Lebendige und artenreiche Gärten – gut für Mensch und Tier

Geschrieben von Redaktion am . Veröffentlicht in Natur & Umwelt

gartenKW18Kamen. Eigentlich wissen es alle: Artenreich bepflanzte Flächen sind wertvoll, weil sie vielen Tieren Lebensraum und Nahrung bieten. Viele Nutzinsekten wie Biene, Hummel und Co. profitieren davon. Die Pflanzendecke trägt zur Sauerstoffproduktion bei und bindet Stäube und Schadstoffe. Grünflächen heizen sich weniger stark auf und speichern Wasser – tragen also zu einem angenehmeren Stadtklima bei. Solche Flächen nutzen also auch den Menschen. Richtig angelegt, können artenreich bepflanzte Gärten auch pflegeleicht bleiben. In Deutschlands Gärten machen sich aber zunehmend Kies und Schotter breit – eine Entwicklung, die man auch in Kamen beobachten kann, beispielsweise in vielen Vorgärten. Ob man das nun schön findet oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Aus Sicht des Natur- und Klimaschutzes ist diese Entwicklung jedenfalls zu beklagen, denn Steinflächen tragen zu einer Verarmung der Tier- und Pflanzenwelt bei, heizen sich gerade in den Sommermonaten stark auf und führen wegen der fehlenden Vegetation zu einer trockeneren und staubigeren Luft. Zudem werden Luftschadstoffe und Stäube nicht mehr gefiltert.

Auf Initiative des Umwelt- und Klimaschutzausschusses will sich die Stadt verstärkt für die biologische Vielfalt einsetzen und hat dazu im letzten Jahr mit der Anlage von artenreichen Flächen und der Pflegeumstellung auf bestimmten Wiesenflächen begonnen, die eine artenreiche und insektenfreundliche Entwicklung ermöglichen soll. Pflegeumstellung bedeutet dabei: Geringere Mahdintervalle und eine Entfernung des Schnittgutes von der Fläche. Seitdem wurden 11 städtische Flächen, mit rund 44.000 m² in das Projekt einbezogen. In den kommenden Jahren sollen noch weitere Wiesenflächen hinzukommen, die aber zumeist außerhalb der Siedlungsbereiche liegen. Innerhalb der Ortschaften sind also weiterhin die privaten Grundstücke und Gärten von großer Bedeutung für den Artenreichtum und sollten daher möglichst naturnah gestaltet werden.

Im Rathaus wirbt man für diesen Weg und appelliert an alle Grundstücksbesitzer, diesen Weg zu mehr biologischer Vielfalt mit zu gehen. Informationen zu dem Thema und zu geeigneten Gartenpflanzen sind z.B. bei den Naturschutz- und Imkerverbänden (im Internet: www.nabu.de, www.bund.net, www.lv-wli.de/fachbereiche/bienenweide-umwelt/infos u.a.) aber auch im Rathaus (Zimmer 327) zu bekommen.

 

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