Test-Aktion der Umweltberatung: Pro Mehrwegflasche

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

juttawasser21Kamen Umweltberaterin Jutta Eickelpasch bewirbt unser Trinkwasser. Foto: VZ KamenVerbraucherzentrale wirbt für "Trinkwasser-to-go"

Kamen. Test-Aktion vor dem "Tag des Wassers": Die Umweltberatung der Verbraucherzentrale ruft dazu auf, mehr "Kraneberger" aus dem Hahn zu trinken. Dies ist nicht nur kalorienlos, erfrischend und (fast) kostenfrei - es spart auch noch eine Menge Müll. Umweltberaterin Jutta Eickelpasch: "Unmengen an Einwegflaschen könnten einfach vermieden werden - um so einen Betrag zu Klimaschutz leisten. Unser Trinkwasser ist bestens kontrolliert und von guter Qualität - daran sollte es also nicht scheitern."

Für einen Verbrauchertest sucht die Verbraucherzentrale jetzt zehn Probanten, die zwei Wochen lang viel Leitungswasser trinken wollen, auch unterwegs. Die Erfahrungen werden notiert und später ausgewertet. Die angemeldeten Tester*innen bekommen eine hochwertige Mehrwegflasche im Wert von ca. 20 € geschenkt, dazu Rezeptkarten zum Aufpeppen des Wassers, sowie Ratgeber zum Thema. Die Ergebnisse und Erfahrungsberichte zu dieser Aktion werden zum "Tag des Wassers" am 22. März vorgestellt.

Möchten Sie ein Wasser- und Mehrwegflaschen-Tester sein? Dann melden Sie sich per Mail oder Telefon bei der Umweltberatung!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Telefon 02307 4380105

Fäll- und Schnittverbot ab 1. März

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

baumfaellarbeiten KWKreis Unna. Der Kreis erinnert: Ab 1. März gilt wieder ein Fäll- und Schnittverbot – und das bis zum 30. September. Für einen kräftigen Gehölzschnitt bleiben also nur noch wenige Tage Zeit.

Grundlage ist das Bundesnaturschutzgesetz, Sinn und Zweck der Schutz brütender Vögel und anderer Tiere, die in Bäumen und Gehölzen Unterschlupf finden. Erlaubt sind lediglich Formschnitte, mit denen nur der Austrieb des Vorjahres zurückgeschnitten wird.

Der Kreis rät, sich vor allem in der Brutzeit von Vögeln vorher abzusichern, ob Nester in den Hecken gebaut wurden und diese von Vögeln bewohnt sind. Ist das der Fall, sollte auch mit Formschnitten gewartet werden, bis die Tiere das Nest verlassen haben. PK | PKU

Wildkräuterkunde: Digitaler Vortrag der Ökologiestation

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

oekostationKWBergkamen. Wer kennt sie nicht, die störenden Beikräuter zwischen Gemüsepflanzen und den geschätzten Rosenbeeten? Aber stimmt es denn wirklich, dass sie so unnütz sind? Am Donnerstag den 25. Februrar betrachtet Claudia Backenecker diese Kräuter mal aus einer anderen Sichtweise. Bei unseren Vorfahren beispielsweise wurden sie hoch geschätzt. Man heilte mit ihnen, machte „Wetter“ und Zaubereien, und gut für den Kochtopf waren sie auch noch. Die Kräuterexpertin stellt zahlreiche unterschiedliche Wildkräuter vor und erzählt von ihrer Verwendung in früherer und heutiger Zeit, wie man sie erkennt und was beachtet werden muss. Auch Rezepte und Sammeltipps werden gegeben. Der zweistündige „Bildschirm-Vortrag“ beginnt um 19.00 Uhr und kostet 5,- € je Teilnehmer. Da in der Ökologiestation derzeit Präsenzveranstaltungen untersagt sind, findet der Vortrag in digitaler Form statt. Ein Computer oder Laptop mit Lautsprecher genügt für die Teilnahme, die Angemeldeten erhalten dann einen Link, um sich einloggen zu können. Die Anmeldung ist mit E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0 23 89 – 98 09 11 (auch Anrufbeantworter) sowie 0 23 89 – 9 80 90 beim Umweltzentrum Westfalen möglich.

Kommentar - Tiere haben keinen Preis, sondern einen Wert

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

rind21kwArtgerechte Nutztierhaltung. Foto: Archiv KamenWeb.deNach der Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens im Auftrag von Greenpeace, das zeigt, dass Fleischwerbung mit Billigpreisen gesetzlich verboten werden kann, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, in der Debatte: „Tiere haben einen Wert, nicht nur einen Preis. Die Billigpreisangebote für tierische Produkte sind der verabscheuungswürdige Output eines Agrarsystems, das nicht mehr auf dem Weg zum Abgrund, sondern bereits im freien Fall ist. Lediglich die Preise für Fleisch anzuheben, wäre jedoch keine Lösung. Dies würde die Wertschöpfung des Handels erhöhen, aber weder für Tiere noch Umwelt einen Mehrwert bringen.

Es braucht endlich ein faires System: fair für die Tiere und auch fair für die Landwirte. Es sind sofort dringende Investitionen in tiergerechtere Haltungssysteme nötig. Die Landwirte müssen darauf vertrauen können, dass notwendige kostspielige Investitionen in Tier- und Umweltschutz auch honoriert werden. Genau das aber konterkarieren die tagtäglichen Billigpreisangebote für Fleisch sowie für Eier und Milch.

Derzeit beginnen die Handelsunternehmen, sich auch bei Produkten, die mehr Tierwohl bieten, preislich zu unterbieten. In der Werbung wird den Verbrauchern weisgemacht, dass beides zusammen geht: Tier- und Umweltschutz zum günstigen Schnäppchenpreis. Das ist ein Trugschluss. Diese unlauteren Werbepraktiken gehören beendet. Es ist schäbig, wenn von Seiten des Handels dann weiter den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe geschoben wird, weil diese eine Preiserhöhung bei tierischen Produkten nicht akzeptieren. Warum auch, wenn der Handel ihnen die Marschrichtung vorgibt? Wenn das Ordnungsrecht mangelhaft ist und der Handel eine schändliche Preispolitik betreibt, dann wird dies auch der Verbraucher nicht korrigieren können.

Opfer dieser nur auf Profit ausgerichteten Preispolitik sind die Tiere und die umstellungsbereiten Landwirte, die für ein Mehr an Tierschutz keine ausreichende Entlohnung erhalten.“

 

Umweltberaterin gibt fünf Tipps für den nachhaltigen Einkauf

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

AktionsbVZ0221Foto: VZ KamenKamen. Für viele Menschen ist Verpackungsmüll ein Ärgernis. Auch deshalb betonen immer mehr Hersteller die Nachhaltigkeit ihrer Verpackungen. Wie „ökologisch“, „ressourcenschonend“, „recycelbar“ oder „CO2-sparend“ eine Lebensmittel- oder Kosmetikverpackung tatsächlich ist, können Verbraucherinnen und Verbraucher aber kaum auf den ersten Blick nachvollziehen, so das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW.„Wer kann und will schon im Supermarkt die Ökobilanz eines Verpackungsmaterials recherchieren? Und nach dem Einkauf machen es Angaben wie ‚Bio-Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen‘ oder ,kompostierbar‘ eher komplizierter als leichter, die Verpackungen richtig zu trennen und korrekt zu entsorgen“, sagt Jutta Eickelpasch, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale Kamen.
 
Wer die Umwelt schonen und Müll vermeiden will, kann sich an ihren Tipps orientieren:
 
• Mehrweg wählen: Mehrweg statt Einweg ist ein echter „Big Point“ in Sachen Nachhaltigkeit. Eine Mehrwegflasche aus Glas kann 50 Mal befüllt und danach sehr gutrecycelt werden. Eine PET-Mehrwegflasche kann immerhin bis zu 20 Mal wieder aufgefüllt werden. Getränke in Mehrwegflaschen aus der Region sind daher erste Wahl für alle, die Abfall vermeiden wollen.
 
• Großpackung bevorzugen: Bei einem Kilogramm Nudeln fällt weniger Verpackungsfolie an als bei zwei 500-Gramm-Packungen. Und auch der Joghurt im großen Becher verursacht weniger Müll als vier Portionspackungen. Wer sicher ist, dass er die Lebensmittel aufbrauchen kann, sollte also Großpackungen bevorzugen.
 
• Umverpackungen vermeiden: Wenn die Plastiktube oder die Blechdose nochmals zusätzlich in Pappe gehüllt sind, wird der Ressourcenverbrauch auf die Spitze getrieben. Und auch das sorgsamste Trennen verbessert die Ökobilanz nicht. Produkte mit unnötigen Umverpackungen daher am besten liegen lassen.
 
• Lose kaufen, selbst abfüllen: Unverpacktes Obst und Gemüse, Waschmittel und Shampoo zum selbst Abfüllen: Nicht nur spezielle Unverpacktläden, sondern auch Super- und Drogeriemärkte bieten zunehmend diese Möglichkeit. Nachhaltig wird’s, wenn zum Verpacken und Nachfüllen mitgebrachte eigene Beutel, Flaschen oder Dosen zum Einsatz kommen.
 
• Motto „dünn statt dick“ beherzigen: Eine dünne Kunststofffolie ist in punkto Rohstoff- und Energieverbrauch vorteilhafter als eine dicke und insbesondere als eine Verpackung aus Metall oder Einwegglas. Aber Vorsicht bei Verbundverpackungen aus Papier und Plastikfolie: Für die Wiederverwertung müssen beide Materialien sorgfältig getrennt und richtig sortiert entsorgt werden.
 
Fragen zu Verpackungsvermeidung und Ressourcenschutz beantwortet Jutta Eickelpasch gerne telefonisch (02307 4380105) oder schriftlich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anzeigen

kamenlogo  stiftungslogo rot200

kamengutschein240

ko logo

technoparkkamen