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Kamen. Mehr Wissen zur Stadtgeschichte wollen die Initiatoren mit zwei neuen Informationstafeln vermitteln, die jetzt im Stadtpark an der Hammer Straße und an der Fünf-Bogen-Brücke über die Seseke installiert wurden. Sie verraten, dass im Stadtpark mehr als 50 Jahre lang verstorbene Kamener beigesetzt wurden. Und dass die erste Dampflock beim Überqueren der Seseke vor mehr als 175 Jahren vielen Zeitgenossen noch wenig geheuer war.
„Es wäre einfach zu schade wenn Kamener bei ihren Spaziergängen durch Kamen gar nicht wüssten, welche Geschichte und welche Geschichten mit solchen besonderen Orten in unserer Stadt verbunden sind“, erzählt Klaus-Peter Wolter, SPD-Ratsvertreter in der östlichen Innenstadt und als Historiker der Heimatgeschichte besonders verbunden. „Die Idee habe ich gemeinsam mit Christiane Klanke aus der SPD-Ratsfraktion weiter entwickelt und schnell viel Unterstützung dafür gefunden“, so Klaus-Peter Wolter. Ähnliche Tafeln gab es zuvor schon an anderen Stellen in der Stadt.
Für die beiden neuen Standorte wurden die Kosten komplett aus Spenden und Fördermitteln gedeckt. Ein Beitrag stammt aus dem Programm „Heimat-Scheck“ des Landes NRW, private Spenden steuerten Mitglieder des SPD-Ortsvereins Mitte bei und auch der Förderverein des Hauses der Stadtgeschichte mit der Vorsitzenden Dr. Renate Weskamp und die Kamener Ortsheimatpfleger unterstützten das Vorhaben. Bürgermeisterin Elke Kappen und die Beigeordnete Ingelore Peppmeier öffnete Türen und halfen Genehmigungen einzuholen zum Beispiel vom Lippeverband, auf dessen Gelände die Tafel an der Fünf-Bogen-Brücke steht. Die Druckerei Kemna übernahm Druck und Installation.
Klaus-Peter Wolter: „Im Stadtarchiv haben wir mit Unterstützung durch dessen Leiter Robert Badermann nicht nur Fakten, sondern auch Amüsantes gefunden. Zum Beispiel dass eine Kamenerin mit der Suppenkelle die Akteure bei Landvermessungen für die Bahnbrücke vertreiben wollte.“
Eine Tafel erzählt nun auch die Geschichte der Fünf-Bogen-Brücke. Im Bild: Dr. Renate Weskamp für den Förderverein des Hauses der Stadtgeschichte, Stadtarchivar Robert Badermann und SPD-Ratsvertreterin Christiane Klanke (v.l.).
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Bürgermeisterin Elke Kappen bei der Enthüllung des Zusatzschildes an der Otto-Hue-Straße, gemeinsam mit dem ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister Manfred Wiedemann und Vertretern des Vereins Monopol 2000.
Kamen. Am Dienstag, 11. November wurde von Bürgermeisterin Elke Kappen, in Anwesenheit vom ehemaligen ersten stellvertretenden Bürgermeister Manfred Wiedemann und einigen Mitgliedern von Monopol 2000 - Verein zur Förderung der Bergbau- und Industriekultur in der Stadt Kamen e.V., ein Zusatzschild an der Otto-Hue-Straße enthüllt.
Im Rahmen der Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten des 150jährigen Jubiläums der Schachtanlage Grillo auf Monopol entstand damals die Idee, Straßenschilder Kamener Straßen, die auf Persönlichkeiten der Bergwerks- und Gewerkschaftshistorie verweisen, mit informativen Zusatzschildern auszustatten. Damit soll den nachfolgenden Generationen Wissen zu den genannten Persönlichkeiten vermittelt werden.
Das Projekt zur Erinnerung an die Kamener Bergbauvergangenheit liegt Manfred Wiedemann als ehemaligem Bergmann und Betriebsratsvorsitzenden der Zeche Monopol ganz besonders am Herzen.
Als erste Straße der Aktion wurde damals die Ludwig-Schröder-Straße mit einem Zusatzschild versehen. Nun wurde als zweite Straße die Otto-Hue-Straße entsprechend nachgerüstet.
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Kamen. Zum 20. Mal lädt der Kulturkreis Kamen zu seinem „Zeitzeichen“ ein. Dieses Jubiläum greift ein besonderes Kapitel der regionalen Geschichte auf: Fast 300 Jahre lang, von der Mitte des 14. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts, war die „düdesche Hanse“ eine prägende wirtschaftliche, politische und kulturelle Macht im Ostseeraum.
Viele wichtige Persönlichkeiten der Hansegeschichte stammten aus Westfalen – darunter zahlreiche Camener. Sie waren nicht nur Händler, sondern bekleideten auch bedeutende Ämter innerhalb der Hanse: Sie stellten Senatoren in Lübeck, gehörten zur Oberschicht in Stockholm und hatten sogar ein eigenes Viertel in Bergen, Norwegen – die berühmte „Tyske Bryggen“.
Wer waren diese Camener, wie funktionierte ihr Handel, welche Rolle spielten die „Kontore“ und welchen Status genossen Hansekaufleute? Antworten auf diese Fragen gibt Ortsheimatpfleger Klaus Holzer in seinem reich bebilderten Vortrag.
Wann: Donnerstag, 20. November 2025, 19.30 Uhr
Wo: Haus der Kamener Stadtgeschichte, Bahnhofstraße 21, Kamen
Eintritt: freiDer Kulturkreis Kamen lädt alle Kulturinteressierten herzlich ein, mehr über die spannende Geschichte der Hanse und Kamens Beitrag zu erfahren.
Archiv: Kamen und die Hanse
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Kamen. Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht, in der im Jahr 1938 in ganz Deutschland jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Opfer von Gewalt, Hass und Demütigung wurden. Auch in Kamen kam es in jener Nacht zu Übergriffen, Zerstörungen und entsetzlichen Szenen. Anlässlich des Jahrestages lädt die Stadt Kamen zu zwei besonderen Stadtführungen ein, die an diese Ereignisse erinnern und die Geschehnisse von damals an authentischen Orten der Stadt nachvollziehbar machen.
Unter dem Titel „Die Reichspogromnacht in Kamen“ führt Stadtführer Udo Nüsken die Teilnehmenden auf eine eindrückliche Spurensuche durch die Innenstadt. In etwa 90 Minuten schildert er, was sich in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Kamen ereignete: Wie jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, Menschen verfolgt und misshandelt wurden – während Polizei und Teile der Bevölkerung zusahen.
Die Führung möchte nicht nur informieren, sondern vor allem mahnen – und das Bewusstsein wachhalten für die Verantwortung, die aus der Geschichte erwächst.
Termine:
- Freitag, 7. November 2025, 18 Uhr
- Samstag, 8. November 2025, 14 Uhr
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Treffpunkt: Altes Rathaus / Stadtbücherei, Alter Markt, Kamen-Mitte
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Dauer: ca. 90 Minuten
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Kosten: 4 Euro pro Person
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Leitung: Gästeführer Udo Nüsken
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Kamen. Die Kamener Arche segelt wieder los: Am Mittwoch, 29. Oktober, trifft sich der Gesprächskreis um 17 Uhr im Haus der Stadtgeschichte (Bahnhofstr. 21, Telefon 02307 553413) zu seinem nächsten Austausch. Alle an lokaler und regionaler Geschichte interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme an diesem, in der Regel monatlichen, Angebot der Volkshochschule (VHS) Kamen-Bönen ist gebührenfrei.
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Kamen. Die ehemalige Gendarmeriekaserne in Kamen ist ein Ort mit einer langen und bewegten Geschichte. Errichtet im Jahr 1938 als Teil der nationalsozialistischen „Motorisierung der Nation“, war sie zunächst Standort der NS-Gendarmerie. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Autobahnpolizei – bekannt als die „Weißen Mäuse“ – das Gelände über viele Jahrzehnte, bis die Einrichtung 2011 endgültig geschlossen wurde.
In seinem Vortrag „‚Bandenkampf‘, ‚Weiße Mäuse‘ und Geflüchtete: Die Geschichte der Gendarmeriekaserne in Kamen“ beleuchtet der Historiker Dr. Stefan Klemp die unterschiedlichen Epochen und Funktionen dieses besonderen Ortes. Er geht der Frage nach, welche Rolle die Kaserne in den verschiedenen politischen Systemen spielte und welche Spuren sie in der Region hinterlassen hat.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1938 bis 1945, in denen die NS-Gendarmerie in der Kaserne stationiert war. Anhand weniger überlieferter Zeugenaussagen von Überlebenden schildert Klemp die Verbrechen und Repressionen jener Zeit. Zugleich widmet er sich auch der Nachkriegsgeschichte: von der Nutzung durch die Autobahnpolizei über die Unterbringung von Geflüchteten und Vertriebenen bis hin zur Schließung der Einrichtung.
Der Vortrag bietet spannende Einblicke in ein oft übersehenes Kapitel regionaler Geschichte, vermittelt fundiertes historisches Wissen und lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ein – ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung und Erinnerungskultur.
Donnerstag, 30. Oktober 2025, 19:00–20:30 Uhr
Haus der Stadtgeschichte, Kamen
Referent: Dr. Stefan Klemp
Teilnahme: 5,00 Euro I Anmeldung erforderlich I Kurs-Nummer: 252-2106Interessierte können sich ab sofort unter der Kursnummer 252-9902 unter der Telefonnummer 02307 924-20-51/55 oder online über www.vhs-kamen-boenen.de anmelden.
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