Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Arbeitslosigkeit steigt mit dem Ferienbeginn

am . Veröffentlicht in Amtliches

BAkamenKWKreis Unna. Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um acht auf 14.430. Im Vergleich zu Juli 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 703 Personen (-4,6 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des letzten Monats.


„Typisch für die Sommerzeit war die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat für die betroffenen Personengruppen unterschiedlich“, beschreibt Agenturgeschäftsführer Thomas Keyen die jüngsten Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna und erklärt: „Viele junge Menschen haben die Schule verlassen oder ihre Ausbildung beendet und befinden sich jetzt kurzfristig in einer unkritischen Übergangsarbeitslosigkeit, bevor sie in Ausbildung, Arbeit oder Studium starten. Dem gegenüber konnten lebensältere und langzeitarbeitslose Menschen noch einmal Arbeitslosigkeit abbauen.“ Im August rechnet Keyen mit einer leichten Steigung der Arbeitslosigkeit, bevor sie in den Herbstmonaten wieder sinken werde: „Voraussichtlich wird der Abbau dann jedoch nicht mehr so deutlich ausfallen wie in den Vorjahren, denn erste Vorboten einer konjunkturellen Eintrübung sind bereits erkennbar.“ 

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.104 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 179 (+19,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 166 Jugendliche (-13,1 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juli wurden 3.064 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 74 Personen gegenüber dem Vormonat (-2,4 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 44 ältere Arbeitslose (+1,4 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.622 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 63 Arbeitslose (-1,7 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Juli 2018 waren 111 ausländische Arbeitslose (+3,0 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.042 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Berichtsmonat um 64 Personen (-1,2 Prozent) auf 5.229. Im Vorjahresvergleich sind das 711 Personen (-12,0 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat erhöhte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung leicht um zwei (+0,1 Prozent) auf 1.349. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand um 27 (-2,0 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im Juli die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 31 auf 1.042. Damit hatten im Berichtsmonat 7,2 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.399 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 575 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 82 aus dem Irak, 75 aus dem Balkan, 63 Menschen aus Afghanistan und 48 Iranerinnen und Iranern. Insgesamt 63,4 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 126 (12,1 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 353 (33,9 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 300 (28,8 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In fünf von zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat abgebaut werden. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Lünen (-2,0 Prozent bzw. 88 auf 4.343). Danach folgen Selm (-0,6 Prozent bzw. fünf auf 818), Schwerte (-0,4 Prozent bzw. fünf auf 1.307), Holzwickede (-0,4 Prozent bzw. zwei auf 455) und Werne (-0,1 Prozent bzw. eine Person auf 765). In den übrigen fünf Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit an. Dabei am geringsten in Kamen (+0,7 Prozent bzw. 12 auf 1.657), gefolgt von Bergkamen (+0,9 Prozent bzw. 18 auf 2.105), Bönen (+1,0 Prozent bzw. sechs auf 580), Unna (+1,5 Prozent bzw. 27 auf 1.831) und Fröndenberg (+5,6 Prozent bzw. 30 auf 569).

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Abkühlung vor den Sommerferien

am . Veröffentlicht in Amtliches

BAkamenKWKreis Unna. Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um 18 auf 14.438. Im Vergleich zu Juni 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 561 Personen (-3,7 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des letzten Monats.

„Im Juni ist die Zahl an arbeitslosen Menschen im Kreis Unna leicht angestiegen. Dieser Anstieg, der sich ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) vollzog, läutet damit die saisontypische Entwicklung im Sommer ein“, erläutert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Dass bis auf Langzeitarbeitslose alle Personengruppen betroffen seien, spiegele die Zurückhaltung bei Einstellungen vor den Sommerferien wider. Dies belege auch die Stellenseite: „In diesem Monat wurden über neun Prozent Stellen weniger neu gemeldet als im Mai, was sich voraussichtlich bis Herbst fortsetzen wird.“ Thomas Helm bescheinigt dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna grundsätzlich weiterhin eine stabile Verfassung: „Saisonale Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt sind ganz normal. Dass die Sockelarbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung (SGB II) jedoch nach wie vor zurückgeht, ist ein Beleg für den anhaltenden Bedarf an Arbeitskräften.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 925 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg um 25 (+2,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 162 Jugendliche (-14,9 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Juni wurden 3.138 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg um 11 Personen gegenüber dem Vormonat (+0,4 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 10 ältere Arbeitslose (+0,3 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.685 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 31 Arbeitslose (+0,8 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Juni 2018 waren 18 ausländische Arbeitslose (-0,5 Prozent) weniger gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.073 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Berichtsmonat um 83 Personen (-1,5 Prozent) auf 5.293. Im Vorjahresvergleich sind das 704 Personen (-11,7 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat erhöhte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um fünf (+0,4 Prozent) auf 1.347. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand um 31 (-2,2 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im Juni die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 40 auf 1.073. Damit hatten im Berichtsmonat 7,4 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.398 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 617 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 86 aus dem Irak, 83 aus dem Balkan, 52 Menschen aus Afghanistan und 49 Iranerinnen und Iranern. Insgesamt 64,8 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 116 (10,8 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 357 (33,3 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 327 (30,5 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In fünf von zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat abgebaut werden. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bönen (-4,8 Prozent bzw. 29 auf 574). Danach folgen Holzwickede (-3,4 Prozent bzw. 16 auf 457), Werne (-2,9 Prozent bzw. 23 auf 766), Selm (-2,1 Prozent bzw. 18 auf 823) und Unna (-0,4 Prozent bzw. acht auf 1.804). In den übrigen fünf Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit an. Dabei am geringsten in Lünen (+0,3 Prozent bzw. 14 auf 4.431), gefolgt von Bergkamen (+0,9 Prozent bzw. 18 auf 2.087), Kamen (+1,3 Prozent bzw. 21 auf 1.645), Fröndenberg (+2,5 Prozent bzw. 13 auf 539) und Schwerte (+3,6 Prozent bzw. 46 auf 1.312).

Europawahl 2019: Endgültiges Wahlergebnis festgestellt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

203167PV.l.n.r.: Landrat und Kreiswahlleiter Michael Makiolla mit dem Leiter des Steuerungsdienstes Ferdinand Adam, Christian Krahl (Steuerungsdienst, zuständig für Wahlen) und Guido Ponto (Sachgebietsleiter Gesamtsteuerung und Finanzwirtschaft) vor den Stimmzetteln und Wahlniederschriften aus den Bezirken. Foto: Max Rolke - Kreis UnnaKreis Unna. Am 26. Mai 2019 fanden die Europawahlen statt. Knapp eine Woche später wurde aus dem vorläufigen das endgültige Wahlergebnis: Der Kreiswahlausschuss stellte es in seiner Sitzung am Montag, 3. Juni im Kreishaus fest.

Rund 305.000 Menschen waren im Kreis Unna dazu aufgerufen, über die Zukunft der Europäischen Union abzustimmen. 182.000 Wahlberechtigte haben das auch gemacht. Damit lag die Wahlbeteiligung bei rund 59,6 Prozent, wie der Kreiswahlausschuss berichtet. Davon gültig waren 99,1 Prozent (rund 180.000 Stimmen).

Ergebnisse im Detail
415 Wahlniederschriften aus den jeweiligen Bezirken hat sich der Ausschuss angesehen. Grund zur Beanstandung gab es dabei nicht. Weder Bedenken noch Berichtigungen dieser Niederschriften waren nötig. Und so kommt der Ausschuss zu dem Ergebnis, dass die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) im Kreis Unna 45.595 Stimmen bekommen hat. Das sind rund 25,3 Prozent aller abgegebenen gültigen Stimmen.

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) erhielt 43.125 Stimmen (23,9 Prozent). Es folgen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE) mit 37.618 Stimmen (20,9 Prozent), die Alternative für Deutschland (AfD) mit 17.690 Stimmen (9,8 Prozent) und die Freie Demokratische Partei (FDP) mit 10.643 Stimmen (5,9 Prozent). DIE LINKE bekam 7.407 Stimmen (4,1 Prozent).

Vergleich zur Europawahl 2014
Vor fünf Jahren haben sich noch deutlich weniger Menschen an der Wahl beteiligt. 2014 stimmten 51,3 Prozent aller Wahlberechtigten (rund 159.000) ab. Im Vergleich zu diesem Jahr stieg die Wahlbeteiligung um 23 Prozent.

2014 machten mehr Menschen ihr Kreuz bei der SPD und der CDU. Die Parteien verzeichneten im Kreis Unna 2019 Verluste: Die SPD verlor -16,9 Prozent und die CDU -5 Prozent. Leichte Verluste gab es auch für DIE LINKE (-0,61 Prozent). Zugewinne verzeichneten hingegen die GRÜNEN (11,9 Prozent), die AFD (4,4 Prozent) und die FDP (3 Prozent). PK | PKU

Archiv: Deutlich höhere Wahlbeteiligung bei Europawahl - großer Gewinner sind die Grünen

Bilanz der Bußgeldstelle: Mehr als 5.250 Fahrverbote verhängt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

polunlaser519KWKreis Unna. Am besten und sichersten läuft‘s im Straßenverkehr, wenn sich alle an die Regeln halten. Unbelehrbare Raser sollen durch die Geschwindigkeitsüberwachung ausgebremst werden. Im Jahr 2018 verhängte der Kreis 5.258 Fahrverbote gegen Raser und Drängler – rund 87 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das macht die Straßenverkehrsbehörde des Kreises nicht ohne Grund: "Bei zwei Dritteln aller Unfälle werden Menschen verletzt, weil das Tempolimit nicht eingehalten wird. Und da setzen wir an", erklärt Sachgebietsleiter Christian Bornemann. Wir wollen mit unserer Überwachung das Geschwindigkeitsniveau senken und so präventiv Unfällen vorbeugen."

Viel zu schnell
Dass täglich auch auf den Straßen im Kreis Unna unverantwortlich schnell gefahren wird, zeigt ein Blick in die Statistik der Behörde: Der schnellste Fahrer wurde 2018 auf der Ruhrtalstraße in Schwerte (wie schon 2017 und 2016) mit 139 Stundenkilometern (2017: 131 km/h) gemessen. An dieser Stelle ist Tempo 50 erlaubt. Der ertappte Verkehrssünder war also 89 Stundenkilometer zu schnell unterwegs.

Damit ist er leider nicht allein: Jeweils um mehr als das Doppelte überschritten gleich mehrere Verkehrsteilnehmer im Kreisgebiet die zulässige Höchstgeschwindigkeit – unter anderem auf der Unnaer Straße in Fröndenberg/Ruhr, wo ein Fahrer mit 118 bei zulässigen 50 km/h geblitzt wurde.

Viele Ordnungswidrigkeiten
Wie häufig Verkehrsregeln übertreten werden, macht die Gesamtzahl der von Kreis-Mitarbeitern bearbeiteten Ordnungswidrigkeiten klar: Sie lag im vergangenen Jahr bei 157.130 und bleibt damit im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant (2017: 157.262).

Rund 98.400 dieser Verstöße wurden 2018 durch die "Starenkästen" (50.965) und die mobile Geschwindigkeitsüberwachung (47.457) des Kreises registriert. Beim Kreis werden darüber hinaus die Verfahren der Temposünder bearbeitet, die die Kreispolizei erwischt hat.

Übrigens: In den kreiseigenen Fahrzeugen zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung leisteten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr 8.615 (2017: 8.145) Einsatzstunden an 346 (2017: 357) Einsatztagen. PK | PKU

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Saisonale Besserung mit regionalen Unterschieden

am . Veröffentlicht in Amtliches

BAkamenKWKreis Unna. Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 122 auf 14.420. Im Vergleich zu Mai 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 629 Personen (-4,2 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,8 Prozent auf dem Niveau des letzten Monats.

„Im Mai stieg die Zahl an arbeitslosen Menschen im Kreis Unna. Dieser Anstieg vollzog sich ausschließlich im Bereich der Grundsicherung und lässt auf leicht rückläufige Konjunkturerwartungen der Unternehmen schließen“, erläutert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Arbeitgeber konzentrierten sich laut Helm eher auf die Einstellung junger, frisch ausgebildeter Kräfte. Von einer spürbaren Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt könne jedoch aktuell keine Rede sein: „Es stehen über 3.700 offene Stellen zur Besetzung aus und damit zahlreiche, individuelle Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung.“ 

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 900 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 22 (-2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 142 Jugendliche (-13,6 Prozent) gesunken. Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Mai wurden 3.127 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg um 27 Personen gegenüber dem Vormonat (+0,9 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 25 ältere Arbeitslose (+0,8 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.654 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 123 Arbeitslose (+3,5 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Mai 2018 waren sieben ausländische Arbeitslose (+0,2 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 1.033 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit verringerte sich im Berichtsmonat um 33 Personen (-0,6 Prozent) auf 5.376. Im Vorjahresvergleich sind das 701 Personen (-11,5 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 17 (-1,3 Prozent) auf 1.342. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Bestand um 29 (-2,1 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat stieg im Mai die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 39 auf 1.033. Damit hatten im Berichtsmonat 7,2 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.423 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung. Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 584 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 83 aus dem Balkan, 76 aus dem Irak, 54 Iranerinnen und Iranern sowie 54 Menschen aus Afghanistan. Insgesamt 65,0 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 113 (10,9 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 368 (35,6 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 301 (29,1 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In vier von zehn Kommunen des Kreises Unna konnte Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat abgebaut werden. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Bergkamen (-1,0 Prozent bzw. 21 auf 2.069). Danach folgen Werne (-0,9 Prozent bzw. sieben auf 789), Bönen (-0,5 Prozent bzw. drei auf 603) und Fröndenberg (-0,2 Prozent bzw. eins auf 526). In den übrigen sechs Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit an. Dabei am stärksten in Holzwickede (+4,0 Prozent bzw. 18 auf 473), gefolgt von Lünen (+2,3 Prozent bzw. 100 auf 4.417), Schwerte (+1,3 Prozent bzw. 16 auf 1.266), Kamen (+0,7 Prozent bzw. 12 auf 1.624), Unna (+0,3 Prozent bzw. sechs auf 1.812) und Selm (+0,2 Prozent bzw. zwei auf 841).

Jahresbilanz 2018: Mehr als 300.000 Fahrzeuge im Kreis Unna

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Amtliches

kennzeichenUNKWFahrzeugbestand wächst auf 31.496 Fahrzeuge im Kamener Stadtgebiet (Stand: 31.12.2018)

Kreis Unna. Rein statistisch hat mehr als jeder zweite Einwohner des Kreises ein Auto – egal ob Baby oder Senior: Im vergangenen Jahr ist der Pkw-Bestand auf über 307.000 gestiegen. Das ist ein Plus von rund 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt ist der Fahrzeugbestand im Kreis Unna 2018 um 4.244 Fahrzeuge auf 307.416 (2017: 303.172; 2016: 298.093) angewachsen. Den Hauptanteil bilden Autos. Neben den 242.218 im Kreis zugelassenen Pkw rollen 20.962 Motorräder und 44.236 Nutzfahrzeuge über die Straßen.

Neuzulassungen und Kennzeichen
Mit 18.149 Neuzulassungen verzeichnet die Straßenverkehrsbehörde erstmals wieder einen leichten Rückgang neu zugelassener Fahrzeuge. 2017 waren es noch gut 200 Neuzulassungen mehr. Nach wie vor gehören die meisten Fahrzeuge Bürgern aus Lünen (57.440), der größten Stadt im Kreis, gefolgt von Haltern aus Unna (46.291) und Schwerte (35.537).

Das LÜN-Kennzeichen boomt weiter. Ende November 2012 eingeführt, haben im vergangenen Jahr weitere 2.663 Fahrzeughalter das neue "alte" Kennzeichen für ihren fahrbaren Untersatz gewählt. Damit ist die Zahl auf insgesamt 25.785 gestiegen. Am 1. September 2015 wurde das LH-Kennzeichen erstmals wieder im Kreis Unna vergeben. Inzwischen haben sich insgesamt 2.735 Halter für "LH" entschieden, davon 974 im vergangenen Jahr.

Wunschkennzeichen
Ob UN, LÜN oder LH - weiterhin "in" sind die persönlich ausgewählten Kennzeichen – auch wenn die Nachfrage nach den so genannten Wunschkennzeichen stabil blieb. Zugeteilt wurden im vergangenen Jahr 51.443 (2017: 50.365) von den Fahrzeughaltern individuell ausgewählte Kennzeichen. Auch wenn kein rechtlicher Anspruch auf Zuteilung eines besonderen Kennzeichens besteht, ist es erklärtes Ziel, die Kennzeichenwünsche der Bürgerinnen und Bürger weitestgehend zu erfüllen.

Immer mehr Elektroautos
Ein deutlicher Anstieg ist in der Kategorie "E-Autos" zu beobachten: An Stoßstangen von 384 Fahrzeugen ist ein E-Kennzeichen zu finden. Das sind rund 110 Prozent mehr als 2017 (184 Elektroautos). Viele weitere Infos sowie die Online-Terminvergabe der Zulassungsstelle sind unter www.kreis-unna.de (Suchwort "Zulassung") zu finden. PK | PKU

Archiv: Fast 240.000 Autos im Kreis Unna

Anzeigen

kamenlogo

kamengutschein240

ko logo

kkk logo

linklogogilde

technoparkkamen