Neue Philharmonie Westfalen: Musikalisch in die Weihnachtszeit

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Kreis Unna. Genug von "Last Christmas", aber der Wunsch nach Weihnachtsstimmung besteht? Dann könnte das Weihnachtskonzert der Neuen Philharmonie Westfalen genau das Richtige sein. Ganz im Zeichen der Besinnlichkeit steht die Aufführung am Donnerstag, 20. Dezember in der Erich Göpfert Stadthalle in Unna.

Das moderierte Konzert beginnt um 19 Uhr. Dann sorgen die Musiker an ihren Streich- und Blasinstrumenten unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann mit weihnachtlichen Klassikern für besinnliche Weihnachtsstimmung. Erklingen werden Stücke aus Peter Iljitsch Tschaikowskys "Nussknacker", Georg Friedrich Händels "Messias" oder die "Winterlust Polka" von Josef Strauss. Einlass ist um 18.30 Uhr.

Tickets an Vorverkaufsstellen
Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 22. Oktober. Tickets können beim Hellweger Anzeiger (Wasserstraße 20 in Unna), im i-Punkt (Lindenplatz 1 in Unna) oder online auf www.proticket.de zum Preis von je 37 Euro käuflich erworben werden. Ermäßigte Karten gibt es zum Preis von je 15 Euro.
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Musikkritik: 2. Sinfoniekonzert: d-moll im Wechselbad der Gefühle

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Musik Datei176696959 Urheber abstract fotoliaDatei: #176696959 | Urheber: abstract | fotolia.comvon Dr. Götz Loos

Wenn ein Konzertabend der Neuen Philharmonie Westfalen mit dem Motto "d-moll" überschrieben ist, wundert man sich schon etwas. Klar erscheint immerhin, dass die aufgeführten Stücke alle in dieser Tonart stehen. So war es denn auch: Brahms' "Tragische Ouvertüre" op. 81, Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 KV 466 und Sibelius' sechste Sinfonie op. 104 - alles d-moll. Zugleich aber der Beweis, wie verschieden d-moll klingen kann, was im Programmheft ausführlich thematisiert wird.

Die "Tragische Ouvertüre" ist feierlich und ernst, aber nicht kalt und abstoßend. Das Beethoven-Vorbild wird gern bemüht - so auch im Programmheft -, betrifft aber nur die formale Tonsprache. Brahms' ganz eigener Ausdruck ist hier das Vorherrschende - und nichts anderes. Darauf sollten Interpretationen immer Rücksicht nehmen. Stefan Vladar als diesmaliger Gastdirigent wählte hohe Tempi, die leider mitunter diesen Brahms-Ausdruck lediglich eher anklingen ließen als ihn voll zugelassen hätten. Dennoch hatte auch diese ausgesprochen schnelle Spielweise ihre Reize. Der Orchesterklang war wieder einmal perfekt, überragend.

Beim Mozartschen 20. Klavierkonzert saß Vladar am Klavier, spielte den Solopart und dirigierte gleichzeitig das Orchester - wie zu Mozarts Zeiten. Dass gerade dieses Konzert viel mehr Tiefgang hat als manches andere Werk von Mozart, liegt an der ästhetischen Vorausschau auf die Romantik, die manche überraschende Wendung parat hält. Vladar vermied bei den deutlich solistischen Parts des Klaviers jede Übertreibung und jeglichen hinzugefügten Kunstkitsch, sondern war eher handwerklich bemüht, Mozarts Ausdruck zur Geltung zu verhelfen. Letztlich kann man nur allen Beteiligten Bestes attestieren: Guter Klang, gute Rhythmik, hervorragender Gesamteindruck.

Und das endete auch nicht mit dem dritten Werk: Sibelius' Sinfonie Nr. 6. Sibelius besitzt ebenfalls eine typische Tonsprache, die so anders ist gegenüber den anderen Spätromantikern, dass sie hohen Wiedererkennungswert hat und mir ausgesprochen gut gefällt. Daher erwarte ich eine klare diesbezügliche Ausführung. Und ich wurde nicht enttäuscht...

Hinzu kommt die Verwendung der dorischen Kirchentonart, bei der der Schlüsselton b auf h erhöht ist und so Optimistischeres verspricht als beim eigentlichen d-moll. Skalenmotivik zunächst abwärts, später aber dominierend nach aufwärts gerichtet, macht viel in dieser Sinfonie aus. Bemerkenswert sind auch die führenden Stimmen, die oft wechseln: Herausfordernd gerade für die Streicher, die diese Aufgabe glänzend meisterten. Sehr transparent wirkte Vieles, z.B. durch die gute Abstimmung von Bratschen und Celli. Und insgesamt war die angelegte Klangfarbigkeit überwältigend durch die einfühlsame und werkgerechte Interpretation. Mehr als gerechtfertigt war damit der große Applaus am Ende.

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Sinfoniekonzert: Seelische Anspannung und emotionaler Hochdruck

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193350VStefan Vladar. Foto: Marco Borggreve (Copyright: Foto: Marco Borggreve )Kreis Unna. Die Neue Philharmonie Westfalen sorgt gleich bei ihrem zweiten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit für seelische Anspannung und emotionalen Hochdruck. Am Mittwoch, 10. Oktober sind schwermütige und düstere Musikstücke in d-Moll zu hören.

Unter der Leitung des international gefragten Pianisten und Chefdirigenten des Wiener Kammerorchesters Stefan Vladar ist das Konzert ab 19.30 Uhr in der Konzertaula Kamen an der Hammer Straße 19 zu hören. Um 19 Uhr findet eine kleine Einführung rund um die Tonart d-Moll und ihre Wirkung in Orchesterstücken statt.

Kartenverkauf und weitere Infos
Karten gibt es im Kulturbereich des Kreises Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-14 41 und per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Sie kosten zwischen 12 und 24 Euro (ermäßigt 9 bis 21 Euro) und liegen nach Vorbestellung an der Abendkasse bereit. Weitere Informationen zum Konzert gibt es unter www.neue-philharmonie-westfalen.de. PK | PKU

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Musikkritik: Eine Glanzstunde Kamener Musikgeschichte

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Musik Datei176696959 Urheber abstract fotoliaDatei: #176696959 | Urheber: abstract | fotolia.comvon Dr. Götz Heinrich Loos

Es ist nichts Neues, über Kamens Chöre und die Neue Philharmonie Westfalen überschwänglichen Lob auszuschütten. Und immer gibt es kritische Stimmen, die eine zu positive Kritik „aus der Provinz“ zu relativieren suchen. Aber statt sich mit Vergangenem und Kritikasterhaftem aufzuhalten, sollte man sich vielmehr an dem orientieren, was kürzlich erklungen war und daran seine Bewertungen festmachen. Und dabei zeigt sich – nun eben wieder einmal – die Erstklassigkeit der genannten Ensembles. Als Festkonzert zum 50jährigen der „Neuen Stadt Kamen“ war am Samstag in der Konzertaula zunächst Carl Orffs berühmte „Carmina Burana“ zu hören. Abschließend folgte eine kurze, aber feine Uraufführung: „Die Hymne zum 50. Jubiläum der Stadt Kamen“ unter dem Titel „Stadt Kamen: Glück auf!“, im Untertitel noch „Carmen Camensis“ (also das „Kamener Lied“ auf deutsch); komponiert von Kamens musikalischem MastermindReinhard Fehling. Die Beschäftigung mit letztgenanntem Werk erforderte etwas Zeit, so dass die Rezension etwas verzögert erscheint, aber hoffentlich noch auf Interesse stößt.

Die Aufführung wurde neben der Neuen Philharmonie Westfalen und den beiden bewährten Gesangssolisten Bettina Lecking (Sopran) und Michael Dahmen (Bass) von einem gewaltig großen Chor gestemmt, dessen Hauptteil aus dem Oratorienchor der Stadt Kamen bestand, hinzu kamen der Evangelische Kammerchor Kamen, der Chor „Die letzten Heuler“, der Kinder- und Jugendchor Kamen, der Kinderchor der Evangelischen Kirchengemeinde sowie Chor-Projektsänger. Einstudiert wurden die Chöre von ihren jeweiligen Leitern, neben Franz-Leo Matzerath also Kirsten Schweimler-Kreienbrink und Reinhard Fehling, die auch im Chor mitsangen. Dirigiert wurde der große musikalische Apparat von Franz-Leo Matzerath.

Die „Carmina Burana“ gehören zum Populärsten, was die klassische Musik hergibt, wobei damit eigentlich der Eingangschor „O Fortuna“ gemeint ist. Den großen Rest der „weltlichen Gesänge“ aus der Benediktbeurer Handschrift kennen meist nur Freunde der klassischen Musik oder explizit dieses Werkes. In Kamen wurden die „Carmina Burana“ immer wieder in mehr oder weniger großen zeitlichen Abständen aufgeführt, stets in sehr hörbaren Aufführungen; seit Beginn meiner Rezensententätigkeit durfte ich wiederholtgroßartige Interpretationen hören. Der Anspruch an diese Aufführung war entsprechend hoch. Tatsächlich war der Riesenchor wie das Ensemble plus Solisten insgesamt herausragend, Schwächen in irgendeiner Form konnte ich nicht heraushören, abgesehen davon, dass die Männerstimmen am Anfang erst in der Dynamik etwas „warm werden“ mussten, was sich aber schnell einstellte. Bei der Überzahl an Frauenstimmen mitzuhalten, war sicherlich auch nicht immer einfach. Die beiden Kinderchöre konnten ihre Beiträge teilweise in erstaunlicher musikalischer Professionalität vorbringen – und wenn es dann doch mal bei einzelnen Stellen etwas patzte, war das eher putzig und rührend als eine Qual für die Ohren!

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Zum Bandjubiläum Riesenparty in der Stadthalle

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bh918Burning Heart wird dreißig. Stadthalle Kamen wird zum Partyraum.

Kamen. Die Kamener Band Burning Heart, die fast schon zu Kamen gehört wie die Seseke oder das Kamener Kreuz, feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag. 1988 aus einer Schülerband entstanden, rocken sie seither die Bühnen der nahenund auch weiten Umgebung. Gealtert, aber noch lange nicht müde, verwandeln die acht Musiker mit Unterstützung unzähliger helfender Hände die Stadthalle Kamen am 17. November 2018 wiederin einen bebenden Hexenkessel.

Die Vorbereitungen dafür laufen schon seit Anfang des Jahres. Leider wurden sie jäh durch einen Einbruchdiebstahl im Probenraum und Tonstudio unterbrochen. Mittlerweile sind aber neue Räume gefunden, diese bezugsfertig renoviert und werden bereits schwer beansprucht. Schließlich will die Setliste, wie für Burning Heart üblich, noch um die ein oder andere Idee bereichert werden. „Wir werden aber nicht nur mit der Musik für Stimmung sorgen, sondern haben noch viele weitere Überraschungen vorbereitet“, erklärt Leitmann. Ein völlig überarbeitetes Bühnenbild und eine Menge Pyrotechnik werden neben professioneller Ton- und Lichttechnik den Auftritt zu etwas Besonderem zu machen.

Da die Zeit keinen verschont, beinhaltet dieser Abend leider auch einen. Abschied: Der Gitarrist und Sänger Andreas Meier, vielen sicherlich durch seine Interpretation des Klassikers ”Major Tom“ bekannt, verlässt die Band. Aus gesundheitlichen Gründen wird der 17.11.2018 seine letzte Show mit Burning Heart sein. Ein Grund mehr, diesen Abend nicht zu verpassen!

Einlass an diesem Abend ist um 18:30 Uhr.
Beginn der Show ist um 20:30 Uhr.

Der Vorverkauf für das Jubiläumskonzerthat bereits begonnen. Die Karten gibt es bei folgenden Vorverkaufsstellen:

- Stadthalle Kamen (08:00 – 12:00 Uhr)
- Landbäckerei Braune (nur im Severinshaus Kamen)
- Gartencenter Röttger Bergkamen
- online unter www.burning-heart.de

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Axxis erobern erneut das Heinz-Hilpert-Theater

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Lünenaxx918cvAxxis und ihre musikalischen Gäste sind am Samstag im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen kräftig gefeiert worden. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Kamen/Lünen. Vor 29 Jahren entstand in Kamen das erste Album der Band Axxis. „Kingdom Of The Night“ wurde einst als meistverkauftes Debütalbum einer deutschen Hardrockband aller Zeiten ausgezeichnet. Die Musiker sind noch immer gut im Geschäft, was am Samstagabend eine ausverkaufte Show im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen eindrucksvoll bewiesen hat.

Dass eine Rockband in einem Theater auftritt, ist ebenso ungewöhnlich wie die Tatsache, dass viele Fans der Gruppe seit der ersten Stunde dabei sind und mittlerweile die Konzerte mit der eigenen Familie besuchen. Als Lünen vor zwei Jahren Stadtjubiläum feierte, wagten die Feier-Verantwortlichen aus dem Rathaus den ungewöhnlichen Schritt und luden die Musiker ins Theater ein. Nachdem das so überaus gut geklappt hat, gab es jetzt anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Einrichtung an der Kurt-Schumacher-Straße einen lautstarken und umjubelten Nachschlag.

Im Rahmen einer Rock Revue nahmen die Mannen um Sänger Bernhard Weiß die Zuschauer mit auf eine sehr unterhaltsame Reise durch die lange Bandgeschichte - mit alten Songs und sogar einem Vorgeschmack auf das neue Album „Monster Hero“, das am kommenden Freitag, 5. Oktober, in die Läden kommt. Bei der ausführlichen Tour zur neuen CD sind Axxis unter anderem am 2. November in Soest zu sehen. Der Tourauftakt erfolgt ebenfalls in NRW, am 25. Oktober in Wuppertal.

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