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AnzeigeKamen. Unter dem Motto „Kinder.Lachen.Kamen“ laden die Stadtfrauen Kamen am Samstag, 25. Juli 2026, von 10 bis 14 Uhr zu einem generationenübergreifenden Spielefest rund um die Platane in der Kamener Innenstadt ein.
Die Idee hinter der Aktion ist einfach: Menschen zusammenbringen. Kinder, Eltern, Großeltern, Freunde, Nachbarn und alle Interessierten sind eingeladen, gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Innenstadt auf besondere Weise zu erleben.
An verschiedenen Spieltischen können Besucherinnen und Besucher Karten- und Brettspiele sowie bekannte Spieleklassiker entdecken und gemeinsam spielen. Wer möchte, kann zudem sein persönliches Lieblingsspiel mitbringen und mit anderen teilen.
Für die musikalische Begleitung sorgt Ian Noel Schneider, vielen als Teilnehmer von „The Voice Kids 2025“ bekannt. Mit Live-Musik schafft er eine entspannte Atmosphäre und lädt zum Verweilen ein.
Mit „Kinder.Lachen.Kamen“ möchten die Stadtfrauen Kamen zeigen, dass oft schon ein gemeinsames Spiel, ein Tisch und ein wenig Zeit ausreichen, um Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Generationen zu ermöglichen. Das Projekt wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts der Stadt Kamen ausgewählt und wird von den Stadtfrauen ehrenamtlich organisiert.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für die Gäste stehen außerdem Kaffee und Kuchen bereit.
Passend zum Gedanken der Veranstaltung erinnert ein Zitat von Astrid Lindgren daran, wie wertvoll gemeinsames Spielen sein kann: „Wenn man genügend spielt, solange man klein ist, trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben lang schöpfen kann.“
Veranstaltungsdaten:
- Kinder.Lachen.Kamen
- Samstag, 25. Juli 2026
- 10:00 bis 14:00 Uhr
- Rund um die Platane in der Kamener Innenstadt
- Lieblingsspiele dürfen gerne mitgebracht werden
- Kaffee, Kuchen und Live-Musik inklusive
- Eintritt frei
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Das Schöne wahrnehmen und einfach genießen! Gesehen an der Stadtbücherei am Alten Markt.
Prachtvolle Blüten sind derzeit ein Hingucker in der Stadt. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
Archiv: Neue Blumenampeln für die Kamener Innenstadt
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Die Balkone des Perthes-Zentrums präsentieren sich im WM-Look: Mit den Landesflaggen der teilnehmenden Nationen sorgen sie für internationale Fußballstimmung.
Archiv: Fußball-WM startet: Euphorie in Kamen noch überschaubar
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Nicht viel Sichtbares ist zuletzt am Elilater Weg passiert. Hundebesitzer, die hier regelmäßig vorbeikommen, haben schon länger keine größeren Aktivitäten mehr auf der Baustelle mitbekommen. Foto: Christoph Volkmer für KamenWeb.de
von Christoph Volkmer
Kamen. Wenn von der „Unvollendeten“ die Rede ist, wissen Klassik-Freunde, dass um die Sinfonie in h-Moll D 759 von Franz Schubert geht. Die Bezeichnung trifft aber ebenso auf den als Vorzeige-Fuß- und Radweg angelegten Eilater Weg zu, der wegen einer fehlenden Brücke noch immer nicht gänzlich zu befahren ist.
Im Herbst 2025 wurde das marode Bauwerk, auf der der Eilater Weg die Seseke überquert, abgerissen. Im Januar wurde bei der Sitzung des Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses der Brückeneinhub für März in Aussicht gestellt. Doch noch immer endet der Weg an den Absperrungen. Auf der Baustelle hat sich seit längerer Zeit wenig mehr getan. Das schildern Menschen, die dort regelmäßig mit ihren Hunden unterwegs sind.
Neuer Überweg soll im Juli da sein
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Kreis Unna/Bergkamen. Rund 2.000 Kundinnen und Kunden des Jobcenters Kreis Unna waren zur 3. WELCOME-Messe eingeladen, die in diesem Jahr erstmals in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen stattfand. Gemeinsam mit der Stadt Bergkamen organisierte das Jobcenter Kreis Unna die Veranstaltung, um Zugewanderte mit Betrieben, Bildungsträgern und Beratungsstellen aus der Region zusammenzubringen.
Rund 40 Aussteller präsentierten Arbeits- und Ausbildungsangebote, Qualifizierungsmöglichkeiten sowie Unterstützungsangebote für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, direkt mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und sich über berufliche Perspektiven zu informieren. Sprachmittlerinnen und Sprachmittler unterstützten dabei die Kommunikation vor Ort.
Mit dem Wechsel vom Bergkamener Wasserpark in die Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule konnten die Rahmenbedingungen für die Veranstaltung weiter verbessert werden. Die wetterunabhängige Location bot mehr Platz für Aussteller und Besucher sowie optimale Voraussetzungen für persönliche Gespräche und Beratung.
Hauptverantwortlich für die Organisation der diesjährigen WELCOME-Messe waren Jennifer Radau, Teamleiterin des Integration Points im Jobcenter Kreis Unna, sowie Marvin Faulstich, Stabstelle Wirtschaftsförderung bei der Stadt Bergkamen. Gemeinsam koordinierten sie die Zusammenarbeit der zahlreichen Aussteller, Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sowie beteiligten Institutionen und sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.
„Die Erfahrungen unserer Arbeitsvermittlung zeigen deutlich, welches Potenzial Menschen mit internationaler Geschichte für unseren Arbeitsmarkt mitbringen. Viele Unternehmen suchen dringend motivierte Mitarbeitende. Die WELCOME-Messe schafft die Möglichkeit, beide Seiten unkompliziert zusammenzubringen. Deshalb ist diese Veranstaltung ein Gewinn für die Zugewanderten, die Unternehmen und die gesamte Region“, betont Daniela Tomczak, Geschäftsführerin des Jobcenters Kreis Unna.
Auch die Stadt Bergkamen zieht ein positives Fazit: „Bergkamen hat schon immer von den Fähigkeiten und dem Engagement von Menschen mit internationaler Geschichte profitiert. Angesichts des hohen Bedarfs an Arbeitskräften sind motivierte Menschen für unsere Unternehmen wichtiger denn je. Die WELCOME-Messe bringt Chancen und Potenziale zusammen und stärkt damit unseren Wirtschaftsstandort“, unterstreicht Thomas Heinzel, Bürgermeister der Stadt Bergkamen.
Die Veranstalter ziehen nach der erfolgreichen Durchführung der 3. WELCOME-Messe ein positives Fazit. Die große Resonanz bei Besucherinnen und Besuchern sowie das Engagement der beteiligten Unternehmen und Institutionen haben gezeigt, wie wichtig der Austausch für die berufliche Integration von Zugewanderten ist. Gemeinsam werden die gewonnenen Erfahrungen ausgewertet, um über mögliche zukünftige Formate und weitere Kooperationsmöglichkeiten zu beraten.
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Rhetorik-Vortrag „Deutsch sprechen – aber wie?“
Kamen. Rhetorik ist mehr als nur ein paar pfiffige Sätze garniert mit einer einprägsamen Pointe. Es gilt, verschiedene Aspekte des Sprechens und Auftretens gekonnt miteinander zu verweben. Der Rhetorik-Trainer Hartmut Nowacki gibt am 9. Juli (Donnerstag) Tipps: Was gehört zu einer guten Rede, die in Erinnerung bleiben soll?
Griechische Philosophen wie Aristoteles und Demosthenes waren die ersten großen Rhetoriker, die Römer – allen voran Cicero – entwickelten die Rhetorik weiter. Unter den freien Künsten gilt sie bis heute als Königin. Auch in Deutschland gab es große Rhetoriker, man erinnert sich bis heute an Reden von Helmut Schmidt oder Franz Josef Strauß. Aktuell scheint es um die Rhetorik aber schlechter zu stehen, oft wirken Reden langweilig und zeugen von wenig Esprit.
Hartmut Nowacki gibt seinem Publikum Ideen an die Hand, mit denen es seine Reden aufwerten kann, und das auch fernab von stilistischen Mitteln. Er beleuchtet den Umgang mit Nervosität, die Körpersprache sowie Atem- und Pausentechniken. Interessierte können außerdem für eine kurze Sprechprobe eine persönliche Rückmeldung bekommen.
Eckdaten:
Vortrag „Deutsch sprechen – aber wie?“
Donnerstag, 9. Juli 2026, 18 Uhr
Ort: Sprachhof, Hohes Feld 6, 59174 KamenEintritt frei
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Westfalen-Lippe (lwl). "Womit hab' ich das verdient, dass der mich so blöde angrient?" - So singt Herbert Grönemeyer in dem bekannten Song "Was soll das?" aus dem Jahr 1988. Die meisten Menschen verstehen, dass mit "angrienen" hier "angrinsen" gemeint ist. Aber sehr verbreitet ist das Wort nicht, wissen Sprachwissenschaftler:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).
Das Tätigkeitswort "grienen" stammt aus dem Niederdeutschen. Es ist mit dem englischen Wort "grin" verwandt. "Im westfälischen Platt wird das Wort 'chrienen' ausgesprochen mit einem Reibelaut am Anfang", erklärt Dr. Markus Denkler, Geschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung beim LWL. "Und es bedeutet hier größtenteils 'weinen'."
Eine Weisheit - ein sogenannter Omenspruch - aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh lautet zum Beispiel: "Wenn't rechte Auge jucket, giff't wat te grienen." Das bedeutet: "Wenn das rechte Auge juckt, gibt es etwas zu weinen." Was denn jetzt - grinsen oder weinen? "Dieser Zwiespalt lässt sich leicht auflösen", weiß Denkler. "Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes war 'den Mund breitziehen und die Zähne zeigen', was sowohl als positive als auch als negative Gefühlsbezeugung gedeutet werden kann."
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von Andreas Milk
Kamen. Um jemanden als Straftäter zu verurteilen, reicht ein "Könnte sein" nicht aus - Richter oder Richterin müssen von der Schuld überzeugt sein: So gehört sich das im Rechtsstaat. Und deshalb ist der aus Syrien stammende Adil D. (49, Name geändert) heute freigesprochen worden von dem Vorwurf, ein Attentat auf das Kamener Jugendamt angedroht zu haben. Ob der Freispruch Bestand hat, ist fraglich: Die Staatsanwaltschaft kann in Berufung gehen. Ihr Sitzungsvertreter hatte sechs Monate Haft auf Bewährung beantragt.
Adil D. lebt seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Sein Deutsch ist dürftig. Am 1. November 2024 bekam er - Feiertag hin, Feiertag her - Besuch von seinem "Verfahrensbeistand" in einem Sorgerechtsstreit. Dieser Beistand ist eine erfahrene Mediatorin für Familiengerichte. Bei dem Gespräch in D.s Wohnung soll er zu ihr gesagt haben, er werde sich betrinken und danach "mit einem großen Auto ins Rathaus fahren". Die Frau verstand das als Ankündigung eines Anschlags.
Ärger mit dem - freundlich ausgedrückt - temperamentvollen Adil D. gab es vorher schon. Es gibt zwei Vorstrafen; in einem der beiden Fälle hatte D. den Mann, der als Vormund für seine Kinder fungierte, mit einer Geste bedacht, die fürs Durchschneiden der Kehle steht. Urteil: eine Geldstrafe. Dieser Vormund sagte nun auch im Prozess um die angebliche Attentatsdrohung aus, obwohl er bei dem Gespräch D.s mit der Mediatorin gar nicht anwesend war. Aber: Tage vorher, erinnerte sich der Mann, habe D. davon gesprochen, alle "platt zu machen".
D. beharrte jetzt wortreich und mit Hilfe eines Dolmetschers darauf, der vemeintliche Anschlagsplan mit dem Auto sei nichts anderes gewesen als die erklärte Absicht, gemeinsam mit seinen Kindern und/oder Unterstützern zum Rathaus - nicht: "ins" Rathaus - zu fahren: So und nicht anders sei der Satz gemeint gewesen. Also alles eine Frage der Präposition.
Bei einem, der sich mit der deutschen Sprache schwer tut, wäre das sogar verständlich. Ob es die Staatsanwaltschaft dazu bringt, den Freispruch am Amtsgericht zu akzeptieren, ist offen.
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Kamen. Was passiert eigentlich, wenn Kinder, Jugendliche oder Familien in schwierige Lebenslagen geraten? Wann wird das Jugendamt tätig? Und warum sind die sogenannten Hilfen zur Erziehung zwar kostenintensiv, aber für den Schutz und die Entwicklung junger Menschen unverzichtbar? Einen anschaulichen Einblick in diesen anspruchsvollen Arbeitsbereich haben in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Kamen die Gruppenleiterin des Allgemeinen Sozialen Dienstes, Samira Klein-Vehne, und Sachgebietsleiter Jörn Kottrup gegeben.
Dabei wurde deutlich: Die Arbeit des Jugendamtes lässt sich nicht auf einfache Schlagworte reduzieren. „Das Jugendamt greift zu früh ein“, „das Jugendamt greift zu spät ein“ oder „das Jugendamt verursacht nur Kosten“ – mit solchen Vorurteilen sehen sich Jugendämter immer wieder konfrontiert. Die Wirklichkeit ist deutlich komplexer. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie Kinder und Jugendliche geschützt, Familien unterstützt und Krisen möglichst früh entschärft werden können.
Der Allgemeine Soziale Dienst ist dabei eine zentrale Anlaufstelle im Jugendamt. Er berät und unterstützt Familien, plant Hilfen zur Erziehung, prüft mögliche Kindeswohlgefährdungen und handelt, wenn Kinder oder Jugendliche akut geschützt werden müssen. Die rechtlichen Grundlagen reichen vom Grundgesetz über das Bürgerliche Gesetzbuch und das Bundeskinderschutzgesetz bis zum Sozialgesetzbuch VIII und dem Landeskinderschutzgesetz NRW. Kinderschutz ist damit eine hoheitliche Aufgabe – und zugleich eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
In der Sitzung wurde deutlich, dass Hilfen zur Erziehung sehr unterschiedliche Formen haben können. Sie reichen von Erziehungsberatung über soziale Gruppenarbeit, Erziehungsbeistandschaften und sozialpädagogische Familienhilfe bis hin zu Tagesgruppen, Pflegefamilien, Heimerziehung oder intensiver sozialpädagogischer Einzelbetreuung. Ziel ist es stets, passende Unterstützung im Einzelfall zu organisieren – so früh wie möglich, so wirksam wie nötig und immer mit Blick auf das Wohl des Kindes oder Jugendlichen.
Besonders eindrucksvoll wurde dies anhand anonymisierter Fallbeispiele. Sie zeigten, wie schnell aus einer Meldung ein komplexes Verfahren werden kann: mit Hausbesuchen, Gesprächen mit Eltern und Kindern, Einschätzungen durch mehrere Fachkräfte, der Zusammenarbeit mit Kliniken, Beratungsstellen, Polizei, Staatsanwaltschaft, Familiengericht oder freien Trägern. Oft müssen innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen getroffen, Hilfen koordiniert und geeignete Plätze gesucht werden – nicht selten auch überregional.
„Kinderschutz ist Netzwerkarbeit“, wurde in der Präsentation deutlich. Kitas, Schulen, Gesundheitswesen, Beratungsstellen, Justiz und Jugendhilfe müssen eng zusammenwirken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Fachkräfte: Sie benötigen rechtliches Wissen, hohe fachliche Kompetenz, Gesprächsführung, Kooperationsfähigkeit und die Fähigkeit, auch in belastenden Situationen besonnen und verantwortlich zu handeln.
Ein weiterer Schwerpunkt war die zunehmende Komplexität vieler Fälle. Psychische Erkrankungen, Armut, Suchterkrankungen, problematischer Medienkonsum oder hochstrittige Trennungs- und Scheidungssituationen spielen in der Praxis immer häufiger eine Rolle. Betroffen sind Familien aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Oft kommen mehrere Belastungen zusammen. Auch Hilfen für junge Volljährige nehmen zu – etwa wenn junge Menschen psychisch belastet sind, sich in die digitale Welt zurückziehen, selbst Hilfe suchen oder Unterstützung beim Übergang in Ausbildung, eigene Wohnung und andere Leistungssysteme benötigen.
Die Ausschussmitglieder erhielten zugleich einen Einblick in die finanziellen Dimensionen des Aufgabenfeldes. Für das Jahr 2026 sind bei der Stadt Kamen Planwerte von 12,5 Millionen Euro für Jugendhilfe in Einrichtungen sowie 3,1 Millionen Euro für Jugendhilfe außerhalb von Einrichtungen vorgesehen. Diese Zahlen machen deutlich, dass es sich um einen der besonders kostenintensiven Bereiche der Jugendhilfe handelt. Zugleich wurde betont: Die Ausgaben stehen für konkrete Hilfen, Schutzmaßnahmen und Zukunftschancen junger Menschen.
Denn jede rechtzeitige Unterstützung kann dazu beitragen, familiäre Krisen zu stabilisieren, Kinder zu schützen und spätere Folgekosten zu vermeiden – menschlich wie finanziell. Prävention, verlässliche Hilfestrukturen und ausreichend Fachkräfte sind deshalb entscheidende Voraussetzungen für einen wirksamen Kinderschutz.
Als Fazit der Vorstellung wurden drei zentrale Handlungsfelder benannt: Prävention stärken, Fachkräfte sichern und Kinderschutz nachhaltig finanzieren. Auch mit Blick auf kommende gesetzliche Anforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe bleibt dies eine wichtige Aufgabe für Verwaltung, Politik und Gesellschaft.
Die Sitzung machte deutlich: Hilfen zur Erziehung sind kein abstrakter Haushaltsposten. Hinter jeder Hilfe stehen Kinder, Jugendliche und Familien, die Unterstützung brauchen. Manchmal für eine kurze Phase, manchmal über einen längeren Zeitraum. Frühzeitige Hilfe kann dabei den entscheidenden Unterschied machen.
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Kamen. Die Polizei Kamen sucht nach einer sexuellen Belästigung nach Zeugen.
Eine 24-jährige Bergkamenerin war am Mittwoch (10.06.2026) zwischen 12:10 Uhr und 12:40 Uhr innerhalb der Parkanlage Galgenberg im Bereich der Hammer Straße/Am Hüchtweg/Friedhofstraße in Kamen-Overberge joggend unterwegs, als ein bislang unbekannter Fahrradfahrer an ihr vorbeifuhr und sie in ihrem Intimbereich anfasste.
Eine Täterbeschreibung liegt der Polizei vor:
- Männlich
- Zwischen 40-45 Jahre alt
- Braune kurze Haare
- Kräftige Statur
- Längerer 3-Tage-Bart (etwas mehr als Stoppeln)
- Neongelbe Jacke mit Reflexionsstreifen um den Bauch (sah aus wie
"auf einer Baustelle")
- Dunkle Sicherheitsschuhe (Lederstiefel, die etwas höher am
Knöchel sind)
- Dunkle Hose
- Knallig blauer Rucksack (mit schwarzen Trägern) - den Rucksack
hat der Unbekannte sehr tief getragen
- Fuhr mit einem Citybike, eher einem DamenfahrradTäterhinweise bitte an die Polizei Kamen: 02307 921 3220, 02303 921 0 oder per Mail an:
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Polizei stellt bei Sondereinsatz zahlreiche Verkehrsverstöße fest – 62 Tempoverstöße, Fahrten unter Drogeneinfluss und ein mutmaßlich manipuliertes Mofa in Kamen sorgen für Anzeigen.
Kreis Unna. Am Montag (15.06.2026) führten Beamtinnen und Beamten der Kreispolizeibehörde Unna in der Zeit von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr einen Sondereinsatz zur Verkehrsüberwachung im gesamten Kreisgebiet durch. Ziel der Maßnahmen war die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die konsequente Ahndung von Verkehrsverstößen. Insgesamt wurden zahlreiche Verstöße festgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet: - 4 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Drogen im Straßenverkehr - 6 negative Drogenvortests - 3 negative Atemalkoholtests - 3 Strafanzeigen nach dem Pflichtversicherungsgesetz - 1 Strafanzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis - 4 Aufenthaltsermittlungen - 1 Ordnungswidrigkeit im Bereich Ladungssicherung - 1 Verwarnungsgeld im bereich Ladungssicherung - 2 Ordnungswidrigkeiten wegen Handynutzung am Steuer - 62 Verstöße gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen - 2 sonstige Ordnungswidrigkeiten sowie 14 sonstige Verkehrsverstöße (Beispiel: Stoppzeichen missachtet, gegen die Gurtpflicht verstoßen)
Ein besonderer Fall ereignete sich im Bereich Kamen: Am Schattweg wurde ein Motorrollerfahrer (Mofa, 25 km/h) kontrolliert. Auf dem Rollenprüfstand wurde eine mögliche fahrbare Geschwindigkeit von 72 km/h festgestellt. Der Fahrer konnte lediglich eine Mofaprüfbescheinigung vorweisen. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des Fahrens ohne entsprechende Fahrerlaubnis gefertigt. Zudem wird der Verdacht des Verstoßes gegen die Versicherungspflicht geprüft.
Die Polizei bewertet die Kontrollmaßnahmen insgesamt als erfolgreich. Sie zeigen erneut, dass konsequente Verkehrskontrollen ein wichtiges Instrument zur Red
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Spannender Motorsport, starke Leistungen und ein besonderes Zeichen für Inklusion: Beim Kartslalom des MSC Heeren Werve in Bönen kämpften die Fahrerinnen und Fahrer um Punkte und Pokale.
Bönen. Beim traditionellen Kartslalom des MSC Heeren Werve am vergangenen Sonntag erlebten die Zuschauer spannenden Motorsport und packende Duelle um Punkte und Pokale. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte richtete der MSC den 4. Kartslalom-Lauf der Region Nord zur ADAC-Westfalenmeisterschaft 2026 aus.
Die Veranstaltung auf dem Parkplatz der Firma Zurbrüggen in Bönen erwies sich aus Sicht des Vereins als voller Erfolg. Zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start, darunter auch mehrere vereinseigene Teilnehmer, die erneut ihr Können unter Beweis stellten.
Ein besonderes Zeichen setzte der MSC Heeren Werve in der Klasse 2: Erstmals nahm ein Vereinsmitglied mit gesundheitlichen Einschränkungen an einem Kartslalom-Wettbewerb teil. Für seinen Mut und seine Teilnahme erhielt der Fahrer von allen Anwesenden tosenden Applaus – ein bewegender Moment, der die Bedeutung von Inklusion im Motorsport eindrucksvoll unterstrich.
Nach dem gelungenen Veranstaltungstag hofft der Verein, auch im kommenden Jahr erneut einen Kartslalom-Vorlauf der ADAC-Westfalenmeisterschaft ausrichten zu dürfen.
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Die Fraktionsvorsitzenden von Linken, Grünen und SPD, Klaus-Dieter Grosch, Sandra Heinrichsen und Daniel Heidler (v.l.) einigten sich auf ein gemeinsames Grundsatzpapier für künftig Ratsabstimmungen. Foto: AG
Kamen. (AG) Zwischen den Fraktionen im Rat der Stadt Kamen zeichnet sich neue Abstimmungsgemeinschaft ab: SPD, Bündnisgrüne und Linke haben sich auf einen gemeinsamen 19-Punkte-Plan geeinigt, auf dessen Grundlage künftig Mehrheiten entstehen sollen – die werden voraussichtlich recht knapp ausfallen.
Ursprung für die Einigung auf eine koalitionsähnliche Zusammenarbeit war einerseits die gemeinsame Abstimmung für den aktuellen Haushalt inklusive Grundsteuererhöhung im Februar, andererseits die verhältnismäßig schwache Position der Sozialdemokraten, die nach der letzten Kommunalwahl nur noch über 20 Ratssitze verfügen. Daher will die SPD-Fraktion künftig mit Grünen und Linken zusammenarbeiten, mit denen sie insgesamt 28 Stimmen, also genau die Hälfte der Ratsmandate auf ihrer Seite hätte. Dann könnte die SPD-Stimme der Bürgermeisterin das Zünglein an der Waage sein – es sei denn, dass auch nur ein einziger Vertreter der Abstimmungsgemeinschaft ausfällt oder die Bürgermeisterin bei der Ratsentscheidung kein Stimmrecht hat. Darüber hinaus sei die Zusammenarbeit mit der CDU-Fraktion, die in der letzten Ratsperiode die Entscheidungen des Rates maßgeblich prägte, ins Stocken geraten, wie SPD-Fraktionschef Daniel Heidler erklärt. Man habe seitens der SPD natürlich auch die Zusammenarbeit mit der Union gesucht, sich aber nicht mehr auf gemeinsame Handlungsziele einigen können. Die SPD hofft, dass sich dies mit Grünen und Linken als Partnern im Rat ändern wird.
Weiterlesen: Neue Ratspartner für SPD: Gemeinsames Grundsatzpapier mit Grünen und Linken
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Erneut umgestürzt: Der Kleidercontainer an der Derner Straße/Ecke Feldstraße in Heeren liegt flach, das Oberteil wurde weit ins Feld geschleudert.
Kamen. In der Kurve an der Derner Straße/Ecke Feldstraße in Heeren liegt der Kleidercontainer erneut flach. Das Oberteil des Containers wurde dabei weit auf das angrenzende Feld geschleudert. Die Polizei wurde bereits informiert und prüft, ob eine Sachbeschädigung vorliegt und wie es zu dem Vorfall gekommen ist.
Wer Hinweise zum Geschehen geben kann oder verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Kamen zu melden unter 02307 921 3220 oder 02303 921 0 sowie per E-Mail an
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