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GSW TEST2022

Musikkritik: "Alla Polacca" - Benefizkonzert mit beeindruckenden polnisch "gestylten" Werken

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

8. Konzert der Sinfonischen Reihe der Neuen Philharmonie Westfalen 

von Dr. Götz Loos 

Musik Datei176696959 Urheber abstract fotoliaErst einmal ging etwas schief: Die Programmprospekte waren nicht nach Kamen mitgekommen, so dass dem Publikum dreimal das Programm vorzitiert wurde: von Roland Vesper im Einführungsvortrag, vom NPW-Geschäftsführer Jörg Hillebrand und vom Dirigenten Christopher Ward. Entscheidender bei allen Ansagen war jedoch, dass dieses Konzert angesichts der aktuellen politischen Situation als Benefizkonzert eingerichtet wurde. Die Einnahmen sollen der polnischen Stadt Nowy Saçz zu Gute kommen, um die Hilfe für ukrainische Flüchtlinge dort zu unterstützen. Insofern passte das Programm freilich mehr als gut: "Alla Polacca" - im Stil einer Polonaise oder sagen wir hier besser: im polnischen Stil. Es standen Werke der polnischen Komponisten Karol Szymanowski und Fryderyk (Frédéric) Chopin und die so genannte "Polnische" (Sinfonie) Tschaikowskijs auf dem Programm.


Die Neue Philharmonie Westfalen wurde vom Gastdirigenten Christopher Ward geleitet, der sehr unaufgeregt und mit einiger Lässigkeit das Orchester anleitete, dabei aber mit großer Präzision. 


Vorweg gab es noch ein zuvor nicht angekündigtes Werk: Valentin Silvestrovs "Gebet für die Ukraine", in der Orchesterfassung von Andreas Gies. Dieses Werk war im Eindruck der Majdan-Unruhen in Kiew vor Jahren entstanden und wird zur Zeit häufig bei Konzerten zur Unterstützung der Ukraine gespielt, sehr prominent kürzlich unter Christoph Eschenbach im Konzerthaus Berlin. Tief bewegt von der melancholischen, elegischen Musik des Stückes musste sich das Publikum bis zum Applaus einige Momente abringen.


Szymanowski, eigentlich hin- und hergerissen zwischen einer polnischen Nationalmusik und schrankenlosen Kompositionen mit raumunabhängiger Gültigkeit, zeigt im frühen Opus seiner Konzertouvertüre E-Dur op. 12 noch deutlich die Prägung durch Richard Strauss in der großen Orchesterbesetzung, den warmen Klangfarben sowie den Melodien und ihren Effekten, vor allem in den breiten Streicherkantilenen mit Windungen und Zügen. Die Interpretation war makellos und ein pures Vergnügen für die Zuhörendenschaft. 


Das zweite planmäßige Werk war Chopins Konzert für Klavier und Orchester e-moll, in der üblichen Zählung das erste seiner beiden. Beide sind wenig auf Dialoge zwischen Klavier und Orchester ausgerichtet, vielmehr ist das charakteristische Element ein abwechselndes Spiel. Aber auch dabei sind sie Meisterwerke und vermitteln den wunderbaren "Chopin-Stil", der (leider) nur wenig in Werken mit Orchester Niederschlag gefunden hat. Zur Souveränität der NPW braucht nichts gesagt werden. Sophie Pacini, die Solistin, Virtuosin des Abends fand ein feuriges, zupackendes, wo nötig betontes und wo nötig beiläufiges Spiel am Piano in den Ecksätzen, dann jedoch eine tiefe Melancholie und Zärtlichkeit im zweiten Satz, der Romanze. Diese hinterließ, wie sie anschließend betonte, bei ihr selbst große emotionale Berührung, so dass ihr die Tränen kamen. Menschlich und sehr verständlich in der jetzigen Zeit.


Zum Schluss erklang die Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 von Tschaikowskij, als "Polnische" bekannt, eigentlich ein Marketinggag wegen der Polonaise im letzten Satz. Dieses an sich sehr freudestrahlende, beschwingte, in vielerlei Hinsicht von Tschaikowskijs sonstigen Sinfonien abweichende Werk (u.a. in der fünfsätzigen Anlage) beginnt allerdings düster oder besser "zäh", nämlich mit einer Art Trauermarsch, den ich jedoch eher als Stapfen im tiefen Schnee bei trübem Winterwetter empfinde. Und da war mir die Interpretation zu schnell. Dieses Anfangsthema hätte meines Erachtens deutlich langsamer gespielt werden sollen; Christopher Ward fand aber ein Tempo, das er von Anfang bis Ende fast gleichmäßig durchhielt - bis auf erwähntes Thema sonst auch unzweifelhaft angemessen. Von diesem Abstrich abgesehen, eine furios-wohlklingende Interpretation. So kann das Gesamtfazit nur lauten: ein mehr als hörenswerter, in Vielem berührender Konzertabend.

„Let´s spend the Night together“: Stones-Abend im FZ Lüner Höhe

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

Band Some Girl 422FZ KamenSK In der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Drums, Gesang und Backing Vocals entsteht bei „Some Girl“ ein extrem echtes Stones-Feeling, das jeden Zuhörer mitzureißen weiß.

Kamen. Seit bereits 60 Jahren sind die „Rolling Stones“ nun auf der Bühne – ein toller Grund für heimische Bands, sich einen kompletten Abend lang nur den Songs der „Stones“ hinzugeben. Am Samstag, 30. April, bietet das Freizeitzentrum Lüner Höhe daher ein ganz besonderes Live-Konzert an. Gleich vier Bands widmen sich dem musikalischen Schaffen der Band und bringen dieses live auf die Bühne.

Moderator Thossa Büsing wird auf der Bühne folgende Bands präsentieren:

Los geht es um 19:30 Uhr mit der heimischen Band „Yellow Express“, die bereits seit 2011 den Sound des „Motown-Souls“ auf die Bühne bringen. Die Band spielt Sixties-Soul-Cover mit eigenem Twist. An diesem Abend präsentieren Yellow Express ihre eigenen Soul-Interpretationen von Rolling Stones Klassikern und sind sich dabei einig: Gute Musik funktioniert am besten mit den drei Bs: Bläser, Background und Bassgitarre

Die Bands „Mona und DiNo“ und „Wooden Music“ sind vielen Rock-Fans für ihre akustische Musik bekannt. „Mona und DiNo“ aus Bergkamen spielen seit mehr als 10 Jahren hauptsächlich Rock – und Folk–Coversongs der 60er oder 70er Jahre im akustischen Gewand mit Gitarre, Cajon und Gesang. Ebenfalls schon viele Jahre sind auch Wooden Music auf den regionalen Bühnen aktiv. Das Trio spielt und singt selbst komponierte englische Songs sowie auch Coverstücke und hat bisher mehrere CDs aufgenommen. In der aktuellen Besetzung spielt die Band Wooden Music bereits seit 1998 zusammen. Die Wurzeln der Band reichen ‎zurück in das Jahr 1986. Damals bereiste Wooden Music als Straßenmusiktrio die ‎Fußgängerzonen Deutschlands und der Niederlande. Heute präsentiert die Band am liebsten ‎ihre eigenen Songs auf der Bühne.

Wer diese beiden Trios kennt, weiß, dass sie ganz sicher auch tolle Interpretationen von Stones-Songs auf die Bühne bringen werden.

Die letzte Band des Abends heißt „Some Girl“ und ist eine reine Rolling-Stones – Coverband. „Some Girl“ präsentieren mit ihrer Sängerin Nicole ihre ganz eigene Version der Musik der Rolling Stones. In der klassischen Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Drums, Gesang und Backing Vocals entsteht bei „Some Girl“ ein extrem echtes Stones-Feeling, das jeden Zuhörer mitzureißen weiß. Aretha Franklin, Linda Ronstadt oder Bette Midler haben ja schon bewiesen, wie Stones-Songs klingen können. Some Girl zaubern damit eine Show, die man sich nicht entgehen lassen darf.

19.30 Uhr        Yellow Express

20.15 Uhr        Mona & Dino

21.00 Uhr        Wooden Music

22.00 Uhr        Some girl

Karten im Vorverkauf gibt‘s online per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zum Preis von 10 Euro. Ebenfalls können Karten telefonisch unter 02307 12552 reserviert werden. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr.

Weitere Informationen über diese und weitere Aktionen finden sich ebenfalls auf der Internetseite des Hauses unter www.jfz-kamen.de  oder über die Homepage der Stadt Kamen.

Schlagerduo lockt fast 500 Fans in die Stadthalle

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

Amigos 422CVZum Konzert der Amigos kamen am Freitagabend fast 500 Fans in die Stadthalle. Fotos: Christoph Volkmer für KamenWeb.de

von Christoph Volkmer

Daniela Alfinito 422CVDaniela Alfinito kam beim Publikum gut an. Kamen. Vor ihrem Durchbruch als Schlagerduo „die Amigos“ hat Bernd Ulrich hauptberuflich als Bierbrauer gearbeitet. Karl-Heinz Ulrich war als Maurer und Fernfahrer unterwegs. Am Freitagabend sorgten die Musiker für eine fast ausverkaufe Kamener Stadthalle. Gemeinsam mit Sängerin Daniela Alfinito lockten die beiden Brüder knapp 500 zahlende Zuschauer.

Nicht der erste Auftritt von Bernd und Karl-Heinz Ulrich in der Sesekestadt, aber laut Ankündigung wohl der letzte Besuch, denn die laufende „Für unsere Freunde“-Tour soll die letzten großen Soloauftritte der beiden Musiker in Deutschland darstellen, denen 2020 von der Deutschen Post sogar eine Briefmarke anlässlich ihres 50. Bühnenjubiläums gewidmet wurde.

In der Stadthalle präsentierte das erfolgreichste Schlager-Duo des Landes - wie gewohnt ohne Bandbegleitung - ihre bekanntesten Lieder und Songs vom aktuellen Album „Liebe siegt“. Die vielen Discofox-Titel animierten die Besucher nicht nur zum Mitklatschen; hinter den letzten Sitzplatzreihen wagten einige Gäste auch ein Tänzchen.

Daniela Alfinito, Tochter von Amigos-Sänger Bernd, erhielt vor und nach der Pause in der Stadthalle ebenfalls längere Auftrittszeiten, die die frühere Altenpflegerin dafür nutze, vor allen Dingen Stücke aus ihren letzten vier Alben zu singen, mit denen die Schlagersängerin jeweils Platz eins der Schlager-Hitliste in Deutschland erreicht hat.

Die Tournee „Die Udo Jürgens Story - Sein Leben, seine Liebe, seine Musik“, die am 20. April in der Stadthalle gastieren sollte, wird auf das kommende Jahr verschoben. Diese Veranstaltung soll nun am 11. Februar 2023 stattfinden. Bereits gekaufte Eintrittskarten bleiben gültig.

Archiv: Aber bitte mit Sahne in der Kamener Stadthalle

Italienische Welthits locken in die Kamener Stadthalle

 

Italienische Welthits: Eintritt nur mit negativem Schnelltest

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Kamen. Mit unvergesslichen Hits von Eros Ramazotti, Zucchero und Adriano Celentano bringt die Gruppe I Dolci Signori am Samstag, 2. April, Urlaubsstimmung in die Stadthalle Kamen. Einige wenige Karten sind für das Konzert noch erhältlich. Da das Programm die Besucher nicht nur zum Mitschwingen und -singen, sondern auch zum Tanzen einlädt, weist die Stadt Kamen als Veranstalter auf eine Besonderheit hin: Alle Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen können. Eine Möglichkeit zum Testen besteht am Samstag von 17 bis 19.30 Uhr vor Ort in der Stadthalle. Karten für die Veranstaltung sind im Kulturbüro der Stadt Kamen zum Preis von 25 Euro, 23 Euro und 19 Euro erhältlich. Infos unter Telefon 02307 148-3512, -13.

Archiv: Italienische Welthits locken in die Kamener Stadthalle

8. Sinfoniekonzert als Benefiz: „Alla Polacca“ für die Ukraine

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

Kreis Unna. Die Worte "Alla Polacca" verraten dem Leser, dass ein Musikstück rhythmisch wie eine Polonaise gespielt werden soll. Sie zieren auch die Noten der Werke, mit der die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen beim 8. Sinfoniekonzert verzaubern. Am Mittwoch, 6. April um 19:30 Uhr wird aufgespielt – als Benefiz für die Ukraine.

Die Eintrittsgelder des umgewidmeten Sinfoniekonzerts gehen an den polnischen Partnerkreis des Kreises Unna, Nowy Sącz. Die Partnerschaft besteht seit 1997, so dass in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum ansteht. Als grenznaher Kreis zur Ukraine nimmt Nowy Sącz derzeit viele geflüchtete Frauen und Kinder auf. Schulen werden zu Unterkünften umfunktioniert, um weitere Camps für einen vorübergehenden Aufenthalt einzurichten. Dafür sind Geldspenden dringend nötig.

Prayer for the Ukraine
Unter der Leitung von Christopher Ward, Generalmusikdirektor am Theater Aachen, startet das Konzert mit einem Werk des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov: "Prayer for the Ukraine". Getreu des Mottos "Alla Polacca" folgt darauf die spätromantische "Konzertouvertüre E-Dur op. 12" von Karol Szymanowski.

Frédéric Chopins "Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-moll op. 11" interpretiert die vielfach ausgezeichnete Pianist Sophie Pacini am Klavier. Mit der Polonaise im Finale von Peter Iljitsch Tschaikowskys "Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 ‚Polnische‘" schließt sich der Kreis wieder mit dem berühmten Tanz aus Polen.

Tickets im Online-Vorverkauf
Das Konzert am 6. April beginnt um 19:30 Uhr. Karten gibt es über den Online-Ticketshop unter: https://ticketservice.kreis-unna.de/. Als Ansprechpartnerin steht Doris Erbrich vom Kulturbereich des Kreises entweder telefonisch unter Tel. 0 23 03 / 27 - 14 41 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Das Konzert findet unter der 3G-Regel statt. Mehr Infos gibt es auch unter neue-philharmonie-westfalen.de. PK | PKU

Italienische Welthits locken in die Kamener Stadthalle

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

italiaKW21Kamen. Passend zum beginnenden Frühling bringt der Fachbereich Kultur einen Hauch von „Dolce vita“ in die Kamener Stadthalle. Mit unvergesslichen Hits von Eros Ramazotti, Zucchero und Adriano Celentano bringt die Gruppe I Dolci Signori mit ihrem unterhaltsamen und kurzweiligen Programm am Samstag, 2. April, Urlaubsstimmung nach Kamen. Die Band gehört zu den erfolgreichsten Italo-Pop-Gruppen Europas. Die mit Spitzenmusikern besetzte Formation tourt bereits seit 2002 und ist national und international erfolgreich.

Das Programm, das mit einer einzigartigen Auswahl der wunderbarsten italienischen Popsongs aufwartet, lädt die Besucher zum Mitschwingen und –singen ein. Die Tanzfläche In der Kamener Stadthalle wird den tanzfreudigen Gästen sogar ermöglichen das Tanzbein zu schwingen. Dies ist eine der Besonderheiten der Veranstaltung. Aus diesem Grund hat sich die Stadt Kamen für die Kamener Stadthalle als Spielort entschieden. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Gäste die Möglichkeit haben werden sich am italienischen Buffet mit Pasta und Antipasti zu bedienen. Wer dieses Angebot nutzen möchte, kann an der Abendkasse für 14,50 € ein Bändchen erwerben, das zur Nutzung des Buffets berechtigt. Der Einlass beginnt bereits um 18.15 Uhr und um 18.30 Uhr wird das Buffet eröffnet, um sich auf den Abend einzustimmen. I Dolci Signori übernehmen dann ab 20 Uhr die Bühne und versetzen das Publikum mit ihren weichen, schwungvollen bis rockigen Klängen italienischer Welthits in frühlingshafte, mediterrane Stimmung.

Für die Veranstaltung gibt es noch einige Karten. Diese sind im Kulturbüro der Stadt Kamen zum Preis von 25 Euro, 23 Euro und 19 Euro erhältlich. Reservierungen können telefonisch oder per Mail beim Kulturbüro vorgenommen genommen werden. (Telefon 02307 148-3512, -13 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Speisen und Getränke sind im Kartenpreis nicht enthalten.

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