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Archiv: Kommt Bewegung in die Blumenstraße? Stadt kündigt Neuigkeiten für Planungsausschuss an
Kamen. In die Zukunft der leerstehenden Gebäude an der Blumenstraße kommt Bewegung. Wie die Stadt Kamen über ihre Social-Media-Kanäle mitteilte, gibt es für die vier derzeit unbewohnbaren Immobilien einen Kaufinteressenten. Dieser befindet sich nach Angaben der Verwaltung in Gesprächen mit dem Eigentümer und prüft eine mögliche Sanierung.
An den Gesprächen sind neben dem Eigentümer und dem potenziellen Investor auch das NRW-Städtebauministerium, der Kreis Unna sowie die Stadt Kamen beteiligt. Ziel ist es, Möglichkeiten einer öffentlichen Förderung auszuloten.
Die Stadt steht der Entwicklung grundsätzlich offen gegenüber. „Perspektivisch benötigen wir öffentlich geförderten Wohnraum“, erklärte der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke. Neben einer Sanierung komme auch ein Rückbau mit anschließendem Neubau in Betracht.
Die Gebäude stehen bereits seit längerer Zeit leer. In den vergangenen Monaten hatte die Stadt wiederholt auf den baulichen Zustand hingewiesen und verschiedene Lösungswege geprüft. Mit den nun aufgenommenen Gesprächen über einen möglichen Eigentümerwechsel und eine Förderung zeichnet sich erstmals wieder eine konkrete Entwicklung für das Areal ab.
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Eins der bei der Razzia durchsuchten Objekte ist nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen von der Polizei versiegelt worden. Foto: KamenWeb.de
Kamen. Eine nächtliche Razzia in dieser Größenordnung ist in Kamen selten. Polizei und Behörden durchsuchten in der Nacht zu Samstag, 18. Juli, gleich mehrere Objekte in der Stadt, eins davon in der Poststraße.
Anwohner sprechen von viel Blaulicht, welches in der Nacht gegen 2 Uhr die Nachtruhe unterbrochen habe. Augenzeugen zählten vor Ort 14 Fahrzeuge der Polizei sowie drei SEK-Fahrzeuge. Über 30 Beamte seien beteiligt gewesen.
Einsätze an mehreren Objekten
Wie viele Durchsuchungen insgesamt in der Stadt bei dem Großeinsatz durchgeführt wurden, behält die Polizei für sich. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ gibt es auf Nachfrage bei der Pressestelle der Kreispolizei in Unna auch keine weiteren Informationen über das Objekt, welches nach Abschluss der Maßnahmen versiegelt wurde. Wie immer gibt es von Seiten der Polizei zudem keine Angaben darüber, wie viele Beamte an den Einsätzen beteiligt waren.
Anwohner des Umfelds an der Poststraße gaben an, schon des Öfteren das Ordnungsamt verständigt zu haben, weil es zu später Stunde in dem nun untersuchten Objekt, dessen Fensterscheiben mit schwarzer Folie abgeklebt sind, lauter geworden sei.
Polizeikommissarin Kira Linnenbrink von der Polizei-Pressestelle bestätigt, dass die 13 Männer, die vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen wurden, alle in einem der durchsuchten Objekte aufgegriffen wurden.
Etliche Anwohner der Poststraße bekamen in der Nacht auf Samstag den Großeinsatz an der Poststraße mit. Foto: KamenWeb.de
Bei zwölf Männern wurden größere Mengen an Bargeld aufgefunden, dieses wurde von den Einsatzkräften sichergestellt. „Es wird nun ermittelt, ob das Geld in Zusammenhang mit illegalem Glückspiel steht“, sagt die Pressesprecherin über einen der aktuellen Schritte in den laufenden Ermittlungen.
Unter der am Samstag veröffentlichten Erstmitteilung der Polizei gab es Zuspruch für die durchgeführten Maßnahmen. „Ich hoffe, dass es kein Einzelfall war, sondern auch mal in Unna und anderen Städten stattfindet“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere Nutzerin lobte ebenfalls die Aktion: „Super... weiter so... bleibt dran.“
Archiv: Behörden kontrollieren mehrere Objekte in Kamen – 13 vorläufige Festnahmen
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Vertreter der CDU-Fraktion informierten sich bei der Feuerwehr Kamen über aktuelle Projekte, Investitionen und die Arbeit der Einsatzkräfte. Foto: CDU
Kamen. Im Rahmen ihrer letzten Fraktionssitzung vor der Sommerpause besuchte die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Kamen am Mittwoch, 15. Juli, die Feuerwehr Kamen. Vor Ort verschafften sich die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die aktuelle Lage, künftige Herausforderungen sowie geplante Investitionen.
Feuerwehrleiter Volker Rost, sein Stellvertreter Christopher Lindermann sowie die Beigeordnete Hanna Schulze stellten die Arbeit der Feuerwehr ausführlich vor. Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere die Planungen für den Neubau einer Feuerwehrwache im Stadtteil Heeren sowie die neue Alarm- und Ausrückeordnung. Durch eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit soll die Einsatzbereitschaft weiter verbessert und die Sicherheit der Bevölkerung nachhaltig gestärkt werden. Die CDU-Fraktion begrüßte diese Entwicklung ausdrücklich.
Auch praktische Einblicke kamen nicht zu kurz: Den Teilnehmern wurde ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) vorgestellt. Nach dem aktuellen Brandschutzbedarfsplan werden kurz- und mittelfristig mindestens fünf Fahrzeuge dieses Typs benötigt. Die Kosten liegen bei rund 800.000 Euro pro Fahrzeug.
Fraktionsvorsitzender Ralf Langner betonte die Bedeutung dieser Investitionen: „Eine leistungsfähige Feuerwehr ist keine freiwillige Luxusausgabe, sondern eine unverzichtbare Pflichtaufgabe der Stadt. Die vorgesehenen Investitionen sind hoch, dienen aber unmittelbar der Sicherheit der Bevölkerung sowie der bestmöglichen Ausstattung der Einsatzkräfte.“
Der zweite stellvertretende Bürgermeister Rainer Fuhrmann hob das Engagement der Feuerwehr hervor: „Die hohe Einsatzbereitschaft der Kameraden verdient größten Respekt. Sie leisten Tag und Nacht einen unverzichtbaren Dienst für unsere Stadt.“
Zugleich machte die CDU-Fraktion deutlich, dass die Feuerwehr auch künftig auf engagierte freiwillige Mitglieder angewiesen ist. Wer Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten möchte, finde bei der Freiwilligen Feuerwehr Kamen eine sinnstiftende Aufgabe. Jede neue Einsatzkraft stärke die Sicherheit in der Stadt.
Abschließend bedankte sich die CDU-Fraktion bei der Feuerwehrführung und allen Angehörigen der Feuerwehr für den offenen Austausch, die Einblicke in die tägliche Arbeit und den Einsatz zum Wohle der Stadt Kamen.
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Ferienverkehr erreicht neuen Höhepunkt/ Staugefahr auf den wichtigen Routen nimmt weiter zu
Auch am kommenden Wochenende ist nach Angaben des ADAC mit starkem Ferienreiseverkehr zu rechnen. Zwar beginnen in keinem weiteren Bundesland die Sommerferien, dennoch haben mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg nahezu alle Bundesländer Ferien. Auch in den Nachbarländern sind die Schulferien in vollem Gange, wodurch der Urlaubs- und Transitverkehr weiter zunimmt.
Besonders belastet sind die Reiserouten in Richtung Alpen, Süddeutschland sowie Nord- und Ostsee. Bei schönem Wetter sorgt zusätzlich der Ausflugsverkehr für volle Straßen rund um Seen, in Mittelgebirgen und im Alpenraum.
Die stärksten Belastungen werden am Freitagnachmittag bis in den Abend sowie am Samstagvormittag erwartet. Am Wochenende kommt es zudem durch den Rückreiseverkehr aus den Urlaubs- und Ausflugsregionen zu einem erhöhten Stauaufkommen. Rund 1.000 Autobahnbaustellen bremsen den Verkehr zusätzlich aus.
Mit erheblichen Verzögerungen ist insbesondere auf folgenden Autobahnen zu rechnen:
- A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
- A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg sowie Passau
- A4 Aachen – Köln sowie Dresden – Görlitz
- A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Würzburg sowie Ulm – Füssen
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A20, A21, A23 und A24 in Richtung Ost- und Nordsee
- A44 Dortmund – Kassel
- A61 Mönchengladbach – Koblenz
- A81 Singen – Stuttgart
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 Lindau – München
- A99 Autobahnring München
Für LKW über 7,5 Tonnen gilt bis einschließlich 31. August das Ferienfahrverbot auf zahlreichen Autobahnen und Bundesstraßen. Es gilt samstags von 7 bis 20 Uhr.
Auch im benachbarten Ausland sorgen Ferienverkehr und Baustellen für Behinderungen. In Österreich sind vor allem die Alpen-Transitstrecken betroffen, darunter die Westautobahn (A1), die Pyhrnautobahn (A9), die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13). Die Sanierung der Luegbrücke führt dort zu zusätzlichen Einschränkungen. Auch die Arlberg-Route (B 197) und die Fernpass-Route (B 179) bleiben staugefährdet.
In der Schweiz sind insbesondere die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3 betroffen. In Italien muss auf der Brennerroute (A22) sowie auf den Verbindungen Schweiz–Mailand–Genua (A9/A7) mit Verzögerungen gerechnet werden.
Am Montag, dem 27. Juli, findet in Tirol erneut eine Blockabfertigung für den Schwerverkehr statt. Zudem werden in Deutschland und Österreich an staugefährdeten Strecken Abfahrtssperren eingerichtet, um Ausweichverkehr zu vermeiden.
Urlauber, die am Wochenende in die Niederlande reisen, müssen eine Vollsperrung der A12 zwischen Grijsoord und Maanderbroek beachten. Die Sperrung gilt von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5 Uhr. Für Reisende an die niederländische Nordseeküste bedeutet dies längere Umleitungen und eine längere Fahrzeit.
An den deutschen Grenzen können aufgrund der Grenzkontrollen ebenfalls Wartezeiten entstehen.
Wer flexibel ist, sollte den Freitagnachmittag und den Samstagvormittag meiden. Vor der Abfahrt empfiehlt es sich, einen Blick auf die aktuelle Verkehrslage zu werfen und ausreichend Zeitreserven einzuplanen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.
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Kamen. Am Freitag (17.07.2026) kam es gegen 17:40 Uhr im Bereich des Bahnhofs Kamen zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Ein 21-jähriger Bergkamener führte zunächst mit einem 44-jährigen Kamener einen Streit.
Der 44-Jährige versuchte, sich mit seinem Fahrrad von der Örtlichkeit zu entfernen. Der 21-Jährige verständigte seinen 52-jährigen Vater aus Kamen. Beide gingen anschließend gemeinsam auf den 44-Jährigen zu und stoppten ihn unter Vorhalt eines Messers. Die Klinge des Messers befand sich dabei in einer Scheide.
Als der 44-Jährige erneut versuchte, mit seinem Fahrrad zu flüchten, zog ihn der 21-Jährige vom Fahrrad und schlug mehrfach mit den Fäusten gegen dessen Kopf.
Der 44-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Auch der 21-Jährige wurde leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Das eingesetzte Messer wurde sichergestellt. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen fanden die Einsatzkräfte bei dem 52-Jährigen zudem zwei Messer auf, die ebenfalls sichergestellt wurden.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen.
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Einbahnstraßenregelung eingerichtet
Kamen. Neue Wasserversorgungsleitungen werden verlegt: Im Versorgungsgebiet der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen, Bönen, Bergkamen finden Arbeiten am Wassernetz statt. In der Lenningser Straße in Kamenerneuert die zuständige Gelsenwasser AG die Versorgungsleitungen auf einer Strecke von rund 400 Metern. Dafür wird ab dem heutigen Montag (20. Juli) eine Einbahnstraßenregelung zwischen den Einmündungen Kurt-Schumacher-Straße und Heinrich-Schreiner-Straße eingerichtet. Die Lenningser Straße ist vom Kreisverkehr Werver Mark aus kommend befahrbar. Die Baumaßnahme wird voraussichtlich rund sechs Wochen andauern.
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Kamen. Am frühen Sonntagmorgen (19.07.2026) kam es gegen 01:00 Uhr auf der Straße Hohes Feld in Kamen-Kaiserau zu einer gefährlichen Körperverletzung.
Ein 19-jähriger Dortmunder, ein 18-jähriger Waltroper sowie ein 20- und ein 21-jähriger Kamener befanden sich gemeinsam auf dem Heimweg, als sie auf eine aus mehreren Personen bestehende Gruppe trafen. Zwischen den beiden Gruppen entwickelte sich zunächst eine verbale Auseinandersetzung.
Im weiteren Verlauf sprühte eine bislang unbekannte Person Pfefferspray in Richtung der vier Männer. Alle erlitten hierdurch Schmerzen im Bereich der Augen. Zudem wurde der 20-jährige Kamener durch bislang unbekannte Personen aus der anderen Gruppe körperlich angegriffen und geschlagen.
Die vier Geschädigten wurden durch eine Rettungswagenbesatzung medizinisch versorgt. Der 19-jährige Dortmunder wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Es liegen Täterhinweise vor. Die Ermittlungen dauern an.
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Archiv: Feuerwehr Kamen löscht Flächenbrand im Technopark
Kamen. Am Freitagabend (17.07.2026) kam es gegen 20:00 Uhr aus bislang ungeklärten Gründen zu mehreren voneinander unabhängigen Bränden in einem Waldgebiet an der Herbert-Wehner-Straße, in der Nähe der Seseke, in Kamen.
Die Brände wurden durch die Feuerwehr gelöscht.
Personen wurden nicht verletzt.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung.
Mögliche Zeugen, die etwas von der Brandstiftung bemerkt haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Kamen zu melden: 02307 921 3220 oder 02303 921 0. Gerne kann der Kontakt auch per Mail aufgenommen werden:
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Das Scheunenfest zum Ferienstart hat in Wasserkurl wieder viele Menschen zusammengebracht. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Wasserkurl. Zwei Termine sind in vielen Terminkalendern der Bewohner Wasserkurls nahezu eingemeißelt. Das Osterfeuer am Ostersonntag und das Scheunenfest - immer am ersten Samstag in den Sommerferien.
So richtig voll wird es in dem kleinen Ortsteil des Stadtteils Methler eher selten, jetzt aber sorgte das vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wasserkurl organisierte Event wieder für viele gutgelaunte Gesichter.
Die Hofanlage des Vereins Deutscher Sprache, nur wenige Schritte vom Wasserkurler Feuerwehrhaus entfernt, lockte dabei einmal mehr Hunderte an. Das Besondere bei dem Dorffest ist, dass es im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen gelingt, fast alle Generationen zum Mitfeiern zu motivieren.
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Der feinen Hundenase entgeht nichts Verbotenes. Foto: Zoll
Dortmund. Mit Beginn der Sommerferien erinnert der Zoll die Reisenden, sich bereits vor Urlaubsantritt über die Zollbestimmungen zu informieren. Wer Souvenirs, Einkäufe, Genussmittel wie Alkohol oder Tabakwaren aus dem Ausland mitbringt, sollte wissen, was erlaubt ist und wo Einschränkungen gelten.
Auf der Internetseite des Zolls (www.zoll.de/reisen) sowie in der Online-Broschüre "Reisezeit - Ihr Weg durch den Zoll" erhalten Reisende alle wichtigen Informationen, welche Waren bedenkenlos aus dem Ausland mitgebracht werden können, welche Reisefreimengen gelten und welche Dinge Urlauberinnen und Urlauber vermeiden sollten.
Reisen aus Nicht-EU-Ländern
Besondere Aufmerksamkeit sollten man bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern wie Großbritannien, Ägypten und Türkei walten lassen. Mitgebrachte Waren dürfen zu privaten Zwecken nur innerhalb bestimmter Mengen- und Wertgrenzen pro Person abgabenfrei nach Deutschland eingeführt werden. Beispiele für die Regeln:
Alkohol und alkoholische Getränke (nur für Personen ab 17 Jahren) 1 Liter Alkohol und alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Vol.-% oder unvergällter Ethylalkohol mit einem Alkoholgehalt von 80 Vol.-% oder mehr oder 2 Liter Alkohol und alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 Vol.-% oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren, 4 Liter nicht schäumende Weine und 16 Liter Bier
Tabakwaren (nur für Personen ab 17 Jahren) 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Rauchtabak (Feinschnitt, Pfeifentabak, Wasserpfeifentabak und erhitzter Tabak)
Arzneimittel sowie Tierarzneimittel
Diese dürfen nur in der dem persönlichen Bedarf entsprechenden Menge mitgeführt werden. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder Vitaminpräparate können in Deutschland als Arzneimittel gelten, zum Beispiel wenn sie als Mittel zur Behandlung von Krankheiten dargestellt werden. Für Arzneimittel, die Betäubungsmittel enthalten, gelten besondere Vorschriften. Die Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (www.bfarm.de) bietet zusätzlich wichtige Informationen.
Wichtig: Waren, für die eine besondere Mengengrenze (z.B. Tabakwaren oder Alkohol) gilt, werden beim Warenwert nicht mit eingerechnet.
Lebensmittel
Tierseuchen sind eine große Gefahr! Für Lebensmittel tierischer Herkunft bestehen daher weitere Einschränkungen. Zu diesen Waren gehören zum Beispiel Fleisch und Fleischerzeugnisse, Wild, Milch und Milcherzeugnisse wie Käse sowie Eier.
Artenschutz
Zum Schutz der bedrohten Tier- und Pflanzenwelt rät der Zoll, auf Reisesouvenirs aus Tieren oder Pflanzen zu verzichten. Durch den Kauf derartiger Waren tragen Touristinnen und Touristen - oft unwissend - dazu bei, dass der Bestand vieler Arten weltweit gefährdet ist. Der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen, Teilen davon oder Waren daraus ist streng reglementiert und Verstöße werden konsequent verfolgt. In diesem Fall werden die Waren eingezogen und es drohen hohe Bußgelder oder Strafen. Um auch hier richtig informiert zu sein, bietet die Website www.artenschutz-online.de wichtige Informationen zu geschützten Tieren und Pflanzen, die man keinesfalls mitbringen sollte.
Reisen innerhalb der EU
Reisen innerhalb der EU unterliegen grundsätzlich keinen Beschränkungen. Eine Ausnahme besteht allerdings für Kraftstoffe und für sogenannte Genussmittel wie etwa alkoholische Getränke, Tabakwaren. Hierfür werden EU-weit nationale Verbrauchsteuern erhoben. Daher gelten auch bei Reisen innerhalb der EU bestimmte Vorschriften, die der Zoll kontrolliert.
Freimengen
Für die aus anderen Ländern mitgebrachten Waren gelten Freimengen bzw. Richtmengen nur, wenn sie von den Reisenden persönlich mitgeführt, d.h. im selben Transportmittel wie dem Flugzeug oder dem Pkw befördert werden. Für alle als Frachtsendung, per Post oder von einem Kurierdienst beförderte Waren gelten andere Regelungen.
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