Laut & Lästig beendet mit 5 Bands und guter Musiklaune die „Rockolution“ unterm Förderturm

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Musik

laut laestig 1 921KBDoro Betke und Frauke Dryden saßen zum zweiten Mal überhaupt und zum ersten Mal beim Laut & Lästig-Festival als „Frau Doro“ auf der Bühne. Fotos: Katja Burgemeister für KamenWeb.de

von Katja Burgemeister

laut laestig FrauDoro2 921KBKamen. Mit den letzten Klängen hieß es „Mist, das Ende versemmelt!“. Aber das war eigentlich egal. Doro Betke und Frauke Dryden saßen zum zweiten Mal überhaupt und zum ersten Mal beim Laut & Lästig-Festival als „Frau Doro“ auf der Bühne. Darum ging es und um nichts anderes: Ausprobieren, sich trauen, nicht nur in geschlossenen Räumen mit sich allein musizieren, sich einem Publikum präsentieren. Genau dafür sind der Verein Laut & Lästig und sein Festival da.

Musik machen beide „schon ewig“ zusammen – eigentlich schon seit der Kindheit. Auch in diversen anderen Bands, vor allem aber mit „Hitzefrei“. Mit Corona kam dann die Idee, ein Duett zu gründen. „Wir wohnen quasi direkt nebeneinander, sehen uns sowieso jeden Tag, machen gern und spontan Musik zusammen – warum dann also nicht zusammen singen?“, lautete die Grundüberlegung. Geprobt wurde in den eigenen vier Wänden oder auch im Probenraum der Ehemänner, die mit „Captain Horst“ unterwegs sind. Ursprünglich haben es beiden die „Rockhymnen der 80er“ angetan. Die verwandeltn sie in eigene Akustik-Versionen. Inzwischen singen sie „alles, was wir hören und toll finden“. Dazu kommen sparsam Instrumente zum Einsatz: Gitarre, Ukulele, Cajon… „Wir können alles ein laut laestig westwerker 1 921KB„Westwerker“ gehören schon ewig zu den gut 100 Mitgliedern von Laut & Lästig. bisschen, aber nichts richtig“, witzeln sie und zeigen kurz darauf auf der Bühne, dass das nicht so wirklich stimmt. Sie können viel, vor allem gut singen und miteinander stimmlich harmonieren. Sie können sogar ihren ersten eigenen Song: „Mein dünner Steg“. Das Wichtigste ist aber: „Wir haben immer Bock“. Mehr braucht es eigentlich nicht.

Bock hatten auch die übrigen vier Bands, die beim zweiten Teil des „Road to Rockolution“-Festivals auf die Bühne kamen. Darunter wie immer befreundete und eingeladene Gäste, diesmal „Sancho Panza“, eine Punk Rock Band aus Köln, und „The witches‘ dream“. „Westwerker“ und „Captain Horst“ gehören schon ewig zu den gut 100 Mitgliedern von Laut & Lästig. Der Verein bietet seit gut 30 Jahren seinen Mitgliedern eine Chance, vor einem größeren Publikum aufzutreten. Und er unterstützt auch sonst beim Hobbymusizieren wie der Suche nach Probenräumen.

Immerhin ist nach längerer Durststrecke ein Festival überhaupt wieder möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr in zwei Teilen. Der erste Teil fand schon vor ein paar Wochen mit 5 Bands open air an der Gesamtschule statt. Diesmal ging es mit der gleichen Bühne und Absperrungen vom städtischen Bauhof unter den Monopol-Förderturm. Gut 130 Besucher kamen beim 1. Teil. Im Vorverkauf waren für den zweiten Teil 80 Karten reserviert. An der Abendkasse stellten sich fast nochmal so viele Musikfans an.

Ganz trocken blieb es am Samstag allerdings nicht. Kurz vor Ende erreichten die Regenwolken auch das Monopol-Gelände. Das tat dem Spaß an der Sache aber keinen Abbruch: Überhaupt wieder Musik vor Publikum machen zu können, ist für alle wichtig, die dabei waren.

laut laestig 6 921KBGanz trocken blieb es am Samstag allerdings nicht. Kurz vor Ende erreichten die Regenwolken auch das Monopol-Gelände.

 

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