Kamener Künstler Reimund Kasper greift das Thema Europa in seiner künstlerischen Arbeit auf

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Bibendum Sigrid Lewerentz u. Reimund Kasperv.l.n.r. Sigrid Lewerentz, Reimund Kasper

Kamen. Der Kamener Künstler Reimund Kasper greift das Thema Europa in seiner künstlerischen Arbeit auf. Es entstanden Zeichnungen, Grafiken und auch Skulpturen. Der Name Europa stammt ursprünglich aus der griechischen Mythologie. In Anlehnung an die phönizische Königstochter Europa gestaltete Kasper die Stahlskulptur „Europa und der Stier“, die als aussagekräftiges Werk den Abschluss dieses Projektes bildet. Es war Zeus, der sich einst in Euopa verliebte und sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier verwandelte. Als der Götterbote Hermes eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon (im heutigen Libanon) spielenden Europa trieb, erschien Zeus in der Gestalt eines Stieres und entführte Europa auf seinem Rücken und schwamm mit ihr nach Kreta.

Die Diplom-Designerin Sigrid Lewerentz stellt ab sofort in ihrem Geschäft Bibendum in der Weststraße in der Kamener Innenstadt Kaspers Stahlskulptur „Europa und der Stier“ aus. Auch für die Designerin ist das Thema Europa mit all seinen momentanen Querelen und Unbeweglichkeiten zu einem Anliegen geworden. Denn die Skulptur stellt nicht nur eine kulturell-geschichtliche Wiedergabe der mythologischen Narration in den Vordergrund, sondern appelliert auch an den Zeitgeist, den diese künstlerische Arbeit vermitteln möchte. So wie die Skulptur eine geschlossene Einheit bildet, so ist es auch der innigste Wunsch des Künstlers, dass die Verantwortung in Europa für ein menschenwürdiges Zusammenleben ernst genommen wird. Parallel zu der Stahlskulptur, die in einer Auflage von 20 Exemplaren erscheint, zeigt Sigrid Lewerentz auch eine limitierte Auflage einer thematisch entsprechenden Druckgrafik von 10 Exemplaren.

Bibendum Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-14 Uhr u. 15-18.30 Uhr, Sa 11-14 Uhr

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"Zeitloser" Durchbruch mit Kunst am Kamener Markt

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Gutes Team am Kamener Markt - Hauseigentümer Michael Nosiadek und Galeristin Gaby Arnemann. (Foto Andreas Milk für KamenWeb.de)

von Andreas Milk

Kamen. "Es ist jetzt rund" - Gaby Arnemann ist zufrieden. Seit 2004 hat sie ihre Galerie "Zeitlos" am Kamener Markt. Dass das Gebäude einen neuen Eigentümer - Michael Nosiadek - bekam, brachte für Arnemann im wahrsten Sinne den Durchbruch. Viel mehr Platz als früher steht ihr dank der baulichen Veränderung zur Verfügung; gestern abend wurde in der alten, neuen Galerie eine neue Ausstellung eröffnet: Gaby Arnemann präsentiert Popart von James Rizzi, Ed Heck und Patrick Preller.

In den hinteren, der Güldentröge zugewandten Räumen hat die Galeristin immer schon Ausstellungen gehabt. "Es gibt rund 20 Künstler, mit denen ich permanent arbeite" - und die mal mehr, mal weniger produktiv seien. Als ihr eigenes und "eigentliches" Standbein aber bezeichnet Gaby Arnemann die Einrahmung. Und mit eben diesem Handwerk kann sie sich in den größeren Räumen besser denn je präsentieren - übrigens so, dass von außen, vom Markt, sichtbar ist: Da drin ist tatsächlich jemand! Vor dem Umbau wirkte Arnemann ein bisschen im Verborgenen. Obendrein ist sie mobil: Kunden, die das Passende zum An-die-Wand-Hängen suchen, bekommen auf Wunsch einen Hausbesuch. Extra-Kosten? Nein, Service. Der bringt manchmal neue Einsichten. Etwa diese: "Querformat ist kein Muss überm Sofa." Kreisweit hat Gaby Arnemann Kundschaft - und darüber hinaus, weil Kunden sie auch schon mal ihren Bekannten in Frankfurt, Düsseldorf oder sonstwo empfehlen.

Nach ihrer ersten Station als Selbstständige in Unna sei der Start in Kamen seinerzeit nicht leicht gewesen, sagt Arnemann. Aber das Engagement am Markt habe sich gelohnt; sie sei ins Gespräch gekommen - und im Gespräch geblieben. Die Rizzi-Heck-Preller-Ausstellung bleibt bis zum 6. Juli. Was danach kommt: abwarten. Es kommt was.

Geöffnet ist die Galerie "Zeitlos" dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr.

Web: www.galerie-kamen.de

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ART KAMEN 2018 – Internationale Kunstmesse im Kreis Unna

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Jury ART KAMEN 2018 618KHKAm Montag, den 4. Juni, traf sich die Fachjury im Kunsthaus Kasper - v.l.n.r. Herlemann-Putz, R. Kasper und T. Kasper

Kamen. Die internationale Kunstmesse im Kreis Unna, die ART KAMEN, die am 29. und 30. September 2018 zum 10. Mal in der Kamener Stadthalle stattfindet, wirft ihre Schatten voraus. Am Montag, den 4. Juni, traf sich die Fachjury im Kunsthaus Kasper, um aus einer Flut von über 200 Bewerbungen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die diesjährige Kunstmesse zu ermitteln. Die Jury bestand in diesem Jahr aus dem Diplom-Designer und Bildenden Künstler Reimund Kasper, dem Kunsthistoriker, Dozenten und Kurator Dr. Falko Herlemann, dem Architekten und Bildenden Künstler Olaf Putz und dem Geisteswissenschaftler Timo Kasper.

Die Messeplätze werden also nicht nur an Künstler aus der Region, sondern auch an Künstler aus dem gesamtdeutschen Raum vergeben. Darüber hinaus reisen Künstler aus dem Nachbarland Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Polen, Mazedonien und sogar aus den USA zur Kamener Messe. Die Teilnehmer sind u.a. Absolventen der Georgia State University in Atlanta, der Kunstakademie Berlin, der FH Bielefeld, der FH Hannover, der Kunstakademie Münster, der Kunstakademie Warschau, der Werbeakademie Wien, der Akademie der schönen Künste in Sofia oder der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Die Qualität der eingereichten Arbeiten war überdurchschnittlich, damit ca. 70 Teilnehmer ihren Platz auf der Messe erhalten. „Natürlich wäre es schön, wenn die Stadthalle für die Messetage ein wenig größer wäre. Andererseits waren wir so gezwungen, wirklich die absolute Essenz herauszusuchen“, erklärt Reimund Kasper, der Organisator der ART KAMEN. In den kommenden Tagen werden die Zusagen in den Briefkästen der Künstler liegen.

Detaillierte Berichte über die Künstler der Messe und ihre Werke folgen in Abständen, um den Besuchern die Vielfalt des künstlerischen Angebots aufzuzeigen. Eines steht fest: Bei der ART KAMEN kommen Kunstfreunde auf ihre Kosten. Vertreten sind viele verschiedene Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Druckgrafik, Fotografie, Objektkunst und Bildhauerei. Künstler wie Wayne Le One, aufgewachsen in Oakland/Kalifornien, Wulf Reinshagen aus Bad Oeynhausen, Paul Kaminski aus Wolfsburg oder Joey Schmidt-Muller aus Basel präsentierten ihre Bilder bereits auf großen internationalen Messen in Europa und den USA. Der Galerist Göring aus Bocholt stellt den bekannten deutschen Zeichner Andreas Noßmann vor. Und auch die Kamener Gruppe REFLEX – Zusammenschluss freier Künstler in NRW ist mit ihren Mitgliedern auf der Messe vertreten. Auch die Förderung junger Künstler ist eines der Anliegen der Messeorganisatoren. So konnten etwa Oleg Breininger, Absolvent der Alanus Hochschule in Alfter oder Matthias Meinel, Diplom-Designer aus Hamburg, die Jury mit ihren eingereichten Arbeiten überzeugen.

Besondere Aktionen vor Ort, wie die Herstellung grafischer Blätter, bereichern die Messetage. Auch 2018 gibt es wieder einen 80-seitigen Messekatalog, der die teilnehmenden Künstler vorstellt.„Die Planung und Durchführung einer großen Messe ist immer wieder eine Herausforderung und erfordert viel Mut und einen langen Atem. Schließlich beginnen die Vorbereitungen für die Messe ein Jahr vor dem Beginn der Veranstaltung. Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf das große Jubiläum der Messe am 29. und 30. September“, resümiert Reimund Kasper. Man kann schon jetzt mit Fug und Recht behaupten: Mit der internationalen Kunstmesse ART KAMEN steht unserer Stadt und dem Kreis Unna ein kulturelles Highlight bevor, das man nicht verpassen sollte.

 

 

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Zauberwelten auf Haus Opherdicke

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Im November 2017 wurde der Skulpturenpark eröffnet – auch im Sommer ist er einen Ausflug wert. Foto: Thomas Kersten - Kreis Unna

Kreis Unna. Sommerlich warm, immer wieder ein Regenschauer und zwischendurch Sonne – mit so einem Wetter lässt sich nur schwer planen. Wer für jede Wetterlage am Wochenende noch das geeignete Ausflugsziel sucht – für den hat der Kreis Unna einen Tipp: Haus Opherdicke.

Das Wasserschloss mit eigenem Park und einem Café auf der Terrasse in der Gräfte ist für jede Wetterlage ein geeignetes Ausflugsziel. Bei Sonne können Besucher dort durch den weitläufigen Park spazieren und sich die Skulpturen von Raimondo Puccinelli ansehen. Bei einem Regenschauer können sie durch die Ausstellung von Otmar Alt schlendern, die derzeit auf dem kreiseigenen Gut zu sehen ist.

Fabelhafte Zauberwelten
Die Ausstellung heißt "Fabelhafte Zauberwelten". Sie ist seit dem 22. April auf Haus Opherdicke während der Öffnungszeiten von 10.30 bis 17.30 Uhr zu besichtigen. Am Sonntag gibt es um 11.30 und 14.30 Uhr öffentliche Führungen durch die farbenfrohen Kunstwerke des in Berlin aufgewachsenen Künstlers. Der Eintritt kostet 4 Euro. PK | PKU

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Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte mit Werken von Reiner Bollmann

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rbollmann518SKKamen. Der Künstler Reiner Bollmann wurde 1958 in Gelsenkirchen geboren. Dennoch verbindet ihn eine besondere Freundschaft mit der Stadt Kamen. 1986 wurde er Schüler des Kamener Malers, Bildhauers und Zeichners Heinrich Kemmer. Dieser begleitete Reiner Bollmann auf seinem künstlerischen Weg als Mentor und langjähriger Freund.

Der in München lebende und arbeitende Künstler Reiner Bollmann bringt mit seiner Ausstellung „Zähe Biester, Zärtliche Geschöpfe“ nicht etwa lebendige Tiere oder sogar einen Streichelzoo ins Haus der Stadtgeschichte. Seine Arbeiten zeigen nicht einmal figürliche Motive. Von 1986 an widmete sich Bollmann der expressiven Malerei mit figürlichen Elementen. Seit 2010 versucht er, sich gänzlich der abstrakten Malerei anzunähern, soweit dies möglich ist, da unser Menschsein diesem Prozess entgegensteht. Seine Bilder schaffen es auf eigentümliche, unerklärliche Weise, dass nicht der Betrachter seine Emotionen, seine Gefühlslage, seine Erfahrungen, seinen Geschmack, seine Meinung in die Betrachtung der Kompositionen hineinwerfen kann, sondern dass sich die Bilder je nach ihrer ganz eigenen Gemütslage dem Betrachter mitteilen. Und das eben nur, wenn sie das wollen.

Die abstrakten „Konstruktionen“ aus unterschiedlichen Materialien wie Leinwand, Karton, Recyclingwolle, Zellulose in Kombination mit Pigmenten oder eben auch Beizen stellen etwas mit dem Betrachter an, wenn er sich auf sie einlässt. Sie vermögen ihn in Schwingungen zu versetzen, verändern sich je nach Blickwinkel, Licht und Augenblick. Somit entwickeln sie ein unergründliches Eigenleben, das man durchaus als
zähes Biest, zärtliches Geschöpf oder eben als etwas völlig anderes wahrnehmen kann.

Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte mit Werken von Reiner Bollmann im Rahmen der Rathausgalerie vom 17. Mai bis 15. Juni 2018
Öffnungszeiten der Ausstellung im Haus der Stadtgeschichte sind:
Die – Do 10-12 Uhr und 14-17 Uhr Fr 10-12 Uhr So 14-17 Uhr

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Symbolischer Akt gegen populistische Bestrebungen

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Interaktiv wurde die Ausstellung "Europa ohne Schlagbaum" eröffnet. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer | Fotostrecke >>>

Kamen. Eine Vorrichtung zum Sperren eines Weges im Foyer der Stadthalle? Das Kunstprojekt von Städtischer Musikschule und dem Künstlerbund Schieferturm unter dem Titel "Europa ohne Schlagbaum" macht es möglich. So mussten die Gäste bei der Eröffnung der Werkschau anlässlich der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der neuen Stadt Kamen am Montagabend erst einmal an als Grenzwächtern verkleideten Künstlern vorbei, bevor sie sich ein Bild der Ausstellung verschaffen konnten.

„Ich habe in den 70ern in Münster studiert, als wir am Wochenende dann zum Einkaufen nach Enschede gefahren sind, mussten wir in der Regel eine Stunde an der Grenze warten, weil damals fast jedes Auto kontrolliert wurde. Jetzt, als wir gerade in unserer Partnerstadt Montreuil-Juigné gewesen sind, sind wir über Holland und Belgien in einem Rutsch nach Frankreich durchgefahren. Wir sollten uns bemühen, dass nicht wieder an jeder Grenze in Europa Schlagbäume aufgestellt werden“, bringt Peter Bucker, zweiter Vorsitzender des Künstlerbund Schieferturm den Hintergrund der Ausstellung auf den Punkt.

Denn aktuell gibt es in zunehmendem Maße eine regelrechte Gegnerschaft zum europäischen Gedanken und einen Rückfall in nationale Alleingänge. „Wenn man sich heute keine Gedanken dazu macht, wann dann?“, wollen Bucker und die anderen beteiligten Kunstschaffenden zum Nachdenken anregen. Das geschah auch mit dem Ritual am Eingang, bei dem die Besucher unter dem angehobenen Schlagbaum durchgehen mussten. Die Schranke ist Teil eines überdimensional großen Mikadospiel aus Schlagbäumen, dazu sind in der Ausstellung Skulpturen, Malereien und Collagen zu sehen.

„Europa ohne Schlagbaum ist sowohl ein Symbol als auch ein Stück Mahnung, denn Europa ohne Schlagbaum ist gefährdet, denn in allen europäischen Ländern haben wir nationalistische und populistische Bestrebungen“, sagte Bürgermeister Hermann Hupe, bevor er die Ausstellung als starken symbolischen Akt gegen diese Bestrebungen lobte.

Ein musikalisches Rahmenprogramm rundete die Eröffnung ab. Dabei war neben Musikschulleiter Alexander Schröder am Klavier auch das Schlagzeugquartett der Einrichtung im Einsatz, das mit in Schlagbaumfarben angemalten Löffeln rhythmisch auf einem Tisch trommelte. Die Kunstwerke im Foyer der Stadthalle sind noch bis Freitag, 18. Mai, zu sehen. Fotostrecke >>>

 

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