Erinnerungen an Kamen unterhaltsam aufgefrischt

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Volles Haus beim Kultur Kreis Kamen: Der Vortrag „50 Jahre neue Stadt Kamen - 50 Photos alte Stadt Kamen“ von Klaus Holzer lockte so viele Interessenten, dass es eine Neuauflage geben wird. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de 

von Christoph Volkmer

Kamen. Die Resonanz bei den Vorträgen des Kultur Kreises Kamen ist immer gut, aber am Donnerstagabend platzte der Saal im Kamener Haus der Stadtgeschichte aus allen Nähten. Das Interesse am Vortrag „50 Jahre neue Stadt Kamen - 50 Photos alte Stadt Kamen“ war so groß, dass etliche Gäste für eine noch zu terminierende Neuauflage im Herbst diesen Jahres vertröstet werden mussten.

Passend zum Jubiläumsjahr warf Klaus Holzer einen Blick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte, in denen sich nicht nur die Mitte der Stadt stark verändert hat. Die Stadt, die sich nach der Vergrößerung durch den Zusammenschluss mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Methler, Heeren-Werve, Rottum, Derne und Südkamen als „die schnelle Stadt“ begriff, öffnete sich nicht nur dem Neuen in der Architektur, sondern ließ auch das Auto in dem städtischen Raum, sogar bis auf den Alten Markt. Als Wendepunkt fungierte in der Sesekestadt das Jahrzehnt von 1965 bis 1975, denn das Wirtschaftswunder wirkte sich auch in Kamen aus.    

„Diese Veränderungen augenfällig zu machen, das soll der Sinn des Abends sein. Veränderungen, die, da sie schleichend erfolgen, leicht vergessen werden“, sagte der Stadtführer und leitete damit einen sehr unterhaltsamen Abend ein, der von fast allen Gästen genutzt wurde, um bei den abgebildeten Stadt-Ansichten mitzuraten, was sich wann und wo befunden hat. Dabei wurden ganz nebenbei viele Erinnerungen an eigene Jugendzeiten aufgefrischt.

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Unser Kamener Maibaum zeigt: Freunde in aller Welt

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Maibaum418BroschTitelbild: Broschüre "Der Kamener Maibaum zeigt: Freunde in aller Welt" - Bürgerverein Kamener Maibaum

Die neue Broschüre „Unser Kamener Maibaum zeigt: Freunde in aller Welt“ feierte bereits bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung ihre Vorab-Premiere. Autor und Vereinsmitglied Wolfgang Freese hat darin die Kamener Partnerstädte aufgeführt und erklärt. Das fertige Produkt wird am 27. April im Rahmen der Feierlichkeiten um die Maibaumaufstellung erhältlich sein. Auf KamenWeb.de erhalten Sie einen Einblick in die Inhalte der neuen Broschüre:

aengelholmwappenVon Lokal_Profil, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2823583

Heute: Ängelholm

Das südschwedische Ängelholm ist die erste Stadt mit der unsere Heimatstadt 1968 Freundschaftsurkunden austauschte. Als 1956 der Bus einer Handballmannschaft aus Ängelholm am Kamener Kreuz eine Panne erlitt, vermittelte die Polizei eine Aufenthaltsmöglichkeit in Kamen. Der Kamener Metzgermeister Gustav Ebbinghaus und Kamens Handballer knüpften die ersten und seit 1958 lange anhaltenden Kontakte. 1965 weilte erstmals eine offizielle Delegation aus Ängelholm in Kamen. 1968 tauschten beide Städte Freundschaftsurkunden aus. 1978 besiegelten die Räte beider Städte eine offizielle Städtepartnerschaft.

Die Stadt Ängelholm wurde 1516 vom dänischen König Christian II. gegründet. In Ängelholm leben heute etwa 41.000 Einwohner. Die Stadt liegt 26 km nördlich von Helsingborg, in der schwedischen Südprovinz Schonen, einer reizvollen Landschaft mit Kirchen und Kornmühlen.   Ängelholm ist ein geschätztes Urlaubsziel, auch für Touristen aus dem Ausland. Aufgrund der hervorragenden Bade- und Erholungsmöglichkeiten wurde Ängelholm als Seebad sehr bekannt. Ängelholms Umgebung bietet dem Besucher viele sehenswerte Ausflugsziele und erfahrungsreiche Naturerlebnisse.    In der Nähe der Stadt gibt es Ferienhausssiedlungen, ein Waldgebiet mit gut angelegten Rad- und Wanderwegen, Schwimmhallen, eine Eishalle, einen Bootshafen und sogar ein Golfplatz. Auch Sportangler finden viele Möglichkeiten ihrem Hobby nachzugehen.   Seit 1968 entwickelten sich zwischen Kamen und Ängelholm immer engere Kontakte in unterschiedlichen Bereichen (Sport, Kultur, Berufsleben).  Inzwischen ist die Städtepartnerschaft in fast allen Lebensbereichen fest verankert. In jedem Jahr finden Austauschaktionen zwischen Schulen, Vereinen, im Jugendbereich und auf privater Basis statt. Konzertreisen nach Ängelholm werden von vielen Musikgruppen und Chören durchgeführt. Auch entstehen immer wieder neue Projekte, z.B. zwischen den Volkshochschulen, den Musikschulen und den Feuerwehren. Ängelholm und Kamen sind bemüht, bestehende Kontakte auszubauen und neue zu begründen.

2018 wird das 40jährige Partnerschaftsjubiläum in Ängelholm begangen. Aus diesem Anlass organisiert die Stadtverwaltung eine Bürgerreise nach Schweden.

Texte: erstellt auf der Grundlage der Darstellungen der Partnerstädte auf der Homepage der Stadt Kamen, persönlicher Erinnerungen und der Wikipedia-Ortsbeschreibungen. Bearbeitungen: Wolfgang Freese
Ideen: Maibaum: Jürgen Neff Broschüre: Bernhard Büscher
Redaktion: Wolfgang Freese
Literatur und Informationsmöglichkeiten: Homepage der Stadt Kamen und Wikipedia
Layout: Christian Freese
Herausgeber: Bürgerverein Maibaum Kamen

Archiv: Maibaum wird am 27. April aufgestellt

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14. Zeitzeichen des Kultur Kreises Kamen - „50 Jahre Neue Stadt Kamen – 50 Photos alte Stadt Kamen“

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Am 19. April 2018 findet das 14. Zeitzeichen des Kultur Kreises Kamen statt. Thema des Abends: „50 Jahre Neue Stadt Kamen – 50 Photos alte Stadt Kamen“

 

Kamen. Wir kennen Kamen von unseren täglichen Gängen durch die Straßen unserer Stadt, wissen, wie sie aussieht. Aber wir vergessen leicht die Bilder, die wir früher wahrnahmen. Wie sah diese Ecke aus? Welches Haus stand früher dort?

An diesem Abend möchte Klaus Holzer den Besuchern das „alte Kamen“ in Erinnerung rufen. Nicht das mittelalterliche Städtchen, sondern das, welches uns noch vor nicht allzu vielen Jahren selbstverständlich war.

Der Kontrast zwischen gestern und heute macht bewußt, wie sehr sich die Stadt in nur wenigen Jahren verändert hat.

Datum:        Donnerstag, 19. April 2018
Zeit:            19.30 Uhr
Ort:             Saal des Museums, Bahnhofstraße 21 in Kamen

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Kamener Straßennamen: Koppelstraße

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von Klaus Holzer

Koppelstraße0 KHEine Koppel lat. copula, ist ein Verbindungsstück bzw. ein Band. Und genau so zog sich das große Areal, das in der Kamener Urkatasterkarte von 1827 so hieß, wie ein Band westlich bis südwestlich um die Stadt. 
 
Dieses Gelände umfaßt das gesamte Gelände südwestlich bis westlich der Stadtmauer (vgl. Abb. 4): „Auf der kleinen Koppel“ im Süden, direkt an den südlichen städtischen Filleplatz1 angeschlossen, reicht sie in 2 Flurstücken „In der Koppel“ bis nördlich des Westentors. Westlich schließt sich der Kalthof2 an, nördlich „Auf dem Spiek“3. Älteren Kamensern dürfte dieses Gelände wohl vor allem als „Römers Wiese“ in Erinnerung sein.
 
In früheren Zeiten handelte es sich bei der heutigen Koppelstraße nur um einen Feldweg, auf dem Vieh auf die Weide und zurück in den Stall getrieben wurde. Für Bauer Römer ging das bis in die 1960er Jahre: jeden Morgen trieb er sein Vieh durch die Weststraße Richtung Römers Wiese, jeden Abend wieder zurück. Auch wenn das Bild damals schon trog, hier hatten die Kamener zum letzten Mal das Bild des kleinen Ackerbürgerstädtchens, das Kamen jahrhundertelang war, vor Augen.
 
Vom Westentor gingen zwei Wege ab: der wichtigere, daher größere, eine alte Handelsroute, führte in die Hansestadt Lünen, und eine kleine nach Westick und Methler, kleinen, Kamen vorgelagerten Gemeinden, die damals einzige Verbindung von Kamen dorthin.
Koppel1Romers WieseKHAbb. 1: Römers WieseIm Süden ging dieser Feldweg bis zur Seseke, die vor der Regulierung in den 1920er Jahren hier einen starken Knick nach Süden machte, im Norden über das Kämertor hinaus bis zum Norden–oder Viehtor, der, wie die Kamener auf Platt sagten, „Vöhporte“.
Zwischen dem „Koppelweg“ und der Stadtmauer lag der alte Kirchhof, wahrscheinlich ein Armenfriedhof, da er außerhalb der Stadtmauer lag, doch soll hier auch der jüdische Friedhof gewesen sein, vielleicht auf einem abgeteilten Stück. Juden mußten damals immer außerhalb der Stadtmauern beerdigt werden, weil sie eben nicht Christen waren.
Abb1KbauAbb. 1b. Der fertiggestellte Koppelteich in den 1930er JahrenDie Koppelstraße wurde erst in den 1920er Jahren zur richtigen Straße ausgebaut, in Verbindung mit dem Seseke-Umbau. Es handelte sich dabei um den Beginn einer Umgehungsstraße. Eigentlich eine recht weitsichtige Entscheidung, können doch heutige Städte den modernen Verkehr nicht mehr verkraften. Im Mittelalter war das undenkbar. Mann wollte allen Verkehr in der Stadt haben, man wünschte die Beschickung der Märkte, denn das brachte Akzise3 ein. Und die Kaufleute schätzten die Sicherheit innerhalb der Stadtmauern. 
Abb2KoppelteichschwanKHAbb. 2: Gondelteich mit SchwanenhausBeim Bau der Koppelstraße war die Seseke schon zu einer Kloake verkommen, durch starke Verschmutzung vor allem von der Zeche in Bönen bereits ein toter Fluß. Im Oktober 1905 hatte die Einleitung einer hochkonzentrierten Ammoniakmischung alles Leben in der Seseke getötet, darunter auch den  Kömschen Bleier, der damit ausgestorben war. Obendrein waren die alljährlichen Überschwemmungen gefährlich. Bis in die Weststraße stand das Hochwasser manchmal. Um dieses Problems Herr zu werden, war 1913 die Seseke-Genossenschaft gegründet worden. 
Da traf es sich gut, daß der damalige Bürgermeister Berensmann, aus Laasphe kommend, sich von dort den Baurat Reich nach Kamen holte. Die beiden entwickelten große Aktivität bei der Neugestaltung der Stadt. Um die Seseke einzudeichen, brauchte man viel Aushub. Den bekam man auf dem Areal „In der Koppel“ und am Bahndamm gegenüber der Post. So hatte Kamen ab 1930 zwei wunderschöne Teiche, die sich auch bald größter Beliebtheit in der Bevölkerung erfreuten. Vor allem der Koppelteich konnte bald mit Gondeln befahren werden und bekam daher den Namen „Gondelteich“. In der Mitte befand sich eine Insel mit einem Schwanenhaus darauf.
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Stadtführung: "Der böse Vogt von Kamen"

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kamen2016JAKamen. Wer mehr über den bösen Vogt von Kamen und anderen Personen aus Kamen, die etwas besonderes getan haben, erfahren möchte, der ist herzlich eingeladen am Sonntag, den 18. März um 15:00 Uhr an einer Stadtführung der Kamener Gästeführer-Gilde teilzunehmen. Bei dieser historischen Führung durch die Innenstadt Kamens erzählt die Gästeführerin Maria-Luise Steffan von „sagenhaften“ Gestalten, die einst hier gelebt haben sollen.

Treffpunkt ist am Brunnen auf dem alten Markt, Dauer ca. 90 Minuten, Entgelt: 4,00 Euro

Archiv: Lust auf eine Stadtführung? Gästeführer präsentieren das Programm 2018

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Happy Birthday, Kamen: "Zusammengewachsen, was zusammen passt"

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Stadtgeschichte

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von Andreas Milk | Fotostrecke >>>

50JahreKamen318KW08Kamen. Die Altersjubilarin ist gut in Schuss - das hat Bürgermeister Hermann Hupe eben in der Stadthalle klar gesagt: Es sei in 50 Jahren "zusammengewachsen, was gut zusammen passt". Im März 1968 hatte sich der Rat der "neuen" Stadt Kamen zur konstituierenden Sitzung getroffen. Der Rat des Jahres 2018 feierte den Jahrestag heute mit geladenen Gästen.

Hupe machte mit seinem Publikum einen Ausflug in die Geschichte: Die kleinen Gemeinden hätten seinerzeit nicht gerade Hurra geschrien, als sie unterm Dach der Stadt zusammengefasst wurden. Harte Arbeit sei es gewesen, die Bürger von den Chancen der kommunalen Neuordnung zu überzeugen. Aber: Die Stadt habe diese Chancen genutzt - etwa beim Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Gründung gleich zweier Gesamtschulen zum Beispiel habe Kamen zur "Bildungspilotkommune" gemacht. Undenkbar im Klein-Klein der vorangegangenen Jahre.

Bodenständigkeit und Weltoffenheit ergänzen sich im städtischen Miteinander: Mit dieser Feststellung leitete Hupe sein Gespräch mit NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach ein. Die ist selbst Kamenerin und sagt: "Jeder Mensch hat Heimat in sich." Sie lasse sich darum auch nicht klar definieren und dürfe schon gar nicht nationalistisch vereinnahmt werden, erklärte die CDU-Politikerin vor dem Hintergrund der Debatte um Geflüchtete. "Integration gelingt durch Austausch."

In einer Talkrunde mit Hupe als Moderator kamen einige Wegbereiter und -begleiter Kamens zu Wort: Sein Vorgänger Manfred Erdtmann - erster hauptamtlicher Bürgermeister Kamens -, Ex-Beigeordneter Reiner Brüggemann - einst Verwaltungs-Azubi, pardon, -lehrling -, Ex-Beigeordneter und Ex-Stadtwerkechef Hermann Görres - der an eine mächtige schwarz-rote Koalition in Methler erinnerte -, Ex-Landrat und Kamener Gerd Achenbach, 1968 Student - "wir wollten die Welt verändern, hat aber nicht geklappt" -, schließlich Heinrich Kissing, ehemals CDU-Fraktionsvorsitzender, der an seinen gar nicht so Kamen-affinen Parteifreund Otto Buschmann erinnerte. Dessen Absenderangabe auf Briefen habe bis zu seinem Tode gelautet: "Westick bei Unna".

50JahreKamen318KW05Ein Urgestein eben - und das gilt wohl auch für Heeren-Werves Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß, der sich außer der Reihe mit Anekdoten seines Stadtteils zu Wort meldete. Der entscheidende Satz dieses feierlichen Vormittags blieb gleichwohl Hermann Hupe vorbehalten. Er lautet: "Manchmal muss man sich zum Erfolg trinken" - sein Kommentar zu einer Erzählung Reiner Brüggemanns über die Entstehung der Städtepartnerschaft mit dem brandenburgischen Beeskow kurz nach dem Mauerfall. Getränke spielten offenbar eine Rolle.

Sympathisch, dass Politiker und Verwaltungsleute heute beim Feiern nicht unter sich blieben. Geladen waren beispielsweise Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, die für Sicherheit im Städtchen sorgen. Und das Kammerorchester der Kamener Musikschule lieferte inmitten der Rederei ausgesprochen wohlklingende Zwischen-Töne. Falls wir's noch erleben: gern 2068 wieder! 

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