Arbeitsmarkt im Kreis Unna: Die Herbstbelebung geht weiter

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© Bundesagentur für ArbeitKreis Unna.Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen um 504 Personen (-3,1 Prozent) auf 15.605. Im Vergleich zu Oktober 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.252 Personen (-7,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,5 Prozent.

„Die letzten beiden Monate kennzeichnete ein deutlicher Herbstaufschwung, der sehr viel mehr arbeitslose Menschen im Kreis Unna erreicht hat als in den Vorjahren, egal ob jung oder alt, deutsch oder mit Migrationshintergrund, kurz- oder langzeitarbeitslos“, freut sich Agenturchef Thomas Helm über die aktuelle Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Doch Helm beleuchtet auch die Kehrseite der Medaille. Mit der guten Lage sind auch Herausforderungen für die Unternehmen im Kreis Unna verbunden: „Viele Stellen können mangels qualifizierter Bewerber nicht oder erst zu spät besetzt werden. Daraus ergeben sich möglicherweise geschäftliche Einbußen, die die Entwicklung des jeweiligen Betriebes behindern. Die Agentur für Arbeit Hamm finanziert daher verstärkt die Weiterbildung von Beschäftigten in den Betrieben, um aus Helfern Fachkräfte zu machen oder die Kenntnisse der Mitarbeitenden an die zukunftsorientierten Entwicklungen anzupassen.“

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.209 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 138 (-10,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 10 Jugendliche (-0,8 Prozent) gesunken. Rund ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Oktober wurden 3.216 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 45 Personen (-1,4 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Vor zwölf Monaten gab es 247 ältere Arbeitslose (+7,1 Prozent) mehr. Aus der Statistik geht hervor, dass 3.685 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 186 Arbeitslose (-4,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Oktober 2016 waren 224 ausländische Arbeitslose (+5,7 Prozent) mehr gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 854 geflüchteten arbeitslosen Menschen. Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat erneut deutlich. Die Zahl hat sich um 162 Personen (-2,4 Prozent) auf 6.488 reduziert. Im Vorjahresvergleich sind das 884 Personen (-12,0 Prozent) weniger. Im Berichtsmonat sank die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 17 (-1,2 Prozent) auf 1.424. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 137 Personen (-8,8 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Im Vergleich zum Vormonat sank im Oktober die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 151 Personen auf 854. Damit hatten im Berichtsmonat 5,5 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.550 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 443 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 89 aus dem Irak, 86 aus dem Balkan und 47 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 61,9 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt vergleichsweise jung: 145 (17,0 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 293 (34,3 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 230 (26,9 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit ging in allen Kommunen des Kreises Unna zurück. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Werne (-6,9 Prozent bzw. 68 auf 918). Danach folgen Fröndenberg (-6,8 Prozent bzw. 40 auf 545), Schwerte (-5,1 Prozent bzw. 72 auf 1.340), Holzwickede (-4,4 Prozent bzw. 23 auf 496), Bergkamen (-4,3 Prozent bzw. 108 auf 2.432), Kamen (-2,7 Prozent bzw. 50 auf 1.799), Lünen (-2,0 Prozent bzw. 94 auf 4.635), Unna (-1,8 Prozent bzw. 36 Personen auf 1.941), Selm (-1,1 Prozent bzw. neun auf 839) und Bönen (-0,6 Prozent bzw. vier Personen auf 660).

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