Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Synagoge RKasper KHFoto: Klaus Holzer Archiv KamenWeb.deKamen. Vor 77 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Der Name dieses Lagers wurde zum Inbegriff für den nationalsozialistischen Massenmord und seine unmenschlichen Handlungen an Juden, Sinti, Roma und anderen Verfolgten. Auschwitz wurde zum Synonym für den Holocaust. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog ernannte den Tag 1996 zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Die Stadt Kamen gedenkt der Opfer am Donnerstag, 27. Januar, um 17 Uhr mit einer Kranzniederlegung am jüdischen Mahnmal an der Ecke Sesekedamm/Bahnhofstraße. Bürgermeisterin Elke Kappen ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, das Gedenken zu unterstützen und an der Kranzniederlegung teilzunehmen. Um die Abstände einhalten zu können, versammeln sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der gegenüberliegenden Maibrücke.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung um 17.30 Uhr lädt die Bürgerinitiative Zivilcourage zu einem Konzert des Pianisten Dietmar Joseph und einer Lesung von Gerd Puls und Klaus Goehrke ins Haus der Stadtgeschichte ein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: „Nie wieder! Töne und Texte gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus“. Der Hamburger Pianist Dietmar Joseph, Enkel eines Kamener Holocaust-Opfers, spielt verschiedene Stücke bekannter Komponisten, zum Beispiel von Schostakowitsch, Schubert, Ullmann und Mendelsohn. Im Wechsel dazu lesen Gerd Puls und Klaus Goehrke Gedichte zu den Themen Holocaust/Antisemitismus, Krieg und Migration/Geflüchtete.

Darüber hinaus werden bei der Veranstaltung Plakatentwürfe präsentiert, die Kamener Künstlerinnen und Künstler gegen Antisemitismus und Rassismus erstellt haben. Die Plakate sollen künftig unter anderem auf den städtischen Stellwänden und an anderen Standorten im öffentlichen Raum ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus setzen.

Bei der Veranstaltung im Haus der Stadtgeschichte gilt die 2G+-Regel beziehungsweise 3G plus Mund-/ Nasenschutz. Die Durchführung ist zudem von der aktuellen Pandemielage abhängig.

Drei Brandeinsätze beschäftigen die Feuerwehr Kamen am Samstagabend

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Blaulicht

Feuerwehr NeuKWKamen. Am Samstagabend (22.01.2022) wurde die Freiwillige Feuerwehr Kamen zu drei Brandeinsätzen alarmiert.

Gegen 20:49 Uhr war der Leitstelle ein brennender Bauwagen in der Straße »Winterkamp« im Stadtteil Heeren gemeldet worden.
Vor Ort bestätigte sich die Lage: Ein zu einer Laube umgebauter Bauwagen stand bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand. Die Gefahr, dass der Brand auf Wohngebäude übergriff, bestand nicht.
Mit Hilfe zweier C-Rohre konnten die Einsatzkräfte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Während der Brandbekämpfung konnte eine brandbeaufschlagte Gasflasche aus der Laube geborgen werden. Durch einen Teileinsturz des Daches waren umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich, die sich über 2,5 Stunden hinzogen. 
Verletzt wurde niemand.

Noch während die Löscharbeiten in Heeren andauerten, ging gegen 21:50 Uhr ein weiterer Notruf ein: In einem mehrgeschossigen Wohnhaus an der Germaniastraße in Methler sollte ein Zeitungsstapel im Treppenraum brennen - die Lage bestätigte sich ebenfalls. 
Vor Eintreffen der Feuerwehr war der brennende Zeitungsstapel bereits durch Anwohner gelöscht worden. Insgesamt drei Anwohner wurden vom Rettungsdienst vor Ort vorsorglich untersucht, da angenommen wurde, dass sie Brandrauch eingeatmet hatten. Es wurde jedoch niemand verletzt.
Die Feuerwehr kontrollierte mit einem Trupp unter Atemschutz den Treppenraum. Im Anschluss wurde der Treppenraum gelüftet. Der Einsatz endete nach einer Stunde.

Um 23:10 Uhr dann der dritte Brandeinsatz dieses Samstags: Anwohner hatten der Leitstelle brennende Müllcontainer in der Helene-Lange-Straße gemeldet. Auch diese Lage bestätigte sich: Ein Müllcontainer stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte im Vollbrand; er wurde abgelöscht.
 
An den Einsätzen beteiligt waren die Löschzüge 2 und 3 (Methler und Heeren-Werve), die hauptamtliche Wache sowie Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei. (VR)
 

Heeren-Werve: Umgebauter Bauwagen geht in Flammen auf

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fwk220122 2Foto: Feuerwehr Kamen

Kamen-Heeren-Werve. Gemeldet wurde am Samstagabend (22.01.2022) ein brennender Bauwagen im Ortsteil Heeren-Werve. Vor Ort bestätigte sich die Meldung und ein, zu einer Laube umgebauter, Bauwagen stand bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand.

Mit Hilfe zweier C-Rohre konnten die Einsatzkräfte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. In Folge der Brandbekämpfung konnte eine mit Feuer beaufschlagte Gasflasche aus der Laube geborgen werden. Durch einen Teileinsturz des Daches waren umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich um das Feuer dauerhaft zu löschen. Schwierigkeiten bereitete auch der unebene und gänzlich durchweichte Untergrund der Zuwegung zum Brandobjekt. 

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 

Der Einsatz für die Feuerwehr wurde nach ca. 2,5 Stunden beendet. Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache sowie die Löschgruppe Heeren-Werve. Ebenfalls am Einsatz beteiligt waren Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes . 

fwk220122Foto: Feuerwehr Kamen

Bricht 2G-plus den Wirten endgültig das Genick?

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von Alex Grün

GastroRegeln122AG2Gplus: geimpft oder genesen und tagesaktuell getestet, weil die Boosterung fehlt - viele potentielle Wirtshausgäste bleiben da lieber genervt zuhause, weshalb für die Kamener Gastronomen das Glas mittlerweile nicht mehr halbvoll, sondern halbleer ist. Foto: Alex Grün für KamenWeb.de 

Kamen. So wie es aussieht, ist die seit einer guten Woche geltenden 2Gplus-Regelung einer der letzten Nägel für den Corona-Sarg der Kamener Gastronomie. Der größte Witz: viele sehnen sich in die Zeiten des ersten Lockdowns zurück - denn da war es wesentlich einfacher, seine Verluste zu dokumentieren. Überbrückungshilfen bis Ende März gibt es erst ab einer nachweislich durch Corona bedingten Umsatzeinbuße von mindestens 30 Prozent. Die Lockdowns zu Beginn der Corona-Pandemie waren schon ein schwerer Schlag ins Kontor der Wirte, die seit Oktober bestehende 2G-Regel hat für immense Umsatzeinbußen gesorgt, die Soforthilfen waren von vornherein unzureichend, und jetzt, wo die so dringend benötigte Laufkundschaft aufgrund der geforderten Tests für Nicht-Geboosterte ausbleibt, ist richtig Hängen im Schacht.

Ein Blick ins Extrablatt in der Kampstraße oder ins Opera in der Nordstraße am Donnerstagabend spricht jetzt, eine Woche nach Inkrafttreten der neuen Regelung, traurige Bände: zu einer Zeit, wo vor Corona reger Publikumsverkehr die Regel war, herrscht jetzt gähnende Leere. Bei manchen, wie bei 82West-Wirtin Alex Raabe, läuft es zumindest noch an den Wochenenden einigermaßen lukrativ, "aber in der Woche ist nur noch tote Hose", sagt sie und stellt um kurz nach neun schon mal die Hocker auf den Tresen. Die wenigsten Gäste, die spontan auf ein Bier vorbeikommen wollen, besorgen sich vorher einen Schnelltest, berichtet die Wirtin. Sie geht davon aus, in absehbarer Zukunft staatliche Finanzhilfe beantragen zu müssen. Existenzängste machen sich auch bei Kümpers-Wirt Michael Wilde breit, der, hochgerechnet auf die Zeit seit dem ersten Lockdown, von Umsatzeinbußen von insgesamt rund 90 Prozent ausgeht - während die Betriebskosten ungebremst weiterlaufen, auf die die unmäßigen Energiekosten mitsamt CO2-Steuer noch "on top" kommen. Die vor der aktuellen Maßnahme noch halbwegs einträglichen Wochenenden liefen mittlerweile auch nur noch dürftig, Reservierungen für Tische würden oft noch nicht einmal abgesagt, weswegen er eine Stornierungsgebühr in Betracht zieht. Eine einzige Weihnachtsfeier habe im letzten Jahr bei ihm stattgefunden, statt wie eingeplant 25, berichtet Wilde. Die Laufkundschaft sei auch ihm fast komplett weggebrochen. Bis zu 70 Prozent weniger habe er im ansonsten umsatzstarken Monat Dezember eingenommen. Zynisch betrachtet, sei er während des Lockdowns wirtschaftlich besser gestellt gewesen, denn in dieser Zeit sei es kein Problem gewesen, die Verluste zu dokumentieren und dementsprechende Ansprüche an Soforthilfe geltend zu machen, erklärt Wilde. Mittlerweile müsse er erst nachweislich Miese machen, um anspruchsberechtigt zu sein. Währenddessen sei bereits seine gesamte Altervorsorge für laufende Kosten und Außenstände draufgegangen.

Gemeinschaftsstadtwerke als kritische Infrastruktur schließen Kundencenter in Kamen, Bönen und Bergkamen vollständig

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Serviceangebot telefonischer Kundenberatung wird kurzfristig ausgebaut

gswkundencenterKamen22KWKamen. Ab dem kommenden Montag, 24. Januar, werden die GSW Gemeinschaftsstadtwerke als Betreiber kritischer Infrastrukturen die Kundencenter für die persönliche Kundenbetreuung vollständig schließen. „Dann ist ein Vor-Ort-Termin auch nicht mehr nach vorheriger Terminvereinbarung möglich“, betont Carsten Wittig, Leiter der Kundencenter der Stadtwerke. Die Schließung betrifft nicht nur das Kundencenter in Kamen, sondern auch in Bönen (Bahnhofstraße 50) und Bergkamen (Rathausplatz 4).

Aufgrund des massiven Anstiegs der Infektionszahlen im Kreis Unna müssen auch die GSW als Energieversorger bzw. Netzbetreiber zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen, um den Betrieb weitgehend störungsfrei aufrechterhalten zu können. „Uns ist es aber wichtig zu betonen, dass alle Kundenanliegen auch über Telefon oder E-Mail schnell und zuverlässig bearbeitet werden können, weswegen diese befristete Schutzmaßnahme keine Einschränkung unserer Servicequalität bedeutet“, ergänzt Wittig.

Um den absehbaren erhöhten Bedarf in der telefonischen Kundenkommunikation sicherzustellen, wird am Unternehmensstandort in der Kamener Poststraße kurzfristig ein großes Call-Center eingerichtet, um unnötige Wartezeiten für die Anruferinnen und Anrufer zu vermeiden. Mit dieser personellen Verstärkung sollen auch die vielen Kundenanliegen bearbeitet werden, die die Stadtwerke im Zuge des Versands der Jahresrechnungen 2021 zusätzlich erreichen.

Ergänzend stehen im Online-Kundencenter unter www.gsw-kamen.de viele Funktionen individuell zur Verfügung. Der Entstörungsdienst ist weiterhin Tag und Nacht für alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar: Strom unter der Rufnummer 02307 978-4433; Gas / Wasser / Fernwärme unter der Rufnummer 02307 978-4422.

CDU-Fraktionschefs in Rat und Landtag versichern: Hellmig-Krankenhaus vor sozialem Kahlschlag sicher

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klinikum19KWDem Hellmig-Krankenhaus drohe in keiner Weise eine Schließung, versichern die Fraktionschefs von Landes- und Rats-CDU. Foto: Archiv KamenWeb.deKamen. (AG) Für das Hellmig-Krankenhaus gebe es keinerlei Ambtionen in Richtung eines sozialen Kahlschlags, versichern CDU-Ratsfraktionsvorsitzender Ralf Eisenhardt und Landtagskandidat Torsten Goetz einstimmig. Gemeint sind damit Unterstellungen der NRW-SPD, die CDU strebe eine landesweite Ausdünnung der Krankenhauslandschaft an.

Losgetreten hatten das Thema unter anderem die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Lisa Kapteinat, und deren gesundheitspolitischer Sprecher Josef Neumann. Das Investitionsbarometer zeige, dass die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen deutlich unterfinanziert seien und notwendige Investitionen des Landes fehlten, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung. Vielen Krankenhäusern drohe deshalb die Schließung. Landtagskandidat Goetz erkundigte sich daraufhin bei der Kamener CDU-Fraktion, inwieweit das örtliche Hellmig-Krankenhaus gesichert sei. Das Kamener Krankenhaus sei im Klinikverbund des Klinikums gesichert und leiste einen wertvollen Beitrag in der Gesamtbetrachtung der Krankenversorgung, so die Antwort von Fraktionschef Eisenhardt, der zuvor Rücksprache mit der Geschäftsführung des Klinikums Westfalen gehalten hatte. Um den Fortbestand des Hellmig-Krankenhauses müsse sich niemand Sorgen machen, versicherten Goetz und Eisenhardt in einer gemeinsamen Erklärung: "Es ist vollkommen abwegig, den Bestand des Hauses in Frage zu stellen", stellen sie fest. "Es ist wohl dem verfrühten Wahlkampf geschuldet, dass die Landes-SPD vollkommen andere Aussagen zur Krankenhausplanung in NRW macht als die CDU-Landtagsfraktion“, so Goetz,  dem das Thema der regionalen Krankenversorgung sehr am Herzen liege. Bei den Aussagen der SPD handele es sich um eine „nachweislich falsche Geschichte von beabsichtigten Klinikschließungen“, betont Goetz. Das Ziel der Landespolitik der CDU sei, "dass innerhalb von 20 Minuten jeder Mensch in NRW ein Krankenhaus erreichen könne“, so Goetz. Er stehe für klare, verlässliche und nachvollziehbare Aussagen im Wahlkampf. „Niemandem ist im Wahlkampf gedient mit falschen Darstellungen und Panikmache in Sachfragen, die für die Bürgerinnen und Bürger schwer zu überprüfen sind“, so Goetz. Deshalb werde er immer dafür eintreten, dass derartige Aussagen auf ihre Relevanz für seinen Wahlkreis sofort analysiert und untersucht werden. Das Ergebnis dieses Sachverhaltes schaffe Sicherheit und sei von hoher Bedeutung.

 

Freie Wähler: Fußgängerzone muss "No Brain-Area" sein

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Fahrrad Foto Andreas Milk916"Die Fußgängerzone muss für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer ein 'No-Brainer' werden", sagt die Fraktion Freie Wähler im Kamener Rat. Foto: A. Milk, Archiv KamenWeb.devon Alex Grün

Kamen. Nach SPD- CDU-, Grünen- und Linke-Fraktion meldeten sich jetzt auch die Freien Wähler, die FDP und AfD-Einzelvertreter Ulrich Lehmann zum Thema "Radverkehr in der City" zu Wort.

Die Freie Wähler-Doppelspitze, bestehend aus Dennis Kobusch und Dirk Externbrink, lehnen eine Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr zu den Ladenöffnungszeiten ab: "Wir (...) sind der Überzeugung, dass in der Fußgängerzone dem Fußverkehr die höchste Priorität gilt. Wir sprechen uns für einen Erhalt der Fußgängerzone als solche mit einer Öffnung für den Radverkehr in den späten Abend- und Nachtstunden bis in den Morgen hinein vor Ladenöffnung aus", so die FW-Fraktion. Den Fußgängerbereich müsse man entweder räumlich abtrennen oder eben zeitlich. "Und diese Abtrennung muss einfach zu begreifen sein, umsetzbar mit einfachsten Hilfsmitteln und nicht verkompliziert - ein 'No-Brainer' sozusagen", damit die Fußgängerzone als geschützter Bereich wahrgenommen und akzeptiert werde. Eine Innenstadt, so die FW-Fraktion, lebe von seiner Aufenthaltsqualität. Dazu bedürfe es "viele unterschiedliche, aber miteinander verquickte Zutaten." Während aktuell eine Vielzahl an Konzepten für das Stadtgebiet entwickelt würden, die sich mit dem Citybereich beschäftigten, sei es sinnvoll, ein Gesamtkonzept "Belebung der Innenstadt" zu erstellen, in das alle Erkenntnisse aus den Untersuchungen einflössen. Die Freien Wähler haben dabei vorwiegend die Wirtschaft im Auge, daher solle man auch die Kaufmännische Interessengemeinschaft KIG bei solchen Entscheidungen mit ins Boot holen, die ihre Erfahrungen einbringen solle, um zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der City sowie zu deren Belebung beizutragen. Immerhin sei diese ein Schwerpunkt im Kooperationsvertrag von SPD- und CDU-Fraktion. "Wir sind der Meinung, dass wir diese Entscheidung nicht übers Knie brechen, sondern ein Gesamtbild entstehen lassen sollten, in das die Entscheidung auch hineinpasst und nicht wie ein Fremdkörper wirkt", so die FW-Doppelspitze.

"Prinzipiell für sinnvoll" hält die FDP-Fraktion eine Öffnung der Fußgängerzone für den Radverkehr, wobei sich ihre interne Beratung des Themas "noch in einer frühen Phase" befinde, so Vorsitzender Alfred Mallitzky. Fest stehe aber jetzt schon, dass die Fraktion das von der Verwaltung vorgestellte Zonenmodell für die Innenstadt für "nicht zielführend" hält. Kategorisch gegen die Freigabe der Fußgängerzone spricht sich AfD-Vertreter Ulrich Lehmann aus. Er ist davon überzeugt, dass das Vorhaben am Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer scheitern werde: "Wenn sich alle rücksichtsvoll verhalten würden, wäre eine Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer kein Problem", sagt Lehmann. Dies sei aber leider allzu oft zu viel verlangt. Konkret wird es für eine Entscheidungsfindung voraussichtlich am Donnerstag, 3. März, wenn im Mobilitäts- und Verkehrsausschuss über das Thema diskutiert wird - und das wahrscheinlich reichlich kontrovers.

Archiv: Linke lehnt Freigabe der Weststraße für Radverkehr ab, Grüne im Wesentlichen für Öffnung der Fußgängerzone

SPD-Fraktion will sachlichen Prozess beim Thema Fahrradverkehr in der Fußgängerzone

CDU befürwortet probeweise Fahrradverkehr in der Innenstadt

CDU: "Öffnung der Fußgängerzone für Radler war kein Antrag von uns"

Lebensrettung: Defibrillator zur schnelleren Erste-Hilfe für Heeren-Werve beschafft

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defi heeren0122Das Foto zeigt Herrn Markus Mendel (Filialleiter der Volksbank-Geschäftsstelle Heeren-Werve) und Herrn Tim Waltemode (2. Vorsitzender des Feuerwehrvereins Heeren-Werve e.V.) bei der Indienstellung des Gerätes.

Kamen-Heeren-Werve. Aus einer Kooperation mit dem Stadteilbüro Heeren-Werve, der örtlichen Filiale der Volksbank Unna und dem Feuerwehrverein Heeren-Werve e.V. konnte in den vergangenen Wochen ein Defibrillator beschafft werden, der seit heute allen Bürgern öffentlich zur Verfügung steht.

Als Teil dieser Kooperation stellt die Volksbank Unna den Vorraum der Heerener Geschäftsstelle als Installationsort zur Verfügung. Hier steht das lebensrettende Gerät ab sofort rund um die Uhr bereit und kann bei Bedarf selbstständig entnommen werden.

Der beschaffte AED > Automatische Externe Defibrillator< ist als Laiengerät ausgeführt und so durch jeden Ersthelfer anwendbar und kann bei auftretendem Herzkammerflimmern das Leben des Patienten retten. Dabei wird der Ersthelfer durch eine Stimme Schritt für Schritt durch den Einsatz des Gerätes geleitet und damit bei der Durchführung der korrekten Erste-Hilfe unterstützt.

Um Vandalismus und Diebstahl vorzubeugen, ist das Gerät alarmgesichert und bei einer Entnahme aus dem Gehäuse wird automatisch die Rettungsleitstelle des Kreises Unna informiert.

Die Betreuung des Geräts erfolgt durch den Feuerwehrverein Heeren-Werve e.V.

A45: Fernziele Dortmund, Hagen, Frankfurt und Siegen ausgekreuzt

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Westhofen/Olpe. Die Autobahn Westfalen streicht auf den Wegweisern in den Autobahnkreuzen Westhofen und Olpe-Süd die Fernziele, die Verkehrsteilnehmer in Richtung Dortmund oder Frankfurt führen. Damit soll die Aufmerksamkeit auf die Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid nochmals erhöht und noch mehr Verkehr auf die großräumigen Umleitungen geleitet werden.

Bislang wurde mit einer gesonderten, mobilen Beschilderung unter anderem in den Autobahnkreuzen Hagen und Olpe-Süd die Sperrung und möglichen großräumigen Umleitungen angezeigt. Um die Verkehrsteilnehmenden nun noch deutlicher auf die Sperrung hinzuweisen und so auch die Beachtung der Umleitungsempfehlungen zu erhöhen, werden auf der über der Fahrbahn angebrachten blauen Autobahn-Beschilderung die Fernziele Dortmund und Hagen für den von Süden kommenden Verkehr im Kreuz Olpe-Süd mit roten X-en versehen. Am Kreuz Westhofen geschieht das gleiche mit den Zielen Frankfurt und Siegen. „Ein großer Teil des Verkehrs meidet bereits die A45 in diesem Bereich, das zeigen uns die Verkehrszahlen, die wir dort messen“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes. „Die eindeutige Streichung der Ziele auf den blauen Hinweistafeln trägt hoffentlich zu einer weiteren Reduzierung des Verkehrs in Lüdenscheid bei.“

Stärkung der Innenstadt: Stadt erhält weitere Fördermittel

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leerstandErnsting1121KWFoto: Archiv KamenWeb.de

Kamen. Die Arbeit zur Stärkung der Innenstadt kann weiter intensiviert werden. Wie die Stadt Kamen mitteilt, erhält sie hierzu aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2022“ Fördermittel in Höhe von weiteren 362.462 Euro. Ziel des Landesprogramms ist es, den Corona-bedingten Folgen in den Innenstädten und Zentren durch aktives Handeln entgegenzuwirken.

Bereits im Jahr 2020 erhielt die Stadt im Rahmen des ersten Aufrufs des Programms Fördermittel in Höhe von rund 240.000 Euro. Die Mittel sind unter anderem dafür vorgesehen, sieben leerstehende Ladenlokale anzumieten und diese zu einem vergünstigten Mietzins an potenzielle Interessenten weiterzuvermieten. Bislang konnten hiervon drei Ladenlokale angemietet werden, die vier weiteren sollen absehbar folgen. Darüber hinaus konnte aus den Mitteln ein Zentrenmanagement angestoßen werden, das die Umsetzung forciert und intensiv begleitet. Hierzu wurde ein Planungsbüro beauftragt.

Im Rahmen des neuen Programmaufrufes hatte die Stadt Kamen Mittel für die Anmietung von drei weiteren Ladenlokalen beantragt. Neu in das Programm aufgenommen wurden zudem Umbaupauschalen, mit denen eine bauliche Anpassung von leestehenden Ladenlokalen an eine neue Nutzung gefördert werden kann. Damit soll Eigentümern ein Anreiz gegeben werden, die Ladenlokale an die heutigen Gestaltungs- und Nutzungsansprüche anzupassen und aufzuwerten. Die Stadt Kamen hat diese Umbaupauschalen für insgesamt acht Objekte beantragt und bewilligt bekommen. Dies betrifft fünf Ladenlokale aus dem Erstantrag sowie drei aus dem aktuellen Antrag.

Die Stadt Kamen möchte mit ihren Bemühungen dem auch pandemie-bedingten Umbruch in der Innenstadt entgegenwirken. „Neue Nutzungen können die Innenstadt beleben. Das ist eine in der heutigen Zeit ambitionierte Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, Politik, Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümern. Nur gemeinsam ist diese Aufgabe zu stemmen“, schildert Bürgermeisterin Elke Kappen. Sie dankt an dieser Stelle ausdrücklich dem Land Nordrhein-Westfalen, das den Städten und Gemeinden mit der aktuellen Programmveröffentlichung weitere 24,9 Millionen Euro bewilligt hat.

Die Stadt Kamen verspricht sich entsprechend, aus den Mitteln die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter erhöhen zu können. „Wir möchten das Geld dazu nutzen, Fassaden zu begrünen und anspruchsvoll zu gestalten, neue Spiel- und Mehrgenerationengeräte zu installieren sowie einen mobilen Spielcontainer anzuschaffen“, schildert Bürgermeisterin Elke Kappen. Erstmals aufgenommen wurde in die Förderung zudem die Möglichkeit, Personalkosten zu erstatten. Die Stadt Kamen möchte dies in Anspruch nehmen – und plant bei der Verwaltung entsprechend die Einrichtung einer Stabs- und Koordinierungsstelle „Zukunftsmanager/in Innenstadt“, die als wichtiges Bindeglied zwischen Zentrenmanagement, Innenstadtakteuren und Verwaltung die Arbeit steuert. Darüber hinaus soll die Koordinierungsstelle auch Projekte zur Belebung der Innenstadt anregen und umsetzen – wie zum Beispiel Veranstaltungen oder einen „Runden Tisch“ zur Innenstadtentwicklung.

„Die Wirtschaftsförderung der Stadt Kamen wird mit der Bereitstellung von Mitteln aus diesem Förderprogramm in die Lage versetzt, Leerständen in der Innenstadt entgegen zu wirken“, freut sich die Beigeordnete Ingelore Peppmeier. So gab es bereits mehrere Dutzend Anfragen zu dem Programm. „Jeder Interessent, bei dem eine Ansiedelung in der Innenstadt infrage kommt, wird von der Stadt Kamen proaktiv über das Programm informiert – wie auch jeder Eigentümer, der einen Leerstand hat oder in dessen Immobilie ein Leerstand droht“, ergänzt Wirtschaftsförderer Elmar Wendland. Eng begleitet werden die Bemühungen zur Attraktivierung der Innenstadt durch den städtischen Wirtschaftsausschuss. Mit der Umsetzung kann begonnen werden kann, wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt oder aber ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn von der Bewilligungsbehörde bewilligt worden ist.

Die Stadt Kamen möchte darüber hinaus den Fokus auf die Leerstände in den Randbereichen der Innenstadt ausweiten. Zu diesem Zweck wurde zum Städtebauförderprogramm 2022 ein Zuwendungsantrag für die „Umnutzung dauerhaft leerstehender Ladenlokale in Randbereichen“ gestellt. „Wir versprechen uns von dem Programm, neue Nutzungen in Randbereichen der Innenstadt, wie zum Beispiel Wohnen oder Dienstleistungen in leerstehenden Ladenlokalen, voranzubringen“ berichtet Kappen. Ob der Antrag berücksichtigt werden wird, steht noch nicht fest. Das Städtebauförderprogramm 2022 ist noch nicht veröffentlicht. Die Stadt Kamen würde eine Berücksichtigung dieses zusätzlichen Förderbausteines aber sehr begrüßen.

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Pflege: Für wen es mehr Geld gibt

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit

VZ18KWAb Januar 2022 werden viele Menschen finanziell entlastet
 
Die neue Pflegereform wurde schon im Juni 2021 im Bundestag beschlossen, doch wichtige Regelungen treten erst zum neuen Jahr in Kraft. Die Beratungsstelle Kamen erklärt, was Pflegebedürftige und ihre Angehörigen in Kamen nun wissen sollten.
  • Fünf Prozent mehr bei der Pflegesachleistung
    Wer für Unterstützung bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder der häuslichen Versorgung einen Pflegedienst bezahlt, erhält ab dem 1. Januar 2022 pro Monat fünf Prozent mehr bei der Pflegesachleistung – allerdings erst ab Pflegegrad 2. Und so steigen konkret die monatlichen Beträge:
    Pflegegrad 2: von 689 Euro auf 724 Euro
    Pflegegrad 3: von 1.298 Euro auf 1.363 Euro
    Pflegegrad 4: von 1.612 Euro auf 1.693 Euro
    Pflegegrad 5: von 1.995 Euro auf 2.095 Euro
     
  • Zehn Prozent mehr bei der Kurzzeitpflege
    Für die Kurzzeitpflege wird der Leistungsbetrag ab dem 1. Januar 2022 um zehn Prozent angehoben. Er liegt dann bei 1.774 Euro. Wenn die Pflegeeinrichtung also eine Rechnung über 2.000 Euro für die Kurzzeitpflege bei der Pflegekasse einreicht, übernimmt diese davon nun 1.774 Euro statt bisher 1.612 Euro. Die Differenz tragen die Pflege bedürftigen. Steigende Lohnkosten können die Entlastung zukünftig jedoch wieder zunichtemachen.
     
  • Erhöhte Leistungen für die Pflege im Heim
    Wer im Pflegeheim lebt, wird ab 2022 beim sogenannten „pflegebedingten Eigenanteil“ entlastet. Denn die Pflegeversicherung zahlt nun einen Zuschlag zum pflegebedingten Eigenanteil. Mit der Dauer der Pflege steigt er an. Damit verringert sich für Menschen mit Pflegegrad 2 bis 5 im Pflegeheim der Eigenanteil an den Pflege- und Ausbildungs-kosten. Die Pflegekasse übernimmt:
    5 Prozent im ersten Jahr
    25 Prozent im zweiten Jahr
    45 Prozent im dritten Jahr
    70 Prozent in den folgenden Jahren.
     
    Bei einem ursprünglichen Eigenanteil von 700 Euro beträgt der neue Eigenanteil im ersten Jahr also 665 Euro, im zweiten Jahr 525 Euro, im dritten Jahr 385 Euro und ab dem vierten Jahr 210 Euro. Die Pflegekasse zahlt den Leistungszuschlag an das Pflegeheim, ein Antrag ist nicht erforderlich.
     
  • Anspruch auf Übergangspflege in der Klinik
    Menschen, deren Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt nicht anders sichergestellt werden kann, haben einen Anspruch auf Über-gangspflege im Krankenhaus. Das gilt seit Ende 2021 für maximal zehn Tage. Der Anspruch greift etwa, wenn häusliche Krankenpflege, eine Reha-Behandlung, Kurzzeitpflege, Verhinderungs- oder Tagespflege nicht verfügbar sind. Betroffene oder Angehörige sollten das frühzeitig mit dem Sozialdienst des Krankenhauses oder mit der Krankenkasse klären.
     
Weiterführende Infos und Links:
  • Mehr zu den Zuschlägen im Pflegeheim unter:
    www.verbraucherzentrale.nrw/node/68404
     
  • Alles zur Pflegereform hat die Verbraucherzentrale NRW hier zusammengefasst: www.verbraucherzentrale.nrw/node/63628
     
  • Welche Leistungen es bei Pflege zu Hause gibt, zeigt diese Grafik:
    www.verbraucherzentrale.nrw/node/64399

AOK warnt vor Abhängigkeit von Schmerzmitteln: Nicht bei jedem Schmerz gleich zur Pille greifen

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Gesundheit

AOK Schmerzen0122Tabletten sind nicht immer das beste Rezept gegen Schmerzen: Über 9,1 Millionen Verordnungen wurden in Westfalen-Lippe für Schmerzmittel in 2020 für alle gesetzlich Versicherten ausgestellt. Foto: AOK/hfr.Kreis Unna. Wenn der Kopf spannt oder der Rücken schmerzt, greifen viele Menschen im Kreis Unna schnell zu Schmerzmitteln, um im Alltag weiter zu funktionieren. „Doch vielen ist nicht bewusst, dass Nebenwirkungen und ernste Komplikationen die Folge sein können, wenn Schmerzmedikamente regelmäßig und unkontrolliert eingenommen werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Und laut der Deutschen Schmerzgesellschaft gibt es Schätzungen zufolge etwa ein bis zwei Millionen Menschen in Deutschland, die sogar abhängig von Schmerzmedikamenten sind.

Die niedergelassenen Ärzte stellten für die gesetzlich Versicherten in Westfalen-Lippe in 2020 insgesamt über 9,1 Millionen Rezepte für Schmerzmittel aus. Paradox ist, dass die meisten Schmerzmittel nicht nur Nieren und Leber schaden, sondern regelmäßig angewandt zum Beispiel auch weitere Schmerzen wie chronischen Kopfschmerzen führen können. Wer etwa an mehr als zehn Tagen im Monat Kopfschmerzmittel einnimmt, riskiert, davon einen chronischen sogenannten Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz zu bekommen. Deshalb gilt bei der Einnahme von Schmerzmedikamenten: Maximal vier Tage am Stück und pro Monat sollten nicht mehr als zehn Tabletten eingenommen werden, sofern sie nicht vom Arzt verschrieben worden sind. Die Hinweise auf dem Beipackzettel wie zur richtigen Dosierung und Wechselwirkungen mit anderen Medikemantren sollten unbedingt beachtet werden. Doch noch viel wichtiger ist, nach Möglichkeit auf die Einnahme von Schmerzmedikamenten am besten ganz zu verzichten. Und so schwer es klingt: Es ist wichtig, trotz der Schmerzen aktiv zu bleiben, sich zu bewegen, mit Freunden zu treffen, auszugehen.

Häufig sind Schmerzen auch durch den Lebensstil beeinflusst: Viele Menschen sitzen zu viel und neigen daher zu Verspannungen, die wiederum Kopf- oder Rückenschmerzen auslösen. Gezielte Übungen für Nacken und Rücken, die richtige Haltung, work-life-balance und Entspannung helfen, es erst gar nicht zum Schmerz kommen oder ihn schnell wieder verschwinden zu lassen. Ausgleichende Freizeitaktivitäten, viel Bewegung oder Sport können eine Wohltat für Körper und Seele sein. Wichtig ist zudem ausreichender Schlaf, um dem Körper genug Möglichkeit zur Regeneration zu geben. Hilfreich sind auch Entspannungs-techniken wie Meditation, Yoga oder Muskelentspannungsübungen. Kursangebote rund um das Thema Entspannung finden Betroffene auch im AOK-Kursprogramm, das in allen AOK-Kundencentern erhältlich oder im Internet unter aok.de/nw abrufbar ist. Alle Angebote sind exklusiv und kostenfrei für AOK-Kunden und werden von qualifizierten Fachkräften geleitet.

Kreis Unna: Regionalplan liegt erneut aus

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Lokalnachrichten

Zukunft des Ruhrgebiets

Kreis Unna. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat einen Plan für die Zukunft des Ruhrgebiets: Neue Arbeitsplätze, zusätzlicher Wohnraum und weitere Freizeitangebote sollen entstehen. Der Plan wird das Leben der Menschen entscheidend prägen, sagt der RVR und fragt deshalb nach ihrer Meinung. Jetzt können sich die Menschen im Kreis Unna erneut dazu äußern – der Plan liegt zur zweiten Beteiligung aus.

Um sich anzuhören, was die Menschen über den Plan denken, hat der RVR 2019 ein Beteiligungsverfahren gestartet. Jetzt geht das Verfahren in die zweite Runde: Ab dem 24. Januar haben die Bürgerinnen und Bürger sowie Fachbehörden und Verbände die Möglichkeit, zum vorliegenden Entwurf Stellung zu nehmen. Einsehen können sie den Plan ab Montag, 24. Januar online unter den Bekanntmachungen des Kreises Unna: www.kreis-unna.de/amtsblatt.

Leben und Wohnen im Blick
Vom Kreis Wesel im Westen bis zum Kreis Unna und Hamm im Osten nimmt der Plan neben neuen Wohnbau-, Gewerbe- und Industrieflächen auch künftige Verkehrsachsen, Natur- und Landschaftsschutzbereiche, Wälder, Flächen für Windenergienutzung, Grundwasserschutz sowie Gewinnung von Bodenschätzen in den Blick. Und das für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Erstmals in NRW werden regional bedeutsame Gewerbe- und Industrieflächen für neue Unternehmen und Arbeitsplätze ausgewiesen.

Dazu kann sich jeder äußern: Per E-Mail, per Post und per Fax an den RVR oder nach telefonischer Anmeldung auch zur Niederschrift beim RVR. Mehr zum Plan sowie zahlreiche Unterlagen sind auf der Internetseite des RVR unter www.regionalplanung.rvr.ruhr zu finden. PK | PKU

Ausgedehnter Dachstuhlbrand im Ortsteil Kamen-Heeren

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Blaulicht

Fwk200122Kamen. Am Donnerstag, 20.01.2022 gegen 21.35Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Kamen mit dem Löschzug 3 und der hauptamtlichen Wache in die Rosenstraße im Ortsteil Heeren-Werve alarmiert. Gemeldet wurde eine unklare Rauchentwicklung im Dachboden eines Wohnbungalows.

Vor Ort bestätigte sich die Meldung und schon von außen konnte durch die ersteintreffenden Kräfte eine massive Rauchentwicklung aus dem Dach des Gebäudes festgestellt werden. Die Bewohner hatten das betroffene Gebäude bereits unverletzt verlassen können.

Es wurde umgehend eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Bönen sowie der Löschzug 1 Kamen-Mitte nachalarmiert.

Für den zuerst eingesetzten Trupp war ein Vorgehen in das brennende Dachgeschoss aufgrund hoher Temperaturen und einer starken Rauchentwicklung nahezu unmöglich.

Gleichzeitig wurde ein Löschangriff von außen über die Drehleiter vorbereitet. Um sich einen Zugang zum Brandherd zu verschaffen, war es nötig, die Dachhaut von außen zu öffnen. Aufgrund der komplexen Bauweise des Gebäudes wurde eine weitere Drehleiter aus der Gemeinde Bönen angefordert und im weiteren Einsatzverlauf auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite für eine sogenannte Riegelstellung eingesetzt; diese diente dazu, das angebaute Nachbargebäude vor Brandeinwirkung zu schützen.

Nachdem die Feuerwehr sich über das Dach Zugang verschaffen konnte, wurde umgehend eine Brandbekämpfung über das Wenderohr der Drehleiter durchgeführt. Parallel wurden weitere Trupps eingesetzt, um über das Gebäudeinnere an die Brandstelle zu gelangen. Im weiteren Einsatzverlauf mussten weite Teile der Dachkonstruktion geöffnet und entfernt werden. Diese Maßnahmen waren mit einem hohen Kräfteeinsatz verbunden, so dass weitere Einheiten aus Bönen zur Einsatzstelle beordert wurden. Auch der Teleskopmast der Feuerwehr Bergkamen wurde alarmiert, um darüber die Dachfläche auf der Gebäuderückseite erreichen und zur weiteren Brandbekämpfung öffnen zu können.

Während des Einsatzes besetzten die Kameraden des Löschzuges 2 (Methler) die Wache im Mersch und stellten so den Grundschutz für die Stadt Kamen sicher.

Erschwert wurden die Einsatzmaßnahmen durch Glättebildung infolge gefrierenden Löschwassers.

Nachdem Brandschutt über die geöffneten Dachflächen ins Freie verbracht wurde, konnte um 3.15 Uhr der Einsatz vor Ort beendet werden. Eine Brandwache stellte im Anschluss an die Löscharbeiten sicher, dass sich der Brand nicht unbemerkt erneut entzünden konnte. Im Einsatz waren Kräfte der Feuerwehr Kamen, der Feuerwehr Bönen und der Feuerwehr Bergkamen. Außerdem vor Ort waren der Kreisbrandmeister des Kreises Unna, die Polizei und Kräfte des Rettungsdienstes. Durch den hinzugerufenen Energieversorger wurde das Gebäude stromlos geschaltet.

Verletzt wurde niemand. Es entstand jedoch erheblicher Sachschaden; das Wohnhaus ist vorerst nicht bewohnbar. Die Feuerwehr war mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Die Kriminalpolizei hat unmittelbar nach Abschluss der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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