eine Zustimmung. Aber es erscheint auch eine Verweigerung eines Gesprächs zu sein, so dass jedes Bild für sich bestehen kann und auch besteht.
Während die Fotos die originale Welt abzubilden scheinen, scheinen die Übermalungen den Raum mit Ideen, dem Echo der Geschichte oder zukünftigen Situationen zu füllen.

Fotografien: Rosa Graßhoff
Übermalungen: L’Ars U. Schubert, Künstler und Mitglied in der Künstlervereinigung
„Schieferturm“, Kamen.

Eröffnung: In der Sparkasse UnnaKamen, Sparkassenplatz 1, 59174 Kamen wird am Donnerstag, 7.11.2019, 17.00 Uhr die Ausstellung „EINS ZU EINS“ eröffnet.

 

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