Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Arbeitslosigkeit steigt mit der Ferienzeit – Viele Meldungen von Ausbildungsabsolventen

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© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna. Im Kreis Unna erhöhte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 134 (+0,9 Prozent) auf 15.133. Im Vergleich zu Juli 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.767 Personen (-10,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote steigt im Berichtsmonat um 0,1 Punkte auf 7,2 Prozent.

„Typisch für die Sommerzeit war die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat für die betroffenen Personengruppen unterschiedlich“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die jüngsten Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna und erklärt: „Viele junge Menschen haben die Schule verlassen oder ihre Ausbildung beendet und befinden sich jetzt kurzfristig in einer unkritischen Übergangsarbeitslosigkeit, bevor sie in Ausbildung, Arbeit oder Studium starten. Dem gegenüber konnten lebensältere und langzeitarbeitslose Menschen noch einmal deutlich vom guten Jobangebot im Kreis profitieren. Insgesamt also eine Entwicklung, die dem sehr positiven Trend im Kreis Unna weiter vollumfänglich folgt“, so Thomas Helm. Im August rechne der Arbeitsmarktexperte mit einer weiteren leichten Steigung der Arbeitslosigkeit, bevor die Arbeitslosenzahlen in den Herbstmonaten wieder deutlich sinken werden. „Die aktuelle saisonal bedingte Steigerung kann die sehr positive Entwicklung des Arbeitsmarktes im Kreis Unna nicht unterbrechen.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.270 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 183 (16,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 246 Jugendliche (-16,2 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juli wurden 3.108 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 40 Personen (-1,3 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 290 ältere Arbeitslose (8,5 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.733 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 66 Arbeitslose (1,8 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Juli 2017 waren 266 ausländische Arbeitslose (6,7 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 993 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 57 Personen (-1,0 Prozent) auf 5.940. Im Vorjahresvergleich sind das 981 Personen (-14,2 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat verringerte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um zwei (-0,1 Prozent) auf 1.376. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 120 (-8,0 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im Juli die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 45 auf 993. Damit hatten im Berichtsmonat 6,6 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.543 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 547 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 94 aus dem Balkan, 74 aus dem Irak und 43 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 64 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 143 (14,4 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 336 (33,8 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 282 (28,4 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Selm (-2,3 Prozent bzw. 20 auf 861). Danach folgen Bönen (-0,6 Prozent bzw. vier auf 627) und Werne (-0,1 Prozent bzw. eine Person auf 850). In Bergkamen stagnierte die Arbeitslosigkeit bei 2.344. In Unna erhöhte sich die Arbeitslosigkeit am wenigsten stark (+0,4 Prozent bzw. sieben auf 1.877), danach folgen Lünen (+0,7 Prozent bzw. 29 auf 4.477), Kamen (+1,2 Prozent bzw. 20 auf 1.748) Fröndenberg (+3,1 Prozent bzw. 16 auf 536), Holzwickede (+4,8 Prozent bzw. 22 auf 477) und Schwerte (+5,1 Prozent bzw. 65 auf 1.336).

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Die Beschäftigung im Kreis Unna boomt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

© Bundesagentur für Arbeit© Bundesagentur für ArbeitAnzahl der Erwerbstätigen steigt überdurchschnittlich

Kreis Unna. Die Beschäftigung im Kreis Unna entwickelt sich weiter ausgezeichnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren über 130.000 Frauen und Männer sozial-versicherungspflichtig beschäftigt. Das bedeutete allein im Vorjahresvergleich einen Anstieg um mehr als 5.500 Beschäftigte oder 4,4 Prozent.

Im Rahmen eines Pressegesprächs bei einem heimischen Unternehmen, der Werner Bauingenieure PartG mbB in Unna, präsentierte Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäfts-führung der Agentur für Arbeit Hamm, die neuen Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: „Die Entwicklung im Kreis Unna ist in den letzten Jahren immer besser geworden. Auch die Großbetriebe tragen weiterhin dazu bei, dass es im Jahr 2017 geradezu in einen Beschäftigungsboom übergegangen ist. Die Zahl der Erwerbstätigen steigt hier deutlich stärker als im Ruhrgebiet und im Land NRW insgesamt“, sagt Helm. „Der Beschäftigungsboom bringt aber auch Probleme mit sich. Die Herausforderung, Fachkräfte zu finden, wird immer größer. Fachkräftesicherung hat viele Facetten. Zu diesen gehören alternative Wege bei der Rekrutierung von Mitarbeitern und Azubis und die Qualifizierung durch Fort- und Weiterbildung, durch Teilqualifizierung, durch Umschulung oder auch durch Förderung während der Ausbildung. Neue Wege werden potentiell das Regelgeschäft des Personalmanagements. Der Schlüssel zum Fachkräftebedarf ist Qualifizierung - Zeit, in Menschen zu investieren.“

Landrat Michael Makiolla zieht ebenfalls ein sehr positives Zwischenfazit zu den Beschäftigtendaten: „Jahrelanges Engagement hat sich gelohnt und den Kreis in die richtige Position gebracht, um als attraktiver Wirtschaftsstandort zu punkten. Die kontinuierlich steigende Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beweist, dass unsere Wirtschaftsförderung ihr Handwerk versteht und die richtigen Partner an ihrer Seite hat.“

Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) erklärt: „Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren deutlich bei der Zahl der hochqualifizierten Beschäftigten zugelegt. Hier gibt es aber auch in Zukunft im Kreis Unna noch Handlungsbedarf", und verweist auf das erfolgreiche Beispiel des gastgebenden Unternehmens. Dessen Mitinhaber Dr. Daniel Werner, Partner der Werner Bauingenieure PartG mbB, ergänzt: „Unna war bei der Suche nach einem neuen Bürostand-ort unsere erste Wahl. Die zentrale Lage für unsere Mitarbeiter und die Kunden in ganz NRW bietet uns beste Entwicklungsmöglichkeiten.“

Christian Scholz, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, führt zu den positiven Auswirkungen für die Kunden in der Grundsicherung aus: „Durch die andauernde gute konjunkturelle Lage konnten auch Kunden des Jobcenters Kreis Unna häufiger Arbeit aufnehmen. Diese Entwicklung belegen auch die rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Erfreulich ist, dass regionale Arbeitgeber vor allem Langzeitarbeitslose und Lebensältere einstellen.“

80 Prozent der Beschäftigten arbeiten auf dem Niveau einer Fachkraft und höher
Der größte Zuwachs im Kreis Unna ist im Vorjahresvergleich im Wirtschaftszweig Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit einem Plus von 2.219 Beschäftigungen (32,3 Prozent) zu verzeichnen. Danach folgen die Bereiche Verkehr und Lagerei (+ 1.494 bzw. 12,7 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (+ 738 oder 8,9 Prozent) sowie Erziehung und Unterricht (+ 695 oder 23,1 Prozent). Ungünstig war die Entwicklung dagegen im Verarbeitenden Gewerbe. Hier waren es 6,2 Prozent oder 1.559 Berufstätige weniger. Bezogen auf die Anforderungsniveaus gab es zwar den prozentual stärksten Zuwachs bei den Helfern (um 9,4 Prozent auf 26.394), aber insgesamt arbeiten vier von fünf Beschäftigten mindestens auf dem Niveau einer Fachkraft. Bei ihnen stieg die Anzahl der Beschäftigten um 3,1 Prozent auf 80.441, bei den Spezialisten um 3,9 Prozent auf 11.956 und bei den Experten um 3,8 Prozent auf 11.181 Personen.

Positive Entwicklung in allen Personengruppen
2017 profitierten alle Personengruppen vom Beschäftigungsaufbau. Bei den Jüngeren stieg die Beschäftigung um 3,7 Prozent auf 15.227 Personen. In der Altersgruppe 25 bis 54 Jahre erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten um 3,3 Prozent auf 90.325, und bei den Arbeitnehmern über 55 Jahren gab es überwiegend demografiebedingt einen Zuwachs von 9,4 Prozent auf 23.773. Bei Arbeitnehmern ohne deutschen Pass stieg die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 15,2 Prozent auf 13.936 (in NRW um 10,6 Prozent, in Deutschland um 11,7 Prozent).

Bei der Betrachtung nach Geschlechtern war eine recht gleichmäßige Entwicklung festzustellen. Die Anzahl der beschäftigten Frauen stieg in zwölf Monaten um 4,3 Prozent, die der Männer um 4,6 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 44,8 Prozent (58.289 Personen). Davon sind 27.520 Frauen in einer Vollzeitbeschäftigung tätig und mit 27.595 Arbeitnehmerinnen arbeiten ebenso viele in Teilzeit. In NRW liegt der Frauenanteil bei 45,3 Prozent (in Deutschland bei 46,4 Prozent).
Bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen verschieben sich die Strukturen

Die Anzahl der geringfügig Beschäftigten hat sich innerhalb des letzten Jahres kaum verändert. Es gab einen Zuwachs von 0,1 Prozent auf 34.317. Die Struktur veränderte sich aber sehr wohl. Die geringfügig Beschäftigten im Nebenjob nahmen im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 5,0 Prozent zu, während die ausschließlich ausgeübten Jobs um 1,8 Prozent zurückgingen.

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Bürgermeisterwahl in Kamen: Stichwahl am 01.07.2018

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

wahljahr10Kamen. Da bei der Wahl am 17.06.2018 keine Kandidatin die absolute Mehrheit erreichte, findet am 01.07.2018 eine Stichwahl statt. Zur Stichwahl treten die Kandidatinnen Elke Kappen, SPD und Tanja Brückel, CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Freie Wählergemeinschaft e.V., FDP an.

Neue Bürgermeisterin ist die Kandidatin, die bei der Stichwahl am 01. Juli 2018 die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen erhält. Die Amtszeit der neuen Bürgermeisterin beginnt am 01.08.2018 und endet im Jahr 2025.

Rund 35.000 Kamener und Kamenerinnen sind für die Bürgermeisterwahl wahlberechtigt. Ab dem 20. Juni können Briefwahlunterlagen angefordert werden.

Wer mit der Wahlbenachrichtigung für die Bürgermeisterwahl am 17.06.2018 Briefwahlunterlagen für den 01.07.2018 bereits beantragt hat, erhält diese automatisch. Der Versand erfolg ab 20.06.2018.

Die Online-Anforderung von Briefwahlunterlagen kann ab dem 19.06.2018 18 Uhr vorgenommen werden.

Mehr Informationen >>>

Archiv: SPD verpasst bei Bürgermeisterwahl absolute Mehrheit

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Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Nochmals gute Entwicklung vor den Ferien

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© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna. Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 50 Personen (-0,3 Prozent) auf 14.999. Im Vergleich zu Juni 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.758 Personen (-10,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat weiterhin 7,1 Prozent.

„Im vergangenen Monat hat es noch einmal einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit im Kreis Unna gegeben, insbesondere in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen“, kommentiert der neue Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die aktuelle Entwicklung. Dass der Abbau nicht mehr so deutlich ausgefallen ist wie im Vormonat, sei laut Keyen saisontypisch: „Wir bewegen uns auf die Sommerferien zu und damit auf eine Zeit, in der wenig Neueinstellungen vorgenommen werden.“ Entsprechend geht Keyen für die nächsten Monate eher von leicht steigenden Arbeitslosenzahlen aus. Belege dafür, dass sich die eingetrübten Konjunkturaussichten nach den Ferien auch in Unna zeigen würden, gäbe es laut Thomas Keyen jedoch nicht: „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr positiv auf dem Arbeitsmarkt abschließen werden.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.087 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 45 (4,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 244 Jugendliche (-18,3 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juni wurden 3.148 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem leichten Rückgang um vier Personen (-0,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 278 ältere Arbeitslose (+8,1 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.667 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind sechs Arbeitslose (-0,2 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Juni 2017 waren 308 ausländische Arbeitslose (+7,7 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 948 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 80 Personen (-1,3 Prozent) auf 5.997. Im Vorjahresvergleich sind das 889 Personen (-12,9 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat erhöhte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um sieben Personen (0,5 Prozent) auf 1.378. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 128 Personen (-8,5 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im Juni die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um sechs Personen auf 948. Damit hatten im Berichtsmonat 6,3 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.578 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 516 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 94 aus dem Balkan, 71 aus dem Irak und 40 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 65,2 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 134 (14,1 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 317 (33,4 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 284 (30,0 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Werne (-3,7 Prozent bzw. 33 auf 851). Danach folgen Bönen (-2,0 Prozent bzw. 13 auf 631), Holzwickede (-1,3 Prozent bzw. sechs auf 455), Kamen (-1,2 Prozent bzw. 21 auf 1.728), Unna (-0,8 bzw. 16 auf 1.870) und Bergkamen (-0,7 Prozent bzw. 17 auf 2.344). In Schwerte erhöhte sich die Arbeitslosigkeit am wenigsten stark (+0,3 Prozent bzw. vier auf 1.271), danach folgen Selm (+0,7 Prozent bzw. sechs auf 881), Lünen (+0,9 Prozent bzw. 41 auf 4.448) und Fröndenberg (+1,0 Prozent bzw. fünf auf 520).

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Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: „Es läuft!“

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© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna. Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 201 Personen (-1,3 Prozent) auf 15.049. Im Vergleich zu Mai 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.788 Personen (-10,6 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,1 Prozent.

„Im Kreis Unna hat sich der Mai nicht nur meteorologisch als Wonnemonat präsentiert, sondern auch dem Arbeitsmarkt sonnige Zeiten beschert und für einen deutlichen Abbau an Arbeitslosigkeit gesorgt“, freut sich Agenturchef Thomas Helm über die aktuelle Entwicklung. Der Rückgang von rund 200 Arbeitslosen, der zu einer Quote von 7,1 Prozent geführt hat, sei laut Helm insbesondere im Vorjahresvergleich beeindruckend: „Damals waren fast 1.800 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als heute, die Quote betrug vor 12 Monaten noch 8,1 Prozent.“ Der hohe Bestand an offenen Stellen ist für ihn ebenfalls Beleg für die Stabilität der Lage. Dennoch betont er: „Wenn es gelingt, viele dieser Stellen mit passenden Kandidaten zu besetzen, ergeben sich große Vorteile für die Region. Bleiben sie aber unbesetzt, fehlt unseren Betrieben mittelfristig die Kraft für den Wettkampf auf dem globalen Markt.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.042 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 32 (3,0 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 235 Jugendliche (-18,4 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Mai wurden 3.152 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem leichten Anstieg um vier Personen (+0,1 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 301 ältere Arbeitslose (+8,7 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.661 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 37 Arbeitslose (-1,0 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Mai 2017 waren 349 ausländische Arbeitslose (+8,7 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 954 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 68 Personen (-1,1 Prozent) auf 6.077. Im Vorjahresvergleich sind das 925 Personen (-13,2 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 17 Personen (-1,2 Prozent) auf 1.371. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 134 Personen (-8,9 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im Mai die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 40 Personen auf 954. Damit hatten im Berichtsmonat 6,3 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.595 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 506 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 93 aus dem Balkan, 79 aus dem Irak und 44 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 63,7 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 124 (13,0 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 323 (33,9 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 290 (30,4 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat weitestgehend positiv in den Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Fröndenberg (-4,1 Prozent bzw. 22 auf 515). Danach folgen Schwerte (-3,9 Prozent bzw. 52 auf 1.267), Bönen (-3,3 Prozent bzw. 22 auf 644), Unna (-2,3 Prozent bzw. 44 auf 1.886), Selm (-1,1 oder 10 auf 875), Bergkamen (-0,8 Prozent bzw. 20 auf 2.361), Lünen (-0,7 Prozent bzw. 32 auf 4.407) und Werne (-0,3 Prozent bzw. drei auf 884). In Kamen stagnierte die Arbeitslosigkeit nahezu (+0,1 Prozent bzw. eine Person auf 1.749), ebenso in Holzwickede (+0,7 Prozent bzw. drei auf 461).

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Kreis Unna: Jahresrückblick gewerblicher Kraftverkehr

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

70 Meter langes Schiff transportiert

Kreis Unna. Wer ein Taxi oder Schwertransport auf Straßen im Kreis Unna bewegen möchte, hat zwangsläufig mit dem Sachgebiet "gewerblicher Kraftverkehr" zu tun: Dort werden die Genehmigungen dafür erteilt. Dabei fällt ein besonders großer Transport in den Bilanzzahlen des Sachgebiets auf.
 
Mit rund 70 Metern Länge, acht Metern Breite und rund viereinhalb Metern Höhe war es der größte Schwertransport, der im Kreis Unna 2017 unterwegs war: Transportiert wurde ein Schiff mit einem Gewicht von rund 192 Tonnen. Zum Vergleich: Ein normaler LKW mit Anhänger hat eine Länge von rund 18 Metern, eine Breite von rund zwei Metern und kommt auf ein Gesamtgewicht von circa 41 Tonnen.
 
Güter- und Personenverkehr
Insgesamt erteilten die Mitarbeiter des Sachgebiets 403 Erlaubnisse für Großraum- und Schwerlastverkehre. Das sind 115 weniger als im Jahr zuvor. Unter Umständen müssen mehrere Behörden an einer Erlaubnis beteiligt werden. Das war 7.108 Mal der Fall. Dabei hat sich der Arbeitsaufwand deutlich erhöht. 2016 gab es noch 5.476 Beteiligungen anderer Behörden.
 
Neben der Güterbeförderung kümmert sich das Sachgebiet auch um Erlaubnisse zur Personenbeförderung: Im letzten Jahr waren 141 Taxen im Kreis unterwegs und damit zwei weniger als noch im Jahr 2016. Die Zahl der Mietwagen hingegen hat sich um neun auf 203 erhöht. Rückläufig ist die Zahl der Fahrschulen im Kreis Unna. Sie ist um sieben auf 53 Fahrschulen gesunken.
 
Neuer Service und mehr Sicherheit
Wer in Sachen Führerschein ins Kreishaus muss, für den gibt es seit August 2017 die Möglichkeit, Termine online zu vereinbaren (unter www.kreis-unna.de "Terminvereinbarung"). Wer dann ohne biometrisches Passfoto im Kreishaus steht, der muss seit letztem Jahr nicht mehr den Weg zum Fotografen antreten, sondern kann das "Self Service Terminal" nutzen. Von dort wird das Bild  für die automatische  Führerscheinbestellung bei der Bundesdruckerei verwendet und wieder gelöscht, wenn der Führerschein dort erstellt wurde.
 
Neu ist auch ein Dokumenten-Prüfgerät von der Bundesdruckerei. Mit diesem sollen besonders gute Fälschungen entlarvt werden, die sonst nur besonders geschulte und erfahrene Mitarbeiter erkannt hätten. Festgestellte Fälschungen werden sofort und konsequent durch die Führerscheinstelle zur Anzeige gebracht. PK | PKU

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