Kombibad: Konzept stößt in Ausschüssen auf positive Resonanz

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Kommunalpolitik

sport kombi1 1118So könnte das neue Kombibad in zweieinhalb bis drei Jahren aus der Vogelperspektive aussehen...

von Alex Grün

Kamen. In einer gemeinsamen Sitzung einigten sich am Dienstag der Haupt- und Finanzausschuss und der Schul- und Sportausschuss des Kamener Rates auf einen Weg, den Bau für das frisch entworfene Kombibad in breiter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, auch mit den Bürgern, weiter zu diskutieren.

 

Zwar hatte einigen Ausschussmitgliedern bei der Präsentation der Kosten, so CDU-Fraktionschef Ralf Eisenhardt, "der Atem gestock" - die betragen brutto stolze 28.137.550 Euro inklusive eines Sicherheitszugschlages von zehn Prozent, von dem man mit Skepsis hofft, ihn nicht zu brauchen. Auch FW-Fraktionsvorsitzender Helmut Stalz wies in seiner Stellungnahme auf die bestehende Haushaltssicherung hin. Der erste Entwurf von 2014, der lediglich eine Sanierung vorsah, hätte immerhin mit gerade einmal 13 Mio. Euro zu Buche geschlagen - allerdings wurde damals noch mit den durchschnittlichen Baukosten von 2013 kalkuliert, die seitdem bekanntlich explodiert sind. Aber, das gaben auch die Oppositionäre Eisenhardt und Stalz gerne zu, die Vorteile seien verlockend, nicht nur was die Nachhaltigkeit für die nächsten 40 Jahre betrifft, sondern auch die zweifellos vorhandene Attraktivität des Anlagenkonzeptes: "Ich würde am liebsten sofort 'reingehen", erklärte SPD-Fraktionschef Daniel Heidler, inspiriert von einem virtuellen Rundgang durch das komplette Bad, der von Architekt Heinrich Brinkhus präsentiert wurde. Doch man müsse realistisch bleiben, die Diskussionen müssten jetzt Schritt für Schritt erfolgen. Dabei müsse "eine Entscheidung gefunden werden, die nicht nur von einer Fraktion getragen werden kann", so Heidler. Einstimmig einigten sich beide Ausschüsse auf die Beschlussvorlage von Bürgermeisterin Elke Kappen, die einen dreistufigen Plan vorsieht. In einem ersten Schritt solle geprüft werden, ob der Entwurf den gestellten Anforderungen entspricht, die dem Auftrag an die GSW zugrunde liegen, also letztlich die Bedarfsdeckung. Zweitens sollen mit Blick auf die Baukostenexplosion die Kosten für die Sanierung der vorhandenen Bäder geprüft werden. Drittens sollen die Finanzierungsmöglichkeiten und Betriebskosten beider Varianten, also Neubau und Sanierung, erarbeitet und verglichen werden. Dabei muss auch geklärt werden, welche Kommune im Rahmen des Konsortialrechts finanziell für welche Bäder zuständig ist. Dies alles soll in Form von Workshops geschehen, an denen, von GSW über Verwaltung und Rat bis hin zu Sportvereinen, Schulen und Privatleuten, alle Interessierten beteiligt und angehört werden sollen. Zudem solle auch eine Bürgerversammlung einberufen werden, so Kappen. Anschließend solle der Rat in die Entscheidungsfindung gehen. Dessen Mitglieder sind gewiss froh, dass die entsprechende Sitzung erst für Frühjahr kommenden Jahres angedacht ist, da sie derzeit mit den Haushaltsplanberatungen schon reichlich zu tun haben. Bürgermeisterin Kappen gab ihnen für ihre Beratungen zum Kombibad den Hinweis mit auf den Weg, gerade mit Blick auf den Nachwuchs und die Frühschwimmererziehung die Wichtigkeit eines frühen kindlichen Kontakts mit Wasser im Auge zu behalten, für den das konzipierte Bad die perfekten Möglichkeiten böte. Komplett fertig sei das Projekt, wenn es denn realisiert wird, voraussichtlich in etwa zweieinhalb bis drei Jahren, so Architekt Brinkhus. So lange müssen die alten Bäder also noch halten.

sport kombi2 1118...und so von innen, etwa so wie hier im vorkonzipierten Bereich des Kursbeckens. Grafiken: Geising & Böker GmbH

 

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