Klinikum Westfalen legt neues Halbjahresprogramm mit Patientenveranstaltungen vor

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Medizinische Reise durch den Körper

klinikum19KWHellmig-Krankenhaus Kamen - Foto: Archiv KamenWeb.deDortmund / Kamen / Lünen. Von der Blase bis zur Lunge, vom Fuß bis zum Arm, Darm, Leber, Bauchwand und Bauchspeicheldrüse – eine medizinische Reise durch den gesamten Körper verspricht das Programm der Informationsveranstaltungen des Klinikums Westfalen im zweiten Halbjahr. Psychische Probleme, gesundheitliche Phänome im Alter, Ernährungsstörungen und vielfältige Therapien werden von Experten leicht verständlich erklärt. Alle Veranstaltungen der Experten aus den vier Häusern in Dortmund, Kamen und Lünen können mit nur wenigen Klicks online verfolgt werden.

Den Auftakt bestreitet am Donnerstag, 26. August, ab 18 Uhr Dr. Martin Haas, Direktor der Medizinischen Klinik am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund und Leiter des Altersmedizinischen Zentrums. Er informiert über Harninkontinenz und über Wege, eine vor allem im Alter schon einmal geschwächte Blase zu stärken.

Um das Hüftgelenk und mögliche arthrotische Veränderungen durch Verschleiß geht es am Dienstag, 31. August, ab 18 Uhr. Dr. Frank Rubenthaler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Spezielle orthopädische Chirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund informiert über Gelenkersatz als letztes Mittel.

Die letzten Monate haben deutlich gemacht, welche Empfindlichkeit unsere Lunge hat. Am Donnerstag, 2. September, ab 18 Uhr informiert Dr. Clemens Kelbel, Direktor der Kliniken für Pneumologie im Klinikum Westfalen über "Aktuelle Aspekte zu Lungenerkrankungen" von Covid bis Asthma und COPD.

Knieschmerzen und Möglichkeiten der konservativen und operativen Therapie beschäftigen am Mittwoch, 8. September, ab 18 Uhr, Dr. Dieter Metzner, Chefarzt der Klinik für Unfall- u. Wiederherstellungschirurgie am Hellmig-Krankenhaus Kamen.

Die Viszeralchirurgische Klinik am Knappschaftskrankenhaus Dortmund steht für besondere Kompetenz, wenn es um die Therapie von Hernien geht, um Bauchwand-, Leisten- und Narbenbrüche. Chefarzt Dr. Andre Schilling informiert am Donnerstag, 9. September, ab 18 Uhr über Krankheitsbild und Operationsverfahren.

Die Corona-Pandemie wirft neue Fragen auf zur Patientenverfügung und Patientenvollmacht. Am Donnerstag, 16. September, ab 18 Uhr stellt sich solchen Fragen Matthias Mißfeldt, Seelsorger im Klinikum Westfalen und erfahrener Ansprechpartner zum Thema Ethik in der Medizin.

Über Unfälle und Erkrankungen an Schulter, Ellenbogen und Hand sowie deren Behandlungsoptionen berichtet am Donnerstag, 23. September, ab 18 Uhr. Dr. Youssef Benali, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie, Kindertraumatologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund.

Was tun wenn die Bauchwand bricht? Um Hernien geht es am Mittwoch, 6. Oktober, ab 18 Uhr. Gordon Schramm, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Proktologie am Hellmig-Krankenhaus Kamen erläutert Möglichkeiten der Therapie bei Leistenbrüchen oder Narbenbrüchen.

Am Donnerstag, 7. Oktober, ab 18 Uhr informiert Dr. Susanne Krämer, Leitende Ärztin der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie an der Klinik am Park Lünen zum Thema "Oberarmbruch - die subcapitale Humerusfraktur".

Seit mehr als 20 Jahren wird im Klinikum Westfalen Adipositaschirurgie für betroffene mit starkem Übergewicht angeboten. Am Mittwoch, 20. Oktober, ab 18 Uhr stellt Saskia Turrek, Ernährungsberaterin am Klinikum Westfalen, Ernährungsberatung als eine Säule dieses Angebotes vor.

Akupunktur ist anerkannt als Heilverfahren in der multimodalen Schmerztherapie. Am Donnerstag, 21. Oktober, ab 18 Uhr stellt Dr. Ju-Suk Oh, Funktionsoberarzt in der Interdisziplinären Schmerzklinik am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund diesen Baustein der traditionellen chinesischen Medizin vor.

Gleich eine ganze Woche lang präsentieren die Geriatrische Klinik und das Westfälische Zentrum für Altersmedizin am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund unter der Leitung von Direktor Dr. Martin Haas vom 25. bis 31. Oktober auf den Social-Media-Kanälen des Klinikums Westfalen Beiträge zur Gesundheitsvorsorge im Alter. Ein abschließender Webex-Vortrag informiert am Samstag, 30. Oktober, ab 11 Uhr zum Thema Altersmedizin.

Das Diabetische Fußsyndrom ist eine verbreite Komplikation von Diabetes-Erkrankungen. Am Mittwoch, 27. Oktober, ab 18 Uhr informiert darüber Dr. Kathrin Niemöller, Chefärztin der Kliniken für Angiologie und Diabetologie am Knappschaftskrankenhaus Dortmund.

Mit Delfinen schwimmen, während gerade ein Eingriff an der eigenen Lunge vorgenommen wird? Bei einer "Wach-OP" machen das Chefarzt Dr. Burkhard Thiel / Leitender Oberarzt Dr. Bassam Redwan von der Klinik für Thoraxchirurgie an der Klinik am Park Lünen möglich und stellen diese Alternative zur Vollnarkose am Donnerstag, 4. November, ab 18 Uhr vor.
Ist die sogenannte Fettleber Schönheitsfehler oder ernste Erkrankung? Am Mittwoch, 10. November, ab 18 Uhr klärt darüber Dr. Kai Wiemer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Hellmig-Krankenhaus Kamen, auf.

Blut ist ein ganz besonderer Saft. Über Blutarmut (Anämie) und ihre Symptome informiert Dr. Peter R. Ritter, M.A., Direktor der Kliniken für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Westfalen am Donnerstag, 18. November, ab 18 Uhr.

Hinter dem Buchtitel "Als Mama mit der Lampe sprach" der Autorin Nilüfer Türkmann verstecken sich persönliche Erlebnisse zum Thema Schizophrenie. Am Donnerstag, 25. November, ab 18 Uhr liest sie aus diesem Buch und stellt sich dem Gespräch mit Dr. Thomas Finkbeiner, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund.

Über die Volkskrankheit Diabetes berichtet am Mittwoch, 8. Dezember ab 18 Uhr Dr. Marcus Rottmann, Direktor der Angiologischen Kliniken im Klinikum Westfalen und Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Hellmig-Krankenhaus Kamen.

Neue und altbewährte Operationsmethoden bei Darmkrebs stellt am Donnerstag, 9. Dezember, ab 18 Uhr Dr. Michael Sahm, Leitender Oberarzt der Klinik für Chirurgie an der Klinik am Park Lünen vor. Im Fokus stehen die moderne Chirurgie und minimalinvasive Eingriffe "durchs Schlüsselloch".

Info: Wie kann man teilnehmen?
Nähere Informationen zu diesen Veranstaltungen, aber auch Hinweise auf weitere Online-Veranstaltungen des Klinikums Westfalen finden sich im Internet unter www.klinikum-westfalen.de.
Dort wird auch beschrieben, wie die Online-Teilnahme an den Live-Vorträgen funktioniert und es gibt Links, die mit wenigen Klicks zu den Veranstaltungen führen. Die Teilnahme kann anonym erfolgen, benötigt werden nur ein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Impfangebot für Kinder ausgeweitet

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Neuer Erlass ändert Details

Kreis Unna. Das Impfzentrum für den Kreis Unna hat das Impfangebot für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgeweitet. Ein neuer Erlass des Landes NRW lässt jetzt zu, dass auch Hausärzte aufklären dürfen und nur noch die Einwilligung eines Sorgeberechtigten vorliegen muss.

Weil nicht mehr nur Kinderärzte das Aufklärungsgespräch führen dürfen, können die Zeiten für die Impfungen ausgeweitet werden: Ab sofort können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ohne Termin zu den allgemeinen Öffnungszeiten eine Impfung erhalten. Die Zeitfenster für die Impfungen entfallen.

Kinderärzte vor Ort
Wer das Gespräch mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt bevorzugt, dem stehen nach wie vor die Termine am Freitag und Samstag ohne Anmeldung sowie sonntags mit Terminbuchung jeweils zwischen 14 und 18 Uhr zur Verfügung.

Neu ist zudem, so regelt es der Landes-Erlass, dass kein Sorgeberechtigter mehr den Impfling persönlich begleiten muss. Eine schriftliche Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten ist ausreichend und die impfende Ärztin bzw. der Arzt hat sich lediglich von der Einsichtsfähigkeit der Minderjährigen zu vergewissern.

Allgemeine Öffnungszeiten
Für alle Impfwilligen besteht nach wie vor die Möglichkeit, sowohl ohne Termin zu kommen oder unter Telefon 0800 116 117 und www.116117.de einen Termin zu buchen. Geöffnet ist das Impfzentrum täglich von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 20 Uhr. Der letzte Einlass ins Impfzentrum ist der Terminvergabe entsprechend 19.15 Uhr. PK | PKU

Nach STIKO-Empfehlung: Impfangebot für Kinder ausgeweitet

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Kreis Unna. Das Impfzentrum für den Kreis Unna reagiert auf die neuen STIKO-Empfehlungen und weitet das Impfangebot für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren aus: Ab sofort können Eltern mit ihren Kindern zusätzlich auch samstags zwischen 14 und 18 Uhr ohne Termin zur Impfung kommen.

Damit gibt es für Kinder ab 12 Jahren ab sofort drei feste Impf-Zeitfenster in der Woche: Freitags und samstags können sie zwischen 14 und 18 Uhr ohne Termin ins Impfzentrum an der Platanenallee 20a in Unna kommen. Sonntags muss für die Impfung (ebenfalls zwischen 14 und 18 Uhr) eine Terminbuchung über Telefon 0800 116 117 oder im Internet unter www.116117.de gemacht werden.

Alle Sorgeberechtigten müssen zustimmen
Nach wie vor müssen alle sorgeberechtigen Personen das Kind begleiten und der Impfung zustimmen. Wenn nicht beide Elternteile bzw. alle Sorgeberechtigten mitkommen können, ist eine schriftliche formlose Einverständniserklärung notwendig. Sie muss durch eine Kopie oder Vorlage eines Ausweispapieres belegt werden. Eine Vorlage zum Ausdrucken ist unter www.kreis-unna.de zum Download eingestellt: siehe Update Coronavirus – Häufig gestellte Fragen – Infos zu Impfungen.

Verimpft wird der Impfstoff von BioNTech.

Die Impfwilligen sollten Ausweis, Krankenkassenkarte und ein Impfbuch mitbringen, sofern vorhanden. Wenn übrigens Eltern oder andere Angehörige noch nicht geimpft sind, können diese unkompliziert zum Termin mitgebracht werden und zur selben Zeit die Impfung erhalten.

Allgemeine Öffnungszeiten
Für alle Impfwilligen ab 16 Jahren besteht nach wie vor die Möglichkeit, sowohl ohne Termin zu kommen oder unter Telefon 0800 116 117 und www.116117.de einen Termin zu buchen. Geöffnet ist das Impfzentrum täglich von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 20 Uhr. Der letzte Einlass ins Impfzentrum ist der Terminvergabe entsprechend 19.15 Uhr. Wie es im mit den Öffnungszeiten des Impfzentrums im September weitergeht, ist von den noch ausstehenden Entscheidungen des Ministeriums abhängig. PK | PKU

Weiterführende Schulen: Kreis stimmt Impfangebote ab

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Kreis Unna. Zu Beginn des neuen Schuljahres macht der Kreis Unna nicht nur an den kreiseigenen Berufskollegs, sondern an allen weiterführenden Schulen Impfangebote sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Beschäftigten. Derzeit läuft die Abstimmung mit den Schulleitungen.

"Mit unseren unkomplizierten Impf-Angeboten vor Ort haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht", erklärt Gesundheitsamts-Chef Josef Merfels. So seien seit der Woche des Impfens Mitte Juli weit über 3.600 Impfungen durch die mobilen Teams von KVWL und Kreis erfolgt. Impfungen an den weiterführenden Schulen sollen ein weiterer Baustein sein, damit noch mehr Menschen im Kreis Unna vor Corona geschützt sind. Merfels unterstreicht: "Jede einzelne Impfung zählt!"

Für alle Schülerinnen und Schüler ab 16
Die Planungen des Kreises, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden Schulen ein Impfangebot zu machen, laufen auf Hochtouren.

"Um die Bedarfe abschätzen zu können, haben wir alle weiterführenden Schulen angeschrieben", erläutert Josef Merfels das Vorgehen. "Dabei haben wir erfahren, dass in einzelnen Schulen schon Angebote durch Ärzte gemacht wurden. Das begrüßen wir natürlich sehr." Wo das nicht der Fall ist, werden in Abstimmung mit der jeweiligen Schulleitung zeitnah nach den Sommerferien Termine für Erst- und Zweitimpfungen vereinbart. PK | PKU

TESTCOV-Chef verteidigt Zentrum in Rünthe: Begehung vom Gesundheitsamt war eine Routinekontrolle

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Symbolbild Corona Test 0321CVFoto: Christoph Volkmer Archiv KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen/Bergkamen. Die Begehung des Corona-Testzentrums bei POCO in Rünthe seitens des Gesundheitsamtes vor rund drei Wochen sei eine Routinemaßnahme gewesen, die keinerlei akuten Anlass hatte - das betont der Leiter des TESTCOV-Zentrums, Erik Schreurs, im Gespräch mit KamenWeb.de.

Wie berichtet, war eine Leserin dort positiv auf Covid getestet worden, was später durch einen PCR Test widerlegt wurde. "Ein positiver Antigen-Test wird immer im Nachgang durch einen PCR Test validiert. Das ist gängige Praxis in allen Bundesländern. Es freut mich für die Kundin dass in Ihrem Fall Entwarnung gegeben werden konnte. Das ein Schelltest entgegen dem nachfolgenden PCR Test positiv anschlägt kann viele Ursachen haben, die Fehlerquote liegt dort aber bei einer kleinen einstelligen Prozentzahl", erklärt Schreurs. So könne beispielsweise der vorherige Genuss eines Energy-Drinks, das Ergebnis verfälschen, so der Standortleiter des lokalen Covid-Schnelltest-Dienstleisters TESTCOV, der wiederum Teil der Handelsgesellschaft Eliware mit Sitz in Moers ist. 25 Test-Standorte in ganz Nordrhein-Westfalen betreibe seine Firma, sagt Erik Schreurs.

Dass es in der Branche auch schwarze Schafe gebe, sei ihm bewusst, aber: "wir sind ein anerkanntes Arbeitsschutzunternehmen und können uns unseriöses Vorgehen gar nicht erlauben", so Schreurs. So seien alle Mitarbeiter, auch in Rünthe, für ihre Aufgaben ärztlich  geschult. Dass offenbar nicht nach der Email-Adresse der positiv getesteten Bergkamenerin gefragt wurde, sei zwar ein gewisses Versäumnis gewesen, aber die Kontaktverfolgung sei ansonsten in ganz normalem Rahmen über die Bühne gegangen. Sowohl die Handynummer als auch die kompletten Adressdaten seien ordnungsgemäß aufgenommen und an das Gesundheitsamt übermittelt worden. Die Telefonnummer ist in so einem Fall das bevorzugte Kontaktmittel für der Behörden

Erik Schreurs kann die Verärgerung der Kundin durchaus verstehen, allerdings stellt er klar dass er im Anschluss an den Test, die Daten eines positiv getesteten an die Behörden übergibt und den Kunden informiert. "Was dann passiert fällt nicht mehr in den Einflussbereich der Firma Testcov", sagt er. Das es gerade Richtung Wochenende zu Problemen bei der Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden kommt ist Erik Schreurs durchaus bekannt. Allerdings habe er auch Verständnis für die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, die mit knappen Personal Unmengen an Fällen bearbeiten müssten, so der Zentrumsleiter.

Was die Begehung seitens des Gesundheitsamtes betrifft, sei dies gängige Praxis - "und das ist auch gut so", sagt Schreurs. Vom Kreis inspiziert würden dabei etwa die hygienischen Bedingungen, das Vorhandensein von Desinfektionsmitteln oder die Möglichkeit der Einhaltung der Abstandsregeln - rund 100 Begehungen habe es schon in seinen Zentren gegeben, erklärt Schreurs. Aber die gehörten nun einmal dazu. Einen akuten Anlass habe es beim letzten Besuch des Gesundheitsamtes im Rünther Testzentrum nicht gegeben und  der vom Ordnungsamt ins Spiel gebrachte Begriff des Durchsuchungs- bzw. Begehungszeugen klinge zwar im ersten Moment "kriminell", in Wirklichkeit sei aber auch dieser Vorgang eine reine Routinemaßnahme, versichert Schreurs. "Wir haben bei dieser Begehung wie gewohnt bestens mit den Behörden zusammengearbeitet, entscheidend ist ja das beide Seiten das gleiche Ziel haben, nämlich einen einwandfreien Ablauf bei dem so wichtigen Thema", beteuert Erik Schreuers. "Die Testzentren in Deutschland", sagt er, "haben einen großen Anteil an der vergleichsweise guten Corona-Lage in Deutschland, es wurden unzählige 'Positive' erkannt und konnten so keine weiteren Menschen mehr infizieren". Neben dem Impfen sei dies der wichtigste Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie.

Skandalös bleibt indessen die Ablehnung der positiv getesteten Bergkamenerin seitens des ärtzlichen Notdienstes in Lünen, mit der Begründung, sie habe keine Symptome. Auch auf dem vom Zentrum ausgestellten Testformular wird ausdrücklich darauf hingewiesen: "Die positiv getestete Person hat zur Bestätigung oder Widerlegung Anspruch auf einen PCR-Test". Der Dienst begründete die Verweigerung des Tests mit einer Anordnung seitens der Kassenärztlichen Vereinigung, ausschließlich Symptompatienten mit PCR-Tests zu versorgen. Damit hat aber das Testzentrum in Rünthe freilich nichts zu tun.

Archiv: Bergkamenerin erlebt nach positivem Coronatest Farce - Testzentrum in Rünthe im Visier des Gesundheitsamtes

Bergkamenerin erlebt nach positivem Coronatest Farce - Testzentrum in Rünthe im Visier des Gesundheitsamtes

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Symbolbild Corona Test 0321CVFoto: Christoph Volkmer Archiv KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen/Bergkamen. Sabine M. (Name der Redaktion bekannt) saß fünf Tage lang in Corona-Quarantäne. Obwohl sie schon seit Mitte vorletzter Woche wieder hin kann, wo sie will, ist sie immer noch stocksauer. Eigentlich wollte sie nur zu einer Veranstaltung, für die sie einen Test gebraucht hätte. Den ließ sie auch machen. Was folgte, sei eine regelrechte Farce gewesen. Und ein Testzentrum gerät in zweifelhaftes Licht.

Am Freitag, 23. Juli, begab sich die bereits erstgeimpfte 54-Jährige aus Bergkamen in das Testzentrum TESTCOV der Betreiberfirma Schreuers Consulting mit Sitz in Moers am Möbeldiscounter Poco in Rünthe. Dort sei sie zweimal hintereinander positiv getestet worden - ab in Quarantäne, hieß es. Nach einer Emailadresse für die Kontaktnachverfolgung sei kurioserweise nicht gefragt worden. Erst auf Anfrage, was jetzt zu tun sei, habe man ihr gesagt, dass sich in absehbarer Zeit jemand vom Kreisgesundheitsamt melden werde. Sie solle versuchen, einen PCR-Test beim Hausarzt oder beim zuständigen ärztlichen Notdienst zu bekommen. Da am Freitagnachmittag nur letzteres infrage gekommen wäre, habe sie erst einmal selbst herausfinden müssen, dass der Notdienst in Lünen zuständig ist, rief dort an und versuchte, einen Termin zu bekommen.

Darauf sei sie gefragt worden, ob Symptome vorlägen, was die Bergkamenerin verneinte. Dann dürfe sie nicht kommen, habe ihr die Mitarbeiterin beschieden. Getestet würden ausschließlich Symptompatienten. Und tatsächlich: Auf Anfrage der Redaktion bestätigte eine Mitarbeiterin des Dienstes, dass auf Anordnung der Kassenärztlichen Vereinigung ausschließlich Patienten mit Symptomen getestet werden dürften, um die Zahlen überschaubar zu halten. Und das, obwohl auf dem Bescheinigungsformular mit dem Wappen des Landes NRW ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass "die positiv getestete Person zur Bestätigung oder auch Widerlegung Anspruch auf einen PCR-Test" hat. "Hätte ich angegeben, Kopfschmerzen, Husten oder sonst etwas zu haben, wäre es offenbar kein Problem gewesen, an einen PCR-Test zu kommen", wundert sich Sabine M. Also hieß es: Quarantäne in den eigenen vier Wänden für den Rest des Wochenendes. Spaßeshalber hätten sie und ihre Hausgemeinschaft dort einen Selbsttest gemacht - Gesamtergebnis: negativ.

Am Samstag habe dann eine Mitarbeiterin vom Kreisgesundheitsamt angerufen. Sabine M. solle zum Hausarzt oder zum ärztlichen Notdienst gehen und dort den Test machen lassen, worauf die Bergkamenerin erklärte, dass der Hausarzt am Wochenende nicht verfügbar sei und der Notdienst sie abgelehnt hätte - dann müsse sie eben bis Montag warten und bis dahin daheim bleiben. Am Montag dann endlich der PCR-Test beim Hausarzt. Im Verlauf des Tages habe es einen weiteren Anruf vom Gesundheitsamt gegeben, Frage: Wo bleibt die Liste mit den Kontaktpersonen, mit denen Sabine M. bis 48 Stunden vor dem positiven Test Kontakt hatte? Antwort: Sie konnte sie gar nicht schicken, weil weder die Mitarbeiter von Testzentrum noch Kreis sie überhaupt nach einer Email-Adresse gefragt hatten, unter der sie das entsprechende Formular hätte empfangen können - und in ihrer Verunsicherung habe sie selbst am Telefon vergessen, die Daten mitzuteilen. Einen Rückruf habe es nicht gegeben - offenbar sei es niemandem aufgefallen, sagt M. Diese ganzen "offensichtlichen Lücken im System", wie sie sagt, verunsicherten einen schon. Und auch auf die Ablehnung beim ärztlichen Notdienst, die ihr die Wochenend-Quarantäne einbrachte, kann sie sich keinen Reim machen.

Gesundheitshäuser wieder offen

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Selbsthilfegruppen können sich treffen

Kreis Unna. Das lange Warten der Selbsthilfegruppen hat nun ein Ende: Die Gesundheitshäuser in Unna und Lünen sowie der Treffpunkt Gesundheit in Schwerte haben wieder geöffnet. Auch wenn nicht alle Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, können sich die Gruppen unter Einhaltung der Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW wieder treffen.

Eine vorherige Kontaktaufnahme der Selbsthilfegruppen bei der Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfegruppen des Kreises Unna (K.I.S.S.) ist notwendig und Voraussetzung zur Nutzung der Räume.

Aufzug im Gesundheitshaus Unna neu
Während der Schließung durch die Corona-Pandemie wurde der Aufzug im Gesundheitshaus Unna erneuert, sodass die barrierefreie Nutzung der Räume im Dachgeschoss für die Gruppen auch wieder möglich ist.

Der neue Aufzug funktioniert als maschinenraumloser Seilaufzug. Er fährt gleichmäßig, ist ausgesprochen leise und erfüllt höchste Anforderungen an die Energieeinsparung. Die Kabine ist groß und barrierefrei: Es gibt Spiegel auf der Rückseite, Handlauf, Quertableau mit Großflächentastern und Blindenschrift, dazu auch ein Sprachansagesystem.

Einige Angebote nach Terminabsprache
Die Beratungsangebote der Rheuma Liga AG Unna, des Kneipp Vereins Unna, des VdK Unna, der Diabetes Selbsthilfegruppe Unna, der EUTB im Kreis Unna sowie der EUTB für Schwerhörige in der Servicestation des Gesundheitshauses Unna können nur über vorherige Terminabsprache in Anspruch genommen werden. Auskunft und Terminabsprache erhalten Interessenten bei den jeweiligen Ansprechpersonen des Beratungsangebotes.

Weitere Informationen zu den Selbsthilfegruppen im Kreis Unna gibt es bei der K.I.S.S. - Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Internet unter www.kreis-unna.de/selbsthilfe oder an den drei Standorten in Unna unter Tel. 0 23 03 / 27-28 29, in Lünen unter Tel. 0 23 06 / 100-610 und in Schwerte unter Tel. 0 23 04 / 240-70 22. PK | PKU

Isomed-Schmerzzentrum kann Räumlichkeiten und Programme endlich der Öffentlichkeit präsentieren - großes Interesse an ganzheitlichen Therapien

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit

isomed1 821AGDas Team des Isomed-Schmerzzentrums gab am Sonntag alles, um die Besucher des Tages der offenen Tür von ihrem Standort zu überzeugen. Foto: Isomed

von Alex Grün

Kamen. "Ich bin total geflasht, was hier los ist" - die Begeisterung über die große Resonanz beim ersten Tag der offenen Tür im Isomed-Schmerzzentrum im alten VHS-Gebäude ist Standortleiter Kai Sporea trotz FFP2-Maske ins Gesicht geschrieben.

isomed2 821AGOsteopathin Elena Walker und Manualtherapeut Henrique Dias zeigten den Besuchern des Tages der offenen Tür im Isomed-Schmerzzentrum sozusagen "am lebenden Objekt" ihr Können. Fotos: Alex Grün für KamenWeb.deLange hatte das Isomed-Team darauf warten müssen, sich mit einer Aktion der Öffentlichkeit vorstellen zu können, die aktuellen Corona-Inzidenzwerte ließen es nun endlich zu. Mehr als 100 Besucher ließen sich die Möglichkeit einer Besichtigung des Zentrums nicht entgehen, die für die Kamener gleich aus mehreren Gründen hochinteressant war: Einerseits, um die große Bandbreite des Therapieangebotes kennen zu lernen, andererseits wollten viele auch die Räumlichkeiten der umfangreich sanierten ehemaligen Apotheke besichtigen, die bis vor ihrem Umzug nach Heeren der VHS als Domizil diente. Schon im Eingangsbereich des Zentrums beeindruckt der massive antike Apothekerschrank, der fast die komplette Wand einnimmt und den viele ältere Kamener noch aus ihrer Kindheit kennen. Auch ein Blick in die insgesamt neun Behandlungsräume, verteilt auf drei Stockwerke, verrät, dass Investor Michael Nosiadek sich im Zuge der Renovierung mächtig ins Zeug gelegt hat. Ebenso wurden bei der Anschaffung von therapeutischen Geräten von Isomed keine Kosten gescheut. Von schalldämmenden Kopfhörern über spezielle Therapiesoftware bis hin zur virtuellen Realität ist das Zentrum mit allen technischen Raffinessen ausgestattet, die insbesondere chronischen Schmerzpatienten das Leben erleichtern sollen. Mit insgesamt zehn Therapeuten ist das Zentrum in jeder Fachdisziplin auf die Behandlung chronischer Schmerzen spezialisiert, wobei ein regelmäßiger Austausch zwischen Physio- und Ergotherapeuten, Ernährungsberatern, Yogalehrern und neuerdings auch einer Osteopathin für eine optimale Abstimmung der individuellen, schmerztherapeutischen Maßnahmen sorgt. Durch dieses interdisziplinäre Konzept ist es dem Isomed-Team möglich, chronischen Schmerz aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit differenzierten und ganzheitlichen Ansätzen zu behandeln. "Der Austausch der verschiedenen Professionen untereinander und die Planung einer ganzheitlichen Behandlung sind die entscheidenden Faktoren für erfolgreiche Schmerztherapie", erklärt Standortleiter Sporea, der sich übrigens besonders darüber freut, seit Januar in der altehrwürdigen und liebevoll restaurierten Stadtvilla arbeiten zu können - "ein ganz besonderer Arbeitsplatz", wie er sagt. Ein spezielles Schmankerl im Rahmen des Tages der offenen Tür waren die Exponate aus der Ausstellung von Künstlerin Jenny Schäfer, die gegenüber in der Galerie Zeitlos stattfand, deren Besucher wiederum mit Hinweisen auf die Isomed-Aktion aufmerksam gemacht wurden. Dadurch entstand eine gelungene Interaktion zwischen den beiden parallel laufenden Veranstaltungen, die zu erwünschten Synergieeffekten führte. Es soll nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich Kunst und Therapie im Kampf gegen den Schmerz zusammentun: weitere gemeinsame Aktionen sind bereits in Planung.

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