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GSW TEST2022

KITE steht auf der Kippe

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Flugplatz522SE

Kamen(AG) Noch ist nicht entschieden, ob das internationale Drachenfestival KITE am morgigen Samstag starten kann. Aktuell, erklärt Mitorganisator Stefan Eising, sei der Boden auf dem Segelflugplatzgelände an der Derner Straße durch den Starkregen der letzten Stunden dermaßen aufgeweicht, dass keine Fahrzeuge mehr auf das Areal gelassen werden können. Nun warten die Veranstalter das Wetter der kommenden Nacht ab und wollen morgen früh um 8 Uhr die Entscheidung treffen, ob die KITE abgesagt wird oder stattfinden kann. Dies wäre dann der dritte Ausfall des beliebten Festivals in Folge, das normalerweise mehr als 10.000 Leute nach Kamen zieht - diesmal wäre es allerdings nicht Corona, sondern Emmelinde, die den Veranstaltern in die Suppe spuckt - so der Name des aktuellen Gewittertiefs. Hoffnung macht immerhin, dass der Deutsche Wetterdienst die Warnung vor extremem Unwetter für die Region vor Kurzem aufgehoben hat. Es könne aber weiter zu heftigen Sturmböen kommen - und die könnten für Mensch und Drachen gleichermaßen ungesund sein. Jetzt heißt es für die KITE-Fans von nah und fern erst einmal: Abwarten!

Archiv: GSW Kamen Kite startet wieder durch

Kite 2014: Trotz Mistwetter kein Verdruss

"Bastard" und Prügel am Kalthof: Geldstrafe

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gerichtsberichte

amtsgerichtKamen AMvon Andreas Milk

Kamen. In dem Mehrfamilienhaus am Kalthof wurde es sehr laut am späten Abend des 21. Juni 2021. Am Ende kam die Polizei. Und nun saß der 26-jährige Maximilian R. (Namen geändert) auf der Anklagebank des Amtsgerichts: wegen Körperverletzung, Beleidigung, Sachbeschädigung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Laut Akte der Staatsanwaltschaft hatte er seinem Widersacher Tobias F. Faustschläge ins Gesicht verpasst, ihn als "Bastard" beschimpft, seine Wohnungstür demoliert und eine Vase im Flur zerschmettert. Und schließlich fand die Polizei bei ihm auch noch 0,3 Gramm Marihuana.

"Es stimmt eigentlich alles", kommentierte Maximilian R. die Vorwürfe. R. hielt sich seinerzeit bei seiner Freundin auf. Die lebte - gemeinsam mit dem kleinen Kind des Paars - in der Etage über Tobias F. Was R. in jener Nacht so in Rage brachte: Tobias F. soll Haschisch geraucht haben und der Geruch bis ins Kinderzimmer im Stockwerk darüber gezogen sein. Dass Maximilian R. selbst ziemlich betrunken war, trug auch nicht gerade zur Entschärfung des nachbarschaftlichen Konflikts bei.

Wie viele Schläge wer wem verpasste, ob die Vase vorsätzlich zertrümmert wurde oder eher versehentlich im Handgemenge zu Bruch ging: Das blieb in der Verhandlung offen. Zumindest erlitt Tobias F. durch die Attacke von Maximilian R. aber keine bleibenden Schäden: Kieferschmerzen und Pfeifen im Ohr waren nach wenigen Tagen verschwunden.

Maximilian R. verbüßt derzeit eine sechsmonatige Haft. In rund vier Wochen kommt er raus. Sein Vorstrafenregister enthält ein Dutzend Einträge - überwiegend wegen Eigentumsdelikten. Für den Zwischenfall mit Tobias F. muss der junge Mann nun eine Geldstrafe zahlen: 160 Tagessätze à 10 Euro. Der Richter sagte, er habe eine gewisse Hoffnung, dass die aktuelle Haftverbüßung erst mal reiche, Maximilian R. zu beeindrucken.

"Ich werde dich f*****": Geldstrafe für Drohung gegen Vermieter

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gerichtsberichte

amtsgericht19KWvon Andreas Milk

Kamen. Ein Streit zwischen Mieter und Vermieter eskalierte im Juni vorigen Jahres auf der Bergkamener Schulstraße. Folge war ein Strafbefehl gegen Malik T. (Name geändert), den Mieter: 500 Euro sollte er zahlen, weil er Sedat K., den Vermieter, bedroht habe. Laut Staatsanwaltschaft tat er das mit den Worten: "Ich werde meine schlimmen Freunde rufen und dich ficken." Hintergrund soll die Auseinandersetzung um eine Kaution gewesen sein.

Malik T. legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Darüber sollte jetzt vor dem Kamener Amtsgericht verhandelt werden. Vier Zeugen waren zu dem Termin geladen worden: der mutmaßlich bedrohte Sedat K. und drei Bekannte von ihm. Es hätte heikel werden können für Malik T.: "Gegen vier Leute hab' ich anscheinend keine Chance."

Der Richter hatte ihn darauf hingewiesen, dass es im Grunde zwei Möglichkeiten gebe. Die erste: Freispruch. Eher unwahrscheinlich - denn die Beschuldigungen gegen T. schienen glaubhaft, zumal Sedat K. während der Ermittlungen zugegeben hatte, selbst auch Beleidigungen ausgestoßen zu haben, also keineswegs ein Unschuldsengel zu sein. Die zweite Möglichkeit: Verurteilung - zu einer Strafe deutlich höher als die 500 Euro im Strafbefehl. Denn nicht nur, dass Malik T. inzwischen dank Job zahlungskräftiger ist als von der Staatsanwaltschaft zunächst angenommen, er hat auch schon ein paar Vorstrafen im Register. Kurz: Aus 500 Euro drohte ein Mehrfaches des Betrags zu werden.

Aus dem Zuschauerraum schaltete sich Malik T.s Mutter ein: "Bezahl' die 500!" Und so läuft es nun auch, trotz T.s Beteuerung, es sei alles nicht so gewesen, wie es in der Akte steht. Er nahm den Einspruch zurück, die 500-Euro-Strafe wurde rechtskräftig. "Entschuldigung für die Zeit", bat er beim Verlassen des Saals den Richter. Der erwiderte trocken: "Das ist mein Job."

VKU startet den Verkauf des 9-Euro-Tickets am 23. Mai

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

Ticket bei der VKU ab Montag via App und vor Ort erhältlich

9 Euro Ticket Pieperjohanns522VKUAndré Pieperjohanns, Geschäftsführer der VKUKreis Unna. Bundestag und Bundesrat haben heute dem 9-Euro-Ticket zugestimmt. „Darauf haben wir gewartet“, so André Pieperjohanns, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna, „jetzt können wir direkt am Montag, den 23. Mai, mit dem Vorverkauf des 9-Euro-Tickets starten.“

Das kommunale Verkehrsunternehmen hat sich in den vergangenen Wochen sorgfältig auf diesen Moment vorbereitet. „Das neue Ticket wurde in unser Vertriebshintergrundsystem und in die fahrtwind-App integriert und steht jetzt dort zur Verfügung“, erläutert Pieperjohanns. Das 9-Euro-Ticket ist ab dem 1. Juni bundesweit für den Nahverkehr gültig. Es kann bereits ab Montag gekauft werden.

Die VKU empfiehlt ihren Kunden in erster Linie den Ticketkauf über die fahrtwind-App, die es für iOS und Android gibt. Das geht einfach und bequem von Zuhause aus, und man muss nirgendwo dafür Schlange stehen. Das 9-Euro-Ticket ist ab dem 23. Mai im „Ticketshop“ erhältlich und wird als eTicket auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt. Außerdem bietet es sich an, weil die App auch über eine elektronische Fahrplanauskunft verfügt. Mit wenigen Klicks ist so die ideale Verbindung für die gewünschte Strecke gefunden. Das funktioniert für den Nahverkehr bundesweit und ist insofern ideal in Kombination mit dem 9-Euro-Ticket.

Vor Ort erhalten Kunden das Ticket bei fahrtwind (Kamen und Lünen) und in den örtlichen Vorverkaufsagenturen der VKU, die das komplette Ticketsortiment anbieten (Full-Service-Vorverkaufsstelle). Auch in den Bussen wird es erhältlich sein. „Es liegen 1-Euro-Münzen zum Wechseln bereit“, schmunzelt der Geschäftsführer.

„Das Interesse der Kunden ist groß“, weiß André Pieperjohanns und rechnet damit, dass sich bereits viele Fahrgäste im Vorverkauf ihr Ticket besorgen werden. Abo-Kunden müssen sich übrigens um nichts kümmern. Ihr Ticketpreis wird für die Monate Juni, Juli und August auf 9 Euro reduziert, sie benötigen kein zusätzliches Ticket. Wer ein AboTicket hat muss es aber als Nachweis bei allen Fahrten, auch außerhalb des eigentlichen Geltungsbereichs mitführen.

Der VKU Geschäftsführer André Pieperjohanns blickt gespannt auf die kommenden Monate: „Das 9-Euro-Ticket ist für alle Verkehrsunternehmen gleichzeitig Herausforderung und Chance. Wir wünschen uns, dass viele Menschen den öffentlichen Nahverkehr positiv erleben.“ Eins ist aber schon jetzt sicher: Busse und Bahnen bieten auch über die tarifliche Sonderaktion mit dem 9-Euro-Ticket hinaus, vielfältige und günstige Mobilitätsmöglichkeiten für zahlreiche Alltagswege.

Weitere Auskunft zum Thema Bus und Bahn gibt es bei der kreisweiten Servicezentrale fahrtwind unter Telefon 0 800 3 / 50 40 30 (elektronische Fahrplanauskunft, kostenlos) oder ab dem 23.05.2022 unter der Rufnummer 0800 6 504030 (kostenlos aus allen deutschen Netzen) oder im Internet www.fahrtwind-online.de oder über die fahrtwind App (kostenloser Download im Google Play Store oder im App Store).

Update: Baustart an der Mühlenstraße

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

Vollsperrung in Kamen: So verläuft die neue Umleitung

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Kreis Unna. Am Montag, 23. Mai starten die angekündigten Bauarbeiten an der Mühlenstraße in Kamen. Die Fahrbahn wird erneuert, teilweise auf fünfeinhalb Meter verbreitert und vorhandene Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. Die Bauzeit ist je nach Witterung auf zweieinhalb Monate angesetzt. Die Kosten liegen bei rund 370.000 Euro.

Die Baustelle beginnt an der Kreuzung Mühlenstraße/Westicker Straße und endet an der Kreuzung Mühlenstraße/Hilsingstraße. Gebaut wird unter einer Vollsperrung. Direkte Anlieger können ihre Grundstücke weiterhin erreichen, die Bushaltestellen können nicht angefahren werden. Umleitungen ergeben sich aus den benachbarten Straßen: Westicker Straße, Am Langen Kamp und Altenmethler.

Hauptauftraggeber der Baumaßnahme ist der Kreis Unna. Jedoch haben sich die Stadt Kamen und die Stadtentwässerung Kamen angeschlossen, um beim Erneuern der Entwässerungsrinnen an der Mühlenstraße Bauzeit und Kosten einzusparen. PK | PKU

Archiv: Mühlenstraße: Vollsperrung wegen Deckschichtsanierung

Mühlenstraße: Baustart an Kreisstraße K41 verschiebt sich

 

 

Musical-Tickets gewinnen und etwas Gutes tun: GSW starten Gewinnspiel mit Radio Ruhrpott

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Radio Ruhrpott 522SMRadio Ruhrpott bringt das Ruhrgebiet auf die Bühne. Die GSW verlosen 100 Eintrittskarten für das Musical für und über das Ruhrgebiet. Foto: Copyright Stefan Milk

Kamen. Einmal den Akku aufladen? Einmal einen Abend voller Energie erleben? Einmal das ganze Ruhrgebiet auf einer Bühne sehen? Und damit auch gleichzeitig noch etwas Gutes tun? Das geht mit den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) Kamen, Bönen und Bergkamen ganz einfach! Gemeinsam mit der Radio Ruhrpott GmbH verlosen die GSW Eintrittskarten für das „Radio Ruhrpott – Das Musical im Ruhrgebiet“ am 5. Juni (15 Uhr). Das Ruhrical bringt den Ruhrpott in Castrop-Rauxel in beeindruckender Weise auf die Bühne. Authentisch. Ehrlich. Emotional.

Für die Vorstellung am Pfingstsonntag verlosen die GSW insgesamt 100 Eintrittskarten. Wer sich jeweils vier Karten für sich, die Familie und Freunde sichern möchte, kann ganz einfach teilnehmen. Mit etwas Glück können Musical-Fans nicht nur Eintrittskarten ergattern, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun. Der gesamte Erlös des Ticketverkaufs spenden die GSW an För Ju – den Förderverein für Jugendhilfe Kamen, der sich für viele Kinder- und Jugendprojekte sowie in der Flüchtlingshilfe engagiert.

Wer das Radio Ruhrpott Musical live erleben möchte, schreibt einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Ruhrical“ und den Kontaktdaten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Der Einsendeschluss ist der 26. Mai. Die Gewinner werden nach der Auslosung informiert. Eine Shuttle-Möglichkeit (7 Euro Hin und Zurück) von Kamen (Markt) nach Castrop-Rauxel bietet Radio Ruhrpott. Interessenten können sich per E-Mail anmelden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die datenschutzrechtlichen Hinweise gibt’s unter www.gsw-kamen.de/datenschutz

Gut vorbereitet in den Tank-Rabatt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Auto, Straßen & Verkehr

ADAC: Steuerentlastung muss voll an Verbraucher weitergegeben werden / Starker Kundenandrang ab Monatsbeginn an den Tankstellen möglich

tanken22KWDie zum 1. Juni 2022 geplante Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel muss laut ADAC in vollem Umfang und baldmöglichst an die Verbraucher weitergegeben werden. ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand: „Die hohen Spritpreise belasten die Verbraucher sehr. Deshalb ist die beschlossene Senkung der Energiesteuer um 14 Cent beim Diesel und fast 30 Cent beim Benzin ein richtiges Signal. Ich fordere die Mineralölkonzerne auf, die Spielräume für Entlastungen voll auszuschöpfen und an die Verbraucher weiterzugeben.“ Da auf diesen Senkungsbetrag auch keine Mehrwertsteuer fällig wird, liegt der steuertechnische Abschlag bei 35 Cent für Benzin und knapp 17 Cent für Diesel.

Der ADAC geht davon aus, dass – mit Blick auf die bevorstehende Entlastung – viele Autofahrer nach Möglichkeit nicht mehr im Mai tanken wollen, sondern von den niedrigeren Spritpreisen ab Juni profitieren wollen. Schlangen und ungewohnte Wartezeiten an den Tankstellen sollten daher zu Stoßzeiten einkalkuliert werden. Darüber hinaus ist es möglich, dass Tankstellen in den ersten Junitagen Kraftstoff, den sie im Mai gekauft haben, noch zum alten Preis weitergeben werden.

Autofahrer sollten mit Augenmaß vorgehen und ausreichend Kraftstoff im Tank vorrätig haben, um gegebenenfalls erst einige Tage nach Monatsbeginn zum Tanken fahren zu müssen.

Der ADAC weist darauf hin, dass das aktuelle Niveau der Kraftstoffpreise im Vergleich zu den Rohölnotierungen sehr deutlich zu hoch ist. Während der Preis für Diesel zuletzt leicht gesunken ist und derzeit bei rund 2,02 Euro je Liter liegt, hat sich Benzin kontinuierlich verteuert und liegt bei 2,10 Euro je Liter Super E10. Die damit einhergehende schrittweise Normalisierung bei der Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel dürfte mit der Steuersenkung am 1. Juni überholt sein, da der Steuersatz auf Benzin etwa doppelt so stark sinken wird, wie dies beim Diesel der Fall sein wird.

Laut ADAC sollten die Autofahrer auch nach der Steuersenkung ihren Spritverbrauch reduzieren. Durch eine sparsamere Fahrweise und den Verzicht auf Kurzstrecken kann der Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent gedrosselt werden. Zudem lohnt es sich, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen: Sowohl zwischen den Tankstellen sind die Preisunterschiede immer wieder erheblich als auch im Tagesverlauf. Abends Tanken spart demnach im Schnitt rund sieben Cent je Liter gegenüber den Morgenstunden.

Medikamente können nach Ablauf des Verfallsdatums gesundheitsschädlich sein

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit

AOKArzneimittel richtig entsorgen522Abgelaufene Arzneimittel sollten auf keinen Fall in der Toilette entsorgt werden. Die Substanzen gelangen hierdurch in die Kanalisation, belasten stark die Umwelt und kommen so unter Umständen erneut in den Nahrungsmittelkreislauf von Mensch und Tier. Foto: AOK/hfr.

Kreis Unna. Viele Menschen im Kreis Unna gehen unbewusst ein hohes Risiko ein, in dem sie angebrochene oder nicht benötigte Arzneimittel weiter aufbewahren. Die AOK NordWest warnt jedoch, diese Medikamente auch nach Ablauf des Verfallsdatums einzunehmen. Denn rein äußerlich ist es den Kapseln, Tropfen, Tabletten und Salben meistens nicht anzusehen. „Auch wenn die Verpackung und das Arzneimittel äußerlich unversehrt aussehen, warnen wir vor der weiteren Einnahme, da abgelaufene Arzneimittel ihre Wirksamkeit verlieren und dann sogar gesundheitsschädlich sein können“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Hinzu kommt, dass diese Medikamente sicher und umweltgerecht entsorgt werden sollten.

Damit Medikamente nicht vor Ablauf des Verfalldatums verderben, sollten sie sachgemäß gelagert werden, indem sie beispielsweise dabei keiner Feuchtigkeit oder zu hohen oder zu tiefen Temperaturen ausgesetzt werden. Aber was passiert mit dem Medikament, wenn es in der Hausapotheke verbleibt und das Haltbarkeitsdatum überschritten wird? Viele Menschen tendieren dann dazu, bei akuten Beschwerden dennoch auf das abgelaufene Medikament zurückzugreifen. Experten raten hiervon jedoch eindeutig ab. Nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums sollten Medikamente unbedingt aus der Hausapotheke entfernt werden. Aber wie genau soll und kann entsorgt werden? Was oft nicht bekannt ist: Sofern die Gebrauchsinformation (Beipackzettel) eines Arzneimittels keine speziellen Hinweise für die Entsorgung enthält, können diese über den Restmüll entsorgt werden. Jedoch nur, wenn der Müll in der Kommune oder im Landkreis verbrannt wird. Auf der Webseite der jeweiligen städtischen Müllabfuhr kann das in Erfahrung gebracht werden. Bei der Restmüll-Entsorgung sollte zudem unbedingt darauf geachtet werden, dass die abgelaufenen Präparate dadurch nicht in die Hände von Unbefugten oder Kindern gelangen können.

Viele Städte und Gemeinden sehen neben der Hausmüllentsorgung weitere Möglichkeiten für eine Entsorgung von Altarzneimitteln vor und bieten zum Beispiel ‚Medi-Tonnen‘, gesonderte Schadstoffsammelstellen und Schadstoffmobile an. Auskünfte dazu erteilen die Städte-/Gemeindeverwaltungen. Da die Regelungen regional in Kommunen und Städten sehr unterschiedlich sein können, bietet die Internetseite www.arzneimittelentsorgung.de eine gute Möglichkeit, unter Angabe der eigenen Postleitzahl den richtigen lokalen Entsorgungsweg zu finden. Auch Apotheken nehmen Alt-Arzneimittel zurück – sie sind dazu jedoch nicht verpflichtet. „Auf keinen Fall sollten jedoch abgelaufene Medikamente über die Toilette oder das Waschbecken entsorgt werden. Die Substanzen gelangen hierdurch in die Kanalisation, belasten stark die Umwelt und gelangen so unter Umständen erneut in den Nahrungsmittelkreislauf von Mensch und Tier“, sagt Kock.

Es gibt außerdem Arzneimittel, die grundsätzlich schnell verderben oder verkeimen, wie zum Beispiel Augentropfen oder Nasenspray. Bei diesen Mitteln ist direkt auf der Packung oder in der Packungsbeilage angegeben, wie lange das Präparat nach der ersten Anwendung noch haltbar ist. „Es empfiehlt sich, das Anbruchsdatum auf der Packung zu vermerken und eventuelle Reste sofort nach Ablauf der Haltbarkeit zur entsorgen. Wenn Medikamente sich verfärben, anders riechen oder die Verpackungen sich aufblähen, sollten sie auf keinen Fall weiterverwendet werden“, sagt Kock. Weitere Informationen zur Einnahme von Medikamenten unter www.aok.de in der Rubrik ‚Medizin & Versorgung‘ unter dem Titel ‚So wirken Medikamente richtig‘. Gute Tipps zur Entsorgung und Aufbewahrung unter www.bundesgesundheitsministerium.de/arzneimittelentsorgung-und-aufbewahrung.htm.

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